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Städtereise nach Jerusalem - Geschichte, Religion & Kulinarik 

Schmelztiegel der großen Religionen sowie von Antike und Moderne – Willkommen in Jerusalem! Die 850.000-Einwohner-Metropole zwischen Mittelmeer und Totem Meer ist der Hotspot schlechthin wenn es um Sightseeing geht. Mit einer Lage von über 754m über dem Meeresspiegel liegt Jerusalem verglichen mit den meisten Städten Deutschlands, um einiges höher. Genau hier durch die Stadt verläuft übrigens auch die sogenannte West Bank, eine mehrere hundert Kilometer lange Mauer, die die Grenzlinie zwischen Israel und Westjordanland darstellt.

 

Die Sehenswürdigkeiten von Jerusalem

Die Altstadt von Jerusalem

Besonders die Altstadt Jerusalems, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, ist an Vielfalt nicht zu überbieten und teilt sich in einem muslimischen, jüdischen, christlichen sowie einem armenischen Viertel, die bekannt für ihre verschiedenen Türen. Im christlichen Teil sind es das Neue Tor, zum armenischen Teil hin das Jaffator und zum muslimischen das Damaskustor. Das Zionstor und das Dungtor findet ihr im jüdischen Teil, während in den muslimischen das Herodestor, das Stephanstor und das Goldene Tor führen. Vom östlich der Altstadt gelegenen Ölberg aus genießt ihr übrigens einen beeindruckenden Ausblick auf ebendiese.

Das Armenische Viertel von Jerusalem

Das armenische Viertel ist etwas ruhiger, hat aber super viel zu bieten. Hier könnt ihr getrost etwas mehr Zeit einplanen.

Die Klagemauer

Ein absolutes Muss eines jeden Besuchs ist der Besuch der Klagemauer, einer der wichtigsten Stätten des Judentums. Männer sollten unbedingt Kippah oder Mütze/Hut tragen und lange Hosen und Frauen Kleidung, die wenigstens die Knie und Arme bedeckt.

Der Tempelberg von Jerusalem

Ein weiteres Highlight ist zweifelsohne der Tempelberg auf dessen Gipfel sich der mit einer goldenen Kuppel versehene Felsendom,einem der Wahrzeichen der Stadt) und die Al-Aqsa-Moschee, der drittheiligste Ort im Islam, befinden. Der Tempelberg selbst gilt als einer der umstrittensten heiligen Orte der Welt.

Bitte beachtet, dass der Zugang zum Tempelberg nur für Muslime erlaubt und über elf offene Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich ist. “Andersgläubigen” ist der Zutritt dennoch möglich, allerdings nur unter sehr scharfen Sicherheitskontrollen und auch nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer. Dabei gilt es auch den Dresscode vor Ort zu beachten und sich nur in bescheidenen, gedeckten Farben zu kleiden. Frauen sollten etwas tragen, das auch auf jeden Fall ihre Haare, die Knie sowie die Arme bedeckt.

Auch wichtige Orte des Christentums findet ihr hier, wie die auf den Grundmauern einer Basilika aus dem 4. Jahrhundert erbaute Grabeskirche und die Via Dolorosa.

Piratentipp: Jerusalem ist so vielfälitig und geschichtsträchtig, dass eine geführte Tour in jedem Fall hilft, um nicht nur die Schönheit der Stadt kennen zu lernen, sondern auch etwas über sie zu erfahren. Am besten meldet ihr euch vorab für eineFree Walking Tour an. Die Guides, die ausschließlich vom Trinkgeld leben, sind nicht nur hochmotiviert, sondern auch bestens informiert und kennen zahlreiche Ecken, in die man als Normalo nicht kommen würde.

Essen und Trinken in Jerusalem - Restauranttipps

Hungrig geworden bei so viel Sightseeing? Diese Tipps solltet ihr nicht verpassen:

Das Ishtabach ist ein kleines Restaurant mitten in Jerusalems Ausgehviertel, das berühmt für sein Shamburak, eine mit Rindfleisch und Gewürzen gefüllte Teigtasche, ist. Das Fleisch wird vorab 16 Stunden gegart und ist somit eine Art Pulled Beef. Gebacken wird das Ganze schließlich im original Holzofen. Zusammen mit der besonderen Atmosphäre des Viertels, das für eine Lokale bekannt ist, könnt ihr euch hier auf ein einzigartiges Flair freuen – und ein kulinarisches Highlight.

Ihr bevorzugt eher die vegetarische Variante? Dann auf ins Hummus Ben Sira. Das Restaurant unweit des Jaffatores ist ein ausgezeichneter Tipp für alle, die Bock auf authentisches Hummus haben. Das solltet ihr absolut nicht verpassen.

Street Art in Bethlehem

Wer schon in Jerusalem oder in der Gegend ist, sollte unbedingt einen Ausflug nach Bethlehem einplanen, einem wahren Paradies für Street-Art-Fans. Seit der Errichtung der 759 Kilometer langen israelischen Sperranlage führt durch das 30.000-Einwohner-Städtchen eine bis zu 8 Meter hohe Mauer. Man könnte auch sagen: Eine Leinwand für Künstler und ihren mitunter stillen Protest. Nicht nur Einheimische Graffiti-Artists haben sich mit Schriftzügen und Malereien hier verewigt, auch der Künstler des 21. Jahrhunderts höchstpersönlich, Banksy. Der Engländer regt mit zahlreichen Motiven, wie der Taube mit der kugelsicheren Weste oder dem Blumenwerfer, seinem vermutlich berühmtesten Werk, zum Nachdenken an.

Das ist aber nicht noch nicht alles. Gemeinsam mit anderen Künstlern hat er das Walled-Off-Hotel eröffnet, das mit dem "worst view in the world", also dem schlimmsten Ausblick auf der Welt, wirbt. Im Inneren findet man politische, aber auch humoristische Stücke, ein Museum, kann natürlich in einem der individuell eingerichteten Zimmer übernachten oder als Tagestourist vorbeischauen und sich an der Pianobar einen Drink genehmigen.


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