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Das Naturparadies hautnah erleben: Unterwegs in Costa Rica

Ein Deal von , 28. Okt. 2016 9.57 Uhr

Costa Rica

Das kleine Land Costa Rica mit knapp 5 Millionen Einwohnern, mitten in Zentralamerika und angrenzend an Nicaragua im Norden und an Panama im Süden gelegen, hat trotz seiner Größe unglaublich viel zu bieten. Es ist das Land der Kontraste schlechthin und ein echter Geheimtipp unter allen Natur- und Tierfreunden.

Kaum ein anderes Land auf der Welt kann auf so kleiner Fläche eine derartige Biodiversität und derart viele Naturspektakel vorweisen. Ebenso vielfältig wie die Klima- und Lebensräume ist die Vegetation Costa Ricas. Von Mangroven-, Savannen- bis Vulkanlandschaften, vom (Berg-) Regen- bis zum Trockenwald ist wirklich alles zu finden. Mit der Karibik östlich des Landes und dem Pazifik im Westen des Landes ist Costa Rica umgeben von Weltmeeren, die das Landschaftsbild zusätzlich auf verschiedene Art prägen. So findet man sowohl traumhaft weiße aber auch glühend heiße, schwarze Sandstrände vor. Neben den zahlreichen und spektakulären Nationalparks tragen auch die Städte Costa Ricas zu einem einmaligen Reiseerlebnis bei.
Die Hauptstadt San José ist mit ca. 350.000 die größte Stadt des Landes und spiegelt den Lebensstil der Costa Ricaner bestens wider. Auch wenn das urbane Leben einen anderen Takt schlägt als das Leben an der Karibikküste zum Beispiel, so ist es beeindruckend zu sehen, wie die Einheimischen leben.

Die beste Reisezeit für Costa Rica ist zwischen Ende Dezember und April, da es in dieser Zeit am wenigsten regnet. Von Dezember bis Februar sind Ferien in Costa Rica, was bedeutet, dass im Land recht viel los ist. Die Reisezeit zwischen Mai und Juli ist ebenfalls gut, da die Niederschlagsmenge noch nicht ganz so hoch ist.

Die Regionen:

San José

Die seit 1848 bestehende Hauptstadt Costa Ricas zählt mit ihren ca. 350 000 Einwohnern zu der größten Stadt des Landes. Aufgrund der verhältnismäßig späten Gründungszeit hat San José nur wenig mit der Kolonialarchitektur der meisten anderen lateinamerikanischen Hauptstädte gemeinsam. Somit sind historische Gebäude und Sehenswürdigkeiten in San José eher rar. Ein Aufenthalt von 2 Tagen sollte definitiv ausreichen, um alle Attraktionen der Stadt gesehen zu haben. Diese liegen weitestgehend im Stadtkern dicht beinander.

So sollte auf jeden Fall das Museo del Oro Precolombino, das Museo de Jade sowie das Teatro Nacional auf der To Do-Liste stehen. Letzteres wird gern als das architektonische, neoklassizistische Juwel Costa Ricas betitelt. Ebenso lohnt sich ein Besuch beim Mercado Central, dem zentralen Markt der Stadt, sowie beim Edificio Correos, ein Gebäude im kolonialen Stil, wo heutzutage das Hauptpostamt untergebracht ist. Als Kontrast zu den vielen sehenswerten Museen, bietet sich der Parque Nacional an, der inmitten der Stadt gelegen ist, sowie ein Bummel im Centro Comercial El Pueblo, wo es beeindruckende Kunst und Kunsthandwerk zu sehen und kaufen gibt.
San José ist darüber hinaus bekannt für seine große Auswahl an Gourmetrestaurants und internationaler Küche. Besonders zu empfehlen ist das rustikale Restaurant La Cocina de Leña, welches im Stil einer authentisch costa-ricanischen Farm eingerichtet ist. Genauso authentisch ist das hoch geschätzte, traditionelle Essen.

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Teatro Nacional

Zentrales Hochland

San José befindet sich mitten im Zentralen Hochland, welches von wunderschönen Landschaften, atemberaubenden Vulkanen, aufregendem Wildwasser-Rafting und zauberhaften Landgasthöfen geprägt ist. Traumhafte Kulissen gibt es hier en masse!
Vor allem mit dem Auto lohnt es sich, diese faszinierende und vielseitige Region zu erkunden - vorbei an Kaffeeplantagen, Tälern und riesigen Vulkanen, welche in den Nationalparks Poás und Irazú liegen.

Der Parque Nacional Volcán Poás ist der meistbesuchte Nationalpark des Landes und wurde im Jahr 1971 eingeweiht. Kaum vorstellbar, aber der Vulkan Poás entstand vor über einer Million Jahren und ist seitdem ununterbrochen aktiv. Er bricht etwa alle 40 Jahre aus. Zugang zum Park hat man über das Bergdorf Poasito. Die Fahrt ist unglaublich beeindruckend - die Straße schlängelt sich an Kaffeeplantagen, bebauten Gärten und Weideland vorbei. Der Blick ins Tal ist einmalig!
Dort angekommen, erwartet einen ein 300 m tiefer und 1,6 km breiter Krater. In ihm befindet sich ein türkis leuchtender See, der einen tollen farblichen Kontrast zur Umgebung bildet. Den ruhenden Botos-Krater im Südosten füllt hingegen der jadegrüne Botos-See. Dieser ist über einen Pfad durch Wälder zu erreichen, wo sich über 80 Vogelarten befinden, u.a. der grüne Tukan und der Feuerkehlkolibri.

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Vulkan Poás

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Botos-See

Mindestens genauso schön und sehenswert ist der Parque Nacional Volcán Irazú, der im Jahr 1955 gegründet wurde und mit seinen stolzen 3430 Metern der höchste Vulkan und historisch gesehen auch der aktivste Vulkan Costa Ricas ist.
Der Name leitet sich übrigens vom indianischen Wort istarú her, das "Berg des Donners" bedeutet. Der Krater ist 300 m tief und 1 km breit und beherbergt einen wunderschönen smaragdgrünen See.

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Vulkan Irazú

Sehr sehenswert ist des Weiteren das Monumento Nacional Guayabo, welches die wichtigste präkolumbische Stätte des Landes ist und sich am Südhang des Vulkan Turrialba befindet. Es wurde im Jahr 1973 zum Nationaldenkmal erklärt und ist, auch wenn es flächenmäßig nicht ganz so groß wie die Maya-Stätten in Mexiko ist, mindestens genauso sagenumwoben und von ähnlicher kultureller und religiöser Bedeutung. Ein Großteil der ruhigen Stätte mit ihren Hügeln, Steinsymbolen und Aquädukten ist noch nicht ausgegraben. Dieser Ort bietet einem ein einmaliges Erlebnis und zugleich eine Art Zeitreise, die die Reise hierher definitiv wert ist.

Zentrale Pazifikküste & Südliches Nicoya

Diese Gegend wird insbesondere von Naturliebhabern aber auch Surfern geschätzt und geliebt. Sie bietet u.a. die zwei am leichtesten zugänglichen Nationalparks des Landes sowie einige Küstenschutzgebiete. An der Südküste der Halbinsel Nicoya befindet sich zwei Naturschutzgebiete, die unzählig viele Tierarten und Pflanzen beheimaten. Zur Isla Tortuga vor Cúrú gelangt man per Boot von der Hafenstadt Punta Arenas aus. Auf der Insel werden Kajakfahrten sowie weitere Strand- und Wassersportmöglichkeiten angeboten.
Für die jungen Geschöpfe ist vor allem der kleine Ort Montezuma anziehend, ebenso wie das Surferparadies Malpaís. Beide Orte liegen spektakulär an zerklüfteten Küstenabschnitten. In Montezuma kann man, wie in vielen anderen Ort des Landes auch, eine Canopy Tour machen, bei der man zwischen Baumwipfeln umhergondelt. Hierbei lohnt es sich definitiv, seine Höhenangst zu überwinden, da eine Menge Spaß, Adrenalin und eine atemberaubende Aussicht garantiert sind!

In dieser Region darf man sich den Parque Nacional Manuel Antonio nicht entgehen lassen, den man über das Anglerstädtchen Quepos erreicht.

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Manuel Antonio Nationalpark

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Totenkopfäffchen




Guanacaste & Nördliches Nicoya

Der Norden

Die Karibikküste

Der Süden

Flora und Fauna - Welche Tiere kann ich in Costa Rica sehen?

Naturschutzgebiete sowie zahlreiche Vegetationszonen sind verantwortlich für die atemberaubende Artenvielfalt in Costa Rica. Hierzulande trifft man auf ca. 6 % der weltweiten Arten, womit mehr als 500.000 nachgewiesene Arten in Costa Rica vertreten sind. Allein die Vielzahl an Vogelarten ist verblüffend - nahezu überall im Land trifft man auf die kleinen, hübschen Kolibris, die sich so gut tarnen und schnell sind, dass man sie zunächst meist nicht wahrnimmt. In den Bäumen tummeln sich außerdem Faultiere, Klammeraffen, Brüllaffen und viele andere Säugetiere. Eine Etage tiefer versteckt sich eine Vielzahl von Amphibien und Reptilien. Klein, bunt und schnell – vor allem die exotischen Froscharten ziehen Besucher in ihren Bann.

Mit über 860 heimischen und sechs endemischen Vogelarten ist Costa Rica ein wahres Paradies für alle Vogelbeobachter und Ornithologen. Insbesondere der Tukan mit seinen bunten Farben und riesigem Schnabel lässt sich nicht selten hoch oben in den Bäumen finden. Dort tummeln sich außerdem Faultiere, Klammeraffen, Brüllaffen und viele andere Säugetiere. Die kleinen Kapuziner- und Totenkopfäffchensind von der flinken Sorte und beeindrucken mit halsbrecherischen Klettermanövern. Vor allem die Kapuzineräffchen sind sehr aufmüpfig und frech und trauen sich oft in die Nähe von Menschen. Eine Etage tiefer versteckt sich eine Vielzahl von Amphibien und Reptilien. Klein, bunt und schnell – vor allem die exotischen Froscharten ziehen Besucher in ihren Bann. Verschiedene Arten von Raubkatzen streifen außerdem durch Costa Ricas Dschungel. So bekommt man mit ganz viel Glück einen Puma, Jaguar oder eine kleine Ozelotkatze vor die Linse. Auch Tapire könnt ihr mit ein wenig Glück in der freien Natur sehen - Costa Rica bietet wirklich die ganze Bandbreite.

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