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Reise zum Nordkap - zwischen Polarleuchten und Mitternachtssonne

Ein Deal von , 28. Jan. 2016 15.24 Uhr

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Inhalt


Eine Reise zum Nordkap – zwischen Polarleuchten und Mitternachtssonne

Das Nordkap gilt als der nördlichste Punkt Europas. Auch, wenn das nicht ganz stimmt, da es noch einige europäische Inseln gibt, die diesem Felsplateau vorgelagert sind und da dieses Plateau selbst lediglich auf einer Insel liegt und gar nicht Bestandteil des europäischen Festlandes ist, ist eine Reise zum Nordkap dennoch etwas ganz Besonderes. Und immerhin ist dieser Fleck Erde der nördlichste Teil Europas, der durch eine Straße mit dem Festland verbunden ist.

Naturwunder am laufenden Band

Dass Norwegen ein Land von außergewöhnlicher Naturschönheit ist, ist keine Neuheit und auch schon lange kein Geheimnis mehr. Majestätische Fjorde, wunderschöne Aussichten, atemberaubende Klippen und eine generelle Naturvielfalt, die ihresgleichen sucht. Das alles sind Dinge, die Norwegen als Reiseziel zu bieten hat. Doch dieser nördlichste Punkt der europäischen Zivilisation hat es vielen Touristen ganz besonders angetan und das bereits seit einigen hundert Jahren. Denn Tourismus hat in diesem Teil der Erde eine lange Tradition.

Heute gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, zum Nordkap zu reisen. Angefangen mit geführten Bustouren über die Fahrt mit dem eigenen Pkw oder dem Wohnmobil bis hin zu der Möglichkeit, Kreuzfahrten bis in diese nördliche Region der Erde zu unternehmen, findet jeder genau die Art zu reisen, die ihm am ehesten liegt. Und natürlich kann man sich auch einfach in ein Flugzeug setzen und den nächstgelegenen Flughafen ansteuern. Hotels lassen sich ausreichend in der Nähe finden.

Wovon ist da überhaupt die Rede?

Das Kap im hohen Norden ist im Prinzip nichts Anderes als ein Schieferplateau, das aus dem Eismeer herausragt. Das Kap liegt auf der norwegischen Insel Margeroya. Diese Insel ist inzwischen durch eine Autobrücke mit dem norwegischen Festland verbunden. Kein Wunder, zieht doch das Kap im hohen Norden jährlich rund 200.000 Besucher an.

Auf dem Plateau findet man die Nordkaphalle, eine Halle, die voll und ganz auf die Bedürfnisse der Touristen zugeschnitten ist. Neben einer ökumenischen Kapelle, einem Postamt, in dem man ein Nordkapdiplom erhalten kann und einem Restaurant findet der interessierte Besucher hier auch eine ganze Reihe von Souvenirläden, die die unterschiedlichsten Erinnerungsstücke an den Mann bringen möchten. Neben historischen Ausstellungen findet man in der Nordkaphalle auch den sogenannten Thai-Pavillon, der an den Besuch des Königs von Siam im Jahr 1907 erinnern soll. Zweimal vergrößert in den letzten dreißig Jahren, wurde die Halle teilweise auf dem Plateau erbaut, teilweise in den Felsen hinein gehauen.

Letztlich ist die Nordkaphalle eine der Hauptattraktionen für Touristen auf dem Plateau selbst, vor allem dann, wenn die Natur selbst womöglich einmal nicht mitspielen möchte. Deshalb wird auch sowohl für den Parkplatz an der Halle als auch für den Eintritt in die Halle selbst eine Gebühr fällig.

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Anreise zum Kap auf der Insel Margeroya

Es gibt, wie bereits erwähnt, eine ganze Reihe von Möglichkeiten, diesen nördlichsten Punkt europäischer Zivilisation zu erreichen. Zwei Möglichkeiten haben einen ganz besonderen Reiz und sollen an dieser Stelle einmal näher vorgestellt werden:

- die Anreise mit einer Kreuzfahrt

- die Anreise mit dem Wohnmobil

Diese beiden Reisearten sind so unterschiedlich, wie sie ihre jeweils ganz eigenen einzigartigen Erlebnisse für den Reisenden bereithalten. Aus eben diesem Grund möchten wir euch beide Möglichkeiten einmal etwas näher bringen.

Mit einer Kreuzfahrt zum nördlichen Kap

Verschiedene Anbieter bieten die unterschiedlichsten Routen an, wenn man die Insel Margeroya anfahren möchte. Die Kreuzfahrten in den hohen Norden werden allerdings in aller Regel nur im Sommer angeboten. Das erscheint logisch, bedenkt man, dass im Winter in aller Regelmäßigkeit die Sonne für eine ziemlich lange Zeit gar nicht zu sehen ist. Wer sich also für eine Kreuzfahrt als seine ganz persönliche Anreisevariante entscheidet, wird eher die Mitternachtssonne als die Polarlichter sehen.

Entsprechende Kreuzfahrtrouten starten oftmals in Hamburg, steuern unterwegs Zielhäfen wie Bergen, Reykjavik und Akureyri auf Island oder Invergordon in Schottland an. Auch der Geirangerfjord ist ein gern gewähltes Ziel auf einer solchen Nordkapkreuzfahrt. Auf dem Weg zum Ziel kommt man so bereits mit einer ganzen Reihe von Naturwundern und einzigartigen Städten in Berührung. Die dazugehörigen Tagesausflüge schaffen die richtige Atmosphäre für den großen Höhepunkt der Nordkapkreuzfahrt. Und während das Schiff sich nachts wieder auf den Weg weiter in Richtung Norden macht, könnt ihr euch von den Eindrücken des Tages erholen. Am nächsten Morgen geht es dann wieder ausgeruht und gut gestärkt auf das nächste Abenteuer zu.

Die Reise mit dem Wohnmobil

Wenn ihr etwas mehr Zeit mitbringt und auch die Möglichkeit haben möchtet, noch einmal deutlich mehr zu sehen als von einem Kreuzfahrtschiff aus, dann bietet sich das Wohnmobil als perfektes Reisemittel an. Auf dem Weg in den höchsten Norden europäischer Zivilisation gibt es verschiedene Routen, die ihr befahren könnt. Je nachdem, wohin es euch am ehesten zieht, könnt ihr die Ost- oder eher die Westküste Skandinaviens abfahren. Oder ihr entscheidet euch für eine praktischere und kürzere Route, dabei würden euch aber eine ganze Menge Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten entgehen.

Wie auch immer ihr die Route plant, ihr solltet die Notwendigkeit, zu tanken, stets im Sinn behalten. Längere Strecken ohne größere Siedlungen oder zumindest einen Campingplatz, in dessen Nähe in der Regel eine Tankstelle ist, sollten so geplant sein, dass ihr nicht plötzlich irgendwo mitten im Nirgendwo stehen bleibt.

Die Planung für eine Fahrt mit dem Wohnmobil bis zur Insel Margeroya ist ein umfangreiches Unterfangen. Allein über die möglichen Routen findet ihr die unterschiedlichen Informationen im Internet. Dabei gibt es eine Vielzahl von Reiseberichten von Wohnmobilurlaubern, die genau diese Tour gemacht haben. Wenn ihr eine solche Fahrt plant, solltet ihr euch auf jeden Fall entsprechend informieren, Tipps und Tricks einholen und dann die Fahrt eures Lebens genießen.

Im Prinzip gibt es, wenn es um die Frage nach der Route geht, zwei Möglichkeiten, die jeweils an Eindrücken, Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten kaum zu überbieten sind. Wer sich eher für die Westküste Skandinaviens interessiert und dabei Orte wie Oslo, Lillehammer und Trondheim kennenlernen möchte, sollte die E6 als Straße für seine Fahrt durch Skandinavien wählen. Die E6 führt an der Westküste entlang bis zum Kap im hohen Norden. Auf der anderen Seite führt die E4 durch Städte wie Stockholm oder Sundsvali.

Das Wetter und die Naturwunder auf Margeroya

Vom Wetter her bietet die Insel Margeroya reichlich nordisches Feeling. In den Monaten von Oktober bis April sind die Temperaturen in der Regel im Minusbereich, zum Teil auch für mehrere Wochen im zweistelligen Minusbereich. Nur in den Monaten Juni, Juli und August erreichen die Maximaltemperaturen hier auch einmal einen zweistelligen Plusbereich. Ansonsten ist es in der Regel eher kühl bis kalt. Mit 14 Regentagen ist der Juli der regenärmste Monat im Jahr. In den Monaten Dezember bis Februar scheint die Sonne hier gar nicht.

Doch so ungastlich das Wetter auf den ersten Blick auch sein mag, es bringt doch das eine oder andere Naturwunder mit sich. Natürlich, das Eismeer an sich ist bereits ein beeindruckender Anblick. Aber das Kap eingeschneit zu sehen, hat auch seinen Reiz. Und wenn im Sommer die Mitternachtssonne scheint, wenn die Sonne eine Weile gar nicht untergeht, findet man die passenden Motive für eine Vielzahl wunderschöner Erinnerungsbilder. Doch auch der Winter hat hier im hohen Norden seinen Reiz. Wenn die Polarnacht angebrochen ist und die Polarlichter am Himmel tanzen, wenn die unterschiedlichen Farben der Nordlichter den Himmel erhellen und es scheint, als würde reines Licht vom Himmel herabrieseln. Das ist der Moment, in dem man alles andere herum vergisst und sich ganz und gar in diesen Augenblick fallen lässt. Ein Augenblick, den ihr nie wieder vergessen werdet.

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