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Trip-Report: Eine Woche durch Österreich, so fühlt sich Reisen derzeit an

Ein Deal von , 31. Jul. 2020 14.01 Uhr

Ahoi Piraten,

in den Kommentaren stellen wir immer wieder fest, dass viele von euch verunsichert sind, was den Sommerurlaub in diesem Jahr angeht. Deshalb haben wir uns entschieden, euch ein bisschen von unseren ersten Sommertrips zu berichten, damit ihr zumindest mal einen kleinen Eindruck davon gewinnen könnt, wie die Lage an einigen beliebten Reisezielen derzeit ist. 


In den letzten Wochen haben wir euch bereits von unseren Reisen nach Norditalien, Sizilien und Griechenland berichtet. Heute ist eins eurer absoluten Lieblingsziele in diesem Sommer dran: Unser Nachbarland Österreich. Gerade in diesen Zeiten wissen viele von euch es zu schätzen, wenn man für die Reise nicht in den Flieger steigen muss und bei Erlebnissen in der Natur schön Abstand zu anderen halten kann.

In den letzten 7 Tagen war ich also in Tirol und im Salzburger Land unterwegs, um mal zu schauen, wie sich das Reisen dort in Corona-Zeiten so anfühlt.


Nebenbei habe ich noch 7 Hotels getestet, für die wir im Anschluss richtig gute Deals für euch heraus handeln konnten. Diese findet ihr ab morgen (Samstag) täglich um 9 Uhr bei uns auf dem Blog. Es lohnt sich - versprochen!



Vorbemerkung - Österreich als Reiseziel

Ich muss gleich gestehen, dass ich bei uns im Team nicht der große Alpenexperte bin. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich immer so ein Klischeebild im Hinterkopf von rustikalen Almhütten und gemächlichem Wandern als spannendster Tagesbeschäftigung. Seit letzter Woche weiß ich es aber besser.

Zuerst mal hab ich die österreichische Bergwelt als richtiges Outdoor-Paradies erlebt. Ob Rafting oder Klettern, alles konnte ich ohne große Voranmeldung und auch als Neuling machen. Auch bei den Hotels hat sich einiges getan. Jede Menge stylische Neueröffnungen gab es in den letzten Jahren und auch traditionellere Hotels überraschen zum Beispiel mit neu gestalteten Wellness-Bereichen. Auch tolle, abwechslungsreiche Küche auf hohem Niveau habe ich erlebt.

Wer also darüber nachdenkt, seine nun vielleicht nicht stattfindende Mittelmeer- oder Fernreise durch einen Trip ins Nachbarland zu ersetzen, dem kann ich nur raten, den Alpen mal eine Chance zu geben. Mein Bild hat sich auf jeden Fall so ziemlich gewandelt.


Anreise

Sowohl bei meiner Einreise mit dem Zug als auch bei meinem Kollegen kürzlich mit dem Auto gab es keinerlei Kontrollen an den Grenzen mehr. Es ist alles wieder wie vor Corona und dass man sich in einem anderen Land befindet, erkennt man maximal an einem kleinen Straßenschild oder, wenn man das übersehen hat, an den fremden Discounternamen am Straßenrand. Lediglich auf der Rückfahrt mit dem Auto gab es an der Autobahn (A8) eine Polizeikontrolle, die dort aber schon länger im Rahmen der Flüchtlingsthematik postiert ist und einen im Normalfall einfach durch winkt.

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Unterkünfte

In den meisten Hotels wurde auf Schildern freundlich und zum Teil auf witzige Art auf die wichtigsten vorbeugenden Corona-Verhaltensweisen hingewiesen. Da war eigentlich nichts Außergewöhnliches dabei, die üblichen Dinge: Mindestens einen Meter Abstand von anderen halten und in die Armbeuge husten/niesen.

Manchmal waren auf dem Boden vor der Rezeption Markierungen aufgeklebt, um an den Abstand zu erinnern. In fast allen Hotels gab es direkt am Eingang automatische Spender mit Desinfektionsmittel, manchmal auch vor dem Fahrtstuhl und in anderen Bereichen. Man muss aber nirgends in den Hotels Masken tragen. Die Mitarbeiter beim Check In waren oft durch eine Plexiglasscheibe geschützt.

In einem Hotel gab es sogar ein persönliches, hausgemachtes Desinfektionsmittel auf dem Zimmer. Vor allem in den größeren Hotels hing auch an der Klinke der Zimmertür anfangs immer ein Schild mit dem Hinweis, dass das Zimmer gereinigt und auch desinfiziert wurde.

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Verpflegung

Hier fiel mir der wohl größte Unterschied zu Hotels in Deutschland und unseren getesteten Mittelmeerländern auf: In allen Hotels gab es morgens ein umfangreiches Frühstücksbuffet. Immer stand ein Desinfektionsspender daneben, manchmal auch optional Einweghandschuhe oder Desinfektionstücher.

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Wellness

Auch hier waren Unterschiede zur Situation in Deutschland spürbar. Während bei uns noch viele Spa-Bereiche geschlossen sind, ist Wellness in Österreich wieder überall möglich. Lediglich die Zahl der Nutzer der Saunen ist begrenzt und zwar abhängig von der Raumgröße. In den meisten kleinen Saunen galt die Regel, dass maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten gleichzeitig in der Sauna sein durften oder aber eine unbegrenzte Anzahl an Leuten aus demselben Haushalt.

Da die meisten Hotels mehrere Sauna-Räume hatten (Finnische, Dampf, Bio), war dies aber kein Problem. Eigentlich war immer etwas frei. Für die Umsetzung gab es zwei Varianten: Bei etwa der Hälfte der Hotels musste man sich vorher für die jeweilige Sauna anmelden, bei den anderen sollten die Gäste selbst schauen, dass sie nur in eine freie Sauna gehen bzw. andernfalls kurz warten.

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In der Öffentlichkeit

Seit ein paar Tagen gibt es in Österreich wieder eine Maskenpflicht in Supermärkten, Bank- und in Postfilialen sowie Bäckereien und Tankstellen, in denen Lebensmittel verkauft werden. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln ist weiterhin der Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben. Genau wie in Deutschland muss man aber beispielsweise nirgends auf der Straße eine tragen.


Aktivitäten

Die meisten Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten konnte ich ohne große Einschränkungen besuchen. Lediglich einzelne Orte, auf denen sich viele Menschen auf engem Raum aufhalten würden, wie zum Beispiel eine Höhle, waren geschlossen. Mehr als das eine Beispiel fällt mir aber auch nicht mal ein.

Bei allen anderen war es meist so geregelt, dass man nur in den Momenten, in denen der Abstand zu anderen nicht eingehalten werden kann, für diese Dauer eine Maske getragen werden muss. Dies war der Fall bei der Busfahrt zu den Kapruner Stauseen, bei der Busfahrt zum Rafting, in der Liechtensteiner Klamm (schmaler Weg) und generell in den Ski-Gondeln/Bergbahnen. Hier fiel mir auch auf, dass zum Teil sogar die Sitzflächen und Griffe zwischendurch desinfiziert wurden.

Auch bei einer Schiffstour auf dem Zeller See war es so, dass man nur für den Moment des Ein- und Aussteigens, also wenn man den Abstand nicht einhalten kann, die Maske aufsetzen sollte. Während der restlichen Fahrt, bleibt man "oben ohne" ;)

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Mein Fazit: Dezente Maßnahmen und Eigenverantwortung


Nach diesen sieben Tagen kann ich sagen: Der Trip nach Österreich fühlte sich definitiv und in jeder Hinsicht an wie Urlaub und ich musste auf nichts verzichten. Man fühlt sich nirgends gegängelt oder eingeschränkt. Die Maske hat man halt immer dabei und trägt sie im Durchschnitt höchstens 10-20 Minuten am Tag (beim Einkaufen und im Bus).

Wellness-Bereiche sind nutzbar und auch Freunde von Buffets kommen ganz auf ihre Kosten. Zum großen Teil wird hier auf die Eigenverantwortung der Menschen gesetzt. Vielerorts stehen Desinfektionsspender; Schilder oder Markierungen empfehlen das Einhalten von Abständen.

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