Back to the tracks - Die schönsten Bahnstrecken der USA

Ein Deal von , 11. Aug. 2017 10.26 Uhr

Piraten. Die US of A, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Seit ihren Anfängen locken die Staaten mit unendlichen Weiten und dem Gefühl von unbegrenzter Freiheit, und da überrascht es wenig, dass es damals wie heute eine Vielzahl an Abenteuerlustigen über den großen Teich zieht.

Planwagen, Pferderücken und Schiff waren einst groß in Mode, man denke nur an Unsere kleine Farm. Doch dann, zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist es gewesen, da ging es mit den Eisenbahnen los. Schnell nahm diese neue Transportmöglichkeit an Fahrt auf, erst nur zum Versenden von Waren und Materialien, doch schnell auch als eine Option für die Reisenden, den großen Kontinent etwas kleiner zu machen.

Seit dem hat sich natürlich viel getan. Highway reiht sich an Highway und die Preise für Flugtickets treiben heute keinem mehr, vor allem keinem Piraten, die Tränen in die Augen. Schnell muss es gehen, von A nach B am besten vorgestern, das ist das 21. Jahrhundert, wir haben doch keine Zeit!

Und gerade dann, wenn man keine Zeit hat, dann muss man sie sich nehmen. Dafür ist der Urlaub da, eine oft dringend nötige Auszeit vom Alltag mit seinen Zwängen und Terminplänen. Entschleunigen heißt das Zauberwort, sehr Neudeutsch aber trotzdem nicht weniger wahr. Und damit kommen wir jetzt zum eigentlichen Thema. Lasst uns die USA mal mit dem Zug entdecken. Das dauert länger, natürlich. Aber so seht ihr viel mehr von Land und Leuten, als wenn ihr euch einfach nur ins nächste Flugzeug schmeißt und kerosinbetrieben drüberweg fliegt.

"Aber das ist doch unbequem," hör ich euch schon sagen, "Und das kostet doch bestimmt auch total viel Geld." Nein und nein, liebe Piraten. Zum Beweis haben wir mal die schönsten Bahnstrecken der USA für euch zusammengestellt. Das einzige, was ihr jetzt noch tun müsst: euch für eine entscheiden.

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Rail Pass

Viele wissen gar nicht - selbst die Einheimischen - dass es immer noch ein ziemlich umfangreiches Netz an Eisenbahnen in den USA gibt. Und besonders für uns Touristen wichtig: auch einen Pass dazu, mit dem man sich den Kauf der meist relativ teuren Einzeltickets sparen kann.

Den Pass gibt es in drei Versionen. Den günstigsten Pass mit 15 Tagen Gültigkeit und 8 Segmenten, könnt ihr für 459$, also zur Zeit etwa 429€ bestellen. Bei Amtrak, dem Betreiber der amerikanischen Personenzüge, gibt es eine Reservierungspflicht. Ihr müsst also auch mit dem Pass die einzelnen Strecken reservieren, was aber kostenlos möglich ist.

Falls ihr allerdings nur wenige Strecken zurücklegen wollt bzw. 8 Segmente zu viel für euch sind, können sich Einzelfahrten bei frühzeitiger Vorausbuchung auch lohnen. Hier muss jeder selbst entscheiden was er/sie bevorzugt.

Neben den Eisenbahnstrecken, gibt es auch Busanschlüsse für die Orte, die nicht direkt mit dem Fernzug erreichbar sind. Darunter so wohlklingende Namen wie Las Vegas oder San Francisco. Mit dem Rail Pass könnt ihr auch diese Busse reservieren, oft lohnt es sich aber nicht dafür ein Segment zu "verschwenden", da ihr parallel dazu auch für sehr wenig Geld normale Bustickets bekommt.

Bahnfahren in den USA ist nicht vergleichbar mit einer ICE-Fahrt in heimischen Landen. Keinesfalls von der Geschwindigkeit her, aber erst recht bezogen auf die Stimmung im Zug. Selbst Alleinreisenden wird nicht langweilig, wenn in der Sightseer Lounge (mit Bar) abends Kinofilme laufen, gemeinsam Musik gemacht wird oder man einfach bei einem der für Amerika so typischen Smalltalks versackt.

Im Zug gibt es neben dem Bistrowagen fast immer auch ein Restaurant mit selbst für den normalen Geldbeutel noch bezahlbaren Preisen. In den Nachtzügen findet ihr natürlich auch Schlafabteile, diese sind aber sehr teuer und leider nicht im Rail Pass enthalten. Allerdings sind die normalen Sitzplätze im Zug auch nicht vergleichbar mit der Economy-Klasse im Flieger. Ihr habt mehr als genug Platz zum Strecken und die Lehnen lassen sich extrem weit zurück klappen, so dass man auch die eine oder andere Nacht locker übersteht.

The Coast Starlight

Eine dieser Strecken möchte ich euch ganz besonders ans Herz legen. Zwischen Los Angeles and Seattle, entlang der Westküste der USA, gibt es, in einem Waggon des Coast Starlight sitzend, eine Menge zu bestaunen. Auf dieser Zugreise, die von vielen als eine der spektakulärsten überhaupt gesehen wird, geht es durch Santa Barbara, die San Francisco Bay Area, Sacramento und Portland. Was es da so landschaftlich zu sehen gibt, fragt ihr? Die schneebedeckten Gipfel der Cascade Range und des Mount Shasta, üppige Wälder, fruchtbare Täler, antworte ich euch. Lange Strecken fahrt ihr auch entlang der Pazifikküste. Nehmt Platz im Sightseer-Lounge-Wagen und genießt die spektakuläre Aussicht.

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Ein wahres Schnäppchen, liebe Piraten, so wie wir es lieben! Den "Sparer" Tarif gibt es schon ab $97 // 83€. Aufgepasst! Wählt einen Sitzplatz oben aus, da habt ihr eine bessere Aussicht. Wenn ihr allerdings zu der Gattung Mensch gehört, die mit einer Sextanerblase gestraft sind, dann möchte ich euch diese offizielle Amtrak Information nicht vorenthalten:

Während die meisten Fahrgäste wegen des malerischen Ausblicks auf die Landschaften die oberen Sitzplätze wählen, bieten die Sitzplätze der unteren Ebene in der Touristenklasse den Vorteil gut zugänglicher Toiletten in dem Waggon.

Wer sich lieber ein Bettchen buchen will, der zahlt $325 // 275€.

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Piraten-Insidertipps: die schönsten Strecken

Wir finden nicht nur immer die tollsten Deals für euch, liebe Piraten, wir buchen sie auch selbst checken mal vor Ort die Lage. Und natürlich gibt's in unserer Crew auch den ein oder anderen, der sich schon mal auf Schienen durch die USA bewegt hat. Eine interne Umfrage hat die schönsten Strecken zu Tage gefördert, und die will ich euch natürlich nicht vorenthalten. Los geht's.

  • Von Chicago nach San Francisco mit dem California Zephyr

Erst gewaltige Wolkenkratzer, dann die Golden Gate Bridge und Cable Cars. Aufstieg durch das Herz der Rockies, dann gen Westen durch die schneebedeckte Sierra Nevada, durch die Ebenen von Nebraska nach Salt Lake City und über das Spielerparadies Reno dann ans Ziel.

  • Von Chicago nach San Antonio mit dem Texas Eagle

Große Namen stehen auf eurem Fahrplan: Chicago und Austin, Dallas und San Antonio. Auf Wünsch könnt ihr sogar bis L.A. durch fahren. Einmal rüber über den Mississippi River bis hin zu den Pinienwäldern des östlichen Texas für das authentische USA Gefühl.

  • Von New York nach Montreal mit dem Adirondack

Vom Big Apple aus geht's nordwärts in die Weinregion des Hudson Valley und dann weiter nach Montreal.

  • Von Seattle bis Vancouver mit dem Amstrak Cascades

Der beste Weg um den Great Pacific Northwest zu erkunden, denn ihr bekommt allerhand zu sehen: Vancouver, British Columbia, Seattle, Portland, Eugene, Oregon, vorbei an Mount St. Helens und rüber über die Schlucht des Columbia Rivers. Wie klingt das?

  • Von New York / Washington bis Chicago mit dem Capitol Limited / Cardinal

Der Cardinal bringt euch von New York über Washington, D.C., Cincinnati und Indianapolis bis an die große Stadt am Lake Michigan. Um hier mal einen der großen Songs der Menschheitsgeschichte zu zitieren, nämlich Take me Home, Country Roads des unvergessenen John Denver:

Blue Ridge Mountains

Shenandoah River,

Life is old there

Older than the trees

Younger than the mountains

Blowin' like the breeze.

Jetzt habt ihr 'nen Ohrwurm? Gern geschehen.

Mit dem Capitol Limited geht's von nach D.C. nach Chicago, und zwar durch's Potomac Valley, vorbei an den Allegheny Mountains rein nach Pittsburgh, dann rüber nach Ohio und gen Norden nach Cleveland, dann durch Ohio und Indiana bis ihr schließlich am Ziel eurer Reise ankommt.

  • Von Chicago nach New Orleans mit dem City of New Orleans

Ah... the Big Easy. Nicht nur zur Zeit des Mardi Gras eine Reise wert. Nehmt den Zug, so geht's ganz bequem und ihr bekommt noch eine ganze Menge zu sehen. 900 Meilen sind's, die ihr auf Schienen zurücklegt - ein ganz schönes Stück. Auch durchaus im wahrsten Sinne des Wortes: die Strecke ist ein wirklich schönes Stück.

  • Von Chicago nach Seattle mit dem Empire Builder

Auf den Spuren von Lewis und Clark, liebe Piraten, werdet ihr im übertragenen Sinne wandeln, wenn ihr mit dem mächtigen Empire Builder gen Pacific Northwest reist. Am Abend erstrahlt die Skyline von Minneapolis, am nächsten Morgen erwacht ihr zur unendlichen Weite der North Dakota Plains. Weiter durch Montana und am Glacier National Park vorbei - für das authentische USA Gefühl.

  • Von Los Angeles bis San Diego mit dem Pacific Surfliner

Ahhh... Südkalifornien. Blonde Surferdudes und Ladies in knappen Bikinis, immer ein Surfbrett in greifbarer Nähe. Klingt nach Klischee? Ist es auch. Ein bisschen. Aber ein bisschen ist auch was Wahres dran. Das wollt ihr selbst erleben? Dann ist der Pacific Surfliner genau die richtige Reisebegleitung für euch, denn San Diego, L.A. und Santa Barbara findet ihr auf seiner Route. .

  • Von Chicago nach Los Angeles mit dem Southwest Chief

Von der Pracht des amerikanischen Westens, liebe Leute, davon kriegt ihr bei dieser Strecke die volle Ladung. Weizenfelder und Rinderfarmen, Bergketten und Wüsten, durch Schluchten kaum breiter als der Zug selbst. Was für ein Abenteuer! Ach so: den Grand Canyon kriegt ihr hier auch zu Gesicht.

  • Von New York bis St. Albans mit dem Vermonter

Gen Norden geht's mit diesem Zug, von NYC über Conneticut, Massachusetts und New Hampshire nach Vermont. Da gibt's die längste Ski Season des Ostens, falls es euch also auf die Bretter zieht, dann seid ihr hier genau richtig.

Auf vielen dieser Strecken könnt ihr als Frühbucher bis 20% sparen, sollte man sich also gut überlegen.Infos dazu findet ihr bei Amtrak.

An- und Einreise

Schwimmen. Wenn das keinen Option ist, dann nehmt ihr vielleicht doch lieber das Flugzeug. Nun habt ihr zwei Möglichkeiten, entweder ihr sucht in unserem Preisvergleich selbst nach den besten Preisen, geht ganz praktisch mit der +/- 3 Tage Suche. Oder ihr schaut euch unsere aktuellen USA-Deals an und schlagt da beim passenden Schnäppchen zu. Und noch ein Extra-Tipp: App runterladen, Reisealarm einrichten und immer eine Info kriegen, sobald das passende Angebot verfügbar ist. Einfach geht's doch nun wirklich nicht.

Und hier gibt's dann noch alle Tipps zur Einreise in die USA:

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