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Urlaub mit Hund Experteninterview: 10 Fragen - 10 Antworten

Die Expertin:


Martina ist Herausgeberin & Chefredakteurin bei HundeReisenMehr und hat ihre Leidenschaft 
für das Reisen und die Liebe zu ihren beiden Rhodesian Ridgebacks Dayo und Suri in ihrem Blog vereint. 
Die Thematik "Reisen mit Hund" ist ihr daher besonders ans Herz gewachsen. 
Wir haben Martina ein paar Fragen zum Thema "Urlaub mit Hund" gestellt und Dayo und Suri ins Herz geschlossen. Aber lest selbst!


1. Wie und aus welcher Motivation heraus ist dein Blog über Reisen mit Hund entstanden?

Ich bin beruflich in der Kommunikationsbranche tätig und in der hat das Bloggen in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Um damals (2012) „mitreden und einschätzen zu können, wie das mit dem Bloggen überhaupt funktioniert und wie hoch der Zeitaufwand ist, um einen Post zu erstellen, habe ich kurzerhand meinen Blog ins Leben gerufen. Aus dem anfänglichen „zu schauen, wie es eigentlich ist“, ist mittlerweile aus mir eine Bloggerin aus Leidenschaft geworden.

2. Bist du davor auch schon als Bloggerin tätig gewesen?

Nein. Aber ich habe – nicht nur aufgrund meines Berufes – schon immer eine hohe Affinität zum Schreiben gehabt und bin froh darüber, dass ich mit meinem Blog nun ein Ventil gefunden habe, um über mein Herzensthema zu schreiben.

3. An wen richtet sich dein Blog?

HundeReisenMehr ist ein Reiseblog für alle, die gerne mit ihren Hunden unterwegs und auf Reisen sind. Für alle, die trotz schmutziger Hosen und grimmiger Blicke anderer bei Kaffee und Kuchen auf einer voll besetzten Terrasse mitsamt den Vierbeinern entspannen können. Für alle, die auch im Regen durch den Wald wandern und denen es nichts ausmacht, auf einer Reisestrecke von 500 Kilometer vier Pippipausen zu machen. Für alle, die die Natur lieben, Städte mögen und gerne Neues entdecken – ob mit Hund oder ohne!

4. Hast du bestimmte Grundsätze oder eine bestimmte Philosophie die du als Bloggerin vertrittst?

Es ist mein Anspruch authentische Artikel und Geschichten, die ich selbst erlebt und recherchiert habe, zu schreiben. Ich folge dabei den reisejournalistischen Grundsätzen des Reiseblogger-Kodex. Leider kann ich natürlich nicht immer unterwegs sein, deshalb bin ich ganz dankbar, wenn ich über Presseinformationen oder Kooperationsanfragen die ein oder andere Idee für meine Beiträge bekomme. Kooperationen, Sponsored Posts und Advertorials werden entsprechend gekennzeichnet.

5. Du hast selbst Hunde – möchtest du uns ein bisschen was über diese verraten?

Meine beiden Reisehunde Dayo und Suri sind Rhodesian Ridgebacks und mittlerweile beide sieben Jahre alt. Dayo haben wir schon als Welpe direkt von der Züchterin bekommen. Er ist ein echter Prinz Charming und schafft es auch, sich bei Menschen, die großen Hunden eher kritisch gegenüber stehen, einzuschmeicheln. Ihn kann fast nichts erschüttern und er tut fast alles – beispielsweise alle Kunststücke, die er beherrscht, hintereinander abzuspulen -, um sich ein Leckerchen zu verdienen.

Suri vervollständigt das Rudel seit fünf Jahren. Wir haben sie über den Verein „Rhodesian Ridgeback in Not e.V.“ gefunden. Sie ist ganz Prinzessin und ziemlich etepetete, was ihren Umgang mit anderen Hunden und Menschen angeht. Sie hat Dayo ziemlich im Griff und kommandiert ihn gelegentlich ganz schön herum. Wie es einer Prinzessin eben zusteht, nimmt sie zwar gerne das ein oder andere Leckerchen an (aber bei weitem nicht von jedem ...), aber ihr Können zeigt sie nur, wenn es ihr passt.

Dayo und Suri sind von Anfang an das Reisen gewöhnt und haben auch kein Problem, mal alleine in einem Hotelzimmer zu bleiben. Es sind einfach zwei ganz wunderbare Schätze.

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6. Was ist für dich das Besondere am Reisen mit Hund?

Das Reisen mit Hunden – insbesondere mit zwei so großen Hunden – ist hin und wieder schon eine Herausforderung. Für mich persönlich kommt daher nur das Verreisen mit dem Auto in Frage. Während ich früher in Dimensionen wie Arizona, New York, Rocky Mountains oder Karibik gedacht habe, kenne ich mich mittlerweile in vielen Teilen Deutschlands gut aus. Und das Besondere daran? Deutschland ist so wunderschön – von ganz im Norden bis in den Süden – da vermisse ich fast niemals eine Fernreise in fremde Länder.

7. Gibt es Destinationen, die du für das Reisen mit Hunden besonders empfehlen kannst – sogenannte „Hotspots“ ?

Wie im Hundereisehimmel fühlen wir uns in Mecklenburg-Vorpommern. Ganz besonders hundefreundlich ist hier die Region rund um Waren an der Müritz. Die Natur ist vielfältig, die meisten Restaurants freuen sich hier auch über vierbeinige Gäste und es gibt sogar ein Naturkundemuseum – das Müritzeum in Waren -, in das Hunde mitgenommen werden können. Der „Hunde-Hotspot“ von Mecklenburg-Vorpommern ist definitiv Rügen. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Hunde-Urlauber auf einmal gesehen wie dort! Selbst in der Hochsaison bleibt da die Hundefreundlichkeit nicht auf der Strecke.

Mein persönlicher Geheimtipp ist jedoch der Westerwald. Schaut man einmal hinter das Image „des rauen und windigen Mittelgebirges“, entdeckt man hier wunderschöne Naturparadiese, bestens ausgebaute Wanderwege und Oasen, wie den Wiesensee im Wäller Land, über dem ein Hauch von Lago Maggiore liegt.

8. Bist du während deiner Recherchen für Urlaub mit Hund auch auf Skurriles gestoßen?

Ich bin immer wieder fasziniert, wenn ich sehe, welche Blüten die Hunde-(Reise-)liebe in den USA treiben. So hat die Region Clearwater/St. Petersburg beispielsweise sogar einen Werbefilm gedreht hat, der die Annehmlichkeiten eines Hundeurlaubs in dieser Region beschreibt ... total süß, aber auch total schräg!

9. Vereist du gelegentlich auch mal ohne deine Hunde?

Ja, natürlich. Hin und wieder bin ich auch mal ohne meine beiden Bären unterwegs. Sie verbringen ihre Zeit dann in der Hundepension meines Herzens, wo sie mehr Spaß haben als mit mir in einer Großstadt herumzulaufen oder ähnliches.

10. Hast du Tipps für diejenigen, die auch gerne mal ohne ihren Hund Urlaub machen möchten?

Ich bin ein riesengroßer USA-Fan. Einer meiner Lieblingsstaaten ist Arizona. Hier auf einer Ranch auf den Spuren von Wyatt Earp zu wandeln, auf einem Quarterhorse durch die Wüste zu reiten und abends am Lagerfeuer diese wahnsinnigen amerikanischen Steaks zu essen, ist einfach ein Erlebnis.