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Lost Places: Das sind die coolsten verlassenen Orte Berlins!

Ein Deal von , 2. Jul. 2020 15.59 Uhr

Ich möchte, dass ihr euch an dieser Stelle einmal den Soundtrack von Stranger Things vorstellt. Moment, ungefähr so...

Ja, das schafft die richtige Stimmung! Denn heute möchten wir euch etwas richtig Spannendes vorstellen:

Berlin hat, wie wir alle wissen, viele tolle Orte und Sehenswürdigkeiten wie den Fernsehturm, den Potsdamer Platz oder das Brandenburger Tor zu bieten. Doch in Berlin gibt es noch etwas, was vielen vielleicht gar nicht bekannt ist: die Lost Places!

Lost Places sind verschiedenste Gebäude oder Einrichtungen, die mal in Betrieb waren, dann aber aus irgendwelchen Gründen geschlossen sowie einfach aufgegeben wurden, aber noch bis heute bestehen.

Hört sich interessant an, oder? Deswegen kommen hier für euch:

Die coolsten verlassenen Orte Berlins!

Bitte beachtet, dass es nicht bei allen Lost Places legal ist, diese zu besuchen. Informiert euch vorab am besten immer über die Rechtslage. Oft werden legale Führungen angeboten, an denen ihr teilnehmen könnt! Da die Lost Places außerdem nicht instand gehalten werden, noch ein Hinweis: Bringt euch bitte nicht in Gefahr! Kein Instagram-Foto ist es wert, dass ihr euch dafür verletzt!


Abhörstation auf dem Teufelsberg

Der Teufelsberg in Grunewald ist mit seiner Größe die zweithöchste Erhebung des Stadtgebiets. Viele nutzen das 48.000 qm große Areal, inklusive des Teufelssees und des tollen Ausblicks über die Stadt, als Ausflugsziel und Erholungsgebiet. Doch was vor allem die Aufmerksamkeit vieler Besucher auf sich zieht, ist die alte Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte! Seit den 90er Jahren ist das Areal verlassen und wurde nicht restauriert. Die großen Radarkuppeln wirken auch heute immer noch sehr beeindruckend, auch wenn sie mittlerweile von viel Graffiti geschmückt werden.

Da das Gebiet um die Abhörstation abgezäunt ist, ist es verboten, dieses eigenmächtig zu betreten. Es werden allerdings Führungen angeboten.



Alte Eisfabrik

Die alte Eisfabrik in Berlin Mitte gehört zu den ältesten noch erhaltenen Eisfabriken Deutschlands. Im Jahre 1995 wurde hier der Betrieb eingestellt - seitdem steht das Gebäude leer. Obwohl die Fabrik unter Denkmalschutz steht, soll sie abgerissen werden.

Die untere Etage des Gebäudes wurde aus Sicherheitsgründen mittlerweile zugemauert sowie umzäunt, daher kann das Gelände nicht mehr betreten werden. Vom Bona-Peiser-Weg aus könnt ihr aber trotzdem schöne Fotos schießen!



Spreepark Plänterwald

Berlins bekanntester Lost Place ist wohl der Spreepark im Plänterwald! Dieser alte Freizeitpark lockte damals mit vielen Fahrgeschäften wie einem Riesenrad, welches schon von Weitem zu erkennen ist. Damals unter dem Namen Kulturpark Plänterwald eröffnet, war der Spreepark der einzige Freizeitpark der DDR und erfreute sich starker Besucherzahlen. 2002 musste der Park dann allerdings Insolvenz anmelden und ist seitdem geschlossen und verlassen. Die Stadt Berlin hat den Park mittlerweile gekauft. Seit 2016 laufen die Planungen für eine Neueröffnung des Spreeparks als einen öffentlichen Park, in dem Kunst, Kultur und Natur vereint werden sollen.

Da der Spreepark offiziell Privatbesitz ist, darf man ihn nicht betreten. Es werden aber von April bis Anfang November spannende Führungen angeboten, bei denen man das Gelände entdecken kann.

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Fallen dinosaurs and a ferris wheel that turns slowly in the wind: Berlin's #Spreepark is the ultimate spooky relic of the city's GDR past. Closed since 2002, the park has become one of the most iconic abandoned sites in Berlin and a must-see for urban explorers. While it remains locked and inaccessible to the public, guided tours have taken place intermittently in recent years — until the corona pandemic put a stop to them. ⁠ ⁠ But! From June 1st, the tours begin again. Tickets for nine dates in June (Saturdays, Sundays and public holidays) can be purchased in advance. The 90-minute-long tours will offer insights into the park's tumultuous history — and future. Currently tours are offered in German only — EN to follow. 🦖🎡⁠ ⁠ 📍Spreepark, Kiehnwerderallee 1-3, 12437 Berlin || More info and tickets at: www.gruen-berlin.de/spreepark || €5/€3⁠ ⁠ 📸: imago // Future Image / imagebroker / blickwinkel / Christian Mang || #openbutsafe #planterwald #treptower #treptowerpark #spree #riverspree #ferriswheel #abandonedthemepark #abandonedpark #sovietberlin #sovietpark #fairground #berlinspring #springinberlin #halloberlin #berlinstagram #igberlin #ihavethisthingwithberlin #berlinberlin #berlincity #berlinlife #kulturinberlin #berlin365 #visitberlin #berlintagundnacht #tipberlinenglish

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Gefängnis des ehemaligen Amtsgerichts in Berlin Köpenick

Das Gefängnis in Köpenick wurde im Jahre 1933 von der SA übernommen und als zentrale Haft- und Folterstätte für Kommunisten und Juden genutzt. Noch heute sieht man die Kritzeleien der Häftlinge an den Wänden oder die Abdrücke der Metalleimer auf den Böden, welche als Toilette verwendet werden mussten. In der DDR wurde das Gebäude weiterhin als Gefängnis und Untersuchungsanstalt genutzt. Seit den 80er Jahren steht das Gebäude weitestgehend leer.

Da das Gebäude noch sehr gut erhalten ist, kann man hier richtig in die Geschichte eintauchen. Der Anbieter go2know bietet geführte Fototouren an.



Stadtbad Lichtenberg

Das Stadtbad Lichtenberg wurde im Jahre 1928 eröffnet und diente anfangs vor allem als Möglichkeit für die Bevölkerung zum Waschen, da viele Haushalte keine Badewanne besaßen. Das Stadtbad verfügte über medizinische Bäder, Schwimmbecken, einen Wannen- sowie einen Saunabereich, Massagekabinen und einen Duschraum. Seit 1991 ist das Bad aufgrund von Baumängeln geschlossen.

Das Betreten des Geländes ist zwar verboten, doch am Tag des offenen Denkmals hat man die Möglichkeit, diesen Lost Place zu besuchen.



Natur-Park Südgelände Schöneberg

Der 18 Hektar große Natur-Park in Schöneberg ist ein Relikt aus der Dampflock-Ära, in welchem man damals zum Beispiel den Rangierbahnhof Tempelhof fand. Noch heute gibt es hier viele interessante Überbleibsel wie Schienen, einen 50 Meter hohe Wasserturm, eine der ältesten Drehscheiben Deutschlands sowie eine echte alte Dampflok! Die Natur hat das Gelände mittlerweile zurückerobert, weswegen man sich hier fast wie im Urwald fühlt.

Den Natur-Park dürft ihr für 1€ ganz legal betreten! Es gibt hier zwei verschiedene Rundwege. Achtung: Der Ticketautomat am Eingang gibt kein Wechselgeld!



Bärenquell Brauerei

Die Bärenquell Brauerei in Niederschöneweide wurde im Jahre 1882 unter dem Namen Borussia-Brauerei in Betrieb genommen. Nachdem die Brauerei über einige Jahre durch mehrere Besitzerhände ging und mehrmals den Namen wechselte, erhielt sie nach dem Ende der DDR ihren jetzigen Namen. Über viele Jahre wurde hier Bier hergestellt; 1994 wurde die Produktion dann eingestellt. Seit 2017 gehört die Brauerei einem Capital-Management-Konzern.

Der Anbieter Fototouren Berlin bietet Führungen an.



Haftkrankenhaus der Stasi

Das Haftkrankenhaus in Berlin-Hohenschönhausen befindet sich auf dem Gelände der Untersuchungshaftanstalt des MfS. Diesen Ort gab es offiziell gar nicht, denn er war auf keiner Karte verzeichnet und auch die umliegenden Bewohner wussten von nichts. Viele Teile des Krankenhauses, wie die Zellen, sind noch original erhalten, auch wenn ein paar der Geräte in den OP-Sälen schon Rost ansetzen. Zwar wird der Begriff Krankenhaus verwendet, doch was sich hier wirklich abspielte, weiß niemand so genau. Bekannt ist nur, dass hier von 1960 bis1989 ca. 3000 Häftlinge "versorgt" wurden.

Führungen werden durch die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen angeboten und von ehemaligen Inhaftierten durchgeführt. Der Anbieter go2know bietet auch Fototouren im Haftkrankenhaus an.



BVB-Freibad Berlin-Lichtenberg

1928 entstand in Berlin-Lichtenberg ein 20.000 qm großes Freibad, welches als Trainingsstätte für die Olympischen Sommerspiele 1932 und 1936 diente. Später war es als Sommervolksbad in Betrieb und wurde von den Besuchern BVB-Freibad getauft. Seit es in den späten 1980er Jahren geschlossen wurde, verfällt es leider.

Das Gelände ist umzäunt und darf nicht betreten werden. Von außen kann man aber trotzdem coole Fotos machen.



Habt ihr jetzt Lust bekommen diese Lost Places selber zu erkunden? Dann nichts wie ab nach Berlin! Mit der Deutschen Bahn bekommt ihr drei Nächte inklusive Frühstück, An- und Abreise, Berlin WelcomeCard AB für 48 Stunden und dem Hygienekonzept für sicheres Reisen schon ab 175€ pro Person!

Lost Places: Das sind die coolsten verlassenen Orte Berlins!

Lost Places: Das sind die coolsten verlassenen Orte Berlins!