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Urlaub in Nepal: im Land der Achttausender

Nepal ist Sehnsuchtsziel für Abenteurer, die hoch hinaus wollen, und gilt als eines der spektakulärsten Reiseziele der Welt. Das mit einer Fläche von rund 147.000 Quadratkilometern vergleichsweise kleine Land zählt 29 Millionen Einwohner – und vereint zahllose Highlights auf kleinem Raum: Das Himalayagebirge mit dem höchsten Berg der Welt, dem Mount Everest, die Tiefebene des Terai, zu der auch die Hauptstadt Kathmandu gehört, und das touristisch weitgehend unerschlossene Mittelland mit seinen faszinierenden Berglandschaften sind nur einige der schönsten Ziele für einen Urlaub in Nepal während eures Urlaubs in Asien. Das Land grenzt im Norden an China und den drei weiteren Himmelsrichtungen an Indien. In Nepal zahlt ihr mit der nepalesischen Rupie. Ein Euro entspricht in etwa 130 Rupien. Die Zeit in Nepal ist der hiesigen drei Stunden und 45 Minuten voraus.

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Anreise nach Nepal: alle Tipps

Nepal liegt rund 6.500 Kilometer von Deutschland entfernt. Die Anreise mit dem Flugzeug ist somit die einzig sinnvolle. Möchtet ihr von China beziehungsweise Tibet oder Indien aus nach Nepal einreisen, ist auch der Landweg möglich: Sechs Grenzübergänge gibt es zwischen Nepal und Indien, die Straßen sind weitgehend gut ausgebaut und es bietet sich eine Reihe von Busverbindungen an. Die Einreise via China / Tibet kann da schon schwieriger werden. Der alleinige Grenzübergang in Dram / Zhangmu ist nicht immer geöffnet. Wenn ihr die Einreise plant, erkundigt euch im Vorfeld bei einer chinesischen Auslandsvertretung.

Direktflüge nach Kathmandu, der einzigen Stadt mit einem internationalen Flughafen in Nepal, gibt es von Deutschland aus keine. Einmal umsteigen ist Minimum – etwa mit Turkish Airlines über Istanbul oder mit Ethihat via Abu Dhabi. Die reine Flugzeit beträgt etwa elf Stunden. Vom Flughafen in Kathmandu erreicht ihr die etwa sieben Kilometer entfernte Innenstadt mit dem Taxi, dem Flughafenbus, der von 6 bis 18 Uhr regelmäßig verkehrt, oder einer Motorrikscha, den sogenannten Tempos, je nach Verkehr in 30 bis 45 Minuten.

Einreiseinformationen für Nepal: Visum und Co.

Ein Visum ist für die Einreise nach Nepal Pflicht. Dieses könnt ihr im Vorfeld bei der nepalesischen Botschaft in Berlin, aber auch noch bei der Einreise beantragen: entweder am Flughafen von Kathmandu oder, wenn ihr über den Landweg einreist, am Grenzübergang. Das klassische Touristenvisum ist 30 Tage gültig und kostet 40 US-Dollar. Achtung: Ihr benötigt ein Passfoto, damit euch das Visum ausgestellt wird. Alle Reisedokumente müssen bei der Einreise noch mindestens sechs Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültig sein.

Unser Piratentipp: Achtet bei der Erteilung des Visums penibel darauf, dass es tatsächlich euren geplanten Reisezeitraum umfasst. Ihr könnt das Visum vor Ort bis zu 150 Tage verlängern lassen – allerdings nur, wenn es noch nicht abgelaufen ist. Mit einem nicht mehr gültigen Visum drohen euch empfindliche Strafen.

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Wo in Nepal Urlaub machen? Beliebte Regionen und Highlights

Das Himalayagebirge zu besuchen, ist ein Muss – darüber hinaus bezaubert Nepal mit einer Reihe weiterer einzigartiger Landschaften und Regionen. Wir stellen euch die wichtigsten und sehenswertesten Orte für euren Urlaub in Nepal vor.

Das Annapurna-Gebirge: Achttausender und mehr

Die Stadt Pokara ist nicht nur der geografische Mittelpunkt des Landes, er ist auch Ausgangspunkt für eine der spektakulärsten Trekking-Touren der Welt. Der Annapurna Circuit führt euch auf einer zwei- bis dreiwöchigen Tour durch abwechslungsreiche Landschaften und bis auf Höhen von bis zu 5.400 Metern. Ihr könnt die gesamte Strecke von etwa 300 Kilometern laufen, ungeübte Wanderer oder Urlauber mit weniger Zeit haben die Möglichkeit, Teile der Strecke mit Jeeps zurückzulegen. Der Annapurna Circuit verschafft euch herrliche Aussichten auf den Achttausender, abenteuerliche Wege, die euch hoch hinauf auf das Zentralmassiv führen, ihr erklimmt Hügel mit grandiosen Aussichten und wandert durch wunderschöne Landschaften, vorbei an entlegenen Bergdörfern, die euch die Kultur des Landes nahebringen.

Die Königsstadt Bhaktapur: Tempel, Paläste und Pagoden

Bhaktapur bedeutet auf Nepalesisch „die Stadt der Frommen“ und ist die kleinste und älteste der Königsstädte in Nepal. Ein Besuch in der Stadt gleicht einer Reise ins Mittelalter: Uralte Tempel und Pagoden sowie der historische Königspalast versetzen euch ins 14. Jahrhundert, als die Stadt ihre Blütezeit erlebte. Nur rund 16 Kilometer trennen die Hauptstadt Kathmandu von Bhaktapur, das im Jahr 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde.

Der Chitwan-Nationalpark: die überwältigend Natur des Terai

Die Tiefebene Nepals, der Terai, zählt zu den schönsten Gegenden der Welt. Hier bezaubert der Chitwan-Nationalpark mit einer einzigartigen Tierwelt: Nashörner, Elefanten, Krokodile und Antilopen, aber auch Leoparden und Bären sind in dem 932 Quadratmeter großen Park beheimatet. Vor allem aber hat sich die Population des vom Aussterben bedrohten bengalischen Tigers in den vergangenen Jahren rasant erhöht – und so stehen die Chancen gut, dass ihr dem König des Dschungels bei einer geführten Safaritour begegnet. Die Vegetation fasziniert ebenso: Schmale Pfade führen durch dichte Wälder, die Ebenen der Savanne und entlang an einer facettenreichen Flora.

Das Himalayagebirge: am höchsten Berg der Welt

Eine Trekking-Tour durch das Himalayagebirge ist für viele Reisende ein Lebenstraum. Auch wenn ihr keine geübten Bergsteiger seid, ist das Gebirge rund um den Mount Everest zu erobern. Eine vergleichsweise leichte Route führt beispielsweise zum Poon Hill auf eine maximale Höhe von 2.750 Metern. Die vier- bis siebentägige Tour offenbart euch die Sensationen der Landschaft mit ihren Bambuswäldern, dichten Rhododendronbüschen, vorbei an Wasserfällen, endlosen Reisfeldern und ins Kali-Gandakhi-Tal, der tiefsten Schlucht der Welt. Vom Poon Hill habt ihr eine atemberaubende Aussicht auf den Annapurna. Wanderer mit Bergerfahrung und guter Kondition können sich am Everest-Trek versuchen. Es geht bis auf über 5.500 Meter hinauf bis zum Everest Basecamp, entlang am Fluss Dudh Koshi, zu tibetischen Klöstern und versteckten Bergdörfern der Sherpa, des Volkes, das seine Heimat am Fuße des Mount Everest hat.

Unser Piratentipp: Ob im Himalayagebirge oder auf dem Annapurna Circuit: Je höher ihr wandert, desto mehr Gefahr besteht, dass ihr an der Höhenkrankheit leidet. Stellt ihr Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Schwindel und ein Schwächegefühl fest, solltet ihr umkehren und euch ein (Nacht-)Lager in tieferen Lagen suchen. Die Höhenkrankheit ist nicht zu unterschätzen – ignoriert ihr die Symptome, kann sie tödlich enden.

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Klima, Wetter und beste Reisezeit für Nepal

Für Berg- und Trekkingtouren plant ihr euren Urlaub in Nepal am besten zwischen Oktober und April. Dabei kommt es allerdings darauf an, welche Touren ihr plant. Geht es nicht allzu hoch hinaus, ist der Zeitraum von November bis Januar ideal. Regentage sind selten, die Temperaturen erreichen in den tieferen Lagen rund 10 Grad. Vor allem aber erblüht in diesem Zeitraum die Natur in ihren schillerndsten Farben und liefert euch einzigartige Panoramablicke. Für Touren ins Hochgebirge wählt ihr idealerweise den Reisezeitraum März / April. Zahlreiche Sonnenstunden machen die Aufstiege dann zu einem ganz besonderem Erlebnis. In der Tiefebene wird es im April bereits sehr heiß, kurze Zeit danach beginnt der Monsun mit zahlreichen Regentagen. Auch in die Tieflagen reist ihr daher am besten im Winter.

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Höhepunkte: Das müsst ihr in Nepal gesehen haben

An Sehenswürdigkeiten und spektakulären Landschaften ist Nepal reich. Diese Highlights solltet ihr bei eurem Urlaub in Nepal auf keinen Fall verpassen:

  • Altstadt von Kathmandu – historische Gebäude und nepalesische Kultur
  • Swayambhunath – prächtige buddhistische Tempelanlage in Kathmandu
  • Sagarmatha Nationalpark – dem Mount Everest ganz nah

Die nepalesische Kultur

Nepal ist ein religiöses Land und der Hinduismus beherrscht in weiten Teilen das Leben und den Alltag der Menschen. Die Puja, das hinduistische Gebet, wird in den Privaträumen und öffentlich zelebriert. Lebensmittel, die eine Person mit dem Mund berührt hat, die linke Hand und die Füße gelten als unrein. Ihr solltet daher niemals über jemanden hinwegsteigen oder jemandem eure Fußsohlen zeigen. Rindfleisch ist tabu – Kühe sind im Hinduismus heilig. Auch manche Gesten können für Besucher aus Europa ungewöhnlich sein. So bedeutet ein Kopfschütteln in Nepal „ja“. Die Einwohner Nepals sind im Allgemeinen aufgeschlossen und freundlich – und gleichzeitig sehr dezent. Verzichtet auf zu kurze Kleidung und bedeckt auch im heißen Sommer der Tiefebene und in der Hauptstadt Schultern und Knie.

Die nepalesische Küche

Einflüsse aus Indien, Tibet und Thailand machen aus Nepal ein wahres Schlaraffenland: Die nepalesische Küche ist bekannt als besonders köstlich und dürfte euch mit ihren vielfältigen Gewürzen überzeugen. Das Nationalgericht ist Dhal Bhat, Reis mit einer deftigen Soße aus Linsen mit Curry und Gemüse. Jede Region in Nepal hat ihr eigenes Dhal-Bat-Rezept und so schmeckt das Gericht immer wieder neu und anders. Auch Fleischgerichte haben einen hervorragenden Ruf: Schweinefleisch ist weit verbreitet, und vor allem in der Himalaya-Region bekommt ihr außerdem Yak- und Büffelfleisch. Typische Getränke sind neben dem Chai, einem würzigen Tee, pikante Biere: Probiert unbedingt einmal ein Reis- oder Hirsebier.

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Unterkünfte in Nepal

Bei euren Trekking-Touren durch die Gebirge findet ihr zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten in einfachen Hütten vor. Camping ist ebenfalls möglich und grundsätzlich erlaubt – in Höhenlagen kann es im Zelt allerdings empfindlich kalt werden. Auch viele Unterkünfte sind nicht beheizt, ein warmer Schlafsack ist daher einer der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände. In Kathmandu findet ihr luxuriöse Hotels großer Ketten, einfache Hostels und Mittelklassehäuser für jedes Budget.

Nepal fasziniert: mit mächtigen Bergen, herrlichen Landschaften und seiner geheimnisvollen Kultur.