Mit dem Hund in den Urlaub: alles rund um den Urlaub mit dem Vierbeiner

Mit dem Hund in den Urlaub: alles rund um den Urlaub mit dem Vierbeiner

Hund mit Sonnenbrille in Pool


Inhalt


Der Hund als vollwertiges Familienmitglied

Die ersten Bäume blühen und die schönen Pflanzen sprießen aus dem Boden, da ist es doch mal wieder Zeit für einen ausgiebigen Frühlingsspaziergang mit dem besten Freund des Menschen quer durch den Wald. Die Deutschen lieben ihre Schnüffelnasen und können auf einen Vierbeiner nicht verzichten. Es gibt nichts Schöneres als den treuen Gefährten an seiner Seite zu wissen. Umso schwerer fällt es einem, wenn man mal in den Urlaub möchte. Dann müssen wieder die leidigen Fragen beantwortet werden. Wer passt auf Hasso auf? Wie lange kann ich meinen Hund jemandem zumuten? Wie sehr wird mich mein Liebling vermissen? Alles Fragen, die im Vorhinein geklärt werden müssen. Aber gibt es denn keine Alternativen? Wie sieht denn ein Urlaub mit Hund aus? Gibt es spezielle Angebote oder sind die freien Tage mit Vierbeiner in der Ferne mehr Stress als Erholung? Die Urlaubspiraten machen sich auf die Suche nach Antworten.

Anreise mit dem Auto

Generell ist so ein Urlaub mit Hund immer stressiger als ein normaler Ausflug. Am einfachsten ist daher eine Anreise mit dem PKW. So können Pausen individuell eingelegt werden und der Hund ist auch immer in der Nähe der Familie. Man kann auf die Bedürfnisse des Tieres eingehen und muss sich keine Gedanken darüber machen, wann der Hund sich endlich erleichtern kann. Zudem ist diese Art zu reisen stressfrei für den Vierbeiner, da er von Menschen umgeben ist, die er kennt. Auch die Gerüche des Autos sind ihm vertraut. Wer also kann, sollte mit dem PKW in den wohlverdienten Urlaub reisen.

Anreise mit dem Zug

Eine weitere Möglichkeit, um nicht auf den geliebten Hund verzichten zu müssen, ist die Anreise mit dem Zug. Hier wird es allerdings schon etwas problematischer und wesentlich stressiger für das Tier. Ein Vorteil ist, dass der Hund wie im Auto auch von vertrauten Menschen umgeben ist. Leider ist es in Zügen oft unübersichtlich und sehr laut, was zusätzlich Stress für den Vierbeiner bedeuten kann. Abhängig von der Größe des Tieres muss unter Umständen ein Ticket gelöst werden. Für Hunde, die größer als ein vergleichbares Handgepäck sind, muss der halbe Fahrpreis gezahlt werden. Das kann dann schnell sehr teuer werden. Hinzu kommt, dass man keine garantierten Pausen während der Fahrt hat, in denen das Tier seine Notdurft verrichten kann. Dieser Umstand bedeutet nicht selten für beide Parteien eine gehörige Portion Stress.

Anreise mit dem Bus

Bei einer Anreise mit dem Bus wird es oft problematisch, da die meisten Anbieter Tiere aller Art ablehnen. Das ist nicht nur begründet, sondern auch mit deutlich weniger Stress für das Tier und den Mitreisenden verbunden. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen. In der folgenden Tabelle könnt ihr euch einen Überblick verschaffen:

ADAC Postbus nicht möglich
berlinlinienbus.de möglich zum Sparpreis innerhalb Deutschlands
Berlin Shuttle nicht möglich
IC Bus nicht möglich
DeinBus nicht möglich
Eurolines nicht möglich
Expressbus möglich, wenn leichter als 40kg
Fass Reisen möglich zum halben Preis
MeinFernbus / Flixbus nicht möglich
Public Express nicht möglich

Hund mit Sonnenbrille und Mütze auf einer Bank in der Sonne

Anreise mit dem Flugzeug

Nicht unbedingt tierlieb ist das Reisen mit dem Flugzeug, das an dieser Stelle nicht empfohlen wird. Wer ein Haustier besitzt und keinen Pflegeersatz findet, kann eben nicht auf die Kanaren fliegen. Sollte wegen eines Umzugs zum Beispiel nicht auf dieses Transportmittel verzichtet werden können, muss man sich auf Strapazen für Hund und Herrchen einstellen. Tiere bis 5 Kilogramm können in der Passagierkabine mitfliegen. Dann muss aber auch der volle Ticketpreis gezahlt werden. Alle Tiere darüber hinaus fliegen im Gepäckraum mit, was eine unschöne Sache ist. Dort ist es nicht nur sehr laut und kalt, der enge Käfig tut sein Übriges. Die Beförderung mit einer Transportbox kostet je nach Airline unterschiedlich viel. Das Herrchen muss mit ca. 150€ pro Strecke rechnen.

Einreisebestimmungen für Hunde

Hört sich erstmal recht komisch an, kann aber sehr teuer werden, sollte man sich nicht daran halten. Denn in der Tat gibt es ernstzunehmende Einreisebestimmungen für Hunde. So regelt jedes Land Europas diese Gesetze individuell. In der Tabelle findet ihr alles, was ihr wissen müsst, damit es keine Probleme gibt. Es sind die wichtigsten Reiseländer aufgelistet. Für weitere Infos könnt ihr auch hier nachsehen.

Belgien Tollwutimpfung, Internationaler Impfpass
Bulgarien Internationaler Impfpass mit Tollwutimpfung, Gesundheitszeugnis
Finnland Tierärztliche Tollwutbescheinigung, Nachweis über Behandlung gegen Bandwürmer
Großbritannien Tollwutimpfung, implantierter Mikrochip, Einfuhrverbot für Pit Bull Terrier, Tosa Inu, Fina Brasiliero, Dogo Argentino, Amtstierärztliche Gesundheitsbescheinigung im PETS-Zertifikat, Nachweis über Behandlung gegen Zecken und Bandwürmer
Irland siehe Großbritannien
Italien Tierärztliches Gesundheits- und Impfzeugnis ist ausreichend
Österreich Tollwutimpfzeugnis, Maulkorb und Leine müssen mitgebracht werden
Polen Internationaler Impfpass mit Tollwutimpfbescheinigung und Amtstierärtzliches Gesundheitszeugnis erforderlich
Schweiz Tierärztliche Tollwutimpfung
Spanien Tierärztliches Gesundheitszeugnis, Internationaler Impfpass mit Tollwutbescheinigung

Ferien mit dem Hund an der Ostsee

Eines der beliebtesten Reiseziele für einen Urlaub mit dem Hund ist die Ostsee. Egal, ob man die Ferien mit dem Hund auf Rügen oder aber auf Usedom oder sonst wo am Meer verbringt, an der Ostsee gibt es inzwischen immer mehr gut besuchte Hundestrände. Diese sind optimal im Sommer, denn so können sich auch die geliebten Vierbeiner abkühlen. Aber auch für das Sozialleben der Hunde ist so ein Hundestrand optimal.

Ferien mit dem Hund in den Niederlanden

Auch eines der beliebtesten Reiseziele für einen Urlaub mit dem Hund sind die Niederlande. Hier gibt es ebenfalls viel Strand und Meer. Bekannte Reiseziele sind hier die Watteninseln sowie das Zeeland. Jedoch muss gesagt werden, dass unsere Nachbarn nicht so wie wir in Deutschland an der Ostsee eigene Hundestrände haben. Viele Ortschaften am Meer verbieten entweder ganz den Vierbeinern, mit ans Meer zu kommen oder aber lassen diese nur eingeschränkt von 19 Uhr bis 9 Uhr an den Strand. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. An einigen Abschnitten dürfen hier die Hunde angeleint mitgenommen werden und an einigen dürfen die geliebten Vierbeiner sogar frei laufen und sich auch über eine Abkühlung im Meer freuen. Generell wird jedoch geraten, sofern man sich für einen Urlaub mit dem Hund in den Niederlanden entscheidet, dass man sich vorher auf entsprechenden Internetseiten oder aber in geeigneten Reisebüros erkundigt, wo Hunde am Strand und somit auch im Wasser gestattet sind.

Unterkunft

Am unkompliziertesten wird es bei einer Buchung einer Ferienwohnung. Diese werden zumeist nur wochenweise angeboten, sodass diese Unterkunftsmöglichkeit leider auch recht kostspielig wird. Bei einer Anreise mit mehreren Personen kann sich diese Variante allerdings auch finanziell lohnen. Bei Hotels und auch Pensionen werden oftmals Gebühren fällig, damit die Vierbeiner bei Herrchen und Frauchen nächtigen dürfen. Generell wird aber, auch für einen Kurzurlaub mit Hund und egal für welches der Reiseziele man sich entscheidet und inwieweit dies möglich ist, empfohlen, eine Ferienwohnung anzumieten. Der Vorteil liegt hier ganz einfach auf der Hand. Hunde sind stets in der Nähe von Herrchen und Frauchen und es muss nicht ständig aufgepasst werden. Die Tiere fühlen sich hier am wohlsten und stören den normalen Hotelbetrieb nicht.

Hund guckt aus dem Fenster eines Autos

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