Indien - mit dem Zug quer durch das Land der Gegensätze

Indien - mit dem Zug quer durch das Land der Gegensätze

Zug durch Indien am Abhang


Inhalt



Wer Indien bereisen möchte, muss sich darüber im Klaren sein, dass er sich vielleicht auf das größte Abenteuer seines Lebens einlässt. Der siebtgrößte Staat der Welt mit seiner vielseitigen Kultur bietet völlig neue Eindrücke für alle Besucher. Die Vielfalt der Einwohner spiegelt sich auch in der Topografie des Landes wider. Von der Wüste bis zum Dschungel ist alles dabei. Falls ihr Land und Leute möglichst nah erleben möchtet, solltet ihr euch für die Reise mit dem Zug entscheiden.

Warum mit dem Zug verreisen?

Habt ihr euch für das Abenteuer entschieden, ist der Zug eine der schönsten und günstigsten Möglichkeiten, das Land zu erkunden. Neben den vielen Touristen-Zügen könnt ihr auch den Kontakt mit Einheimischen suchen oder reine Frauen-Wagons wählen. Hier sind euch keine Grenzen gesetzt - alles ist möglich.

Zug in Indien vor Wasserfall auf Brücke

Auf ins Abenteuer eures Lebens

Nach einer längeren Reise mit dem Flugzeug warten auch schon die Schienen auf euch. Ca. 7.000 Bahnhöfe und das längste Streckennetz der Welt warten darauf, von euch entdeckt zu werden. Ein besonderes Highlight ist der Goa-Express. Nach einem Besuch im Taj Mahal könnt ihr in Agra mit dem Zug starten und an dichten Dschungellandschaften und Wasserfällen vorbei bis an die Strände Goas durchfahren. Natürlich gibt es aber auch etliche andere Routen, die euch in den Bann ziehen werden.

Die Fahrkarten für eure Ausflüge und Rundfahrten könnt ihr gut organisiert bereits in Deutschland einfach über das Internet erwerben. Verschiedene Anbieter wie cleartrip.com oder makemytrip.com helfen euch durch die große Auswahl an Tickets. Eine weitere Möglichkeit bieten die Buchungsbüros in jeder größeren Stadt. Nur wenige Ticketschalter an Bahnhöfen bieten euch die Möglichkeit, Fahrkarten vorab zu kaufen. Bitte beachtet, dass ihr für die gehobenen Klassen 1AC, 2AC, 3AC (AC = Air-Conditioned), Chair Class und Sleeper Class eine Reservierung benötigt. Für die 2. Klasse benötigt ihr allerdings keine Reservierung. Sollten wider Erwartens die Tickets bereits vergriffen sein, gibt es noch die sogenannten Taktal-Tickets sowie ein gewisses Kontingent für Touristen. Sollte euch auch das nicht weiterhelfen, dann könnt ihr euch immerhin noch auf eine Warteliste setzen lassen und hoffen, dass jemand abspringt.

Wie steht´s um die Verpflegung?

Verdursten oder verhungern werdet ihr auf der Reise keinesfalls. Im Zug könnt ihr für wenig Geld Kaffee und Chai erwerben. Zu futtern gibt es indische Teigkringel namens Vada. Nicht erschrecken, die Verkäufer singen teilweise ihre Speisenkarten. Für den passenden Ohrwurm ist also gesorgt.

Nice to know

Macht euch zwischendurch immer wieder bewusst, dass ihr Fremde in einem fernen Land seid. Ihr werdet wegen eures Äußeren garantiert Aufmerksamkeit erregen. Achtet ein wenig darauf, die Umgangsformen dementsprechend anzupassen. Dies gilt insbesondere für Frauen.

3 Kommentare

Frösi1501
sagt:
Frösi1501

Ich bin in Südindien mit dem Zug unterwegs gewesen
und kann sagen dass es eine interessante Erfahrung ist :-) Unbedingt
die bestmögliche Klasse buchen und genügend Zeit auf dem Bahnhof beim Einsteigen einplanen, das ist alles etwas chaotisch... Die Namenslisten mit den reservierten Plätzen hängen draußen am Abteil...man muss also an jedem Wagen nachsehen, ob der eigene Name draufsteht (so war es zumindest in Chennai). Wir hatten Liegewagen 1. Klasse, das war schon okay und eine lustige Erfahrung. Die Aircondition bestand aus Ventilatoren an der Decke.... die Abteile und die "Betten" waren sauber und es gab Kissen und Decken. Allerdings ist es recht beengt, für größeres Gepäck (Koffer) ist kein Platz wenn der Wagen voll ist. Reisetaschen kann man aber unter die unterste Liege schieben.

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T-Dog Crew
sagt:
T-Dog

Danke für dein Feedback. Gerade genügend Zeit vor Abfahrt des Zuges kann ich genau so bestätigen. Gepäck würde ich abschließen und mit Kette sichern. Namenslisten gibt es bei allen Reservierungen, wir hatten das Glück, dass es nur einen Wagen 1. Klasse mit AC gab.

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ghandi
sagt:
ghandi

Wir sind schon oft durch Indien mit dem Zug gereist. Ich finde man sollte nicht (nur) die AC-Klassen bevorzugen. Gerade in den güntigen Klassen kann man so einiges Erleben;-)

Bei den AC-Klassen ist übrigens immer (nicht nur in Chennai, s.o.) der Zettel, auf dem die Passagiere (inkl. Alter und Geschlecht) angebracht.

Da die indischen Züge wirklich seeehr lange sind, sollte man sich das Ticket genauer anschauen. Darauf steht auch das Abteil, in das man einsteigen muß. Am Bahnhof sind meistens z.T. elektronische Anzeigen, die dir zeigen, wo das entsprechende Abteil anhält.


Die Klasse AC-2 sieht z.B. so aus :

Viel Spaß in Indien,

Christian von Reise-Telegramm.de

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