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Thousand Islands - das versteckte, ursprüngliche und einheimische Paradies in der Java See

Ein Deal von , 1. Mai. 2016 15.01 Uhr

Liebe Weltenbummler und vor allem Backpacker und Abenteurer, heute möchte ich euch eine ganz spannende Destination vorstellen, die wohl so noch keiner auf dem Schirm hat. Vor ein paar Tagen bin ich von den "Thousand Islands" zurückgekehrt und ich muss euch sagen: Es war traumhaft, ursprünglich, einsam, einheimisch und einfach nur der Wahnsinn!

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Bira Island

Eigentlich vermutet man gar kein Inselparadies wenn man an Java denkt. Hier geht es eher um Vulkane, kleine Dörfer, die Metropole Jakarta, Berge, Wasserfälle und sonstige Dschungel. Aber ja, Java hat im Norden sogar traumhafte Inseln. Neben der Insel Karimunjawa (traumhaft), gibt es noch die sogenannten "Thousand Islands" (Kepulan Seribu), welche sich nördlich von Jakarta befinden.

Es war ein reinstes Abenteuer, denn schon die Planung ist gar nicht soooo einfach. Im Internet findet man nicht gerade eine Fülle an Informationen, liegt aber auch daran, dass diese Gegend noch nicht wirklich touristisch ist. Wir waren die einzigen Touristen dort und wurden teilweise angeschaut, als kämen wir von einem anderen Planeten - so viel zu diesem Thema :D

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Pulai Air

Wenn hier jemand "Urlaub macht", dann die Locals, die Einheimischen aus dem Umland (Jakarta etc.). Diese kommen meist über's Wochenende auf die größeren Inseln und gehen Tauschen, Fischen oder Schnorcheln. Jedenfalls gab man mir diese Informationen. Alles was ich also vor dem Trip wusste: Es gibt diese Inseln und ich will dort hin! Gesagt, getan!

Schon wenn man über Java fliegt, sieht man eine Vielzahl von Inseln im Norden über Jakarta. Nur knapp 15 bis 60 Kilometer von Jakarta entfernt findet Ihr Ruhe und eine Traumidylle, abseits der Großstadt und dem ganzen Trubel. Hier kannst du Schnorcheln, Tauchen, Bootstouren machen, fantastische Sonnenuntergänge sehen oder einfach nur am Strand die Seele baumeln lassen. Mehr als 130 Inseln tummeln sich hier im glasklaren Wasser. Nur einige davon sind bewohnt mit knapp 15.000 Einwohnern. Die meisten wohnen auf der Insel Pulau Kelapa. Auf der Insel Pulau Pramuka befindet sich das Verwaltungszentrum der Inselgruppe Pramuka.

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Weitere bekannte Inseln:

  • Pulau Bidadari: küstennah gelegen
  • Pulau Ayer: bekannter Strand, Cottages
  • Pulau Kotok: bekannt als Schnorchel- und Tauchgebiet
  • Pulau Putri: zahlreiche Restaurants, Cottages
  • Pulau Sepa: eine der kleineren Inseln, tolle Strände, Schnorcheln, Tauchen, Jetski
  • Pulau Bira: gute Strände und tolle Schnorchelspots
  • Pulau Pantara - Outdoor-Aktivitäten, Cottages
  • Pulau Pramuka - Schildkröten-Aufzucht-Station, Verwaltungsinsel, Homestays, Floating Restaurant

Anreise Java

Ich empfehle einen Aufenthalt von 2-4 Tagen auf einer der Inseln. Dazu benötigt man einen Flug nach Jakarta. Wenn man eh gerade in "der Nähe" ist (Asien), dann bekommt man super günstige Flüge mit Air Asia. Ich habe von Bali aus knapp 25 Euro gezahlt. Innerhalb Indonesiens ist das Aufgabegepäck mit 15 Kg inbegriffen. Man kann natürlich auch von sämtlichen anderen Airports anreisen (Singapur, Kuala Lumpur, Java, Sumatra, Borneo etc).

Beispielflug ab Kuala Lumpur (oneway):

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Ab Deutschland ist das natürlich auch kein Problem. Die beste Reisezeit für Java generell ist von Mai bis September. Aber ich hatte selbst im April bestes Wetter. Flüge ab Deutschland bekommt ihr für unter 400 Euro. Schaut dazu mal in unserem Flugpreisvergleich. Bessere Flugzeiten gibt es natürlich auch, dann wird es etwas teurer. Wir haben aber immer wieder auch super Deals auf dem Blog - einfach die Augen offen halten (für ältere Beiträge hier klicken).

Beispielflug ab Hamburg:

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Wie komme ich auf die Inseln?

Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder man nimmt das Speedboot oder das langsame Holzboot. Vom Hafen Marina Anchol fährt täglich um 8 Uhr das Speedboot. Der Ticketschalter öffnet um 7 Uhr. Pro Strecke haben wir 125.000 IDR gezahlt, was ungefähr 9,50 Euro entsprechen. Die Fahrt bis auf die Insel Pramuka dauerte nur knapp 1 Stunde (Start vom Pier 17). Man kann aber auch zu anderen Insel fahren. Hier mal die aktuelle Preisliste mit Speedboot für die Einzelfahrten:

Montag - Freitag:

  • Bidadari/Ayer - 80.000 IDR
  • Untung Jawa - 80.000 IDR
  • Tidung - 135.000 IDR
  • Pari/Pramuka - 135.000 IDR
  • Kelapa/Kotok/Putri/Pelang/Sepa - 220.000 IDR
  • Pantara - 330.000 IDR

Samstag - Sonntag - Ferien:

  • Bidadari/Ayer - 105.000 IDR
  • Untung Jawa - 105.000 IDR
  • Tidung - 160.000 IDR
  • Pari/Pramuka - 160.000 IDR
  • Kelapa/Kotok/Putri/Pelang/Sepa - 270.000 IDR
  • Pantara - 375.000 IDR

Hinfahrt: Die langsame Fähre fährt täglich um 7 Uhr vom Hafen Marina Angke. Wie da die genauen Routen sind, kann ich leider nicht sagen. Es wird wohl ähnlich sein. Tickets bekommt man ab 50.000 IDR (3,50 Euro) und die Fahrt dauert ungefähr 1-1,5 Stunden länger. Man kann aber auch ein Boot chartern und sich so auf den Weg machen. Wird vermutlich teurer sein. Die Fahrt mit dem Speedboot kann ich aber nur empfehlen - sehr angenehm!

Rückfahrt: Von Pramuka Island geht es dann täglich um 13 Uhr mit der langsamen Fähre zurück oder um 15 Uhr mit dem Speedboot. Tickets gibt es am Pier in der Information. Bei Hin- und Rückfahrt sollte man eine Stunde vorher da sein, da es nicht unendlich viele Tickets gibt. Die Boote fahren nur einmal am Tag - bitte nicht vergessen!


Unterkünfte:

Im Netz findet man einige Pakete, die man buchen kann. Hier enthalten sind meist die Übernachtungen auf einer der Inseln, Verpflegung und Trips/Touren. Wir wollten alles auf eigene Faust entdecken und haben glücklicher Weise eine Airbnb-Unterkunft gefunden, ich glaube die Einzige überhaupt.

Hier hatten wir ein großes Zimmer mit 3 Matratzen auf dem Boden. Die Toilette bestand aus einem Loch im Fußboden. Wir wussten: "Wir sind nun bei den Einheimischen angekommen!". Man kann hier absolut keine modernen Hotels, Resorts oder Hostels erwarten - dort gibt es nichts - jedenfalls nicht auf der Insel Pramuka. Es gibt aber viele Homestays und ich würde behaupten, dass man auch vor Ort etwas finden kann. Es ist aber ein kleines Abenteuer. Ansonsten "einfach" ein Paket anfragen und buchen - so hat man alles direkt mit dabei und muss sich um nichts kümmern.

Ich kann die Unterkunft von Vikan empfehlen. Sie ist eine sehr nette, junge Damen und wohnt in Jakarta. Sie vermietet Ihre kleine, schnucklige und sehr einfache Villa über Airbnb. Sie ist per Handy immer erreichbar (Whatsapp) und hilft schnell weiter. Sie organisierte auch unsere Touren, dazu aber später mehr.

"Resorts/Cottages" gibt es wohl auf den größeren Inseln, wie Pulau Putri, Bidadari, Matahari, Pelangi, Pulau Tidung oder Pulau Pantara (siehe weiter oben). Muss man einfach noch einmal recherchieren, inwieweit diese Info noch aktuell ist und ob man online etwas buchen kann.


Die Insel Pramuka

Es gibt sicherlich schönere Inseln, jedoch taucht man hier völlig in die Welt der Einheimischen ein. Viele Boote liegen am kleinen "Hafen" und viele Locals pendeln zwischen den Inseln. Pramuka ist Hauptverwaltungsgebiet der Thousand Islands. Hier leben auch die meisten Einwohner, wie viele genau kann ich nicht sagen.

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Die Insel ist aber sehr klein. Von West nach Ost braucht man vielleicht 10 Minuten zu Fuß. Viele fahren hier mit dem Roller, obwohl es ein Fahrrad auch tun würde. Die Leute wohnen sehr sehr einfach und das Leben findet draußen statt. Ich nenne die Insel auch "Cat Island" da es dort unzählige Katzen gibt. So viele habe ich noch nie gesehen.

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Die Einheimischen sind sehr freundlich, wenn auch etwas zurückhaltend und sogar schüchtern. Kleine Kinder wollten immer wieder ein Foto mit uns machen, da sich nur sehr selten europäische/ausländische Touristen dorthin verirren. Auch wird man an jeder Ecke gegrüßt und nett angelächelt. Dennoch musste man sich erst daran gewöhnen, die Hauptattraktion zu sein :D

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Man findet ein paar kleine "Local Shops" wo man etwas zum Trinken und Snacks kaufen kann. Aber auch Shampoo, Duschbad, FlipFlops, einige Klamotten und sonstiges bekommst du hier. Am Hafen findet man einige Garküchen wo man verdammt günstig Essen kann. Wir bezahlten knapp 2 Euro für 2 Reisegerichte inklusive Softdrinks. Hier wird man fair behandelt, niemand versuchte uns Geld aus den Taschen zu ziehen.

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Es gibt einen Fussballplatz, einen kleinen "Marktplatz", eine Moschee, einen Bankautomaten und eine Schildkröten-Aufzucht-Station, welche man besuchen kann (kostenlos). Ansonsten ist auf der Insel nicht viel los, sie eignet sich aber super für Ausflüge.

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Ausflüge:

Wir hatten eine super Kommunikation mit der Vermieterin unserer Unterkunft. Sie organisierte auch 2 Ausflüge für uns. Vor Ort hatte sie ein paar Jungs, welche sich um die Unterkunft kümmerten. Mit diesen einheimischen Jungs ging es dann auch mit dem einfachen Holzboot raus auf die See. Wir zahlten für den ersten Ausflug (Pulau Air und Floating Restaurant) knapp 400.000 IDR (3 Personen inkl. Schnorchelausrüstung circa 27 Euro). Am zweiten Tag zahlten wir 600.000 IDR (knapp 40 Euro), da wir zu weiterentfernten Inseln fuhren (knapp 2 Stunden bis Bira Island). Das alles ist aber Verhandlungssache - wir einigten uns aber stets.

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Schnorchelspot bei Bira Island

Wenn man ein Komplettpaket vor ab bucht, dann ist natürlich schon alles geregelt und man muss sich um nichts mehr kümmern. Generell kann man vor Ort immer jemanden fragen wegen einem Boot. Es ist nicht ganz so einfach mit der Kommunikation, da die Einheimischen wenig Englisch sprechen aber auch mit Hand und Fuß klappt es ganz gut.

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Auf dem Weg nach Bira Island

Die Korallenriffe in der Umgebung waren wirklich einzigartig. Überall bunte Fische und immer glasklares Wasser. So hatte man auch unterwasser eine super Sicht. Zum Tauchen gibt es dort auch eine Vielzahl an Spots, habe ich aber nicht ausprobiert. Wie schon erwähnt gibt es auch viele Wassersportaktivitäten, da muss man vor Ort einfach mal nachfragen. Auf Pramuka Island haben wir sogar einen kleinen Dive-Shop gesehen mit Taucher-Ausrüstungen.

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Schnorcheln vor Bira Island

Der Nationalpark Kepulauan Seribu ist ein Gebiet im Nordteil der Inselgruppe und wurde 2002 als Nationalpark ausgewiesen. Zum Schutz der Schildkröten sind hier die beiden Inseln Panjaliran Barat und Panjaliran Timur für die Öffentlichkeit gesperrt. Der ganze Park umfasst circa 342 Riffplattformen. Neben einer Vielzahl an den verschiedendsten Pflanzenarten, findet Ihr hier 144 Fischarten, 2 Arten an Riesenmuscheln, 6 Arten von Seegrad, Seewürmer in den unterschiedlichsten Farben und 17 Arten von Küstenvögeln. Viele Küstenbereiche sind von Mangroven umgeben, weshalb man hier auch Bindenwarane, Mangroven-Nachtbaumnattern und Netzpythins vorfindet. Interessant ist auch der Fakt, dass der Park Burtgebiet der Karettschildkröte und der Suppenschildkröte ist.

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Ankunft Bira Island

Fazit:

Wer also auf Java Halt macht, der könnte auf jeden Fall einen Abstecher zu diesen Inseln machen. Rechnet aber nicht mit Luxus oder einer modernen, westlichen Welt. Hier geht es ursprünglich zu, einfach und einheimisch. Aber gerade das macht diese Destination so wertvoll. Man reist in ihre Welt und man sollte sich auch dementsprechend verhalten und benehmen. Dafür bekommt man so viel wieder - man erlebt Dinge, die man so kaum noch erleben kann. Inmitten von Einheimischen sein, ihren Alltag beobachten können, Kulturen austauschen und einfach Teil dieser Gemeinde sein - für einen kurzen Augenblick. Unbezahlbar! Ich empfehle diesen Trip vor allem für Weltenbummler, die sich mit weniger zufrieden geben und bereit für Abenteuer sind. Für einige könnte es auch eine ziemlich befremdliche Welt sein, man muss hier offen sein und sich auf dieses Abenteuer einlassen.

Mehr Infos zu den 1000 Islands findet ihr hier:

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