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Ausnahmeregelungen einzelner Bundesländer: So ist ein Aufenthalt in Risikogebieten theoretisch möglich

Ein Deal von , 9. Okt. 2020 15.05 Uhr

Ahoi Piraten,

Im August traf es mit den Balearen eines der liebsten Urlaubsdestinationen, es folgten Frankreich, Teile der Niederlande oder Kroatiens und auch weite Teile Österreichs. All diese Ziele wurden aufgrund des Überschreitens des Inzidenzwertes (max. 50 Fälle in den vergangenen 7 Tagen pro 100.000 Einwohner) vom Robert Koch-Institut (RKI) zum Risikogebiet erklärt, das Auswärtige Amt sprach daraufhin Reisewarnungen aus. Eine Einreise in diese Länder und Regionen ist dadurch nicht grundsätzlich verboten, jedoch mit gewissen Regeln verbunden.

Wer aus einem Risikogebiet zurückkehrt, muss laut Bundesgesundheitsministerium aktuell ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 vorweisen bzw. einen (kostenfreien) Corona-Test machen oder sich für die nächsten 14 Tage in Quarantäne begeben und sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden.

Ausnahmen für kurze Aufenthalte

Diese Regeln gelten nicht, wenn man lediglich durch ein Gebiet gereist, sich dort aber nicht aufgehalten hat. Und es gibt noch weitere Ausnahmereglungen, vorausgesetzt ihr wohnt beispielsweise in Bayern oder Baden-Württemberg. Einzelne Bundesländer machen Ausnahmen, wenn ihr nur kurzzeitig in einem Risikogebiet unterwegs seid.

In der bayrischen Verordnung heißt es beispielsweise, dass Personen, die sich weniger als 48 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten haben, bei der Rückkehr nach Deutschland weder die Quarantänebestimmungen einhalten noch einen Corona-Test machen müssen. Ähnliche Passagen finden sich in den Verordnungen weiterer Bundesländer. Wer also bereits einen Kurzurlaub, beispielsweise in Tirol (aktuell noch Risikogebiet) geplant hat und nicht länger als 2 Nächte vor Ort bleibt, diesen theoretisch ohne Probleme durchführen kann, denn Maßnahmen nach der Rückkehr sind nicht zu befürchten.

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Auszug aus der bayrischen Verordnung über Quarantänemaßnahmen. Die von uns ausgesprochene Ausnahme ist unter Punkt 6 festgehalten. Screenshot: www.gesetze-bayern.de

Neben Bayern und Baden-Württemberg gelten ähnliche Ausnahmen auch für Einwohner Niedersachsens, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Im Falle der zuletzt genannten Bundesländer beträgt die maximale Aufenthaltsdauer in Risikogebieten 72 Stunden, ohne das ein Test oder Quarantäne Pflicht sind.

Hinweis: Wir möchten hiermit nicht dazu aufrufen, in Risikogebieten Urlaub zu machen. Wer allerdings bereits seinen Urlaub gebucht hat, definitiv reisen möchte und ggf. aufgrund der Unterkunft oder Destination sogar das Risiko einer Ansteckung minimiert (beispielsweise bei einem Kurzurlaub in einer ländlichen Gegend und der Anmietung einer Ferienwohnung), dem möchten wir hiermit seine Möglichkeiten aufzeigen.

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