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Die meisten Menschen, die sich für einen Urlaub in Südafrika interessieren, verbinden das Land vermutlich mit Safaris. Doch Südafrika hat noch so viel mehr zu bieten. Strände, Wüste, Städte: In Südafrika gibt es einfach alles. In den Nationalparks des Landes könnt ihr unglaubliche Landschaften entdecken und entlang der zwei Ozeane erwarten euch rund 3.000 Kilometer Küste. Wir stellen euch Südafrika abseits von Safaris vor.

Strände & Küsten in Südafrika

Vom Atlantik im Western Cape und Eastern Cape bis hin zum Indischen Ozean im Osten erwarten euch zahlreiche Küstenabschnitte und traumhafte Strände. Rund um Kapstadt findet ihr unzählige Sandstrände wie aus dem Bilderbuch, darunter Bantry Bay, Clifton, Lllandudno, Noordhoek sowie Hout Bay und Camps Bay im Süden der lebhaften Metropole. Der Stadtteil Camps Bay ist bekannt für seine lange Promenade und einige Naturpools, in denen das Wasser im Sommer angenehm warm ist. Hier tummelt sich nicht selten die „High Society“ der Mother City. Nach einem Tag am Strand könnt ihr den Sonnenuntergang in einem der zahlreichen Restaurants bewundern.

Fahrt ihr in Richtung Kap der Guten Hoffnung, gehört ein Stopp am Boulders Beach in Simons Town definitiv auf eure To-Do-Liste. Hier könnt ihr nicht nur Pinguine beobachten, sondern mit etwas Glück auch mit ihnen im Wasser um die Wette planschen - ein einmaliges Erlebnis am Foxy Beach. Aber Achtung: auch wenn Pinguine kuschelig aussehen, sie sind wilde Tiere. Füttert oder berührt sie bitte nicht, da ihr damit die Naturschutzbemühungen verletzt. Außerdem haben Pinguine scharfe Schnäbel und wissen sich, wenn notwendig, zu verteidigen.

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Rau ist die Küste dagegen an der West Coast nördlich von Kapstadt, die im Frühling von einem farbenprächtigen Blumenmeer eingerahmt wird. Unberührte Kleinode könnt ihr an der Wild Coast im Eastern Cape entdecken. Subtropische Temperaturen erwarten euch an den Küstenabschnitten des KwZulu-Natals im Osten des Landes. Besonders in den Sommermonaten tummeln sich die Einheimischen und Urlauber dann an den Stränden von Durbans South- und North-Coast.

Viele der Strände werden übrigens jährlich mit der Blauen Flagge (Blue Flag Beaches) ausgezeichnet, die einen sehr hohen Standard für die Sauberkeit des Wassers dokumentiert. Ohnehin liegen den Südafrikanern ihre maritimen Lebenswelten am Herz: Einige Küstenabschnitte gelten als „Hope Spots“ und werden besonders geschützt, um die bedrohten Meere und das wertvolle Leben dieser zu rehabilitieren. Einer der wichtigsten Aufgaben dabei ist die Aufklärung im Naturschutz.

Strände zum Surfen in Südafrika

Ihr könnt es nicht erwarten, mal wieder die Brandung zu genießen und die perfekte Welle zu reiten? In Südafrika findet ihr richtig gute Surfspots.

Der Strand bei Jeffreys Bay im Eastern Cape lockt jährlich Surfer aus aller Welt an die Garden Route. In den Frühlings- und Herbstmonaten erwarten euch hier bis zu vier Meter hohe Wellen. Jeffreys Bay ist vor allem für erfahrene Surfer geeignet.

Ebenso beliebt ist Muizenberg südlich von Kapstadt. Hier laufen die Wellen sanft in Richtung Strand, was den Spot auch für Anfänger attraktiv macht. Außerdem gibt es jede Menge Surf-Schulen. Seid ihr in der Nähe, solltet ihr euch aber auch unbedingt die farbenfrohen Strandhäuser vor Ort ansehen.

Die bekannteste Surfer Gegend im Land ist Durban an der Ostküste. Das Wasser ist ganzjährig angenehm mild und in der Region herrscht ein warmes und feuchtes Klima.

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Aktivitäten an den Stränden Südafrikas

Ihr seid genug gesurft und habt auch keine Lust auf einen faulen Strandtag. Dann warten zahlreiche andere Aktivitäten an Südafrikas Stränden auf euch!

Sea Kayaking & Wildwasserrafting

Südafrika Urlaub: Landschaft, Küsten & Strände in Südafrika
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Ihr sehnt euch nach etwas Nervenkitzel und wollt die Natur Südafrikas mal aus einem anderen Blickwinkel entdecken? In Südafrika habt ihr an vielen Orten die Möglichkeit mit dem Kayak unterwegs zu sein oder an einem Wildwasserrafting Ausflug teilzunehmen.

Der Tsitsikamma National Park an der Garden Route kann entlang der Flussmündung des Storm’s Rivers kann z.B. per Kayak oder Kanu erkundet werden. So erlebt ihr die üppige Vegetation aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Schnorcheln mit Robben

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Veranstalter an der Waterfront in Kapstadt und Hout Bay bieten euch ein einmaliges Erlebnis. Einige Meter entfernt vom Festland und mit Blick auf die Zwölf Apostel, eine Bergkette südlich von Kapstadt, könnt ihr mit Robben schnorcheln gehen.

Vom Schnellboot aus springt ihr mit eurer Schnorchelausrüstung (und einem Neoprenanzug, denn das Wasser hat durchschnittlich nur 10 Grad) ins Wasser und schwimmt zu den Felsen, auf denen sich zahlreiche Seehunde tummeln. Ein erfahrener Guide animiert sie mit Rufen zum Spielen und langsam gleitet ein Tier nach dem anderen zu euch ins Wasser.

Tauchen in KwaZulu-Natal

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Ein wahres Highlight für Taucher: In der Sodwana Bay könnt ihr am südlichsten Korallenriff der Welt tauchen. Unter Tauchern ist das Gebiet ein echter Geheimtipp.

Aufgrund der unglaublichen Artenvielfalt wird das Tauch- und Schnorchelparadies von nicht wenigen als Neues Great Barrier Reef betitelt. Zu entdecken gibt es über 1.200 Meerestiere, darunter den Wahlhai und unzählige bunte Korallenarten. Übrigens, übersetzt heißt Sodwana „eigenes kleines Paradies“ - was es auch ist!


Landschaft & Natur in Südafrika

Nicht nur die Tierwelt, auch Südafrikas beeindruckende Landschaften ziehen Reisende immer wieder in ihren Bann. Weite Ebenen und wüstenähnliche Vegetation, berauschende Küstenidyllen und majestätische Bergketten - das Land am Kap bietet alles, was die Natur zu formen vermag.

Der Tafelberg in Kapstadt

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Wer an Kapstadt denkt, hat vermutlich schnell auch das Bild von einem der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt im Kopf: Majestätisch thront der Tafelberg über der Stadt. Von oben hat man - sofern das Wetter mitspielt - einen unvergesslichen Ausblick über die Stadt und das Meer. Nach oben kommt ihr entweder ganz entspannt mit der Cable Car (Return-Ticket etwa 20 Euro) oder zu Fuß. Es gibt einige Wanderwege nach oben, für den Weg benötigt ihr etwa 2,5 Stunden. Plant für einen Besuch des Tafelberges mindestens einen halben Tag ein, genießt die Panoramaaussicht, spaziert in luftigen Höhen und haltet Ausschau nach Dassies, die sich auf den warmen Steinen sonnen. Adrenalinjunkies haben die Möglichkeit, sich von der Spitze des Tafelbergs abzuseilen.

Tsitsikamma National Park

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Der an der Garden Route gelegene Nationalpark ist für viele Reisende ein besonderes Highlight . Zurecht, wie wir finden. Wandert entlang schroffer Küsten und lauft über die berühmte Storms River Hängebrücke in luftiger Höhe. Auf dem Land könnt ihr den einzigen Regenwald Südafrikas sehen. Ihr liebt Geschwindigkeit und Action? Dann bucht eine Canopy-Tour, bei der ihr mit Seilrutschen durch die Baumkronen saust, fahrt Kayak auf den Storms River oder wagt einen der weltweit höchsten Bungee-Sprünge von der Bloukrans Bridge - hier lasst ihr euch aus 216 Metern fallen. Der Eintritt in den Park kostet rund 15 Euro am Tag pro Person und ihr habt hier auch die Möglichkeit zu übernachten.

Panorama Route

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Nordöstlich von Johannesburg, in der Provinz Mpumalanga, erstreckt sich die Panorama Route. Üppige Vegetation und viele Wasserfälle bestimmten das Bild. Vor Ort könnt ihr viele der Wasserfälle besuchen. Lohnenswert ist auch ein Besuch des bekannten Aussichtspunkts God’s Window. Ein Highlight der Panorama Route ist der Blyde River Canyon. Besonders schön ist die Aussicht auf die atemberaubenden Three Rondavels.

Drakensberge

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Die Drakensberge im Ostkap sind mit einer Höhe von 3.482 Metern das höchste Gebirge im südlichen Afrika. Ein Highlight ist das „Amphitheater“, eine etwa 1.000 Meter hohe, fast 8.000 Meter breite und beinah senkrechte Felswand. Beliebt sind die Drakensberge besonders bei Wanderern. Hier gibt es über 20 verschiedene Wanderwege und auch einige Lodges.

Weitere beeindruckende Landschaften:

  • Robberg Nature Reserve
  • Die Karoo Halbwüste
  • Rote Sanddünen im Kgalagadi Transfrontier Park
  • Golden Gate Highlands National Park
  • Die raue Küste der Wild Coast
  • Elephant Coast
  • Valley of Desolation
  • Richtersveld Nationalpark

Die Pflanzenwelt Südafrikas

Die Flora in Südafrika zählt zu einer der artenreichsten der Welt, knapp 10.000 unterschiedliche Arten wurden bisher erfasst und viele von ihnen einmalig: Rund 70 Prozent der Pflanzen sind an keinem anderen Ort der Welt zu finden, also endemisch in Südafrika.

Das gesamte Kap-Florenreich umfasst nur ein halbes Prozent der Fläche Afrikas, gilt aber mit nahezu einem Fünftel der Pflanzenarten Afrikas, von denen fast ein Drittel endemisch ist, als Region mit der vielfältigsten Flora der Welt. Wenn im Frühling die Blütezeit beginnt, verwandelt sich die Landschaft an der Westküste zu einem farbenfrohen Blütenmeer, das seinen himmlischen Duft versprüht.

Auch winzige Sukkulenten, riesige Baobab-Bäume und steinalte Zykadenwälder prägen die Landschaft Südafrikas.