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Alles, was ihr rund ums Thema Tauchen wissen müsst

Ein Deal von , 2. Feb. 2016 11.52 Uhr

Alles, was ihr rund ums Thema Tauchen wissen müsst - 4

Taucher, die auch im Urlaub ihrem Hobby nachgehen möchten, müssen so einiges beachten, wenn sie sich an die Buchung ihres nächsten Urlaubs begeben. Wir haben einige höchst interessante Informationen rund um die wohl intensivste Art, das Meer und seine Bewohner zu erleben, zusammengefasst.


Inhalt


Welche Ausrüstung benötige ich überhaupt?

Grundsätzlich gilt: Wenn ihr einen Trip in eine Tauchregion gebucht habt, werdet ihr mit Sicherheit vor Ort auch einen entsprechenden Tauchershop finden, in dem man die notwendigen Dinge, die ihr vielleicht nicht im Flugzeug mitgenommen habt, leihen kann. Grundsätzlich braucht ihr für einen Tauchgang eine ganze Reihe von Ausrüstungsgegenstände, wobei manches erst notwendig wird, wenn ihr einen Tauchgang ohne die Führung eines Guides macht. Hier einmal eine Aufzählung der wichtigsten Gerätschaften, die ihr auf jedem Tauchgang haben solltet:

Hauptbestandteil einer jeden Tauchausrüstung sollten die Flossen, die Maske und der Schnorchel sein. Wenn ihr euch zu einem Tauchurlaub aufmacht, solltet ihr diese Dinge auch mitnehmen. Denn zum einen verleihen viele Tauchshops dieses Equipment gar nicht und zum anderen macht es Sinn, wenn man gerade bei den Flossen, der Maske und dem Schnorchel auf die Ausrüstung vertraut, die man kennt und mit der man schon mehrfach getaucht ist. Denn es gibt kaum etwas Unangenehmeres als eine schlecht sitzende Tauchmaske oder Flossen, in denen man während eines Tauchganges Krämpfe bekommt, weil sie zu eng sind oder anderweitig nicht richtig sitzen. Dabei sollte man von entsprechenden Sets Abstand nehmen und lieber bei jedem der drei Teile einzeln sicherstellen, dass man genau das Modell hat, das am besten zu einem selbst passt.

Für Brillenträger ist gerade die Tauchmaske interessant. Hier gibt es zwei verschiedene Modelle, zum einen die Tauchmaske mit nur einem durchgehenden Glas und zum anderen die Maske mit zwei einzelnen Gläsern. Bei der Variante mit zwei einzelnen Gläsern kann man inzwischen die Tauchmaske auch mit optischen Gläsern versehen, sodass auch unter Wasser den Beschaffenheiten der Augen des Tauchers Rechnung getragen wird.

Ein weiteres wichtiges Element der Tauchausrüstung ist der Tauchcomputer. Auch hier ist es empfehlenswert, eher ein eigenes Modell zu verwenden als ein Leihgerät. Denn wenn man nicht genau weiß, wie man mit dem Modell, das man vor sich hat, umzugehen hat, kann das schnell lebensgefährlich werden, wenn man auf einem Tauchgang ist. Darüber hinaus ist der Tauchcomputer in den meisten Leihausrüstungen der teuerste Posten.

Als nächstes ist der Tauchanzug zu erwähnen. Hier kommt es darauf an, in welchen Gewässern getaucht werden soll. Je nach zu erwartender Wärme des Wassers kann die Dicke des Anzugs variieren. Auch, wenn diese beiden Posten in der Anschaffung meist die teuersten sind, folgen dann das Tarierjacket und der Lungenautomat oder Atemregler. Gerade der Lungenautomat kann als Leihgerät schon mal recht unappetitlich sein. Da lohnt sich die Anschaffung durchaus.

Alles Weitere, von der Taucherlampe über den Taucherkompass bis zur Pressluftflasche, kann man problemlos in den Tauchshops vor Ort leihen, wenn man entsprechende Tauchgänge plant.

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Tauchausrüstung auf Flugreisen mitnehmen – was gilt es zu beachten?

Ausrüstung für Tauchgänge gilt als Sportgepäck. Bei einigen Fluggesellschaften, wie zum Beispiel Condor oder Air Berlin, könnt ihr Sportgepäck bis zu einer gewissen Gewichtsgrenze im Rahmen des Fluges bei einer Pauschalreise kostenlos mitführen. Hier ist der Transport im Preis inbegriffen. Oft liegt die Gewichtsgrenze dabei bei 20 Kg pro Person. Andere Fluggesellschaften, wie beispielsweise TuiFly, nehmen generell einen Aufpreis für den Transport von Sportgepäck. Hier ist es zuweilen sogar wichtig, dass die Ausrüstung vorher als Gepäck bereits angemeldet wird. Für eine Anmeldung erst am Flughafen nehmen solche Fluggesellschaften teilweise sogar eine zusätzliche Bearbeitungsgebühr. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, vor der Buchung zu prüfen, wie das bei der Airline, die den Transfer vornehmen würde, geregelt ist.

Brauche ich einen Tauchschein, um abzutauchen?

Die Antwort ist so einfach wie logisch: Rechtlich gesehen (zumindest in Deutschland) muss kein Tauchschein vorliegen. Vom logischen Menschenverstand her: ja! Das ist leicht und schnell erklärt. Es gibt nach deutschem Recht keine Verpflichtung, einen Tauchschein zu haben, um irgendwo zu tauchen. Natürlich können Pächter von Tauchplätzen oder die Betreiber einer Divebase festlegen, dass ein Tauchschein vorgelegt werden muss, damit in diesen Gebieten oder in Begleitung der Mitarbeiter der Divebase getaucht werden darf. Aber das hat nichts mit einer rechtlichen Verpflichtung zu tun.

Beim Tauchschein geht es auch weniger darum, eine rechtliche Legitimation herbeizuführen. Viel mehr geht es darum, zu lernen, wie man sich unter Wasser verhalten muss, wie man mit der Ausrüstung richtig umgeht, wie man in welchen Situationen reagieren sollte usw. Dass eine solche Ausbildung bei einem Hobby wie dem Tauchsport lebenswichtig ist, sollte jedem klar sein. Der Mensch ist nicht gemacht, um sich dauerhaft unter Wasser aufzuhalten. Es geht für eine gewisse Zeit dennoch, doch nur, wenn man sich wirklich mit dem Tauchen auskennt und weiß, was man da tut.

Hinzu kommt, dass mit einem einfachen Tauchschein die „Ausbildung“ noch lange nicht abgeschlossen ist. Verantwortungsbewusste Taucher dokumentieren ihren Tauchschein ebenso wie jeden weiteren Tauchgang in einem Taucherlogbuch, um so klarzustellen, wie ihr Ausbildungsstand ist. Der normale Tauchschein beispielsweise bildet den Taucher lediglich für Tauchgänge bis zu einer Tiefe von maximal 25 Metern aus. Soll es tiefer gehen, gibt es zusätzliche Tauchscheine, die eine weitergehende Ausbildung beinhalten. Ein seriöser Tauchveranstalter, egal, ob im In- oder im Ausland, wird vor einem Tauchgang darauf bestehen, zu sehen, dass jeder Teilnehmer eine entsprechende Legitimation hat, um sicherzugehen, dass keiner der Teilnehmer für sich selbst und womöglich für andere Teilnehmer zur Gefahr wird. Denn so schön die Unterwasserwelt in manchen Regionen der Welt auch sein mag, ein längerer Aufenthalt in ihr ohne eine entsprechende Ausbildung kann schneller tödlich enden, als man meinen mag.

Was passiert während des Tauchgangs mit meinem Körper?

Dass Taucher besonderen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind, zeigt die Tatsache, dass von verschiedenen Tauchverbänden empfohlen wird, durch einen entsprechend ausgebildeten Arzt vor dem Absolvieren eines Tauchkurses die Tauchtauglichkeit bestätigen zu lassen. In manchen Ländern ist eine Bescheinigung über die Tauchtauglichkeit sogar verpflichtend mitzuführen, wenn man sich für einen Tauchgang anmelden möchte. Warum ist das Tauchen so anstrengend für den Körper, dass man sich einer guten Fitness und eines guten Gesundheitszustandes erfreuen sollte, wenn man auf Tauchgänge gehen möchte? Was genau passiert da unter Wasser mit unserem Körper?

Vor allem der Wasserdruck führt dazu, dass sich unser Körper völlig anders verhält, als er es an der Wasseroberfläche macht. Zehn Meter Wassertiefe entsprechen einem Druck von 1 Bar, der auf dem Körper lastet. Das Hautgewebe und die Muskulatur halten das problemlos aus. Aber andere Organe können davon, je tiefer es geht, in Mitleidenschaft gezogen werden bzw. arbeiten dann einfach anders. Ab einer gewissen Tiefe wird der Sauerstoff vermehrt im Körpergewebe und im Blut. CO2 und Stickstoff bilden dabei eine Mischung, die sich im Gewebe und im Blut absetzt. Das hat unter Wasser in der Regel erst einmal keine großen Folgen, wenn man bei der Wahl der Zusammensetzung der Atemluft, die man mitgenommen hat auch auf die Tiefe, in die man abtauchen will, geachtet hat. Doch beim Auftauchen wird der Druck immer geringer. Taucht man zu schnell auf, wird der Druck zu schnell reduziert, das kann dazu führen, dass sich Bläschen im Gewebe und in den kleineren Adern bilden. Diese können Gewebe zerstören und den Blutfluss in den Adern zum Erliegen bringen. Aus diesem Grund ist das Auftauchen einer der Punkte, die gelernt sein wollen und bei denen man sich immer die notwendige Zeit nehmen sollte.

Wo kann man die Unterwasserwelt am besten genießen?

Beliebte Tauchregionen, die sich oftmals auch hervorragend zum Schnorcheln eignen, findet man in Thailand, im Roten Meer und in der Karibik. Hier findet man in der Regel die schönsten Bedingungen zum Schnorcheln und für ausgedehnte Tauchgänge. Angefangen damit, dass das Wasser hier deutlich wärmer ist, über das wunderbar klare Wasser bis hin zur unglaublichen Vielfalt an Lebewesen, die man hier finden kann. Auch Bali hat eine Menge schöne Tauchspots zu bieten. In Thailand ist beispielsweise Similan Island ein weltweit bekannter Hotspot für Taucher und solche, die es werden möchten. Aber natürlich scheiden sich bei dieser Frage die Geschmäcker. Wo ist euer Lieblingsplatz, um die Tiefen unseres Planeten zu erkunden?

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