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Bundesregierung und Lufthansa einigen sich auf Rettungspaket (Update)

Ein Deal von , 26. Mai. 2020 16.12 Uhr

UPDATE: Die Lufthansa-Rettung bleibt vorerst fraglich, der Aufsichtsrat der Fluggesellschaft hat die Entscheidung zur Einberufung einer Sonder-Hauptversammlung, die das Rettungspaket absegnen müsste, verschoben.

Ahoi Piraten,

die während der Corona-Krise stark angeschlagene Lufthansa scheint gerettet. Vertreter der Bundesregierung und der Lufthansa haben sich am gestrigen Montag auf ein Rettungspaket in Höhe von etwa 9 Milliarden Euro geeinigt, das gab die Airline in einer Ad-hoc-Meldung bekannt.

Für rund 300 Millionen Euro übernimmt der Staat 20 Prozent der Fluggesellschaft, ein Großteil der Hilfen (4,7 Milliarden Euro) besteht aus einer stillen Einlage. Eine weitere stille Einlage in Höhe von einer Milliarde Euro kann in Aktien umgewandelt werden, der Staat könnte somit seine Anteile auf 25 Prozent erhöhen. Von der Staatsbank KfW wird ein Kredit in Höhe von drei Milliarden Euro zugesteuert.

Das Rettungspaket ist mit einigen Forderungen verbunden, Nachhaltigkeit spielt dabei eine große Rolle. Außerdem gebe es Vergütungsbeschränkungen für den Vorstand der Airline sowie derer Konzerngesellschaften und das Management.

Gerettet ist die Lufthansa jedoch noch nicht. Nachdem sich Bundesregierung und Lufthansa auf ein staatliches Rettungspaket einigten, muss man nun auch in Brüssel sein Einverständnis geben. Die EU-Kommission kündigte bereits an, die Staatshilfen nur unter hohen Auflagen zu genehmigen. Auch der Aufsichtsrat der Lufthansa und die Hauptversammlung müssen noch zustimmen.


Bundesregierung und Lufthansa einigen sich auf Rettungspaket (Update)