Das Zika-Virus - Panikmache oder berechtigte Sorge?

Das Zika-Virus - Panikmache oder berechtigte Sorge?

Mücke, die zusticht

Von Panikmache im Falle des Zika-Virus kann definitiv nicht die Rede sein. Vor allem Schwangere sollten auf der Hut sein, bevor sie in Länder Südamerikas reisen. Aber eines nach dem anderen. Was gilt es zu beachten und wie kann ich mich schützen? Im Netz kursieren Fragen über Fragen. Wir haben die Antworten.


Inhalt


Geschichte

Hauptsächlich tritt das Zika-Virus derzeit in südamerikanischen Ländern auf. Aber auch in Regionen französischer Überseegebiete wurden Krankheitsfälle gemeldet. Darunter sind unter anderem Guadeloupe und Martinique. Ursprünglich traten die ersten Fälle bei Affen in den 40er Jahren im afrikanischen Uganda auf. Die Viren wurden nach einem Wald in der Nähe der Hauptstadt Kampala benannt. Laut WHO (Weltgesundheitsorganisation) trat der erste Fall bei Menschen im Jahr 1968 auf. Übertragen wird das Virus von 2 Arten der Stechmücke: der Gelbfiebermücke und der Asiatischen Tigermücke.

Symptome

Viele Erkrankte bemerken die Infektion überhaupt nicht. Bis zu 80% der Infizierungen verlaufen symptomlos. Oft wird zudem gar nicht das Zika-Virus in Betracht gezogen, da die Symptome wie bei einer herkömmlichen Grippe sein können. Die Betroffenen leiden unter Fieber, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopfschmerzen. Außerdem können die Extremitäten anschwellen. Eine Bindehautentzündung und/oder Augenschmerzen könnten ebenfalls auf das Zika-Virus hinweisen.

Gibt es schwerwiegende Folgeerkrankungen?

Bisher ist noch niemand durch das Zika-Virus gestorben. Allerdings kann es das Guillain-Barré-Syndrom (entzündliche Nervenkrankheit) auslösen. Besonders schlimme Folgen kann das Virus für Schwangere und ihr Ungeborenes haben. Infiziert sich das Kind im Mutterleib mit dem Virus, kann das zu unnormal kleinen Kopf- oder Hirnfehlbildungen kommen.

Behandlungsmethoden

Leider gibt es weltweit kein bekanntes Heilmittel, das zur Heiltherapie eingesetzt werden kann. Lediglich die Schmerzen können mit Tabletten gelindert werden. Einzige Lösung ist daher, sich präventiv zu schützen und auf lange Kleidung zu achten. In der Nacht sollten Moskito-Netze genutzt und zusätzlich Mückenspray verwendet werden. Infizierte sollten alles Nötige daran setzen, nicht erneut von Mücken gestochen zu werden, damit die Kette unterbrochen wird.

Welche Regionen sind bisher betroffen?

Infizierte mit dem Zika-Virus gab es bereits in Afrika, Asien und im Pazifik-Raum. Jetzt kommen südamerikanische Länder hinzu. Vor allem in Brasilien und Kolumbien gibt viele Erkrankte. In Kolumbien wird teilweise mit mehreren hunderttausend Neuansteckungen gerechnet. Vor wenigen Tagen meldete außerdem der amerikanische Bundesstaat Florida drei Infizierte. Europa ist bislang verschont geblieben. Aber auch hierzulande ist die Asiatische Tigermücke inzwischen heimisch. Mit Ansteckungen kann demzufolge auch hier gerechnet werden.

Zika-Virus übertragende Stechmücken


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