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Fürs Reisen ist man nie zu alt: The Senior Nomads bereisen seit 7 Jahren als Rentner die Welt

Ein Deal von , 6. Apr. 2020 15.58 Uhr

"Dafür bist du mittlerweile doch wirklich zu alt!", "Das geht nicht!", "Das hättest du machen sollen, als du jünger warst..."

Wenn ihr nicht mehr zum ganz jungen Kalieber gehört, liebe Piraten, habt ihr solche oder so ähnliche Sätze bestimmt auch schon mal gehört. Kommen euch auch manchmal Zweifel, ob ihr für das Workaway, mit dem ihr schon lange gedanklich spielt, nicht doch schon zu alt seid? Oder fragt ihr euch, ob es nicht zu lange dauern wird, für den einen großen Trip zu sparen, nach dem ihr euch seit geraumer Zeit sehnt?

Wir sagen: Alles Unsinn! Denn man ist nur so alt, wie man sich fühlt. Und um euch das zu beweisen, stellen wir euch hiermit ein Rentnerpärchen vor, das mit strahlendem Beispiel vorangeht. Wir präsentieren euch:

Debbie und Michael Campbell, The Senior Nomads!


Die 64-jährige Debbie und ihr 74-jähriger Mann Michael gingen im Juli 2013 auf Reisen. Nach sechs Monaten kamen sie für Weihnachten zurück nach Hause, doch merkten schnell, dass ihnen das nicht reichte. Also zogen sie wieder los und sind seitdem nicht wieder nach Seattle in Washington, ihre Heimat, zurückgekehrt. Sie verkauften alles, inklusive ihrem Haus im Jahr 2016, verstauten persönliche Dinge in einem Lager und machten sich mit 2 Koffern und 2 Rucksäcken auf in die Welt. Mittlerweile wissen sie sogar gar nicht mehr so ganz genau, was sich in der Lagerhalle befindet.


Mittlerweile hat das Rentnerpärchen schon 85 Länder, 6 Kontinente und über 400 Städte besucht. Dabei schlafen sie fast ausschließlich in AirBnB's und durften somit schon 260 Unterkünfte ihr trautes Heim nennen. Die AirBnB's bezeichnen sie liebevoll als ihre "homes on the road", also ihr zu Hause unterwegs. Wichtig ist ihnen, immer ihre eigenen Kissen und somit ein Gefühl von Heimat dabei zu haben. Ob sie manchmal etwas vermissen? Vielleicht eine gut ausgestattete Küche mit allen Küchengeräten.

Das Pärchen bevorzugt es übrigens mit Bus und Zug zu reisen um somit mehr von Land und Leuten zu sehen.


Debbie und Michael sehen ihr gehobenes Alter übrigens nicht als Nachteil, sondern zeigen die Vorteile des Reisens als Rentner auf: Da sie nicht wieder zurück in irgendwelche Jobs müssen, sind sie keinem Zeitdruck ausgesetzt und können ganz gemächlich in ihrem eigenen Tempo reisen. Dabei müssen sie, laut eigener Aussage, nicht mehr jede Attraktion mitnehmen und in jedem schicken Restaurant essen, wie es in ihren 20ern und 30ern vielleicht noch der Fall gewesen wäre. Wenn ihnen der Sinn danach steht, im AirBnB zu bleiben und Scrabble zu spielen, dann machen sie das ganz einfach. Durch die bereits abgeschlossene Lebensplanung haben sie außerdem den Kopf frei füreinander und die Eindrücke, die ihnen in der Welt begegnen. Außerdem bekommen sie als Rentner oft tolle Rabatte!

Laut den Senior Nomads lässt sich übrigens ein Trend erkennen, welcher sich durch die gesamte Welt zieht: In jeder Wohnung gibt es etwas von Ikea und sei es nur das Geschirr!

Trotzdem unterscheiden sich Unterkünfte in Asien, Afrika und Europa natürlich, was alleine schon mit dem Klima zusammenhängt. Da jede Unterkunft den Geschmack des jeweiligen Gastgeber widerspiegelt, sind die Senioren immer wieder aufs Neue gespannt und überrascht, wenn sie ein AirBnB zum ersten Mal betreten.

Von Debbie und Michael können wir übrigens nicht nur einiges in Sachen Weltreise lernen, sondern auch, was die Liebe angeht. Die beiden sind nämlich seit über 40 Jahren glücklich verheiratet! Wichtig sei es beim gemeinsamen Reisen vor allem, ähnliche Ansichten zu haben und seinen Reisepartner zu mögen.

Außerdem müsse man sich unterwegs immer den eignen Alltag bewahren, neugierig und aufgeschlossen sein und immer etwas neues lernen wollen. Die beiden empfehlen außerdem die lokale Kultur anzuschauen, sich an das eigene Budget zu halten und neue Leute kennenzulernen.

Auch bei den Senior Nomads läuft natürlich nicht immer alles rund. Auch sie haben schon Busse oder Züge verpasst, Gepäck verloren oder in AirBnB's übernachtet, die nicht ganz ihren Vorstellungen entsprachen. In Vietnam wurde Michael zudem Opfer von Taschendieben. Trotzdem überwiegen die schönen Erlebnisse die schlechten.

Solange Debbie und Michael gesund sind, haben sie noch viel vor und kein Enddatum für ihre Reise festgesetzt.

Wenn ihr noch mehr von Debbie und Michael sehen und lesen wollt, dann könnt ihr ihnen auf ihrem "The Senior Nomads"-Blog folgen.

Fürs Reisen ist man nie zu alt: The Senior Nomads bereisen seit 7 Jahren als Rentner die Welt