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Neuseeland wehrt sich mit neuer Tourismuskampagne gegen Social-Media-Overtourism

Ein Deal von , 14. Feb. 2021 14.03 Uhr

Schlange stehen auf dem Roy's Peak, geduldiges Warten bis der berühmte Baum im Lake Wanaka frei ist oder unbefugtes Betreten eines Lavendelfelds... viele Touristen in Neuseeland nehmen so einiges auf sich, um das perfekte Bild für Instagram zu schießen. Davon hat die landeseigene Tourismusbehörde jetzt genug, sie sagt dem Social-Media-Overtourism mit einer groß angelegten Kampagne daher nun den Kampf an.

Es gibt im Land nämlich so viel mehr zu entdecken als eben nur immer dieselben Spots, die durch Instagram und Co. weiter und weiter gehypt werden. Was für absurde Ausmaße dieses Phänomen bisweilen annimmt, verdeutlicht dieser Tweet sehr gut:

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Für die Kampagne wurde der Comedian Tom Sainsbury engagiert, der in verschiedenen Videos als Beamter vom "Social Observation Squad" (kurz: S.O.S) Jagd auf Influencer macht. Die Kampagne nennt dieses unerwünschte Reiseverhalten passend "Travelling under the social influence", also das Reisen unter dem Einfluss von Social Media. Zum Beispiel erwischt der Squad Leader in einem Video ein Pärchen auf dem Gipfel des Roy's Peak, verwarnt sie und fährt sie zu einem weniger bekannten Weingut mit der Ansage, lieber mal etwas Neues zu posten.


Der Tourismus ist für Neuseeland ein sehr wichtiger Wirtschaftsfaktor, doch aufgrund der Coronakrise hat sich der Inselstaat seit März letzten Jahres weitgehend vom Rest der Welt abgeschottet. Daher richtet sich die Kampagne momentan auch eher an die Neuseeländer selbst, die das Land ausnahmsweise mal für sich haben.

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