Reise-Journal
How to...survive a trip with travel sickness – Anja von stadtlandlos.de verrät ihre besten Tipps gegen Reisekrankheit!

How to...survive a trip with travel sickness – Anja von stadtlandlos.de verrät ihre besten Tipps gegen Reisekrankheit!

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Anja Hanns, Bloggerin bei stadtlandlos.de

Von Reisekrankheit geplagte Weltenbummlerin und Reisender Angsthase!
Anja wird ab sofort ihr Know How, Tipps und Erfahrungen als Gastautorin mit uns teilen.
Freut euch auf spannende Geschichten, viel Kreativität und einer Menge Tipps und Tricks zum Thema Reisen, denn Anja hat eine ganze Menge zu erzählen.


Anja von stadtlandlos.de verrät ihre besten Tipps gegen Reisekrankheit!

Meine Odyssee mit der Reisekrankheit dauert bereits so lange an, wie ich denken kann. Schon in frühster Kindheit konnten meine Eltern keine 20 km mit mir fahren, ohne dass ich unser Auto in ein Schlachtfeld meines zuvor gegessenen Mittagessens verwandelt hatte. Seitdem waren ein Eimer oder eine Tüte immer meine treusten Begleiter. Leider legte sich dieses Problem auch mit den Jahren nicht komplett, aber ich habe mittlerweile Erfahrung und weiß damit umzugehen. Denn eins steht für mich fest: Deswegen nicht reisen? Auf gar keinen Fall!

Ich habe für euch mal ein Sammelsurium meiner besten Tipps & Tricks gegen die im Fachjargon Kinetose genannte Bewegungskrankheit zusammengefasst.

Inhalt


  1. Informationen einholen
  2. Sitzplatzreservierungen
  3. Ausreichend Schlaf
  4. Die Reiseapotheke
  5. Ablenkung
  6. Augen geradeaus
  7. Den Ernstfall einplanen

Das Zauberwort für alle von Übelkeit geplagten Touristen heißt Planung! Die richtige Vorbereitung auf die anstehende Reise ist die halbe Miete.

Punkt 1: Informationen einholen

Das Wichtigste ist zu wissen, was einen erwartet, damit man im Notfall rechtzeitig eingreifen kann oder es gar nicht erst soweit kommt. Also kläre ich die Dinge, die ich beeinflussen kann vorher ab. Zum Beispiel: Wie groß ist das Schiff, mit dem ich reise? Gibt es gegebenenfalls noch ein größeres auf derselben Route, am besten eins mit Stabilisatoren? Kann ich bei einer längeren Autotour vorne sitzen? Sind Serpentinen auf der Strecke eingezeichnet? Wie lange bin ich der unangenehmen Bewegung ausgesetzt? Etcetera, etcetera. Meist hilft es mir schon mich mental darauf einzustellen zu können. "Wo bleibt denn da das Abenteuer" fragen sich bestimmt viele. Natürlich kann man nicht alles planen und auch ich setze mich in einen klapprigen Jeep und fahre über Buckelpisten, wenn es nicht anders geht. Schließlich will ich ja was erleben. Aber als Tourist, der unter Reisekrankheit leidet, ist man auf die ganze Gruppe bedacht. Es ist für alle Beteiligten von Vorteil, wenn der Betroffene sich gut fühlt und genau weiß, was ihm guttut und was nicht. Denn ist die Übelkeit erst einmal da, ist die Reise meist gelaufen.

Punkt 2: Sitzplatzreservierungen

Ich finde Sitzplatzreservierungen einfach top. Ich muss nicht vier Stunden vor Abflug aufstehen um die Erste am Schalter zu sein. Ich kann mir meinen Platz in Ruhe und mit Bedacht auswählen und so der Reise entspannt entgegensehen. Überlegt euch vorher genau wo ihr sitzt. Im Auto/Bus immer vorne. Im Flieger möglichst weit vorne oder bei den Tragflächen, da man hier die wenigsten Bewegungen spürt. Auf dem Schiff wählt ihr am Besten eine Kabine in der Schiffsmitte mit Bullauge oder noch besser Balkon. Im Zug in Fahrtrichtung platzieren. Hilfreich ist in jeden Fall immer ein Fensterplatz. 
Auf dieser Website könnt ihr euch übrigens ganz leicht über euren Platz im Flieger informieren: Seatguru.

Punkt 3: Ausreichend Schlaf

Früher dachte ich immer, die beste Lösung sei einfach, die Nacht vorher durchzumachen. Ich bildete mir ein, dass ich dann ja die ganze Reise vor Müdigkeit nur schlafen würde. Fataler Fehler! Ganz im Gegenteil: Durch die Müdigkeit verschlimmerte sich meine Reiseübelkeit meist noch und dazu war ich auch noch fix und fertig. Tretet eure Reise immer möglichst frisch und ausgeschlafen an. Der Körper ist erholt und ausgeruht und kann so viel besser mit dem Reisestress umgehen. Habt dennoch immer ein Kissen dabei, ein kleiner Powernap schadet definitiv nicht.

Tipps Reisekrankheit schlafen

Punkt 4: Die Reiseapotheke

Stellt vor der Reise sicher, dass eure Reiseapotheke vollständig ist. Ihr solltet für alle Fälle gewappnet sein. Ich habe grundsätzlich Notfall-Tropfen und Reisetabletten dabei. Solltet ihr eine längere Reise planen, rate ich euch vorab zu einem Gespräch mit eurem Arzt oder Apotheker. Es gibt wirklich gute Mittel, sodass auch Menschen, die durch dieses Problem eingeschränkt sind, Fern- und Schiffsreisen antreten können. Meine Top 5 stelle ich euch hier vor: stadtlandlos.de.

Punkt 5: Ablenkung

Warum nicht mal den Sitznachbarn kennenlernen?! Traut euch schon zu Beginn der Reise, Kontakt aufzunehmen. Reden hilft, lenkt ab und im Fall der Fälle weiß er gleich Bescheid. Musik tut gut. Stellt euch im Vorfeld der Reise eine Songauswahl zusammen, die euch gut gefällt. Lieder zum Mitgrooven sollten ebenfalls vorhanden sein, sowie welche zum Entspannen. Reist ihr mit Freunden, sind nette Gespräche und eine lockere Stimmung grundsätzlich hilfreich. Je weniger ich darüber nachdenken kann, wann und wie mir schlecht werden könnte, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es auch passiert.

Punkt 6: Augen geradeaus

Zeitung lesen? Lasst es lieber! Es sei denn, ihr möchtet aktiv auf die Nutzung eurer Kotztüte hinarbeiten. Auch Fernsehen oder Videogames solltet ihr vermeiden. Das Beste ist, aus dem Fenster zu schauen, ein kleines Nickerchen zu machen oder sich Ablenkung durch Freunde oder Mitreisende zu verschaffen. Versucht den Horizont im Auge zu behalten. Auf dem Schiff haltet euch an Deck auf und genießt die frische Luft. Solltet ihr ein Medikament eingenommen haben und es geht euch gut, spricht natürlich nichts gegen die Nutzung des Entertainment-Programms.

Tipps gegen Reisekrankheit Augen nach Vorn

Punkt 7: Den Ernstfall einplanen

Habt immer eine Tüte, Taschentücher und Kaugummis dabei. Auch wenn ihr die Tüte hoffentlich nie nutzen müsst, gibt sie dennoch Sicherheit. Oft entsteht bei mir die Reisekrankheit im Kopf, ich denke dann immer "Oh mein Gott, wie komme ich hier am besten raus und wo kann ich hin, wenn es so weit sein sollte", die Tüte in meiner Tasche gibt mir zumindest das Gefühl, vorbereitet zu sein. Wenn es einen dann doch erwischt, heißt es durchhalten oder anhalten. Meist sind die Mitreisenden sehr aufmerksam, kümmern sich und machen Platz. Fragt die Stewardessen oder den Schiffsarzt, ob sie ein Medikament an Bord haben oder euch kalte Kompressen bringen können. Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, legt am Besten eine längere Pause ein. Mir hilft es dann, mich einfach mal für 10 Minuten hinzulegen und die Augen zu schließen. Aber meist kann ich verhindern, dass es überhaupt soweit kommt, indem ich mich an die oben genannten Punkte halte. Ich hoffe, diese kleinen Alltagstipps helfen euch bei eurem nächsten Trip! Lasst euch nicht unterkriegen und schon gar nicht davon abhalten zu reisen. Der Weg ist nicht immer das Ziel! ;) Übrigens, ist euch schon mal aufgefallen, dass der Fahrer niemals betroffen ist?!

In diesem Sinne, alles Gute für euch! Anja



Du willst mehr über Anja erfahren, dann schau auf ihren Blog stadtlandlos.de und lass dich von ihren Reisen, Reiseberichten und ihren Tipps gegen Reisekrankheit mitreißen.


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