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Reisen und Essen mit unseren besten Geheimtipps - 10 Foodie Destinationen, die euch umhauen werden

Reisen und Essen, beides gehört zu den schönsten Erlebnissen, die das Leben zu bieten hat. Was gibt es also Besseres, als beides zu vereinen und es sich auf einer kulinarischen Reise so richtig gut gehen zu lassen? Ob ihr eine Kurzreise oder einen langen Sommerurlaub macht, einfach mit dem Auto durch Europa fahrt oder einen Langstreckenflug nach Asien hinter euch bringt, euer Urlaub ist erst vollkommen, nachdem ihr die gastronomischen Highlights des Urlaubslandes erkundet habt. Aber wo isst man am besten? Da gibt es natürlich einige Destinationen wie z. B. Italien und Thailand, die bereits einen Ruf als kulinarisches Reiseziel genießen -  und das völlig zu Recht. Wir haben hier jedoch einige Länder aufgelistet, die echte Geheimtipps für ein unvergessliches Foodie-Reiseerlebnis sind. Das Food-Koma ist quasi schon vorprogrammiert!


    Die 10 besten Geheimtipp Foodie Destinationen

    • Äthiopien
    • Georgien
    • Iran
    • Montenegro
    • Libanon
    • Myanmar
    • Oman
    • Ecuador
    • Nepal 
    • Usbekistan
    Food travel Weltkarte aus Gewürzen
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    Äthiopisches Essen
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    Äthiopien - das Essen mit allen Sinnen genießen

    Falls ihr noch nie einen Urlaub in Äthiopien in Erwägung gezogen habt, wird es allerhöchste Zeit. Nicht nur ist das Land ein wunderschönes Naturspektakel mit zahlreichen UNESCO-Weltnaturerbestätten, allein das äthiopische Essen wird euch schon vom Hocker reißen. Traditionell werden bei einer Mahlzeit verschiedene deliziös gewürzte Curry-Gerichte, wie z. B. Doro Wat oder Shiro Wat serviert. Das nationale Gewürz Berbere sorgt für einen einzigartigen Geschmack.

    Sowohl für Fleischliebhaber als auch Vegetarier und Veganer gibt es in der Regel genügend Auswahl. Das Herzstück einer äthiopischen Mahlzeit ist das traditionelle dünne Sauerteigbrot Injera. Dies wird nicht nur als Unterlage für die einzelnen Gerichte genommen, sondern dient auch sozusagen als Besteck: Man bricht mit den Händen ein Stück einer Injera-Rolle ab, nimmt sich damit etwas von den Gerichten und isst das Ganze als eine Art kleinen Wrap. Wenn das kein Erlebnis für alle Sinne ist!

    Georgien - herzhaftes Essen und guter Wein

    Braucht ihr einen Grund, um einmal nach Georgien zu reisen? Wir haben einen für euch und der heißt Khachapuri Adjaruli. Bitte was? Hierbei handelt es sich um frisch gebackenes traditionelles Brot, das mit geschmolzenem Sulguni-Käse gefüllt und einem Ei abgerundet ist. Braucht man dazu noch was sagen?

    Die georgische Küche ist ein Paradies für jeden, der Kohlenhydrate liebt, denn hausgemachte Teigwaren wie z. B. die Teigtaschen Khinkali oder Lobiani, ein mit Bohnen gefülltes Fladenbrot, gehören zu den leckersten Spezialitäten des Landes. Auch herzhafte Suppen und Eintöpfe sind aus der georgischen Küche nicht wegzudenken. Zwar sind Fleischgerichte wie etwa der Eintopf Kharcho mittlerweile sehr beliebt, aber vor nicht allzu langer Zeit war Fleisch hauptsächlich für spezielle Anlässe vorgesehen. Deshalb hat Georgien eine Vielzahl von vegetarischen Gerichten und sogar einige vegane Optionen. Natürlich darf hochwertiger georgischer Wein bei keiner Mahlzeit fehlen. 

    Georgien georgisches Essen
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    Iran persisches Essen
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    Iran - genießt die einzigartige persische Küche

    Die persische Küche ist eng verbunden mit der Agrikultur und Geschichte Irans, denn viele der wichtigsten Zutaten wie Mandeln, Pistazien, Safran, Minze, Orangen und Weintrauben werden seit Jahrhunderten im eigenen Land angebaut. Allerdings finden sich in der persischen Küche auch Einflüsse aus der usbekischen, arabischen, türkischen und mongolischen Essenskultur.

    Ein persisches Gericht für besondere Anlässe ist Fesenjan, das aus Hühnchen oder Ente in einer dicken Soße aus Granatapfel, Walnüssen und Zwiebeln besteht. Außerdem werden herzhafte Eintöpfe sehr gerne gegessen, z. B. Bademjan (Tomaten und Auberginen) und Gormeh Sabzi (grüne Kräuter). Da Safran zu den beliebtesten Gewürzen zählt, ist Safranreis ein wichtiger Bestandteil der persischen Küche ist. Ein beliebtes Gericht ist z. B. Zereshk Polo, bestehend aus Safranreis mit Hühnchen und sauren Berberitzen, eine richtige Geschmacksexplosion. Übrigens solltet ihr wissen, dass die persische Küche sehr fleischlastig ist und leider nur wenige fleischlose Alternativen bietet.

    Montenegro - Osteuropa mit Mittelmeer Flair

    Obwohl Montenegro ein kleines Land ist, bietet die Küche des Landes ein erstaunliches Niveau an Variation von Region zu Region. In den Küstenregionen dominiert die mediterrane Kultur mit einer Vielzahl von Gerichten mit Meeresfrüchten. Insbesondere der Einfluss Italiens zeigt sich in vielen beliebten Speisen. Im Landesinneren in den Bergen hingegen kommt der osteuropäische Charakter der Küche mehr zum Vorschein. 

    Ein beliebtes Fischgericht ist Buzara, bestehend aus Garnelen und Muscheln in Rotwein- oder Weißweinsoße. Eine weitere Must Try Delikatesse in den Küstenregionen ist schwarzes Tintenfischrisotto. Allerdings warnen wir euch: Dieses Gericht wird eure Zähne schwarz färben! Aber für den exquisiten Geschmack lohnt es sich allemal. Wie in vielen osteuropäischen Küchen ist auch in Montenegro das frisch gebackene traditionelle Brot, z. B. Ječmeni oder Ražani, bei jeder Mahlzeit ein unentbehrlicher Begleiter. Ein traditionelles Gericht aus den Bergregionen ist Kačamak, eine herzhafte Mischung aus Maismehl, Kartoffeln, dem Frischkäse Kajmak, serviert mit Buttermilch.

    Montenegro Essen
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    Libanon libanesisches Essen
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    Libanon - das Herzstück der arabischen Küche

    Alle arabischen Küchen bestehen zu einem Großteil aus Gerichten, die traditionell libanesisch sind. Dies hat seine Berechtigung, denn die libanesische Küche ist eine Gaumenfreude. Von den weltberühmten Mezze habt ihr wahrscheinlich schon gehört, vielleicht sogar gekostet. Allerdings können wir euch eine Sache versprechen: Libanesisches Essen im Libanon ist noch einmal eine Klasse für sich.

    Eins ist klar, bei der Vielfalt an Köstlichkeiten gibt es etwas Passendes für jeden, egal ob man ein lactoseintoleranter Clean Eater, ein Rohkost-Veganer oder ein salathassender Grillfleisch-Fan ist. Zu Beginn einer Mahlzeit gibt es eine Auswahl an kalten und heißen Mezze. Hierzu gehören Klassiker wie Houmous, Moutabal und Falafel sowie speziellere Leckereien wie z. B. Warak Arish (gefüllte Weinblätter), Batata Harra (scharf gewürzte Bratkartoffeln) und Muhammara (Paprika-Nuss-Dip). Als Beilage gibt es ofenfrisches arabisches Fladenbrot. Wer noch nicht satt ist und Lust auf Fleisch hat, kann danach noch Spieße oder einen Mixed Grill mit leckeren Spezialitäten genießen. 

    Myanmar - asiatisches Essen vom Feinsten

    Jeder weiß, dass die Küche Südostasiens eine Reise wert ist. Natürlich sind Spezialitäten aus Thailand, Vietnam und Indonesien völlig zu Recht in aller Welt vertreten. Jedoch steht die weniger bekannte burmesische Küche in Myanmar den Klassikern in nichts nach. Falls Myanmar nicht schon wegen der Sehenswürdigkeiten auf eurer Urlaubsliste steht, ist das köstliche burmesische Essen auf jeden Fall ein Grund, sofort einen Urlaub zu planen.

    Zum Frühstück wird in Myanmar gerne das nationale Gericht Mohinga gegessen. Hierbei handelt es sich um ein Reisnudelgericht mit Fisch und Eiern, gewürzt mit Zitronengras, Chili, Ingwer und Koriander. Der indische Einfluss der burmesischen Küche kommt in der Beliebheit von SamosasChapati und Gemüse-Curries zum Vorschein. Somit ist burmesische Küche ein Paradies für Vegetarier und Veganer. Wie in den meisten Ländern in Südostasien ist Street Food das authentischste und leckerste Essen in Myanmar. Da das natürlich immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist, solltet ihr euch unbedingt informieren, wie ihr Krankheiten im Urlaub vermeidet.

    Myanmar burmesisches Essen
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    Oman omanisches Essen
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    Oman - arabisches Essen mit dem gewissen Extra

    Urlaub im Oman sollte sowieso bei euch auf dem Plan stehen, da die Natur des Landes einfach atemberaubend schön ist. Einen weiteren Grund bietet das wahnsinnig leckere Essen, das dank der Rolle Omans als ehemaliger Handelsknotenpunkt von einer einzigartigen Kombination aus arabischen, osteuropäischen, persischen, afrikanischen und indischen Einflüssen geprägt ist. 

    Ein Merkmal omanischer Küche ist die Vielfalt an exquisiten Gewürzen, die jedes Gericht in ein kulinarisches Meisterwerk verwandeln. Selbst etwas Einfaches wie Reis schmeckt in Oman durch die Verfeinerung mit perfekt harmonierenden Gewürzen anders. Das Nationalgericht in Oman heißt Shuwa und besteht aus einem marinierten Stück Fleisch, das mindestens 24 Stunden in einem Erdofen gegart wird. Aufgrund der aufwendigen Zubereitung wird Shuwa nur für besondere Anlässe serviert. Ein weiteres traditionelles Gericht ist Mushaltat, ein gefülltes Fladenbrot. In der Vielzahl der Gemüse-Curries mit Kokosmilch zeigt sich der afrikanische Einfluss der omanischen Küche.

    Ecuador - südamerikanisches Essen neu entdecken

    Eventuell betrachtet ihr Südamerika als interessantes Reiseziel, aber als Foodie Destination denkt ihr wahrscheinlich höchtens an Mexiko. Vielleicht habt ihr sogar Gerichte aus Kuba oder Peru kennen und schätzen gelernt, aber in Ecuador erwartet euch eine südamerikanische Küche, die ihr so noch nicht kennt. Für Foodies ein absolutes Must Do!

    Zum Frühstück gibt es in Ecuador eine Bolón de Verde, auch einfach "Bolón" (Ball) genannt. Dieser frittierte Ball besteht aus pürierten Kochbananen und ist mit einer Mischung aus Schweinefleisch und Käse gefüllt. Die ganz Mutigen wagen es vielleicht, das traditionelle Cuy, also Meerschweinchenfleisch, zu probieren. Wie in vielen Küchen in Mittelamerika und Südamerika werden köstliche Empanadas und Ceviche fast täglich gegessen. Ein traditionelles Gericht, das bereits vor der spanischen Kolonialzeit verbreitet war, ist Humita, eine Speise aus Maismehl in einem Bananenblatt. Auch sehr beliebt in den Küstenregionen ist  Pescado Encocado, Fisch in einer Soße aus Kokosmilch. Wie in vielen anderen Ländern des Kontinents gibt es leider oft nur wenige vegetarische Alternativen in Ecuador

    Ecuador ecuadorianisches Essen
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    Nepal nepalesisches Essen
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    Nepal - Essen in den Höhen des Himalaya

    Wie gut kennt ihr das Essen auf dem indischen Subkontinent? Dort ist nämlich nicht nur Indien ein Traumziel für Foodies. Nein, diese Foodie Reise führt uns in die Bergwelt von Nepal. Die nepalesische Küche ist natürlich von ihrem indischen Nachbarn inspiriert, aber weist auch chinesische und tibetische Einflüsse auf. 

    Das wichtigste Gericht in Nepal heißt Dal Bhat Tarkari, eine Linsenspeise mit traditionellem klebrigen Reis, die auf einem runden Metallteller serviert wird. Die Einheimischen essen diese Leckerei mit den Händen. Probiert es ruhig aus und genießt das Erlebnis mit allen Sinnen! Auch beliebt ist die gegrillte Reispfanne Pulao, die je nach Region unterschiedlich zubereitet wird. Außerdem solltet ihr euch nepalesische Momo nicht entgehen lassen. Hierbei handelt es sich um die landestypischen Teigtaschen. Um den kalten Winter in den Bergen zu überstehen, braucht man auf jeden Fall die scharf gewürzte Nudelsuppe Thukpa, die einen von innen wärmt. Falls ihr es noch nicht herausgelesen habt: Genau wie in Indien ist es in Nepal überhaupt kein Problem, vegetarische Leckereien zu finden.

    Usbekistan - das beste Essen Zentralasiens

    Bereits als Geheimtipp der aufkommenden Reisedestinationen gekürt und mit unzähligen UNESCO-Weltkulturerbestätten der Seidenstraße ist Usbekistan auf jeden Fall eine Reise wert. Neben beeindruckenden Sehenswürdigkeiten für Kulturliebhaber bietet das Land jedoch echte Leckerbissen für Foodies.

    Usbekische Gerichte gehören zu den berühmtesten und beliebtesten unter den zentralasiatischen Küchen. Ein beliebtes traditionelles Gericht ist Plov, welches in verschiedenen Regionen unterschiedliche Nuancen hat. Plov ist ein Reispfanne mit Lamm- oder Rindfleisch und Gemüse. Außerdem ist die usbekische Küche reich an Teiggerichten, wie z. B. Samsa und Manti (Teigtaschen mit herzhafter Füllung) oder Lagman und Narin (hausgemachte usbekische Nudeln). Insgesamt ist die usbekische Küche sehr fleischlastig, wobei besonders Lammfleisch sehr beliebt ist. Jedoch gibt es eine Auswahl an fleischlosen Alternativen unter den zahlreichen Teigwaren, Suppen, Salaten, Gemüsegerichten und leckeren orientalischen Süßspeisen.

    Usbekistan Usbekisches Essen
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    Ein ganz besonderes Highlight in Sachen Food Travel ist natürlich Tel Aviv und da wir der Ansicht sind, dass mehr Tipps immer besser sind als weniger haben wir Instagram-Influencerin und Food-Bloggerin @henni.kristin dazu eingeladen ihre persönlichen Highlights in Sachen Essen in Tel Aviv mit euch zu teilen. Guten Appetit!

    Tel Aviv und Jerusalem: Die besten Food-Spots auf den lokalen Märkten

    Israel ist ein Land voller Gegensätze: Heilige Stätten, uralte Geschichte und religiöse Traditionen existieren neben aufregenden Metropolen, einer jungen, internationalen Bevölkerung und einer bunten Kulturszene. Oben drauf gibt es atemberaubende Landschaften: An einem Tag kannst du in den Bergen wandern, im Meer mit dem höchsten Salzgehalt der Erde treiben und unter dem klaren Sternenhimmel der Wüste einschlafen. Und obwohl jeder Winkel des Landes von Religion durchdrungen scheint, habe ich auf meiner Reise hier vor allem eins gemerkt: Israel strotzt vor Lässigkeit, Lebenslust und Kreativität. Vor allem in Jerusalem und Tel Aviv kommt wirklich jeder Reisende auf seine Kosten.

    Heilige Stätten neben jungem, hippem Lebensstil

    In Jerusalem gehören natürlich weltberühmte heilige Orte wie die Klagemauer, der Tempelberg oder die Altstadt auf die Must-See-Liste. Ich war tatsächlich sehr beeindruckt von den Jahrtausenden an Geschichte, die sich hier vor einem auftun. Ein krasser Gegensatz dazu ist Tel Aviv. Gerade einmal gut einhundert Jahre alt, hat mich die Stadt sofort gefesselt! Wenn du da bist, musst du unbedingt entlang der Strandpromenade flanieren – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder so wie alle Israelis auf dem E-Roller – von Jaffa aus übers Meer schauen und durch die weiße Stadt schlendern.

    Egal, in welche der zwei gegensätzlichen Städte es dich verschlägt oder ob du beide mitnimmst (was ich sehr empfehlen würde) – ein MUSS auf der Agenda ist auf jeden Fall, viel Zeit für lokales Essen einzuplanen.

    Reisen und Essen - 10 Geheimtipps für Foodies
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    Israelische Küche – ein MUSS für alle Foodies

    Eine meiner liebsten Nebenbeschäftigungen auf Reisen ist es, so viel und abwechslungsreich zu essen, wie es nur geht. Und die israelische Küche ist schon Grund allein, dem Land einen Besuch abzustatten! Nicht umsonst ist Israelisch zur Trend-Cuisine der letzten Jahre aufgestiegen. Und sie hat für jeden etwas zu bieten: vom Klassiker Hummus über die ganze Bandbreite orientalischer Gewürze bis zu himmlischen Süßspeisen. Wenn ihr wenig Zeit habt, aber dennoch vieles ausprobieren wollt, sind die lokalen Märkte – Shuks genannt –  der ideale Anlaufpunkt. Hier lernt ihr nicht nur, wenn ihr wollt, viele Locals kennen, sondern findet auch all die Köstlichkeiten auf engstem Raum und oftmals zu Probiergrößen.

    Hier zeige ich dir meine persönlichen Food-Highlights auf den beiden großen Märkten in Tel Aviv und Jerusalem – dem Shuk HaCarmel und dem Shuk Mahane Yehuda. Beide sind ein MUSS auf der Foodie-Agenda und hier sind die Spots, an denen du unbedingt einen Halt einlegen solltest:

    Shuk HaCarmel – Carmel Market

    Der Carmel Market ist der größte Obst- und Gemüsemarkt in Tel Aviv und bietet an jedem Tag außer Samstag frische Lebensmittel, Gewürze, lokale Speisen aber auch getrocknete Früchte, Blumen, Souvenirs und Kleidung. Wenn du den Markt zum ersten Mal betrittst und dich durch die ersten Reihen günstiger Schuhe und Kleidung gewühlt hast, explodieren rund um dich herum die Gerüche, Aromen und Farben. Die Köche der großen und kleinen Restaurants der Stadt versorgen sich hier mit Zutaten – und die Gegend rund um den Markt ist gespickt mit Lokalen, Cafés und  Street-Food-Ständen.

    Öffnungszeiten: Sonntag bis Freitag, ab 10 Uhr.

    Hummus HaCarmel

    Um gleich mit einer DER Spezialitäten des Landes zu starten – Hummus, dem Püree aus Kichererbsen und Sesampaste – halte Ausschaue nach dem leicht zu übersehenden Hummus HaCarmel. Drinnen kann man gut sitzen, der spärlich dekorierte Laden erinnert etwas an eine Synagoge – Thora an der Wand inklusive. Hier genießen Touristen wie auch Einheimische einen der besten Hummus’ des Landes.

    Falafel Rambam

    Neben Hummus dürfen auch die Kichererbsenbällchen Falafel nicht fehlen. Also ab an die Ecke Carmel und Rambam Street! Das familiengeführte Falafel Rambam ist zwar nicht ganz günstig, aber die freundlichen Jungs hinter der Theke machen ihren Job gut und sind immer für einen Smalltalk zu haben. Wenn dein Appetit nicht riesig ist, probier eine halbe Portion – und die leckeren Soßen nicht vergessen!

    Mercaz HaBureka Shuk HaCarmel

    Eine weitere Spezialität: Bureka. An diesem kleinen Stand (dessen Besitzer lauthals über den ganzen Markt zu hören ist) gibt es vegetarische Variationen des Blätterteiggebäcks – mit oder ohne Pitabrot. Gefüllt werden sie mit Kartoffel, Ei oder beidem und garniert mit ein bisschen Chili-Soße. Das macht sie zu einem herzhaften, durchaus reichhaltigen und leicht fettigen Snack. Ein Bureka kostet ca. 10 Schekel.

    Yom Tov Café

    Na, schon satt? Keine Sorge, hier ist der ideale Ort für eine kleine Pause und einen Kaffee zum Aufmuntern: Etwas abseits des Trubels in der Yom Tov Street liegt das  gleichnamige Café, das sowohl drinnen als auch draußen zum Sitzen einlädt. Bei einem guten Bio-Kaffee kannst du hier entspannen und eine Weile das Treiben um dich herum beobachten. Das geht übrigens genauso gut am Abend bei einem Bier.  

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    Gewürzladen auf der Yom Tov Street

    Bevor du dich zurück auf den Markt begibst, solltest du unbedingt noch einen kleinen Abstecher etwas weiter unten entlang der Yom Tov Street machen. Wahrscheinlich riechst du schon einige Meter vorher den bunten Mix an Gewürzen und Tees, der den kleinen Räumlichkeiten dieses von Vater und Sohn geführten Gewürzladens entströmt. Hier gibt es wirklich alle Aromen des Nahen Ostens, von Ras El Hanout über Zimt bis Za’atar. Letzteres ist eine Mischung aus Sesamsamen, Oregano, getrocknetem Majoran, Sumac, Kurkuma und Salz, das nicht nur super in Hummus, sondern auch auf Salaten oder Broten schmeckt. ein MUSS für alle, die das Urlaubsgefühl in ihre heimische Küche mitnehmen möchten. Außerdem gibt es eine große Auswahl an getrockneten Kräutern, wie etwas Pfefferminzblättern für Tee.

    Mafiyat Lechemin

    Zurück auf dem Markt kannst du dir bei Mafiyat Lechemin in der Mitte des Carmel Markets eine ofenwarme Käsestange gönnen – klingt himmlisch oder? Diese ebenfalls eher unscheinbare Bäckerei hat außerdem frisches Brot und weitere Gebäcke im Angebot, die man sich auch ideal für später mitnehmen kann.

    Shushuka

    Wie der Name vermuten lässt, gibt es hier das traditionelle israelische Gericht Shakshuka. Pochierte Eier werden hierbei in einer Tomatensauce mit Zwiebeln und Chili zu zubereitet. Ohne Shakshuka probiert zu haben – das übrigens auch gerne zum Frühstück gegessen wird – kannst du Israel nicht verlassen. An diesem Food-Spot bekommst du es gleich in verschiedenen Variationen.

    Treiben lassen und Ausprobieren

    Der Carmel Markt bietet je nach Saison verschiedenste Früchte – wenn du im Spätsommer dort bist, solltest du unbedingt die reifen Mangos probieren. Ein Aroma, das nicht vergleichbar mit den in Deutschland erhältlichen Früchten ist und definitiv für Urlaubs-Feeling sorgt! Für die weitere Reise kannst du dich außerdem mit allerlei Trockenfrüchten eindecken. Oder einfach nur den Anblick all der Farben genießen und, so wie ich, als Erinnerung mit der Kamera festhalten. Und wenn du noch etwas zum Nachtisch brauchst, probier die israelische Süßspeise Halva. Grundzutat ist die Sesampaste Tahin, die mit verschieden Geschmäckern von Pistazie über Schokolade, Vanille bis hin zu Chili variiert eine wirklich süße Versuchung ergibt!

    Mahane Yehuda Market

    Mahane Yehuda ist für viele DER Markt in Israel schlechthin. Über ganze zehn Straßen, zahlreiche kleine Gassen und Nischen erstreckt sich ein dichtes Netz aus Marktständen, Shops, Restaurants und Cafés. Hier bekommt man alles für den täglichen Gebrauch: Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch, Gewürze und Gebäck Schmuck, Souvenirs und Kleidung. Ich persönlich habe hier mehrere Stunden verbracht und konnte mich an all den Waren und Farben gar nicht satt sehen, geschweige denn aufhören die Besucher des Marktes zu beobachten: ältere Damen, die ihren Wocheneinkauf in ihrem Trolley hinter sich herziehen, oder Marktverkäufer, die in ihrem Eifer in das ein oder andere Gerangel geraten.

    Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag zwischen 8 und 19 Uhr, freitags bis 15 Uhr

    La Padella

    Ob zum Frühstück, Mittag oder Abendessen, La Padella ist immer eine gute Idee. Hier gibt es klassische mediterran-israelische Küche in authentischer Atmosphäre. Gerichte werden in heißen Pfannen serviert. Wenn du hier morgens startest, gönn dir doch das französische Frühstück mit Brioche, geräuchertem Lachs, Camembert und hausgemachter Marmelade. Ansonsten solltest du hier unbedingt einer der vielen Shakshuka-Varianten probieren.

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    Roasters

    Ein Freund aus Jerusalem hat mir als großem Kaffeeliebhaber erzählt, dass ich einen der besten Kaffees des Landes hier bekommen würde – und ich wurde nicht enttäuscht. Das super stylische und hippe Roasters sieht nicht nur nett aus, der frisch geröstete Kaffee ist ein Gedicht. Wenn man das Glück hat, einen der wenigen Sitzplätze zu ergattern, ist das Roasters der ideale Ort, um den hektischen Trubel auf dem Markt zu beobachten.

    Maimon Spices

    Ähnlich wie bei dem kleinen Gewürzladen in der Yom Tov Street in Tel Aviv solltet ihr euch hier unbedingt mit orientalischen Gewürzen- und Gewürzmischungen eindecken, um das Urlaubs-Feeling in die heimischen Küche mitzunehmen. Ihr könnt euch beraten lassen, welche Zutat zu welchem Gericht passt, oder einfach auf die Klassiker Za’atar und Co. Setzen.

    Azura

    Ebenfalls eine Empfehlung von Locals und ein MUSS ist ein Mittagessen im Azura. Eröffnet 1952 vom Vater des derzeitigen Inhabers und benannt nach dessen Spitznamen, ist dieses familiengeführte Restaurant eine Institution und bekannt für gutes und erschwingliches Essen, das aber auch von Politikern, Schauspielern und anderen Prominenten genossen wird! Zu essen gibt es einen Mix aus kurdischen, irakischen und tunesischen Gerichten. Vieles wird oft mehrere Stunden über dem Herd geschmort. Ich empfehle die Die Kubbeh-Suppe, in die mit Hackfleisch und Nüssen gefüllte Teigtaschen gehören.

    Machaneyuda

    2009 wurde Machaneyuda von drei bekannten Köchen mit dem Ziel eröffnet, moderne israelische Küche für alle anzubieten. Seitdem ist das Restaurant mit der offenen Küche, in der man beim Zubereiten der Speisen zuschauen kann, als eines der besten Restaurants des Landes bekannt. Das Menü wechselt täglich, die Zutaten kommen frisch vom Markt selbst. Hier wirst du auf gar keinen Fall enttäuscht!

    Mamlechet HaHalva

    Nachtisch gefällig? Das bereits weiter oben erwähnte Konfekt Halva gibt es im Halva-Königreich in allen Formen, Farben und Geschmäckern. Praktisch: Hier kann man probieren und sich so durch die süßen Versuchungen testen... Suchtgefahr!

    Marzipan Bakery

    Ein paar Meter vom Markt entfernt, aber ebenfalls ein MUSS ist diese Bäckerei, bei der es laut Locals die besten Rugelach – kleine süße Gebäcke – der Stadt gibt. Hier könnt ihr euch eine Tüte schnappen und sie mit den himmlischen Kreationen frisch vom Blech bestücken. Mein Favorit: Zimt-Rugelach!  Ideal als Snack für den weiteren Tag.

    Chomot Hayain

    Wein-Fans aufgepasst: Dieser großartige Weinladen verkauft die besten Weine des Landes. Ob als Mitbringsel für zu Hause oder den perfekten Wein fürs Abendessen, hier kommst du auf deine Kosten und wirst exzellent beraten.

    Den Abend auf dem Machane Yehuda verbringen

    Apropos Drinks: Auch am Abend ist der Markt absolut einen Besuch wert. Wenn die Stände schließen und ihre Tore herunterlassen, werden auf diesen die großartige Graffitis des Shuks sichtbar – eine Art Freiluftgalerie. Gesprüht wurden sie von Solomon Souza, einem britisch-israelischen Künslter, der unter anderem bekannte historische Persönlichkeiten wie Einstein oder Gandhi hier verewigt hat. Und wer denkt, der Markt ist am Abend ruhig und verlassen, hat sich geirrt: Denn viele Restaurants, Cafés und Bars sind offen und ziehen vor allem junge Einheimische an.


    Das waren meine Lieblingsspots für zwei der größten Märkte in Israel. Wenn du nach Jerusalem oder Tel Aviv fährst, kann ich dir einen Besuch dort wärmstens ans Herz legen. An kaum einem anderen Ort erfährst du so intensiv und vor allem wohlschmeckend, wie die israelische Küche, aber auch Kultur aussieht und von den Einheimischen gelebt wird. Ich wünsche dir viel Spaß beim Erkunden und wünsche dir guten Appetit – bete’ avon !