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Rundreise Südwesten USA: Planungshilfe für euren perfekten Roadtrip

Rundreise Südwesten USA: Planungshilfe für euren perfekten Roadtrip

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Ahoi Urlaubspiraten,

eine Rundreise durch den Südwesten der USA steht sicher bei vielen von euch auf der To-Do-Liste. Für viele bleibt es ein unerfüllter Traum, weil sich Vorurteile über die hohen Kosten und die komplizierte Planung hartnäckig halten.

Wer es einmal versucht hat, bekommt meist nicht genug davon. Wir reden hier nicht von den für uns Deutsche manchmal unverständlichen politischen Vorstellungen oder den gesellschaftlichen Gepflogenheiten. Das sind kulturelle Unterschiede, die man wie für alle anderen Reiseziele einfach akzeptieren sollte.

Hier geht es um ein Lebensgefühl, Freiheit, Landschaften, die einzigartig auf der Welt sind, freundliche Menschen, die über viele Dinge genauso denken wie wir, aber nie zu Wort kommen.

Lassen wir einfach mal die Bilder sprechen und nebenbei die klassische Route durch den Südwesten der USA gedanklich durchfahren.

Die Spielerstadt Las Vegas ist weit mehr als das Zockerzentrum der USA. Inzwischen sprießen die Casinos überall in Amerika, so dass sich die Stadtobersten schon lange nach Alternativen umgeschaut haben, um den Tourismus am Leben zu erhalten.

Nirgendwo auf der Welt gibt es eine so gigantische Auswahl an Luxushotels zu teilweise extrem günstigen Preisen mit Büffet-Restaurants, in denen ihr für wenig Geld zum Gourmet werden könnt. Mehrere große Outlet-Center konkurrieren mit den Shopping Malls am Strip. Die Pool-Landschaften können locker mit den Resorts rund ums Mittelmeer mithalten. Viele Urlauber sehen die Casinos inzwischen nur noch auf dem Weg von der Rezeption zum Zimmer.

Das Nachtleben der Stadt sucht sicher seinesgleichen. Unter den besten Clubs der Welt tümmeln sich gleich mehrere Etablissements der Stadt. Die klassischen Sehenswürdigkeiten des alten Las Vegas spielen fast nur noch eine untergeordnete Rolle.

Nur etwas mehr als eine Autostunde von Las Vegas entfernt, fühlt ihr euch in eine andere Welt versetzt. Das zur richtigen Tageszeit leuchtend rote Valley of Fire im Nordosten der Stadt gibt euch einen guten ersten Eindruck auf die nachfolgenden Nationalparks.

Wandert unbedingt zur Wave, einer fantastischen Gesteinsformation, wie sie nur die Natur schaffen kann. Bis vor wenigen Jahren war der beliebte Fotospot noch völlig unbekannt. Auch heute ist man oft ganz allein hier und kann den Sonnenuntergang genießen.

Als nächstes Highlight folgt der Zion Nationalpark. Je nach Planung beschränkt ihr euch auf die wichtigsten Aussichtspunkte oder folgt der Parkstraße bis zum Ende, was aus Umweltgründen seit einiger Zeit nur noch mit dem Bus möglich ist. Im Sommer könnt ihr im Flussbett bis in den anschließenden Canyon hinein waten.

Übrigens gibt es einen Sammelpass für alle Nationalparks der USA, der mit 80 Dollar für alle Personen im Auto sehr günstig und ein ganzes Jahr lang gültig ist. Gegenüber den Einzeleintritten hat man den Preis relativ schnell wieder rein.

Bis zum Bryce Canyon ist es nur ein (amerikanischer) Katzensprung. Wenn ihr die Aussichtspunkte abgeklappert habt, solltet ihr unbedingt auch die Wanderung ins Tal mitnehmen. Selbst für ungeübte Spaziergänger ist die Strecke problemlos machbar, wenn sicher auch die eine oder andere Schweißperle übers Gesicht läuft.

Die Farben entfalten sich übrigens auch ganz ohne Photoshop am besten bei Sonnenauf- und -untergang, wobei die zweite Option außer für notorische Frühaufsteher sicher die interessantere Alternative ist.

Auch wenn es ein Umweg ist, verpasst nicht die Nationalparks etwas am Rande, Arches und Canyonlands. Warum sagen euch die beiden folgenden Fotos mit den dort typischen Steinbögen.

Nachdem wir den nördlichsten Punkt der Route erreicht haben, begeben wir uns langsam wieder in Richtung Süden. Hier gibt es mehr Spots und Fotogelegenheiten als der Tag Stunden hat. Ich kenne niemanden, der rund ums Monument Valley nicht schon einmal die Zeit vergessen hätte. Auch Nichtraucher können sich sicher an diesen Anblick gewöhnen.

Leider drängt die Zeit, denn für das Erlebnis Antelope Canyon solltet ihr euch rechtzeitig um einen Termin kümmern, wenn ihr in der lichtreichen Mittagssonne eine Führung durch den spekatulären Lower Canyon wollt. Auch Nichtfotografen werden begeistert sein, was die Natur dort kreiert hat.

Der wichtigste Teil des Parks liegt auf Indianergebiet, hier haben die Navajo das Sagen. Eure Postkutsche lassen sie mit Sicherheit in Ruhe. Wenn ihr aber an ihren Schätzen teilhaben wollt, kostet euch das einige Dollar. Der Nationalpark-Pass ist hier nutzlos. Aber es lohnt sich.

Verpasst nicht den kleinen unscheinbaren Parkplatz, von dem aus sich nach kurzer Wanderung folgender Blick auf eine der schönsten Schleifen des Colorado River ergibt. Und passt beim Selfie auf euer Smartphone auf!

So langsam nähern wir uns dem Grand Canyon, der allerdings den meisten nach der bisherigen Route gar nicht mehr so gigantisch vorkommt. Falls bei euch eine ähnliche Enttäuschung einsetzt, empfiehlt sich die Wanderung im Morgennebel ins Tal.

Ihr solltet übrigens den Rückweg am selben Tag wirklich nur in Angriff nehmen, wenn ihr routinierte Hiker seid und entsprechende Ausrüstung dabei habt. Leider kommt es immer wieder zu Todesfällen, weil Touristen ihre Fähigkeiten über- und die Kräfte der Natur unterschätzen.

Der Höhenunterschied zwischen Kante und Tal liegt bei etwa 1300 Metern. Während oben morgens oft noch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herrschen, kommt man unten im Tal bei 30 Grad an. Spontan bekommt man im Normalfall keine Unterkunft unten, so dass man wieder hoch muss.

Die nächsten zwei Tage verbringt ihr wie bei einem klassischen Roadtrip vor allem im Auto. Zwischenstopps lohnen vor allem an der historischen Route 66 in Kingman und im faszinierenden Kakteenpark Joshua Tree, so dass ihr wohl trotzdem nicht drumherum kommt auch heute Abend wieder den Inhalt der SD-Karte der Kamera auf die Festplatte zu ziehen.

California Dreaming sollte jetzt passenderweise im Autoradio laufen - ihr könnt ja etwas nachhelfen! Denn mit San Diego erreichen wir die erste der drei Metropolen an der Pazifikküste Kaliforniens. In der jungen und lebenswerten Stadt fühlt man sich oft schon wie in Mexiko. Spanisch ist die vorherrschende, wenn auch nicht offizielle Sprache der Stadt.

Kein Wunder, immerhin kann man von hier mit der Straßenbahn zur mexikanischen Grenze fahren. Wirklich lohnen tut sich das aber nicht! Viel interessanter ist der berühmte Zoo von San Diego. Als einer der ersten weltweit wurde er konsequent von Käfig und Gitter auf Plexiglasgehege mit viel Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten umgebaut. Auch im Artenschutzprogramm spielt er zum Beispiel für die Riesenpandas eine wichtige Rolle.

Über unseren nächsten Stopp gibt es geteilte Meinungen. Man hasst es oder man liebt es. Aber so oder soll sollte man es zumindest erlebt haben. Die Rede ist natürlich von der Stadt der Engel. Nirgendwo auf der Welt gibt es wahrscheinlich so viele aus Kino und TV bekannte Filmschauplätze.

Ohne ein Selfie vom berühmten Hollywood-Schild traut sich auch niemand nach Hause. Extravagant geht es in den Küstenorten Santa Monica und Venice zu. Und einmal den Sunset Boulevard entlang cruisen sollte man wohl ebenfalls. Auch wenn es tatsächlich oft eher ein Stop-and-go ist.

Verpasst nicht euren persönlichen Moment mit dem heimlichen Star eurer Jugend auf dem Walk of Fame!

Was haben die A1 und der Highway Number 1 gemeinsam? Nicht viel wahrscheinlich. Von Los Angeles nach San Francisco habt ihr neben der schnellen Interstate auch die Chance eine der schönsten und spektakulärsten Straßen der Welt zu fahren. Genießt einfach die Aussichten!

Auch zu San Francisco hat sicher jeder von euch ein Bild im Kopf. Die Golden Gate Bridge, Alcatraz oder die berühmten Cable Cars? Mindestens zwei Tage solltet ihr in der für viele schönsten Stadt Nordamerikas verbringen.

Wir suchen übrigens noch ein Video von euch wie ihr die Lombard Street im Schneckentempo herunter kurvt. Kümmert euch nicht zu spät um die Karten, falls ihr The Rock besuchen wollt. Gerade die empfehlenswerte Abendtour ist schnell ausverkauft.

Zwei faszinierende Nationalparks warten auf dem Rückweg nach Las Vegas jetzt noch auf euch. Zuerst geht es in den Yosemite. Der Park ist vor allem für seine Wasserfälle bekannt, die man aber in voller Pracht nur im Frühjahr bewundern kann.

Falls ihr bei guter Kondition seid, schaut euch mal die Rundwanderung hinauf zum Glacier Point, vorbei an den Wasserfällen (im Sommer könnt ihr euch dort erfrischen) wieder hinab ins Tal, an. 20 Kilometer, die sich definitiv lohnen. Belohnt wird man vor allem mit Abstinenz anderer Touristen.

Bis in den Herbst und ab dem späten Frühjahr könnt ihr den spektakulären Tioga Pass zur Überquerung der Sierra Nevada nutzen. Im Winter müsst ihr außen herum fahren, wenn ihr ins Death Valley wollt.

Hier findet ihr zugleich den heißesten und tiefsten Ort der USA. Vor allem im Sommer solltet ihr euch also vorab mit entsprechend Proviant und Benzin eindecken. Die Preise dafür im Park sind nur für Notfälle angemessen.

In etwa 2 bis 3 Stunden seid ihr dann wieder zurück am Ausgangspunkt, der verrücktesten Wüstenstadt der Welt.

Hier noch einmal die Route im Überblick. Wenn ihr auf die Karte klickt, gibt es diese auch in groß.

Wie geht ihr am besten vor um eine solche Reise zu planen:

1. Reiseplanung

Zu den besten Reiseführern für die Region gehört "USA Südwesten mit ganz Kalifornien" vom Reise Know-How Verlag Grundmann. Damit sollte es ein leichtes sein die grundlegende Strecke festzulegen.

Für die klassische Runde hier braucht ihr mindestens drei Wochen. Habt ihr nur 14 Tage Zeit, solltet ihr euch entweder auf die Nationalparks östlich von Las Vegas oder Kalifornien beschränken.

Weiteres Informationsmaterial bekommt ihr kostenlos auch von den Tourismusbüros der Bundesstaaten und größeren Städte:

2. Flüge

Ohne die passenden Hin- und Rückflüge bleibt der ganze Trip leider nur Träumerei. Deswegen solltet ihr damit starten euch ein Preisgefühl für den von euch bevorzugten Reisezeitraum zu verschaffen.

Wenn wir Glückstreffer wie die diversen Error Fares der letzten Jahre und die extrem günstigen Abflüge von Skandinavien, bei denen ihr sehr flexibel sein müsst, einmal außen vor lassen, solltet ihr je nach Saison mit 500 bis 1000 Euro pro Person für Hin- und Rückflug an die Westküste der USA rechnen.

Flugtage unter der Woche sind dabei meist günstiger als am Wochenende und im Normalfall wird der Preis um so höher, je besser die Flugverbindung wird.

Zwei sehr nützliche Meta-Flugsuchportale sind Skyscanner und Momondo.

Skyscanner ist perfekt dafür geeignet günstige Abflughäfen und Zeiträume zu finden, da ihr dort auch "Deutschland" als Abflugort eingeben und die Suche auf das ganze Jahr oder einzelne Monate erstrecken könnt.

Momondo wiederum ist perfekt für die Detailsuche, da ihr anhand der Balken oben recht schnell und zuverlässig günstige Flugdaten im Wunschzeitraum findet, was gerade bei USA-Flügen schnell 100 Euro oder mehr pro Person sparen kann.

Natürlich macht es auch immer Sinn die Newsletter der wichtigsten Fluggesellschaften zu abonnieren und im Blick zu behalten. Besonders Lufthansa, KLM, Air France und British Airways veröffentlichen regelmäßig ihre Sales vorab per E-Mail und die Verfügbarkeiten sind gerade zum Start der Aktion auch noch sehr gut.

Für die oben vorgestellte Rundreise macht es keinen großen Unterschied, ob ihr in Las Vegas, Los Angeles oder San Francisco landet. Ihr solltet nur darauf achten, dass ihr nicht gerade an einem Wochenende in Las Vegas ankommt, da dann die Hotelpreise mindestens doppelt, teilweise dreimal so hoch sind wie unter der Woche.

Achtet bei allen Flugverbindungen auch auf die Details. Oft bekommt ihr mit nur wenig Aufpreis bessere Umsteigezeiten oder angenehmere Flughäfen. Da die Einreise in die USA am ersten amerikanischen Airport stattfindet, solltet ihr dort mindestens zwei Stunden Aufenthalt haben.

3. Mietwagen

Wenn es um einen fahrbaren Untersatz geht, kommt man um einen Preisvergleich bei billiger-mietwagen.de kaum herum. Zum einen sind dort alle wichtigen Anbieter gelistet, zum anderen habt ihr zahlreiche Filtermöglichkeiten, die euch die Suche nach dem perfekten Auto für euren Roadtrip vereinfachen.

Mietwagen in den USA sind vergleichsweise günstig. Je nach Fahrzeuggröße und Anmietort zahlt ihr selten mehr als 200 bis 300 Euro pro Woche, wenn ihr nicht gerade etwas Extravagantes braucht.

Allerdings gibt es wie so oft einiges zu beachten. So solltet ihr Vollkasko und Diebstahlversicherung immer ohne Selbstbeteiligung wählen, um nicht wegen einem Kratzer mehrere 100 Euro nachzahlen zu müssen.

Ganz wichtig ist auch die erweiterte Haftpflichtversicherung mit mindestens 1 Millionen Dollar. Die Stories über Katzen in der Mikrowelle und heißem Kaffee auf der Hose mögen aufgebauscht sein, trotzdem liegen die Schadenersatzforderungen in Amerika um ein Vielfaches höher als bei uns.

Ein weiteres wichtiges Thema mit vielen Fettnäpfchen sind Einwegmieten, wenn ihr das Fahrzeug also an einem anderen Ort zurück bringt als ihr es abgeholt habt. Je nach Anbieter und Entfernung kostet euch das mehr als 500 Dollar an Gebühren.

Im Südwesten der USA sind die Regelungen dank der vielen Touristen sehr entspannt. So könnt ihr normalerweise ein Auto gebührenfrei von Kalifornien nach Nevada oder Arizona fahren. Achtet aber auf jeden Fall auf das Kleingedruckte in den Mietwagenbedingungen. Solche Regelungen müssen dort schriftlich fixiert sein.

Ein weiteres Thema ist die Altersgrenze, die Regelungen dazu unterscheiden sich ebenfalls von Vermieter zu Vermieter. Im Normalfall gelten die Preise ab 25. Seid ihr jünger, zahlt ihr vor Ort einen oft sehr hohen Zuschlag.

Deswegen gibt es das Jungfahrerpaket, das ihr links in den Filtereinstellungen bei billiger-mietwagen.de findet. Mit diesem Paket umgeht ihr den Zuschlag vor Ort. Möglich ist das leider nur für 21-24-Jährige. Seid ihr 19 oder 20 müsst ihr wohl oder übel mit hohen Zusatzgebühren vor Ort rechnen.

Auch für zusätzliche Fahrer gibt es Pakete, die ihr schon hier buchen könnt, um vor Ort zuschlagsfrei auszukommen. Achtet auch hier auf das Kleingedruckte. Bei Anmietung in Kalifornien gibt es Sonderregelungen für Zusatzfahrer.

Generell solltet ihr auch nach einem langen Flug sehr aufmerksam bei der Mietwagenübergabe sein. Zwar sehen die amerikanischen Vermieter Kratzer und Dellen sehr locker und einen Rundumgang um das Auto werdet ihr wohl nicht erleben. Dafür versuchen die Angestellten euch gern zusätzliche Versicherungen oder Upgrades zu völlig überhöhten Preisen zu verkaufen.

Mietwagenbeispiele Las Vegas (2 Wochen):

4. Hotels

Unterkünfte stellen normalerweise das kleinste Problem bei einer Rundreise durch die USA dar. Wenn ihr außerhalb der Saison unterwegs seid, bekommt ihr immer irgendein Motelzimmer am Straßenrand.

Allerdings zeigt die Erfahrung, dass ihr mit der flexiblen Vorort-Suche mehr Geld ausgebt und dafür auch noch in schlechter bewerteten Unterkünften landet als wenn ihr euch schon vorab Gedanken macht und die Preise vergleicht. Viele Hotels haben super günstige Prepaid-Raten, ihr könnt gerade bei längeren Aufenthalten Gutscheine nutzen, auf die Kontingente deutscher Reiseveranstalter zugreifen oder euch sogar Übernachtungen in Luxus-Hotels ersteigern.

Empfehlenswert für die kurzfristige Suche vor Ort oder um ein Gefühl für die Preise zu bekommen, sind natürlich die Metasuche Trivago und der Marktführer booking.com.

Bei Trivago habt ihr natürlich den Vorteil, dass ihr mit einer Suche gleich mehrere Portale durchstöbert und so einen guten Überblick bekommt. Außerdem könnt ihr kinderleicht nach Bewertungen filtern und nach dem Preis sortieren.

Nachteilig bei Trivago ist, dass sich durch die Metasuche schnell Datenfehler einschleichen. Ihr solltet also euer Suchergebnis auf dem weitergeleiteten Portal unbedingt doppelt checken. Hinzu kommt, dass nicht alle Anbieter ihre Spezialpreise freigeben, sondern ihr Sonderaktionen zum Beispiel nur auf der hoteleigenen Webseite buchen könnt.

Booking.com wird den meisten von euch ein Begriff sein. Die Auswahl ist gigantisch, der Preis fast immer genauso günstig wie beim Hotel selbst und gelistet werden dort auch viele Nicht-Kettenhotels, also B&Bs oder Motels, die noch in familiärer Hand sind.

Entsprechend der Größe ist auch das hauseigene Bewertungsportal recht zuverlässig. Besonders angenehm ist auch, dass man bei fast allen Hotels gleich die verschiedenen Zimmerkategorien sieht. Auch wenn ihr auf der Suche nach einer Unterkunft in der Nähe eines bestimmten Events oder einer Sehenswürdigkeit sucht, ist booking.com mit seiner genialen Kartenansicht erste Wahl.

Eine dritte Alternative, die gern übersehen wird, sind die klassischen deutschen Reiseveranstalter. Für Pauschal- und Rundreisen oder Reisebausteine kaufen diese Kontingente auch in amerikanischen Hotels. Auf diese könnt ihr auch einzeln, sogar nur für eine Nacht problemlos zugreifen.

Dies lohnt sich vor allem in Großstädten und in der Nähe der Nationalparks, da die Preise bei weitem nicht so schwanken wie in den Hotels selbst. Ein weiterer zur Zeit interessanter Nebeneffekt ist, dass die Preise grundsätzlich in Euro sind und nur ein- bis zweimal pro Jahr geändert werden. Wenn also wie zur Zeit der Euro schwächelt, bekommt ihr das eine oder andere Schnäppchen.

Speziell für Las Vegas ist wichtig zu erwähnen, dass in den Preisen die Resort Fee bereits enthalten ist, während diese bei den meisten anderen Portalen vor Ort noch extra gezahlt werden muss. Pro Zimmer und Nacht sind 15 bis 20 Dollar dabei Standard. Auf unserer Reiseseite findet ihr Unterkünfte zur Eigenanreise, wenn ihr oben den Punkte "Reisepakate" zu "Hotels" ändert.

Nachteil dieser Variante ist, dass ihr die Hotels nicht kostenfrei stornieren könnt, wenn sich eure Pläne ändern. Ihr solltet euch also gut überlegen, wann ihr wo seid, bevor ihr zuschlagt.

Eine weitere interessante Alternative ist das Portal Hotwire. Dort könnt ihr Überraschungshotels buchen. Das bedeutet, dass ihr vor der verbindlichen Buchung nur den Stadtteil, die Hotelkategorie (Sterne), die Bewertung, Inklusivleistungen und den Preis seht. Um welches Hotel es sich tatsächlich handelt, erfahrt ihr erst nach der Buchung. Eine Stornierung ist natürlich ausgeschlossen.

Logischerweise springen für dieses Risiko auch ordentliche Rabatte von teilweise mehr als 50% für euch raus. Da ihr ohnehin mit dem Auto unterwegs seid und die Unterkunft oft auch nur zum Schlafen braucht, spielt es wohl keine all zu große Rolle, ob ihr in einem Holliday Inn oder Best Western schlaft.

Achtet aber auf jeden Fall auf die Bewertungen, um keine böse Überraschung zu erleben. Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, wählt mindestens 2,5 Sterne. Dann landet ihr so gut wie immer in einem der zahllosen amerikanischen Standard-Hotelketten, die es überall im Land gibt. Als kleinen Anhaltspunkt findet ihr nach der Auswahl unten immer einige Hotelbeispiele für die ausgewählte Kategorie.

Für die Zocker unter euch haben wir natürlich eine weitere sehr spannende Idee mega günstig an Hotels zu kommen. Die in Deutschland relativ unbekannte Muttergesellschaft von booking.com namens Priceline bietet unter dem Programm "Name Your Own Price" schon jahrelang die Option Hotels zu ersteigern.

Nach Auswahl eines Stadtteils und einer Hotelkategorie gebt ihr euren Wunschpreis einfach ein. Sollte Priceline ein Hotel im gewählten Bereich finden, bekommt ihr den Zuschlag. Eure Kreditkarte wird sofort belastet, ihr erfahrt den Hotelnamen und könnt natürlich nicht mehr stornieren.

Findet sich kein Hotel könnt ihr entweder weitere Stadtteile ergänzen oder eine andere Hotelkategorie auswählen um weiterzumachen. Ansonsten habt ihr 24 Stunden Pause bis ihr erneut auf die gleiche Konstellation bieten könnt. Wenn ihr vorher bereits testet, welche Kategorien in welchem Stadtteil überhaupt vorhanden sind, könnt ihr euch natürlich risikolos zusätzliche Gebote verschaffen.

Das ganze richtet sich natürlich in erster Linie an Spielernaturen. Wer das Risiko nicht scheut und nicht zu hoch pokert, kann Rabatte von mehr als 70% rausschlagen. Im Bereich zwischen 3 und 5 Sterne ist die Ersparnis gegenüber dem offiziellen Hotelpreis am höchsten.

Eine letzte Alternative für den Fall, dass es mit den Hotels einfach nicht klappen will, sind Privatunterkünfte. Eine riesige Auswahl findet ihr vor allem bei airbnb. Dort stellen Privatleute ihre Wohnung, ein Zimmer oder auch einfach nur ihr Wohnzimmer-Sofa gegen Geld zur Verfügung, wobei der Preis natürlich je nach Lokalität und Art extrem schwankt.

Natürlich sollte man bei diesem Angebot bedenken, dass man tief in die Privatsphäre einer fremden Person eintaucht und sich nicht in einem anonymen Hotel befindet. Entsprechendes Verhalten wird vorausgesetzt! Dafür bekommt man den einen oder anderen Insidertipp fürs Sightseeing, ein gutes Restaurant oder die beste Bar der Stadt oft gratis dazu.

Beachtet bitte, dass die meisten Angebote zunächst angefragt werden müssen und die Antwort oft ein paar Stunden dauert. Für die kurzfristige Suche ist airbnb also weniger gut geeignet. Wenn ihr es ausprobieren wollt, dann fangt am besten in San Francisco an.

5. Sonstiges

Ohne Kreditkarte bekommt ihr keinen Mietwagen. Auch in den meisten Hotels wird beim Checkin eine Karte als Kaution verlangt. Mit einigen Kreditkarten, die ihr sogar kostenlos bekommt, könnt ihr gebührenfrei Bargeld am Automaten abheben. Die Zeiten von Dollartausch zum schlechten Kurs und Reiseschecks sind damit vorbei.

Falls ihr noch keine Kreditkarte habt, schaut rechtzeitig auf unseren Vergleich der besten kostenlosen Karten. Es lohnt sich.

Vor Einreise in die USA müsst ihr ESTA beantragen. Dabei gibt es einiges zu beachten.

Klimatisch ist der Südwesten der USA ein Ganzjahresziel. Im Winter sind nicht alle Straßen in den Bergen benutzbar, aber die Schnee auf den roten Felsen entschädigt für die dann notwendigen Umwege. Im Sommer wird es sehr heiß. Mit viel Wasser und den überall vorhandenen Klimaanlagen sollte auch das kein Problem sein.

Am schönsten ist es wohl an den langen Tagen Ende Mai bis Ende Juni. Allerdings muss man für die schönen Sonnenaufgangs- und -untergangsfotos dann auch ziemlich zeitig aufstehen bzw. kommt erst spät ins Bett.

Was denkst du?