Urlaubspiraten on Tour: Mailand / Bergamo

Liebe Urlaubspiraten, ab jetzt gibt es die neue Kategorie “On Tour“, hier können alle Urlaubspiraten Ihre Reiseerfahrungen bzw. Berichte veröffentlichen. Einfach Urlaubspiraten über das Kontaktformular oben rechts auf dem Blog kontaktieren und wir werden uns mit Euch in Verbindung setzen und dann Euren Reisebericht in der Kategorie “On Tour” veröffentlichen. Ich denke, dass dadurch viele Leser profitieren und sich einen guten Überblick über das Reiseland bzw. Gebiet verschaffen können. Für die ersten Einsendungen gibt auch eine kleine Überraschung.

Dieser Bericht stammt von Desiree, die 4 Tage in Mailand und Bergamo war. Am Ende findet Ihr ein "Fact Sheet" mit allem Wichtigen, was man zu Mailand/Bergamo wissen muss.

1.Tag:
Ich stehe in der Reihe vor der Gepäckkontrolle und bin wie immer gespannt, ob mein Gepäck den Test besteht, obwohl ich eigentlich durch einige Routine weiß, dass es gar nicht anders sein kann. Ich habe alles richtig gemacht.
Ich schaue mich um, und habe keinen Zweifel mehr daran, dass ich nach bella Italia fliege, Sonnenbrillen, wohin mein Blick auch schweift, groß und dunkel verbergen die Designerbrillen etliche Gesichter, die warum-auch-immer einfach verdeckt bleiben wollen, oder vor dem grellen Flughafenlicht Schutz suchen.
Da ich nur Handgepäck bei mir habe,  muss ich alle Bedingungen strikt einhalten, darum habe ich Waschlotion, Seife, Creme etc. in kleine Behälter abgefüllt, in Klarsichttütchen gepackt und deutlich sichtbar in die Kontrollwanne gelegt, die nun durch den Schlund gesogen wird. Nächste Wanne mit Gürtel, Mütze, Jacke, Strickjacke, Uhr, Ausweis und Ticket folgt. Was mir auffällt, dass Fluggäste mit Rucksack so gut wie nie aufgefordert werden, ihren Rucksack in diese Gepäckkontrollvorrichtung - entwickelt von Ryan Air und Easy Jet - zu pressen. Zum Glück.  Ich muss da immer an die Post denken, die so DinA 4 große Stücke Pappe mit so Schlitzen drin nutzt, um zu checken, ob der Brief da durch passt oder nicht, und ob man mehr Porto zahlen muss oder nicht. Gleiches Prinzip. Wie auch immer, ich musste meinen Rucksack nicht in dieses Ding stopfen. Manchmal wird man aber auch erst bei der Ticketkontrolle dazu aufgefordert, wo man dann verzweifelte Passagiere dabei beobachten kann, wie sie ihr gesamtes Gepäck neu organisieren, hin und her räumen, sich den roten Wollpullover doch noch überziehen, so viel wie möglich in die Manteltaschen stopfen, während das Bodenpersonal genervt und schadenfroh dabei zusieht, dann erneut prüft und gegebenenfalls mal eben 40, 60 oder 80 Euro und mehr extra berechnet. Hat man es dann ins Flugzeug geschafft und sich einen Platz ergattert und Glück gehabt, sein Gepäck sogar über dem Sitzplatz verstauen zu können, fällt einem spätestens dann, wenn man sich in den hintersten Sitz gequetscht hat auf, dass iPod, Wasserflasche, Buch und Zeitschrift schön eingepresst, oben im Koffer liegen. Bingo! Also wieder raus, Koffer raus....äh nö, lieber nicht. Also sitzt man gelangweilt den ganzen Flug über eingepfercht, und hofft nicht aufs Klo zu müssen. Mein Tipp: Entweder für Priority Boarding bezahlen oder warten bis die Massen ins Flugzeug gestürmt sind und dann ganz entspannt in einer der ersten Reihen platz nehmen(dort ist meistens noch Platz), und beim Ausstieg schön als Erste aussteigen. Alle wichtigen Items vorher unter Arm und in (Mantel)tasche verstauen, das verringert Stress und Wartezeiten.  Ungefähr 1 ½ Std. später befinde ich mich bei strahlendem Sonnenschein am Flughafen Bergamo -  Orio al Serio.  Schnell finde ich heraus, dass ich mit meinem Englisch die nächsten Tage nicht weit kommen werde, sondern auf rudimentäre Verständigung durch Arme, Hände und Grimassen zurückgreifen werden muss. Das Abenteuer kann beginnen. Ich gönne mir erst einmal einen Espresso für 1,50 Euro. Nicht schlecht für einen Flughafenpreis. In den folgenden 50 min. finde ich heraus, dass es ca. 6 Busse am Tag gibt, die von hier den Flughafen Mailand/Malpensa anfahren (Kosten ca. 18 Euro, Fahrtdauer ca. 2 Std.). Busse nach Mailand Zentrum fahren ca. alle 30 min. (Kosten 10 Euro, Fahrtdauer: 1 ¼ Std.) von 4:30 – 1:00 Uhr.  In Mailand fahren Busse (Fahrtdauer 1 Std) und Züge (Fahrtdauer 50 min.) vom Hauptbahnhof (Milano Centrale, gesprochen: Tschentrale) für 7 Euro, ca. alle 30 min. bis 23 Uhr zum Malpensa Flughafen. Kinder zahlen meist nur die Hälfte.
Nun aber zurück zum Flughafen Orio al Serio. Da ich mein Hostel schon im vorhinein gebucht habe und meinen 1. Tag in Bergamo verbringen werde, nehme ich den Bus Nr. 1 Richtung Bergamo (fährt alle 20min), Porta Nuova. Das Ticket kostet 2 Euro und ist 90 min. gültig. Bereits 15 min. später befinde ich mich an der Porta Nuova.   Natürlich bin ich zuerst eine Haltestelle zu weit gefahren, da die Haltestelle nicht Porta Nuova heisst, sondern V.Le Papa Giovanni XXIII. 
Das Gebäude und der Straßenname lassen jedoch relativ schnell darauf schließen, dass dies der Ort sein muss, an dem man den Bus verlassen sollte. Die Busfahrer in Bergamo sind sehr nett, allerdings sagen sie einem nicht noch einmal bescheid, wann man aussteigen sollte. Ich befinde mich also an dieser Kreuzung auf der Suche nach Bus Nr. 6. Richtung San Colombano. Mit Händen und Füßen frage ich mich durch. Ein junges Mädchen und eine alte Dame begleiten mich zur Bushaltestelle „Via Camozzi“  und bleiben solange, bis sie sicher sind, dass ich im richtigen Bus sitze. Eigentlich ist es ganz einfach, ich musste nur nach rechts abbiegen. Nach 15 min. Busfahrt lese ich in letzter Sekunde an einer Bushaltestelle „Via L.Da Vinci“.  Ich steige aus und wieder frage ich mich „wohin nun“.  Schnell finde ich heraus, dass ich einfach nur nach links der Straße entlang muss und da lese ich auch schon ein Schild „Ostello“. Juhu, ich habe es geschafft.  Das Ostello bietet einen schönen Ausblick.  Der Rezeptionist spricht sogar Deutsch, sichtlich stolz erklärt und zeigt er mir alles. Ich schmeiße meinen Rucksack auf eines der Betten in dem 6er Zimmer, kaufe mir ein Eis und ein Ticket für 1,20 Euro und nehme den Bus Nr. 3,  der direkt vor dem Hostel hält, Richtung Cittá Alta. Bergamos Altstadt ist beeindruckend. Die Sonne scheint und ich lasse mich durch die kleinen Altstadtgassen mit den schönen bunten Häuserfassaden treiben.  Die Schaufenster der Feinschmeckerläden sind aufwendig dekoriert und ich werde nicht müde mir all die schönen Leckereien anzuschauen.  Am „Piazza Vecchia“ schaue ich mir die Kathedrale an. Der Besuch lohnt sich.  Auf dem Weg dorthin habe ich mir in der Touristeninformation einen Stadtplan, Busfahrpläne und Tipps besorgt. Für die Ausstellung in dem Museum bin ich jedoch zu müde. Ich kehre in ein Lokal ein  und lasse mir ein Arrosto mit Polenta schmecken. Hmmmmm.  In einer Bar am Piazza Vecchia gibt es Bier aus der Region, mit abwegigen Namen etlicher Musikgenres, wie „Punk“, „Reggae“, „Grunge“, „Jungle“. Ich entscheide mich für Punk und ich muss sagen, es war eine gute Wahl. Schön bitter. 
Mittlerweile ist es dunkel und ich will den Bus um 21:02 Uhr zurück zum Ostello nehmen. Um 21:10 Uhr frage ich mich, ob ich den Fahrplan richtig verstanden habe. Ich frage einen Passanten, der mir erklärt, dass natürlich kein Bus mehr fährt, nur am Wochenende um diese Zeit. Also müsse ich die Bahn nach Porta Nuova nehmen und dann den Bus Nr. 6, der nach 21h zu Bus Nr. 9 wird. Ich nicke eifrig mit dem Kopf, frage mich jedoch wo hier bitte eine U-Bahn sein soll. Immer wieder deutet er auf die Tür des Gebäudes hinter mir.  Ungläubig betrete ich das Gebäude und denke ich befinde mich in einer Art Museum oder Attrappe. Im hinteren Bereich befindet sich ein Restaurant, wieder frage ich dort, wo denn bitte die Bahn Station sei. Ja, hier sei sie, ich müsse halt 10min. warten, bis die Bahn käme. Also setze ich mich auf die Bank vor dem Restaurant und lausche einem seltsamen Wassergeplätscher, bis sich aus dem Nichts im Schneckentempo eine quietschende Seilbahn aus den Tiefen empor tut. Ich komme mir vor wie bei der Augsburger Puppenkiste. Ich traue meinen Augen nicht, bin verwundert, skeptisch und begeistert zugleich. Die Aussicht ist fantastisch auf dem Weg nach unten, 2 min. später befinde ich mich irgendwo.
Wieder finde ich heraus, dass ich den Bus Nr. 1 nehmen muss, ich hätte auch laufen können, aber da ich die Wege und Distanzen weder kenne noch einschätzen kann, nehme ich den Bus bis Porta Nuova, den Dreh- und Angelpunkt, und warte auf den Bus Nr. 6, der jetzt Bus Nr. 9 ist.
Nach sehr langem Warten kommt der Bus endlich, ich steige ein und stelle fest, dass der Bus voll ist, jedoch kein einziger Italiener darin sitzt. Was zählt ist, dass ich nach schlappen 1 ½ Std. im OSTELLOOOOOOO ankomme. Noch kurz Emails checken. Glücklich und zufrieden falle ich müde ins Bett und schlafe sofort ein.

2. Tag:
Am nächsten Tag geht es nach dem – gar nicht mal so schlechten – Frühstück (Brötchen, Marmelade, etwas Saftähnlichem und Joghurt)  im Ostello, direkt in die untere Stadt von Bergamo. Ich schaue mir das ANDERE Hostel an,  und stelle fest, dass es wirklich wesentlich praktischer gewesen wäre hier einzuchecken, aber wahrscheinlich auch nicht so ruhig. Ich bereue nichts und verschwinde wieder in einer der Seitenstrassen. Nachdem ich bereits 2-3 sehr verlockenden Bäckereien widerstanden habe, werde ich nun doch schwach, betrete die nächste und gönne mir eins der sagenhaften Croissants, hier Brioche, mit Marmeladenfüllung. Hmmmmm. I am in heaven. Ich beginne immer mehr zu verstehen, warum manche Menschen aus kulinarischen Gründen nach Italien reisen...la Cucina Italiana ist wirklich eine der besten auf diesem Planeten.
Ich biege ein in etliche Seitenstrassen und befinde mich plötzlich mitten auf einem kleinen Marktplatz. Jung und Alt schnattern wild durcheinander und an den Ständen bekomme ich Salami und Käse zu kosten.  Jetzt muss ich mich aber beeilen, um den nächsten Zug nach Mailand zu erwischen. Am Hauptbahnhof spare ich mir Zeit und kaufe mir ein Ticket an einem der Automaten anstatt mich an die ellenlange Schlange am Schalter zu stellen. Die Automaten kann man auf deutsche Sprache einstellen und sind sehr unkompliziert zu bedienen, sehr gut für mich. 5,15 Euro und ab geht´s nach Mailand. Gucci, Prada, Louis Vuitton ich komme.

Nach der Idylle von Bergamo saugt mich anstatt Stille die Wildnis einer Großstadt ein. Besonders „wild“ kommt meine neue Schlafstätte rüber. Das Zebra-Hostel versucht wirklich bis in die letzte gammlige Ecke seinem Motto gerecht zu werden. Hier ist es so gewollt hip, dass es kaum zu ertragen ist, und ich keinem über 23 Jahre empfehlen würde in diesem Etablissement unterzukommen. Mein Aufenthalt dort löste leichte Beklemmungen in mir aus. Die komplette Einrichtung in pink und Zebrastreifen gehalten, kam mir eher wie ein Retro-Knast vor. Die pinke, zebrane, ranzige Fernseh-Ecke im Foyer verursacht beim bloßen Anblick schon Juckreiz. Selbst im Astronautenanzug hätte ich dort nicht entspannt fern geschaut.  Das Personal des Zebra-Hostels war sich nicht zu schade an jeder erdenklichen, pinken oder zebragestreiften Wand, laminierte Zettel mit Anweisungen anzubringen. Tu dies nicht, mach jenes...Zu allem Überfluss muss man beim Betreten UND Verlassen des Zebra-Hostels eine Chipkarte über ein Ding ziehen und durch ein Drehkreuz gehen, was kein einziges Mal funktioniert, wenn ich das Etablissement verlassen will, was Schweißausbrüche verursacht. Als ich den Rezeptionist frage, ob er mich hinauslassen könne, liest er mir, NICHT im Spaß, die Anweisungen auf dem Zettel oberhalb des Drehkreuzes vor, die ich zu beachten habe. Kommt aber zu dem Schluss, dass ich alles richtig gemacht haben muss und lässt Gnade walten. Schnell, wie ein verschrecktes Reh, entspringe ich und verschwinde im Gewusel der vibrierenden Stadt. Der gesamte Retro-Knast-Aufenthalt kostet schlappe 52 Euro inklusive „Frühstück“ – Zuckerwasser, Toast und Marmelade – die Zettel weisen an, alles selber zuzubereiten, und Geschirr und Besteck nach Gebrauch zu spülen, und den Platz wieder so zu verlassen, wie man ihn selber gerne vorfinden möchte. Äh ja...
Ich gehe zurück zur Metro-Station „Crocetta“ und fahre 2 Stationen mit der Linie 3 zum Duomo. Ich komme hinaus, sehe den riesigen Platz und bin wirklich beeindruckt.  Ich stelle mich sogar an und schaue mir die wunderschöne Kathedrale mit all ihren Werken und Fenstern von innen an.  Am Eingang wurde durch Bilder verdeutlicht, dass Kameras nicht erlaubt sind, aber offensichtlich knipsen alle wie wild, also auch ich. Als ich wieder ins Tageslicht zurückkehre, sehe ich, dass es einen Lift gibt, der Dich für 10 Euro in die Spitzen der Kathedrale katapultiert und einen sagenhaften Ausblick offenbaren muss. Wer Lust hat, kann auch die Treppen für 6 Euro nehmen.
Die Schlange vor dem Eingang schreckt mich jedoch ab, und ich entscheide mich dazu weiterzugehen und mir das berühmte Mailänder Modeleben zu Gemüte zu führen.
Schon aus der Ferne spüre ich den Shopping-Vibe der Menschenmassen, der mir langsam entgegenschwappt und kurz darauf bin ich komplett davon umgeben. Ich lasse mich mitreißen und bewundere all die teuren Schaufenster. Mythen über Designerlegenden, die mir in den Kopf kommen, nehmen mich bald voll ein.  Alle paar Meter bieten in der Galleria Vittorio Emanuele II arabische Straßenverkäufer neuestes Plastikspielzeug aus China feil. Kurz fühle ich mich an den Markt in Damaskus erinnert. Selbst das Spielzeug ist das Gleiche und das Drumherum, die Bögen der Halle, alles erinnert an Damaskus, nur dass die Seitenschaufenster die Aufschrift Gucci, Prada oder Louis Vuitton tragen, aber das macht kaum einen Unterschied. Schließlich komme ich am  Piazza della Scala hinaus mit seinem berühmten Opernhaus und dem Monument von Leonardo da Vinci davor. 
Erst jetzt bemerke ich wie hungrig ich bin, und suche eines der Restaurants in der Nähe des  Duomo auf. Das Essen ist, wie zu erwarten in solchen von Touristen überlaufenen Orten, nicht besonders gut und überteuert. Dennoch füllt die Pasta meinen Magen und ich mache mich mit etwas mehr Energie auf, Richtung Castello Sforzesco. Es ist nach 18 Uhr, die Dämmerung ist angebrochen und das Schloss ist bereits geschlossen. Eine modern gekleidete, zierliche, sympathische, alte Dame fragt mich, ob sie ein Bild von mir machen solle. Ich bejahe und lächle in die Kamera. Mit meinem Stadtplan in der Hand finde ich zu Fuß zurück zum ZEBRA-Hostel, passiere das Drehkreuz. Schichtende. Die beiden wortkargen Koreaner liegen schon in ihren Betten und schlummern, ich bald auch. Gute Nacht.
3. Tag:
Ich verzichte freiwillig auf das Frühstück im Hostel, finde aber in unmittelbarer Nähe ein nettes Café und lasse mir Cappuccino und Brioche in der Sonne schmecken, dabei fällt mir auf, dass ich schon ein paar Mal Menschen mit dem gleichen Fahrrad gesehen habe. Überhaupt scheint die Idee, Mailand per Fahrrad zu erkunden, keine schlechte zu sein. Wenig später finde ich eine dieser Fahrradhaltestellen, die sich überall in der ganzen Stadt befinden. Leider lohnt es sich für mich nicht mehr an diesem Tag einen Pass zu besorgen, um die Fahrräder ausleihen zu können. Die Idee kenn ich aber bereits aus Barcelona und ich finde, es ist eine ziemlich gute.  Stattdessen kaufe ich mir für 4,50 Euro ein 24 Std. Ticket am Automaten (lässt sich auf Deutsch umstellen). Damit kann ich alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, selbst die nostalgische Bimmelbahn, die stark nach 70er Jahre aussieht und sich überall durch Mailands Zentrum schlängelt.
Zunächst laufe ich aber nach Stadtplan zur Via Torino. Hier befindet sich die gewöhnliche Shopping-Meile, die mit den herkömmlichen Geschäften, wie Zara, Mango, Bershka, Clarks etc. auffährt. Es ist Samstag und ein Trubel wie auf der Oxford Street in London. Hipster, Styler und Mainstream machen hier  das Straßenbild. Mich zieht es jedoch weiter bzw. zurück zum Castello Sforzesco, dessen Park ich an diesem Samstag Mittag genießen möchte. Die erhoffte Ruhe bleibt hier jedoch auch aus. Menschmassen strömen umher. Eine Angestellte des Museums des Schlosses drückt mir eine Freikarte in die Hand. Ich bewundere alte Skulpturen, Gemälde, Waffen und Ritterrüstungen, und das Highlight, die Skulptur Pieta Rondanini von Michelangelo.
Draußen im Park ist eine Kirmes aufgebaut. Es ist merkwürdig den gewohnten Singsang der Schausteller auf Italienisch zu hören und es ist auch merkwürdig mitten in diesem Park, mit seinen historischen und beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und Monumenten zu stehen, während die grelle Atmosphäre einer Kirmes, hinterlegt von dröhnender Technomusik, auf mich einprasselt. Das Ganze wirkt surreal. Ich entkomme dem Geschehen etwas, indem ich mich auf einen der Ausgänge zu bewege. Ich bewundere den ein oder anderen Baum und Strauch, der hier schon in seiner Blüte steht und bin fest entschlossen China Town zu erobern. Ich laufe die Via Garibaldi hoch, vorbei an der Metro-Station Moscova. Ich hatte mir etwas ganz anderes unter China Town vorgestellt. Nichts hier lässt mich an China denken, dennoch mag ich das Viertel. Es gibt viele kleine Cafés und Boutiquen, es sind weniger Menschen auf den Straßen und die Atmosphäre ist etwas relaxter. Ich atme tief durch. Ich gehe bis zur Station Garibaldi und nehme die Linie 2, um mir das Viertel um die katholische Universität anzuschauen.  Auch hier findet man zahlreiche Sehenswürdigkeiten und die wirklich sehenswerte Basilika Sant Ambrogio.  Ich lasse mich treiben und genieße auch hier die etwas ruhigere Atmosphäre.
Mittlerweile ist es fast schon wieder dunkel und ich mache mich auf zum Hauptbahnhof, Milano Centrale, um einen italienischen Freund zu treffen, der in der  Nähe von Mailand wohnt, und mit mir das Nachtleben erkunden will.
Es ist gar nicht so einfach, Simone in dem großen Bahnhof zu finden, doch schließlich ist er endlich da und ich freue mich riesig über seine Gesellschaft. Wir machen uns auf zum Viertel Naviglio an der Porta Ticinese. Die gesamte Jugend Mailands, plus aller ausgehfreudigen Touristen tummeln sich in diesem Viertel. Heute ist Saint Patricks Day, was die Publikumsdichte erhöht und Menschen mit überdimensionalen Guiness-Hüten hier an Land gespült hat.  In einem Ecklokal nehmen wir einen Aperitivo ein. Für nur 5 Euro können wir uns am Buffet bedienen und bekommen jeder ein sehr großes Glas Sekt Aperol (Spritz) gereicht.
Nach unserer Stärkung schwimmen wir im Strom der Menschenmassen Richtung Riverbank. Das Flussbett liegt fast trocken. Vom River also keine Spur. Später erfahre ich, dass das Wasser wegen Bauarbeiten abgezogen wurde, und später wieder aufgefüllt wird. Vom Überangebot an Bars überwältigt, entscheiden wir uns für eine kleine Bar am Rande und spülen Gintonic und White Russian  die Gurgel runter. Die Musik ist gut und nach dem Gintonic sing ich einige bekannte Strophen mit. Simone muss mit dem letzten Nachtzug zurück und auch meine Beine tragen mich noch kaum. An der Metro-Station sagen wir „Arrivederci“ und bis bald. Ich schleppe mich durch das Drehkreuz, ab in meine Kajüte.
4. Tag:
Ich habe kurzfristig beschlossen meine Freundin Marta in Como zu besuchen. Der Zug fährt von der Bahnstation Cadorna aus. Die Fahrt kostet 4,45 Euro und dauert ca. eine Std. Es ist grau, kalt und regnerisch, dennoch lohnt sich der Besuch auf jeden Fall. Ich bin total begeistert von dem schönen Zentrum der Stadt und von der umgebenden Natur mit dem Largo Como und den Bergen. Auch architektonisch hat Como einiges zu bieten (Bauhaus).  Es ist schön hier und ruhig und ein guter Kontrast und eine gute Abwechslung zu Mailand mit seinem vibrierendem Leben, den etlichen Angeboten an kulturellen Möglichkeiten, den Bars und sauberen Shoppingmeilen, seiner Architektur und seinen zahlreichen Monumenten. Keine Minute habe ich mich jedoch dort unsicher oder unwohl gefühlt, das Zebra-Hostel mal ausgenommen. Da es keine direkte Zugverbindung gibt, cruisen wir in einem alten, roten Volvo über Landstraßen zurück nach Bergamo. Ich wandere von der unteren Stadt entlang der alten Stadtmauern hoch in die Altstadt.  Ich genieße die Aussicht auf die Stadt und das satte Grün der Wiesen.  Und nach einer Pizza und einem warmen Tee in dem Restaurant an der Station Funicolare ist es Zeit zum Ostello zurückzukehren und mich auf meinen frühen Rückflug vorzubereiten. Ciao bella Italia. Pizza, Pasta usw.

 Fact-Sheet

Busverbindung Flughafen Orio al Serio à Mailand Centrale:
- Busse fahren von 4:30 – 1:00 Uhr ca. alle 30min. nach Mailand. Zu früherer und späterer Stunde ca. alle 45 min. oder 1x die Std.
(dies gilt auch für die Strecke Milano-Orio al Serio). Auch am Wochenende.

- Kosten:
Erwachsene: 10 Euro; einfache Fahrt
Kinder (2 – 12 J.): 4,95 Euro
Hin-,  und Rückticket (Erwachsene): 15 Euro
Special Offer 3x2 (3 Tickets): 19,80 Euro

- Fahrtdauer: 1 ¼ Std.
- am Flughafen findet man mehrere Busunternehmen, die alle ungefähr den gleichen Preis verlangen (Preisunterschied vllt.20 Cent)
- die Busse halten direkt vor dem Flughafen und sind nicht zu verfehlen
- Info: www.autostradale.it

Busverbindung Flughafen Orio al Serio à Malpensa Flughafen (Mailand)

-      Fahrtzeiten: 4:15/ 7:15/ 10:50/ 13:50/ 15:50/ 18:50
Samstags und Sonntags: 6:30/ 13:00/ 17:45
(die Zeiten würde ich jedoch nicht zu genau nehmen! Niemand am Flughafen konnte mir diese Zeiten genau bestätigen!)

-      Kosten:
Erwachsene: 18 Euro; einfache Fahrt
Kinder bis 23 Monate: Frei;  Kinder (2 - 11J.): 9 Euro
Hin-, und Rückfahrt: 30 Euro

-      Fahrtdauer: ca. 2 Std.

-      Info: www.orioshuttle.it

Busverbindung Flughafen Orio al Serio ßàBergamo Zentrum und Citta Alta

     -   Buslinie Nr. 1:

-      Fahrtzeiten: ab 6:00 Uhr alle 20 min.; ab 21:26 Uhr unregelmäßiger (ca. alle 40 min) bis 00:27 Uhr, Sonntags etwas unregelmäßiger (ca. alle 30 min.)

-      Kosten: 2 Euro, gültig für 90 min.

-      Fahrtdauer ca. 15 min. bis Hauptbahnhof (Stazione), und ca. 18 min. bis Porta Nuova, bis Citta Alta ca. 30 min.

Alle Busse halten direkt vor dem Flughafen. In dem Flughafen sind alle Tickets erhältlich, dort befindet sich auch eine Touristeninformation und wo man genaue Auskünfte, Stadtpläne und Busfahrpläne erhält.

Ein Kaffee am Flughafen kostet ca. 1,50 Euro und ein Baguette ca. 4 Euro. Fast die gleichen Preise, wie im Stadtzentrum.

Busverbindung Bergamo Stazione à Mailand Zentrum (Achtung dieser Bus hält nicht in Milano Centrale!!!, wo genau konnte ich leider nicht herausfinden, da die Dame an der Information kein Wort Englisch sprach und sehr sauer wurde, als ich immer wieder die gleiche Frage stellte)

- Fahrtkosten: 5,30 Euro (auch für Kinder!), Ticket erhältlich in dem Kiosk in der Busstation (Achtung Frau spricht ausschließlich Italienisch)
- Fahrtzeiten: ab 5:00 Uhr alle 10 min. bis 21:00 Uhr, dann bis 1:40 Uhr 1x pro Std., samstags ca. alle 30 min. bis 19:30 Uhr, dann bis 21:30 Uhr alle 15 min. und dann bis 00:55 1x pro Std., sonntags alle 45 min. bis 19:15 Uhr, dann 1x pro Std. bis 00:55 Uhr.

Ich empfehle für diese Strecke den Zug! Günstiger, schneller, bessere Anbindungen!

Busverbindung Milano Centrale àMalpensa Flughafen

Du gehst durch den Hauptausgang links, vor der Taxistation halten die Busse nach Malpensa.

-      Fahrtkosten: 7,50 Euro, Kinder zahlen die Hälfte (3,75 Euro)
Fahrtdauer: 1 Std.
- Fahrtzeiten: von 4:15 – 22:00 Uhr alle 15 min., die letzten Busse fahren um 22:00/ 22:30/ 23:15 Uhr, auch am Wochenende
- Info: www.autostradale.com oder www.malpensashuttle.com

Zugverbindung Bergamo Stazione à Milano Centrale

-Fahrtkosten: Erwachsene: 5,15 Euro, Kinder (4 – 12 J.): 2,60 Euro
-Fahrtzeiten: der Zug fährt von 5:00 – 23:00 Uhr immer zur vollen Stunde. (Achtung es fährt auch jede Std. ein Zug zur Station Porta Garibaldi in Mailand. Das ist aber eine andere Haltestelle, von der aus aber auch viele Züge fahren. Um es einfach zu halten, würde ich aber empfehlen direkt nach Milano Centrale zu fahren!)
- Fahrtdauer: 50 min.

Zugverbindung Milano Centrale à Malpensa Flughafen

- Fahrtkosten: 7 Euro (Kinder zahlen ca. die Hälfte)
- Fahrtzeiten: Mo – So: von 5:25 – 8:25 Uhr stündlich,
von 9:25 – 15:25 Uhr alle 30 min, von 16:25 – 23:25 Uhr stündlich.
- Fahrtdauer: 50 min.
- Info: www.trenitalianord.it
(Achtung in Mailand wird teilweise empfohlen von der Bahnhaltestelle Cadorna nach Malpensa zu fahren. Generell würde ich es aber empfehlen von Centrale aus den Zug zu nehmen. Der Zug von Cadorna aus, ist teurer mit der Begründung er sei schneller, dabei handelt es sich aber nur um 10 min.)

Zugverbindung Mailand Cadorna à Como

- Die Bahnhaltestelle Cadorna erreicht man in Mailand mit der U-Bahn Linie 1 und 2
- Fahrtkosten: 4, 45 Euro (Kinder zahlen ca. die Hälfte)
- Fahrtzeiten: den ganzen Tag über alle 30 min., Sonntags stündlich
- Fahrtdauer: 1 Std.
Der Ausflug lohnt sich!

Zugverbindung Mailand Porta Garibaldi à Monza

Fahrtzeiten: alle 30 min. / Fahrtkosten: 2 Euro
(diese Information war sehr schwierig herauszufinden, da niemand Englisch sprach)

Hostels in Bergamo

  1. 1.   Ostello di Bergamo Youth Hostel, Via Ferraris 1, 24123 Bergamo:
    - die Anfahrt ist im Vergleich zu dem anderen Hostel relativ kompliziert: An der Porta Nuova (Name der Haltestelle: V.Le Papa Giovanni XXIII) hälst du dich rechts und nimmst den Bus Nr. 6 an der Haltestelle Via Camozzi Richtung San Colombano. Der Bus fährt ab 7:00 bis 20:00 Uhr ca. alle 20-30 min. Ab 21 -23 Uhr fährt anstelle der Nr. 6 die Nr. 9, 1x die Std. nach San Colombano. Du musst an der Haltestelle Via L.da Vinci den Bus verlassen. Von dort biegst du direkt an der Haltestelle links in die Straße ein, die sich um eine starke Rechtskurve schlängelt. Dort findest du schon ein Schild „Ostello“ und biegst rechts ab. Dort am Wendekreis liegt direkt das Ostello und von dort fährt auch der Bus Nr. 3 direkt in die Altstadt (Citta Alta), von 7:00 bis 19:00 Uhr ca. alle 20-30min. Nach 20:00 Uhr muss man von der Altstadt wieder runter zur Porta Nuova und von dort den Bus Nr. 9 nehmen, um zurück zum Ostello zu kommen. Oder laufen. Viel Glück.
    - das Hostel liegt in den „Bergen“ mit schönem Ausblick, sehr ruhig gelegen
    - es ist sehr sauber, das Frühstück ist in Ordnung und das Internet umsonst. W-Lan.
    - Preis: 6er Zimmer - 19 Euro pro Nacht
    - Info: www.ostellodibergamo.it
  2. 2.   Hostel BG Central, Via Ghislanzoni 30
    - Anfahrt: sehr gut zu erreichen. Gegenüber der Porta Nuova (Haltestelle: .Le Papa Giovanni XXIII) befindet sich links die Via G. d´Alzano, die läufst du durch bis du die nächste rechts in die Via Ghislanzoni einbiegst. Dort siehst du schon das Hostel von weitem. Du bist direkt am Zentrum der unteren Stadt und kannst in ca. 30 min. in die Altstadt laufen oder den Bus Nr. 1 nehmen, oder zur Seilbahn laufen und bist in 10-15 min. in der Altstadt.
    - Das Haus hat einen sauberen, guten Eindruck auf mich gemacht.
    - Kosten: 6er Zimmer pro Nacht 25 Euro
    - Info: www.centralhostelbg.com

Bergamo:

Bergamo hat mit seiner Altstadt, der unteren Stadt und der wunderschönen Natur drumherum einiges zu bieten.
Am Freitag Vormittag habe ich einen schönen Wochenmarkt mit Leckereien am Piazza Pontida (Stadtkern untere Stadt Nähe Porta Nuova) entdeckt. Zudem bietet die untere eine beachtenswerte Shoppingmeile, kleine Parks und zahlreiche Cafés mit einladenden Frühstücksangeboten.
In der Altstadt gibt es etliche Lokale und Bäckereien.
Ein Baguette kostet ca. 4 Euro, eine kl. Stück Pizza ca. 2 Euro. Ein Kaffee ca. 1,50 Euro. Eine Hauptspeise im Restaurant ca. 10-15 Euro, ein Bier ca. 5 Euro. Am Piazza Vecchia gibt es ein Museum (Eintritt 5 Euro, Öffnungszeiten 9:00 – 17:00 Uhr), die Universität, und eine Kathedrale. Der Besuch dort lohnt sich. Es ist wunderschön entlang der Stadtmauern von der unteren Stadt in die Altstadt zu schlendern. Die Aussicht ist herrlich. Dann durch die Altstadt mit ihren malerischen Gassen ziehen, einen Kaffee im Caffé della Funicolare einnehmen und die Seilbahn zurück in die untere Stadt nehmen. Fahrkarten in Bergamo kosten 1,20 Euro und sind 75min. gültig. Kinder unter 2 J. fahren umsonst. Die Kontrolle ist nicht sehr streng. Das Wetter im März betrug ungefähr 16 Grad. Die Stadt war nicht zu überlaufen. Egal wen ich nach dem Weg gefragt habe, war sehr hilfsbereit. Wer Lust hat, kann in der Umgebung Skifahren.

Hostels in Mailand:

- Zebra-Hostel in Mailand: sehr günstige Lage! Es ist nur 2 Haltestellen mit der M3 vom Duomo entfernt.
- Kosten: 25 Euro, 6er Zimmer, „Frühstück“ inklusive! Internet etc. kostet extra
- Dennoch ist das Hostel absolut NICHT EMPFEHLENSWERT!
(ungemütliche Atmosphäre, beengend, oll, laut, Durchschnittsalter: 21 oder 23J.)

Es war aufgrund von Zeitknappheit leider nicht möglich andere Hostels auszuchecken, dennoch wurde mir das OSTELLO BELLO empfohlen. Es hat erst vor einigen Monaten eröffnet. Habe mir mal die Webseite angeschaut und fand es sah ganz gut aus.
http://www.ostellobello.com/en

Mailand :

Öffentliche Verkehrsmittel: Mailand erschließt sich sehr einfach durch Bus und Bahn. Es gibt 3 U-Bahnen in Mailand mit der man eigentlich alles einfach erreichen kann und die bis ca. 00:00 Uhr regelmäßig fährt.
- Einzelfahrschein: 1,50 Euro
- 24 Std.-Ticket: 4,50 Euro
- 10 Fahrten-Ticket: 13,80 Euro
Kinder zahlen ab 2 J. voll(keine Garantie)

Fahrrad: man muss sich registrieren auf www.bikemi.it
Kosten: 50 Cent pro halbe Std.
Must See

Duomo:
Öffnungszeiten: 7:30 – 18:45 Uhr, Eintritt frei
Dachbesichtigung (atemberaubende Aussicht über Mailand) – Öffnungszeiten: 9:00 – 18:00 Uhr (letzter Aufstieg 17:20 Uhr)
Lift: 10 Euro / Treppe: 6 Euro
Tickets auch online: www.duomomilano.it oder www.ticketone.it

Galleria Vittorio Emanuele II: architektonisch lohnenswert! Prada, Louis Vuitton etc.

Castello Sforzesco:
Öffnungszeiten des Gates: Nov. – März: 7:00 – 18:00 Uhr / April – Okt.: 7:00 – 19:00 Uhr
Museum (Skulptur Pieta Rondanini von Michelangelo) – Öffnungszeiten: Di. – So. 9:00 – 17:30 Uhr
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro (kurz vor Schluss oder sonntags werden oft Freikarten verschenkt!)
(Vor dem Castello befindet sich ein Imbiss-Stand, der seine Burger nach den Namen italienischer Politiker benennt ;)

Piazza della Scala: Opernhaus, Monument – Leonardo da Vinci

Via Torino: Shopping (Mango, Bershka, Clarks etc.)

Katholische Universität vom heiligen Herzen: M2 – Haltestelle: S.Ambrogio. Schönes Viertel – direkt an der Basilika Sant Ambrogio – lohnt sich!

China Town: M2 – Haltestelle: Moscova
Nette Cafés und Boutiquen, hoch laufen bis zur Haltestelle Garibaldi. Dort in der Nähe befindet sich der Friedhof Cimitero Monumentale.

Weitere Empfehlungen: das Viertel Brera mit dem Museum di Brera – Pinacoteca di Brera, die Stadttore, Stadion (Eintritt ca. 35 Euro-mittlerer Rang)

Geheimtip: Samstags Wochenmarkt (Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Fisch, Blumen) in der Via Lombroso, 9:00 – 12:30 Uhr

Nightlife:
- Das Viertel Naviglio an der Porta Ticinese und entlang des Kanals – dort findest du zahlreiche Bars, Clubs und Trubel.

- Sekt Aperol und Buffett: 5 Euro!!!
- Cocktail: 7 Euro und mehr
- Bier: 4 oder 5 Euro

Geheimtip: Salumeria della Musica: Live – Konzerte (Jazz, Fusion...teilweise freier Eintritt) anschließend Disko (kostenpflichtig 10 Euro)

Ausflug:
Ein Wochenende oder auch nur 1 Tag in der malerischen Stadt Como, an der Grenze zur Schweiz und mit seinem See und der wunderschönen Innenstadt, lohnt sich auf jeden Fall!!! Fahrtkosten – 4,45 Euro, Fahrtdauer – 1 Std.

Allgemein:

Die Distanzen in Mailand sind nicht allzu groß. Es ist also möglich sich den Stadtkern zu Fuß zu erschließen. Wer es nostalgisch mag, fährt mit der Bimmelbahn.

Zahlreiche Restaurants befinden sich in der Nähe des Duomos. Eine Hauptspeise fängt bei ca. 12 Euro an. Die Qualität der Restaurants dort, hat mich jedoch nicht so überzeugt.
Es gibt aber auch viele Bäckereien oder Imbisse. Ein Baguette oder Brötchen kostet ca. 4 Euro. Cappuccino um die 2 Euro. Ein Eis ca. 2-3 Euro pro Kugel a must do!

Die Stadt ist mit ihrer Architektur, zahlreichen Museen, Kirchen, Sehenswürdigkeiten, und Monumenten sehr beeindruckend und bietet ein weites Spektrum an kulturellen Möglichkeiten. Besonders fiel mir auch die Sauberkeit, und die Hilfsbereitschaft der Menschen dort auf. Wie in jeder Großstadt gibt es in Mailand auch Bettler und man wird auf Geld angehauen, ich habe mich jedoch zu keiner Zeit unwohl oder unsicher gefühlt.
Leider kommt man mit Englisch dort nicht weiter. Am besten man lernt ein wenig Italienisch!
Der Besuch lohnt sich in jedem Fall!

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7 Kommentare

  • mark

    mark sagt:

    Vielen Dank, super Bericht!

  • artur

    artur sagt:

    Wow, wirklich sehr ausführlich. Ein Lob an den Autor/ die Autorin! Danke!

  • youssef

    youssef sagt:

    Awsome! make me wanna book the first flight there!

  • mattes

    mattes sagt:

    Suuper Bericht, sowas lese ich gerne. Gute Idee übrigens ;-)

  • tasabego

    tasabego sagt:

    Ab 18 Uhr gibt es in den vielen Bars, dieses Büffet mit Getränk (am Besten einen Riesen Negroni bestellen). Das Ganze nennt sich Aperitivo.

    Wer es ein wenig düsterer in Mailand mag. Ganz in der Nähe des Doms ist eine mit Totenköpfen verzierte Kirche: http://en.wikipedia.org/wiki/San_Bernardino_alle_Ossa

    Hab dort mein Auslandssemester verbracht, daher die Kenntnisse ;)

  • Elie

    Elie sagt:

    Wie nett, all diese Info zu Verfügung zu stellen!! Sehr nützlich für mich weil ich in zwei Wochen einen ganzen Tag in Bergamo auf einen Flug warten muss 

  • eengelmann

    eengelmann sagt:

    Schoenes Bericht! Ich moechte hinzufuegen, dass, im Gegensatz zu dem was viele glauben, Mailand eine echte Kunststadt ist, sehr reich an Sehenswuerdigkeiten und Schaetzen der Kunst und Geschichte! Leider ist vieles schwierig zu finden und zu erkennnen!Die Seite http://www.milanofotografo.it/germanSvagoCulturaBellezzeMilano.aspx auf der ich seit einem Jahr Bilder der weniger bekannten Sehenswuerdigkeiten sammle, moechte es beweisen!Ein gutes Beispiel ist die Kirche von Sant Antonio Abate, die von aussen fast garnicht als Kirche zu erkennen ist, innen aber voll mit wunderschoenen Fresken und Dekorationen ist!

    Was denkst du?