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An Bord mit: Tobi – 1,2 Mio. Flugkilometer, 110 Länder, aber wo war es am schönsten? Ein Interview

Ein Deal von , 30. Dez. 2020 22.42 Uhr

Ahoi Piraten,

wie ihr wisst, stammen unsere Deals nicht von irgendeiner automatischen Software, sondern werden täglich von einem Team aus lauter reiseverrückten und -erfahrenen Redakteuren für euch zusammengestellt. Tag für Tag durchforsten sie Dutzende Websites, Portale und Suchmaschinen auf der Suche nach den besten Reisedeals. In dieser Interview-Serie wollen wir sie euch näher vorstellen. Heute lernt ihr Tobi kennen, Redakteur & Traveldeal-Hunter für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Erzähle uns ein bisschen von dir! Wo kommst du her, was hast du gelernt, was machst du gern? Und wie bist du Reisedeal-Hunter bei den Urlaubspiraten geworden?

Ich komme ursprünglich aus Brandenburg, war fürs Studium nach Berlin gezogen und habe anschließend ein paar Jahre als Mathe- und Englischlehrer gearbeitet. Aber ich hatte schnell gemerkt, dass der Beruf nicht richtig zu mir passt und ich so nicht bis zur Rente weitermachen will. Reisen und vor allem auch deren Planung waren nebenbei schon immer meine große Leidenschaft und den Urlaubspiraten bin ich schon fast seit ihrer Gründung gefolgt. Als ich dann durch Zufall eine Job-Annonce entdeckte, versuchte ich mein Glück und jetzt bin ich hier.

Wenn es ums Reisen geht, bin ich nicht so festgelegt und einfach auf jedes Land und jede Region neugierig, aber Natur und Ruhe sind mir etwas lieber als Städte und Nachtleben. Bei der Auswahl der Unterkunft mag ich die Abwechslung, also von Couchsurfing und Strohhütte bis Luxushotel kann alles dabei sein, aber vor allem liebe ich tolle Ausblicke. Ich mag es, Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum zu begegnen und deshalb schnorchle und tauche ich auch ziemlich gern.

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Was magst du an deinem Job am meisten?

Ich weiß es sehr zu schätzen, dass ich mich in meinem Job genau mit den Themen beschäftigen kann, die mich ohnehin sehr interessieren. Ich konnte also quasi mein Hobby zum Beruf machen. Mit Reisetipps oder guten Angeboten, auf die ich auch früher schon ab und an in der Freizeit gestoßen war und sie weitergeben wollte, bin ich meinem Freundeskreis wahrscheinlich schon langsam auf die Nerven gegangen. Aber nun kann ich mich hier bei den Piraten austoben und die Deals und Inspirations-Artikel für unsere Community schreiben; anderen zeigen, wie man für möglichst wenig Geld viel von der Welt sehen kann. Außerdem ist es unheimlich toll, mit solchen großartigen Kollegen arbeiten zu können, die alle ähnlich reiseverrückt sind, wie ich selbst.

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Was ist DEINER Meinung nach die Definition eines “guten Deals”? Und was war der krasseste Deal, den du je selbst gebucht hast?

Ich weiß gar nicht, ob es da so viele unterschiedliche Meinungen gibt. Sobald man für eine Reiseleistung deutlich weniger zahlen muss als üblich oder als man erwarten würde, ist das für mich ein guter Reisedeal. Meine krassesten selbst gebuchten waren einerseits Marketing-Aktionen wie die 1-Euro-Flüge von Volotea oder aber versehentlich angebotene Preisfehler, wie Hin- und Rückflüge nach Tokio oder Mittelamerika für knapp über 100 Euro oder in der Business Class nach Südostasien und zurück für 500€. Aber auch beim Meilensammeln (z.B. mit Kreditkarten) gibt es richtig gute Sweetspots, mit denen man jede Menge Geld spart.

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Nun hast du einiges von der Welt gesehen. Wo war's am schönsten, welches ist dein Lieblingsziel?

Das ist echt schwer zu sagen, denn den einen Lieblingsort gibt es für mich nicht. Ich bin auf alle Länder neugierig und ziemlich begeisterungsfähig, auch für unscheinbare Ziele wie Moldawien oder Swasiland. Aber dann gibt es natürlich schon ein paar Erlebnisse, bei denen ich mir dachte: "Oh Mann, das ist so unfassbar schön – unglaublich, dass ich das erleben darf". Von denen kann ich als Inspiration gern mal ein paar aufzählen:

  • beim Schnorcheln und Tauchen die unglaubliche Artenvielfalt Unterwasser in Raja Ampat erleben (Kri Island, Indonesien)
  • von einer Lodge aus den Amazonas erkunden (Iquitos, Peru)
  • der außergewöhnlichen Tierwelt über und unter Wasser auf den Galapagos-Inseln begegnen (Ecuador)
  • Trekking zu den Berggorillas (Bwindi NP, Uganda)
  • in mondlosen Nächten die Magie der Biolumineszenz (Meeresleuchten) erleben (besonders gut auf Vieques, Puerto Rico)
  • schnorcheln mit riesigen Buckelwalen (Vava'u, Tonga)
  • auf einer kleinen Pazifikinsel in einem traditionellen Dorf ohne Technik leben und zum Sonnenuntergang den aktivsten Vulkan der Welt besteigen (Tanna, Vanuatu)
  • mit dem Fahrrad und Kanu die Inseln Französisch-Polynesiens entdecken (z.B. Maupiti, Huahine)
  • in einem kleinen Hausboot durch den Tanjung Puting Nationalpark fahren und Orang-Utans sehen (Borneo, Indonesien)
  • Urlaub im Wasserbungalow auf den Malediven (Fihalhohi)
  • sich auf einer kleinen Insel ohne Fähranschluss wie Robinson Crusoe fühlen (Pamilacan, Philippinen)
  • in einem surrealen angeblichen "6-Sterne-Hotel" in der größten Sandwüste der Welt übernachten und morgens auf einer Düne den Sonnenaufgang bewundern (Qasr Al Sarab, V.A.E.)

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Dein Unternehmen ermöglicht es dir, komplett remote zu arbeiten und auf Wunsch den Digital Nomad Lifestyle zu leben. An welchem Ort planst du zu arbeiten?

Mich hat es nie lange an einem Ort gehalten, denn das Spannende am Reisen sind für mich die ständig neuen Eindrücke. Manche möchten eine Region richtig intensiv kennen lernen, in allen Facetten und das finde ich super. Ich aber sage mir: Wenn ich irgendwo ein zweites Mal hinfahre, mache ich mir den ersten Eindruck kaputt und verpasse vielleicht ein noch viel schöneres Ziel. Deshalb würde ich am liebsten jede Woche an einem neuen Ort arbeiten. So exzessiv setze ich das natürlich nicht um, sondern arbeite meist einfach von zu Hause aus. Aber etwa einmal im Monat versuche ich für ein paar Tage mit dem Laptop im Gepäck zu reisen.

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