Reiseblogger berichten: Interview mit Tanja von Reiseaufnahmen.de zum Thema Fulltime-Job und Reisen

Ein Deal von , 7. Okt. 2015 15.03 Uhr
Reiseblogger berichten: Interview mit Tanja von Reiseaufnahmen.de zum Thema Fulltime-Job und Reisen - 8
Tanja, Bloggerin bei Reiseaufnahmen
Tanja liebt das Reisen und die Symbiose aus tollen Reiseerlebnissen und Bildern!
Ein 9 to 5 Job und 30 Urlaubstage halten sie nicht vom Reisen ab.
Mit ihrem Blog will sie zeigen, dass man trotz Fulltime-Job und Urlaub in Maßen die ganze Welt sehen kann.
Wer nach diesem Interview nicht reist, ist selber Schuld.

13 Fragen und 13 Antworten plus eine Speed-Question Runde! Wir haben Tanja gefragt, wie man einen Vollzeitjob und Reisen miteinander verbinden kann:

1. Wie und aus welcher Motivation heraus bist du zum Bloggen gekommen?

Ich liebe das Reisen. Vor dem bloggen war ich quasi täglich mit dem Planen einer anstehenden Reise beschäftigt. Seit ich übers Reisen blogge, kann ich mich noch viel intensiver mit meinen Reisen auseinander setzen, nicht nur zur Vorbereitung, sondern auch im Nachgang und das genieße ich jeden Tag. Außerdem sammelt jemand der viel reist wie ich, unglaublich viele Tipps und Erfahrungen. Ich freue mich immer, wenn ich diese Erkenntnisse weiter geben kann. Manchmal meldet sich ein Leser bei mir und bedankt sich für ein tolles Reiseerlebnis, das dank Tipp in meinem Blog erlebt wurde, das ist das ist das Größte.

2. „Reiseaufnahmen“ lässt vermuten, dass du dich viel mit Reisefotografie beschäftigst – Was sind sonst noch Schwerpunkte in Deinem Blog?

Mein Partner und ich legen sehr Wert darauf unsere Reiseeindrücke mit den schönsten Aufnahmen festzuhalten. Die Symbiose aus tollen Reiseerlebnisse und Bildern zum Hinwegträumen sollte der Blogtitel wiedergeben. Manchmal rutscht auch ein Fototipp mit rein, aber da gibt es Blogger, die hier besser aufgestellt sind, als ich. Gleichzeitig entstehen meine Reiseberichte nach folgendem Motto: Das Reisen ist die schönste Momentaufnahme, um glücklich zu sein. Auch dies soll der Name ausdrücken.

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3. Verwendest du ein bestimmtes Equipment für deine Aufnahmen und was fotografierst du damit am Liebsten?

Wir haben eine Nikon-Spiegelreflexkamera, außerdem eine Olympus Unterwasserkamera und eine kleine ältere Digitalknipse. Ich fotografiere am liebsten mit dem Smartphone, da ich so alle Leser direkt auf Instagram, facebook und Co. mitnehmen kann. Mein Freund ist für die etwas kompliziertere Spiegelreflexkamerabilder zuständig und so ergänzen wir uns sehr gut.

4. Deine Bilder sind fantastisch und lassen Fernweh aufkommen. Wie kann man das Fernweh bis zur nächsten Reise am besten minimieren?

Dazu habe ich sogar mal einen Beitrag geschrieben, weil es da so viele kleine Kniffe gibt. Allerdings sind die nicht bei jedem gleich wirksam. Bei dem einen oder anderen lösen sie sogar mehr Fernweh aus. In Kürze hier meine besten fünf Tipps: 1. Auf Instagram surfen und Fernzielbilder ansehen, 2. Reisen buchen und planen, 3. Fotobücher von vergangenen Reisen erstellen, 4. Reiseblogs lesen oder sogar einen eigenen erstellen, 5. Ausflüge unternehmen.

5. Du sagst „Reisen“ und „Urlaub“ sind gleichbedeutende Begriffe für dich. Kannst du uns genauer erklären, was du mit den Begriffen verbindest?

Ich habe 30 Urlaubstage im Jahr, die ich für so viele Reisen wie möglich verwenden möchte. Das Erleben spielt hier für mich eine unglaublich große Rolle. Mir ist schon öfters begegnet, dass jemand Urlauber abwertet, weil diese ja nicht so intensiv eintauchen können, da sie nur eine begrenzte Zeit haben. Das finde ich quatsch. Wenn sich jemand auf die Faszination des Reisens einlässt, dann soll eine Reise nicht weniger wert sein, als die Reise eines Weltreisenden. Das ich dabei auch Urlauber bin, lässt sich nicht vermeiden, das kommt automatisch, wenn du wie ich in einem klassischen Arbeitsverhältnis angestellt bist. Daher verwende ich beide Begriffe synonym

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6. Über welche Sitte bist Du auf Deinen Reisen gestolpert, die Du gerne auch in Deutschland sehen würdest?

So eine richtige Sitte ist das nicht. Aber gerade in Vietnam wurde mir bewusst, wie sehr dort noch als Familie gelebt wird. Hier bei uns ist jeder ein Individuum und jeder spielt die Hauptrolle seines Lebens. Alle anderen bekommen oft nur kleine Nebendarstellerrollen. Ich frage mich manchmal, ob wir alle weniger den Sinn suchen würden und glücklicher wären, wenn wir auch noch mehr in Gemeinschaften und weniger einsam leben würden.

7. Wie verständigst Du Dich, wenn Du mit Deutsch und Englisch nicht weiter kommst?

Gestik ist etwas Tolles. Ich bin ja auch ein großer Scharade-Fan. Außerdem schwöre ich auf moderne Technik. Gibt es Wlan oder eine andere Internetverbindung, dann lassen sich fast alle Sprachbarrieren mit dem Smartphone lösen. Wenn nicht habe ich noch ein kleines altes Langenscheidt-OhneWörterBuch mit den wichtigsten 550 Bildern auf Reisen dabei. Da sind Lebensmittel ebenso abgebildet, wie Situation wie z.B. ein Unfall oder ein Überfall.

8. Auf deinem Blog erwähnst du auch, dass du viel lieber mit anderen Personen und ungern alleine reist. Gibt es hierfür einen bestimmten Grund?

Ich erlebe die Reisemomente unglaublich gerne mit jemand. Wenn ich eine Erfahrung zum ersten Mal machen darf, wenn mich ein Reiseeindruck vor Begeisterung umhaut oder wenn ich einfach fröhlich bin, dann möchte ich das Teilen. Wie heißt es so schön: geteiltes Leid, ist halbes Leid. Gleiches gilt für mich für geteilte Reiseerlebnisse, diese sind gemeinsam erlebt für mich um ein vielfaches schöner und wertvoller.

9. 9 to 5 und 30 Urlaubstage: Im Gegensatz zu vielen typischen Reisebloggern, hast du einen Fulltime-Job. Hast Du Tipps, wie man es dennoch schafft so viel zu reisen?

Vor allem die Klassiker: Brückentage nutzen. Falls möglich Überstunden zu verlängerten Wochenenden machen, Nachfragen, ob es die Möglichkeit nach unbezahltem Urlaub gibt und gut planen. Als Plan reicht oftmals einen Flug oder ein Hotel einmal im Monat zu buchen. Ich mache bei meinem Freundeskreis die Erfahrung, das Reisen oft nicht angetreten werden, weil die Zeit und Lust fehlt, den ersten Planungsschritt zu machen. Also etwa die Hotelbuchung oder die Flugbuchung. Hier sehe ich den Ansatz für Reiseblogger wie mich, aber auch für Portale wie die Urlaubspiraten, weil man hier Anregungen zum Nachmachen bekommt. So wurde ich etwa auch durch einen Urlaubspiratenbeitrag zu meinem Lissabon-Trip im Dezember 2013 inspiriert.

10. Was war Dein „Best Travel Moment“?

Als ich mit einer Schildkröte in Malaysia auf den Perhentian Islands geschwommen bin. Diese Tiere haben so eine Sanftmut und Ruhe, das hat mich unglaublich beruhigt und entschleunigt. Besonders toll wurde dieser Moment dadurch, dass die Schildkröten direkt an einem der schönsten Strände, die ich je gesehen habe, zu finden war. Palmen, Sonne, das Wasser und dieses wunderschöne Erlebnis trage ich seither sehr in meinem Herzen. Dennoch muss ich erwähnen, dass die Aussage ziemlich stimmungsabhängig ist. Weil es so unglaublich viele Best of-Momente gibt, dass ich mich nicht wirklich auf einen reduzieren kann.

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11. Island, Portugal, Tansania, USA, Neuseeland - deine Liste ist lang. Gibt es denn einen Ort an den es dich immer wieder hinzieht?

Tatsächlich sind das zwei Nahziele: Formentera und Rom. Ich liebe die Insel Formentera. Dort gibt es die schönsten Strände im Mittelmeer. Sandstrände wie ich sie sonst nur z.B. aus Malaysia oder Kuba kenne. Und Rom ist als Stadt einfach fantastisch. Eine traumhafte Kulisse, leckeres Essen und immer fröhliche Italiener. Beide Ziele habe ich schon mehrfach bereist und wann es mich wieder hinzieht ist nur eine Frage der Zeit. Als Fernziele eignen sich für mich zur Wiederholung vor allem Kalifornien und New York. Auch hier war ich schon je zwei Mal und jedes Mal begeistert. An beiden Orten gibt es noch viel für mich zu sehen, weshalb ich irgendwann noch mal hin möchte.

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12. Welches Ziel steht noch ganz oben auf Deiner Travel Bucketlist?

Eigentlich müssten das Südamerika oder Alaska sein, da mein Ziel ist, eines Tages jeden Kontinent bereist zu haben. Tatsächlich stehen aber Südafrika, Jordanien und Myanmar ganz oben auf meiner Bucket Liste. Ich hoffe, dass ich zumindest Südafrika im nächsten Halbjahr von meiner „Must See“-Liste streichen kann. Einmal oben auf dem Tafelberg stehen ist schon lange ein großer Traum von mir. Zuvor geht es für mich aber erst mal nach Kroatien und zu einem Weihnachtsmarktwochenende nach Salzburg.

13. Und nun zur Frage der Nation: Selfie-Stick – Sünde oder Segen?

Segen, aber in Maßen. Ich wollte nicht dauernd damit vor mir herumwedeln, aber für eine schöne Aufnahme von mir und meinem Freund oder von mir mit Freunden finde ich die Selfie-Sticks super.

Nun noch eine kleine Speed-Question Runde

Pasta, Sushi oder Burger?

Burger, wobei ich Sushi und Pasta auch sehr mag :-)

Koffer oder Rucksack?

Koffer, ich reise immer am Limit der Kofferwaage

Meer oder Berge?

Meer, das ist so schön blau. Meine Lieblingsfarbe!

Resort oder Ferienwohnung?

Am liebsten im regelmäßigen Wechsel

All Inclusive oder Selbstversorger?

Auf Road Trips und Städtereisen funktioniert Selbstversorger besser.

Kamera oder Smartphone?

Smartphone, die Kamerabilder macht mein liebster Reisebegleiter: mein Freund.

Adrenalinkick oder Entspannung pur?

Wann lässt es sich besser entspannen, als nach einem richtigen Adrenalinkick?



Du willst mehr über die Abenteuer von Tanja erfahren, dann schau auf ihren Blog Reiseaufnahmen und lass dich von ihren Abenteuern, Bildern und Momenten inspirieren und mitreißen.
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