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Was passiert eigentlich wenn...? Alles, was ihr zu Stornierungen, Umbuchungen, Geld-zurück- & Insolvenzfällen wissen müsst!

Ein Deal von , 14. Nov. 2020 16.00 Uhr

Ahoi Piraten!

Die Pandemie hält die Welt weiterhin auf Trapp, auch wenn aktuell Aussicht auf eine erfolgreiche Impfung besteht. Für die Reisebranche bedeutet das, dass weiterhin große Unsicherheiten herrschen - Themen wie Stornierungen, Insolvenzrecht und ob man sein Geld in gewissen Situationen zurück bekommt, sind wichtiger den je. Wir möchten euch gerne Klarheit in diesen Themen geben, wann kann ich stornieren, wie kann ich stornieren, kostet das Geld, kann ich das kostenlos machen, wann kriege ich mein Geld zurück und was passiert, wenn mein Reiseveranstalter, meine Airline oder mein Hotel bis zu meiner Reise Insolvenz anmelden müssen.

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Was passiert, wenn mein Reiseziel zu meinem Reisezeitpunkt immer noch oder wieder Risikogebiet ist? Bekomme ich mein Geld wieder?

Bei Pauschalreisen:

Aktuell folgt automatisch immer eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes auf Zielgebiete, die vom Robert-Koch-Institut im Zuge der Pandemie als Risikogebiet eingestuft werden. Reiseveranstalter bieten dann kostenlose Stornierungen oder Umbuchungen an, euer Geld solltet ihr innerhalb von 14 Tagen zurück erhalten. Bei Pauschalreisen handelt es sich übrigens um Reisen, die min. 2 Hauptleistungen wie Flug und Unterkunft gebündelt haben, dazu zählen auch Kreuzfahrten ohne Flug- oder Bahnanreise.

Neuerdings und völlig untypisch für Pauschalreisen bieten Reiseveranstalter, wie zum Beispiel FTI Touristik, Pauschalreisen an, die ihr ohne wenn und aber bis 2 Wochen vor Abreise kostenfrei stornieren könnt, unabhängig von Reisewarnungen oder Risikogebieten.

Buchungen, die ihr bei uns über unsere Pauschalreise-Suchmaschine in Partnerschaft mit weg.de gebucht habt, könnt ihr von unseren Kolleg*innen im Service-Center unter 089 20700 1535 umbuchen, stornieren oder anpassen lassen. Andere Pauschalreisebuchungen, die ihr z.B. über die Webseite von TUI oder FTI gebucht habt, könnt ihr von deren Kolleg*innen im entsprechenden Service-Center ändern lassen.

Bei einzelnen Leistungen wie ...

  • Flügen: Airlines müssen ihre Leistungen auf Grund einer Reisewarnung nicht streichen, hier seid ihr auf Kulanzregelungen der jeweiligen Airlines angewiesen. Wird euer Flug auf Grund von höherer Gewalt, wie zum Beispiel coronabedingte Einreisestopps oder Reisewarnungen, von der Airline gestrichen, so dürft ihr den Anspruch geltend machen und den gesamten Ticketpreis zurückfordern.
  • Unterkunftsaufenthalte: Unterkünfte wie Hotels müssen ihre Leistungen auf Grund einer Reisewarnung nicht streichen, hier seid ihr auf Kulanzregelungen angewiesen. Allerdings zeigten sich Unterkünfte bisher in der Pandemie als besonders bereitwillig und erstatteten auch auf nicht stornierbare Raten häufig das Geld zurück. Wird euer Aufenthalt von höherer Gewalt, wie zum Beispiel coronabedingte Einreisestopps oder Reisewarnungen, von der Unterkunft gestrichen, so dürft ihr den Anspruch geltend machen und den gesamten Hotelpreis zurückfordern.
  • Bahnfahrten: Fällt euer Zug wegen höherer Gewalt aus, könnt ihr euren Ticketpreis nur zurückfordern, wenn ihr mehr als 1 Stunde verspätet an eurem Zielbahnhof angekommen seid.

Tipp: Schaut bei der Buchung immer in die angepassten Reisebedingungen der Leistungsträger, häufig wird ganz automatisch eine kostenfreie oder vergünstigte Umbuchung oder Stornierung angeboten.


Kann ich meine Reise selber stornieren? Was muss ich beachten?

Ihr könnt jegliche Reiseleistungen, egal ob Pauschalreisen, Flugbuchungen oder Hotelaufenthalte, immer proaktiv selber stornieren. Hierbei fallen in den allermeisten Fällen Stornierungskosten an, die ihr in den AGBs der Leistungsträger nachlesen könnt. Darüber hinaus gelten allerdings auch die Stornierungs- und Umbuchungsregeln, die ihr in eurem individuellen Reise- oder Leistungsvertrag abgeschlossen habt.

Bei Pauschalreisen kann das so aussehen:

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Ihr könnt schriftlich per E-Mail, postalisch oder per Fax, aber auch telefonisch im jeweiligen Servicecenter des Reiseveranstalters stornieren.

Tipp: FTI Touristik hat bis zum 30.11. eine Aktion am laufen, bei der ihr Pauschalreisen buchen und diese bis 2 Woche vor Anreise kostenfrei stornieren könnt.

Bei Hotelbuchungen beispielsweise so:

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Häufig könnt ihr auf Drittanbieter-Seiten, wie Booking.com, Hotels.de oder Expedia.de, direkt in eure Buchung klicken und sie dort stornieren. Bucht ihr direkt über ein Hotel, so könnt ihr zusätzlich auch schriftlich oder telefonisch stornieren.

Tipp: Wir achten natürlich aktuell Unterkünfte mit kostenloser Stornierung anzubieten, alle dazu passenden Deals findet ihr hier.

Und bei Flugbuchungen so:

Bei Flugbuchungen werden euch häufig gesonderte Regeln auf allgemeinen Infoseiten, die häufig direkt auf der Startseite prominent verlinkt sind und nicht direkt bei der Flugbuchung, angezeigt.

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Tipp: Lasst euch auf bei unseren Flugdeals immer auf die Webseite der Airline weiterleiten und bucht direkt dort, auch wenn es vielleicht teurer ist, als bei einem Drittanbieter.. Die Vertragszusätze gelten zwar auch bei Buchung über Drittanbieter, wie zum Beispiel Opodo, Flugladen oder Elumbus, allerdings müsst ihr im Fall einer Stornierung oder Umbuchung diese über den Drittanbieter geltend machen, was nicht nur länger dauert, sondern auch hohe zusätzliche Gebühren bedeutet, denn das stellt für den Drittanbieter einen zusätzlichen Service dar.


Was passiert wenn ich jetzt buche, mein Reiseveranstalter, meine Airline oder meine Unterkunft bis zur Reise insolvent geht?

Bei Pauschalreisen:

Deutsche Reiseveranstalter sind gesetzlich verpflichtet erhaltene Kundengelder zu versichern, ein Beleg dafür ist dann der Sicherungsschein, der bei jeder Pauschalreise ab 1 Nacht und über 75 Euro Reisepreis ausgehändigt werden muss. Geht ein Reiseveranstalter insolvent und das Insolvenzverfahren wird eröffnet, erhalten Kunden gebuchter Reisen ihr Geld wieder. Übrigens: Auch Gutscheine, die ihr auf Grund einer Stornierung erhalten habt, sind neuerdings versichert. Gehen einzelne Leistungsträger innerhalb einer Pauschalreise insolvent, so ist der Reiseveranstalter dazu verpflichtet für Ersatz zu sorgen. Euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Allerdings zeigte das Beispiel von Thomas Cook im letzten Jahr, dass eine Versicherungssumme von 110 Mio. Euro, mit der Reiseveranstalter in der Regel insolvenzversichert sind, nicht für alle zurückzuzahlenden Gelder ausreichen muss, so erhielten und erhalten Kunden aktuell ihre Gelder nur anteilig wieder - ein solcher Worst-Case-Fall ereignet sich allerdings äußerst selten.

Bei einzelnen Leistungsträgern wie Airlines oder Hotels, außerhalb einer Pauschalreise:

Hier ist das Recht leider nicht auf der Passagierseite, wie man das vielleicht bei der Insolvenz von Air Berlin oder Germania mitbekommen habt. Bucht ihr nur ein Flugticket und die Airline geht insolvent, so besteht kein Anspruch auf Ersatzbeförderung oder bereits geleistete Zahlungen. Ihr könnt im langjährigen Insolvenzverfahren versuchen entstandene Kosten geltend zu machen, häufig erhaltet ihr dann nur einen kleinen Teil der Kosten zurück. Das gilt auch für Hotelbuchungen.

Die Urlaubspiraten können nicht die o.g. Informationen haftbar gemacht werden.


Ihr habt Fragen? Dann kommentiert sie in diesem Artikel und wir werden sie euch beantworten!

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