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Ihr wollt die wilden Tiere Südafrikas aus nächster Nähe erleben? Den perfekten Einstieg dazu bietet eine Safari in einem der Nationalparks oder privaten Game Reserves des Landes. Mit etwas Glück seht ihr die Big Five, zu denen Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel gehören. Doch die Tierwelt in Südafrika ist noch weitaus vielfältiger. Freut euch auf Giraffen, Zebras, Affen, Warzenschweine und viele mehr. Welche Safari-Möglichkeiten Südafrika euch bietet, um die faszinierende Artenvielfalt zu erleben, erfahrt ihr hier.

Wildtierbeobachtungen in Südafrika

Die bekannteste Möglichkeit, Tiere in der freien Wildbahn zu beobachten, ist vermutlich eine Pirschfahrt im Geländewagen, die zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten stattfinden kann. Des Weiteren könnt ihr die Wildnis bei einem Ausritt, einer Wanderung oder sogar mit dem Helikopter erkunden.

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Pirschfahrt in Südafrika

Auf einer organisierten Pirschfahrt seid ihr zusammen mit anderen Urlaubern in einem größeren (häufig offenen) Geländewagen unterwegs. Im Schnitt unternehmt ihr diese Art der Safari mit weiteren fünf bis zwölf Personen. Eine Pirschfahrt geht etwa zwei bis drei Stunden und ihr habt die Wahl zwischen einem Game Drive am frühen Morgen, mittags, zum Sonnenuntergang oder sogar in der Nacht.

Für welche Fahrt ihr euch entscheidet, hängt auch von euren Interessen ab. Im Dunkeln könnt ihr nachtaktive Tiere zu Gesicht bekommen, wie Hyänen oder Stachelschweine. In der Dämmerung ist die Chance höher, Löwen oder Geparden auf der Jagd zu beobachten. Empfehlen können wir eine Sundowner-Safari - in diesem Fall wird während des Ausflugs an einem tollen Aussichtspunkt oder in direkter Nähe zu einem Wasserloch gestoppt und euch ein Drink zum Sonnenuntergang gereicht. Je nachdem, wo ihr eine Pirschfahrt plant, zahlt ihr etwa zwischen 25 (im staatlichen Nationalpark) und 50 Euro (Game Drive im Private Game Reserve, sofern die Fahrt nicht im Übernachtungspreis schon enthalten ist) pro Person. Gegen Aufpreis könnt ihr natürlich auch eine ganz private Safari buchen - in den kühlen Wintermonaten stehen die Chancen dafür allerdings auch bei Buchung einer Gruppensafari nicht schlecht.

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Buschwanderungen in Südafrika

Besonders Furchtlose machen sich zu Fuß auf den Weg. Viele private Reservate und auch die Nationalparks bieten Buschwanderungen durch das Areal an und ermöglichen dadurch ein besonders intensives Safari-Abenteuer. Wollt ihr diese einmalige Erfahrung machen, habt ihr meist die Möglichkeit zwischen einer wenige Stunden andauernden Buschwanderung und Mehrtages-Trips. Bei Letzterem wird üblicherweise auch im Gelände in Zelten übernachtet. Pflicht bei einer Walking Safari ist natürlich festes Schuhwerk, stichfeste lange Hosen aus Schutz vor Insekten, Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit trinken.

Reitsafari in Südafrika

Genießt die traumhaften Landschaften und beobachtet Tiere aus nächster Nähe bei einer Safari auf dem Pferd. Die Ausritte werden einzeln für wenige Stunden oder auch als mehrtägiger Ausflug angeboten. Die kurzen Trips sind meist auch für ungeübtere Reiter geeignet.

Tiere in Südafrika: Das Safari Einmaleins

Von den Big Five hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Leopard, Löwe, Elefant, Büffel und Nashorn zu sehen ist der Wunsch vieler Menschen auf einer Safari. Daneben seht ihr bei einer Safari mit hoher Wahrscheinlichkeit Warzenschweine, Zebras, Giraffen, Gnus sowie Gazellen und Antilopen.

Aber wusstet ihr, dass es neben den Big Five auch die Shy Five oder die Ugly Five gibt? Wir stellen sie euch vor:

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Big Five

Sie sind vermutlich die beliebtesten Fotomotive auf Safari. Doch es ist gar nicht so einfach, alle Fünf zu erspähen. In vielen Parks existieren meist nur 3 oder 4 der Big Five. Während Elefanten und Büffel in den meisten Gebieten häufiger zu sehen sind, gestaltet es sich bei Leoparden oder Löwen schon schwieriger.

Wenn ihr übrigens denkt, der Löwe sei das gefährlichste Tier, irrt ihr euch: In Südafrika gelten Nilpferde als gefährlichste Tierart. Sie wirken sehr harmlos, sind aber schnell erregbar.

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Marine Big Five

Auch im Meer gibt es die Big Five (Wale, Haie, Seelöwen, Pinguine und Delfine) und mit etwas Glück könnt ihr alle in Südafrika entdecken. Wale lassen sich im südafrikanischen Winter gut entlang der Garden Route beobachten, wenn sie aus der Antarktis kommen, um ihre Kälber zur Welt zu bringen. Pinguine könnt ihr nahe Kapstadt am bekannten Boulders Beach in Simon‘s Town oder in Bettys Bay entdecken. Direkt in der Mother City könnt ihr südafrikanische Seebären sehen, die sich oft auf den Stegen an der V&A Waterfront sonnen. Abenteuerlustige haben sogar die Möglichkeit mit dem Speedboat aufs Meer hinaus zu fahren, um mit den Tieren zu schwimmen. Daneben tummeln sich Delfine und Haie an den Küsten.

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Shy Five

Weniger bekannt sind die Shy Five - vielleicht auch, weil es besonders schwierig ist, sie zu entdecken. Zu den Shy Five gehören Erdmännchen, Stachelschwein, Erdferkel, Großohrfuchs und Erdwolf. Einige der Tiere sind nachtaktiv und auch bei einer nächtlichen Safari nur schwer zu sehen.

Unser Piratentipp: In der Nähe von Oudtshoorn habt ihr die Möglichkeit zum Sonnenaufgang Erdmännchen aus nächster Nähe zu besichtigen. Nachdem ihr eine kurze Wanderung durch die Kleine Karoo gemacht habt, setzt ihr euch wenige Meter vom Erdmännchenbau entfernt, an dem die Ranger sie tags zuvor ausfindig gemacht haben. Dann heißt es warten, bis erst ein Erdmännchen und später die ganze Familie aus dem Bau kommt. Langschläfer sind hier jedoch falsch: In den Sommermonaten startet die Tour gegen 3:30 Uhr, im Winter zwischen 6:00 und 7:00 Uhr.

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Ugly Five

Ja, der Name dieser Gruppe klingt im ersten Moment wirklich böse. Zu ihnen zählen das Warzenschwein, der Marabu (eine Art glatzköpfiger Storch), der Geier, das Gnu und die Hyäne. Ihr denkt sofort an König der Löwen, wenn ihr Warzenschwein hört? Da seid ihr vermutlich nicht alleine und so ist es nicht verwunderlich, dass einige Ranger bei einer Safari auch gerne mal von „Pumba“ sprechen, wenn sie euch ein Warzenschwein zeigen wollen.

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Little Five

Um die Aufmerksamkeit auch auf die kleineren Lebewesen im afrikanischen Busch zu lenken, wurden die Little Five geschaffen. Dazu zählen Ameisenlöwe, Büffelweber, Elefantenspitzmaus, Leopardenschildkröte und der Nashornkäfer, eines der im Verhältnis zum Körpergewicht stärksten Tiere der Welt. Die Kleinen sind wahre Überlebenskünstler und es lohnt sich, euren Ranger auf Safari einmal nach ihnen zu fragen.

Nationalparks in Südafrika

Die südafrikanischen Nationalparks sind ein Highlight für jeden Reisenden und bieten vielen bedrohten Tierarten einen Lebensraum. Auf einer Safari erwarten euch unter anderem die Big 5 und eine abwechslungsreiche Landschaft.

In Südafrika gibt es über 20 Nationalparks, die unter SANParks (South African National Parks) zusammengefasst sind und geschaffen wurden, um die unberührte Natur und die Tierwelt des Landes zu schützen (hier findet ihr Informationen zu den SANParks). Für Safaris empfehlen sich zwei Nationalparks besonders.

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Krüger Nationalpark

Weltbekannt ist der Kruger National Park, Südafrikas größtes Wildschutzgebiet. Knapp 150 unterschiedliche Säugetiere und rund 500 Vogelarten leben hier. Die 20.000 Quadratkilometer große Fläche liegt im Nordosten des Landes, gut 4-5 Fahrstunden (oder einen kurzen Flug) von Johannesburg entfernt. Gegründet wurde das Schutzgebiet bereits 1898 als Sabine Game Reserve, 1926 erhielt es den Status als Nationalpark und seinen heutigen Namen.

Wollt ihr nicht nur vor Ort auf Safari gehen, sondern auch gleich dort übernachten, stehen euch 13 Main Camps der SANParks mit Restaurants, Shops und Tankstellen zur Verfügung. Für eine Übernachtung in den Unterkünften der SANParks zahlt ihr je nach Unterkunft zwischen 20 und 100 Euro pro Nacht bei einer Reise zu zweit. Etwas kleiner, aber auch etwas teurer und komfortabler sind die Bushveld Camps.

Ihr habt Lust auf einen richtig luxuriösen Aufenthalt in der Natur? Dann sind die verschiedenen privaten Lodges im Kruger National Park und den anliegenden Private Game Reserves für euch genau das Richtige. Beispiele gefällig? In der Nähe des Parkeingangs Crocodile Bridge gibt es die Shishangeni Private Lodge. Die 5° Lukimbi Safari Lodge ist im südlichen Teil des Parks gelegen.

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Addo Elephant National Park

Wer von Elefanten nicht genug bekommen kann, sollte während seiner Südafrikareise unbedingt im Addo Elephant National Park halt machen: Mehr als 600 der Dickhäuter leben in dem 1.600 Quadratmeter großen Gebiet. Auch hier habt hier die Chance, die Big Five in freier Wildbahn zu sehen, denn auch hier leben Büffel, Nashörner, einige Löwen und ein Leopard leben in dem Areal - allerdings wurde der Leopard zuletzt vor etwa 10 Jahren von einem Ranger gesehen. Dazu habt ihr die Möglichkeit, unzähligen Zebras, Giraffen, Antilopen oder Gazellen bei einer Safari oder am Wasserloch ganz nah zu kommen.

Wer möchte, hat die Möglichkeit, den Addo Elephant Nationalpark auf eigene Faust zu erkunden. Sobald er am frühen morgen seine Tore öffnet, könnt ihr mit eurem Mietwagen einfahren und selbst auf Erkundungstour gehen. Bitte achtet dabei jedoch darauf, nicht über die Misthaufen der Elefanten zu fahren. Die sind nämlich eine wichtige Brutstätte für den Dung Beetle, einem großen unter Schutz stehenden Mistkäfer.

Im Addo Rest Camp stehen für die Besucher mehrere Hütten zur Übernachtung bereit - teilweise mit Blick auf das Areal, sodass ihr mit etwas Glück auch von der Terrasse aus die Tiere beobachten könnt. Natürlich gibt es auch im Addo Elephant National Park Unterkünfte für Luxus-Liebhaber, darunter das 5* Gorah Elephant Camp, das zu den Hunter Hotels gehört, und die River Bend Lodge. Hier werden euch wunderschöne Zimmer, tolles Essen und private Ausflüge in die Wildnis geboten. Für eine Übernachtung werden allerdings zwischen 400 und 1.000€ fällig.

Private Game Reserves in Südafrika

Luxus pur findet ihr, neben den Lodges in den südafrikanischen Nationalparks, aber auch in den Unterkünften in den privaten Game Reserves. Die findet ihr in ganz Südafrika verteilt - so dass ihr eure Reise in Südafrika fast immer mit einer Safari ergänzen könnt.

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Thanda Safari - Luxury Game Reserve

Nördlich von Durban bei St. Lucia liegt das Thanda Safari Game Reserve in KwaZulu Natal. Die, wie der Name schon sagt, luxuriöse Lodge liegt in einem 14.000 Hektar großen Areal und bietet das volle Spektrum des südafrikanischen Wildlifes.

Zudem gehört das Resort zu den „Leading Hotels of the Wold“. Diese Auszeichnung gilt als Oskar der Hotelbranche.

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Sabi Sands Private Game Reserve

Einige der luxuriösesten Unterkünfte findet ihr im Sabi Sands Game Reserve westlich vom Krüger Nationalpark. Bekannt ist das Areal vor allem für seine Leoparden-Sichtungen. Ihr habt die Wahl zwischen einfachen Doppelzimmern, Übernachtungen auf einem Holzplateau in luftiger Höhe unterm Sternenhimmel oder auch eigenen Villen mit Privatpools, die auch gerne von Elefanten zum Trinken genutzt wird. Preislich sind viele der Lodges weit oben angesiedelt. Je nach Unterkunft starten die Übernachtungspreise bei etwa 430 Euro für Zwei, für Luxus-Lodges zahlt ihr aber auch schnell 3.700 Euro für eine Nacht.

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Aquila Private Game Reserve

Das Aquila Private Game Reserve liegt eine zweistündige Autofahrt entfernt nördlich von Kapstadt. Das Game Reserve ist eine gute Alternative für alle, die das Western Cape nicht verlassen möchten, denn in der Provinz gibt es keine staatlichen Nationalparks. Vor Ort habt ihr die Wahl zwischen Halb- und Ganztages-Safaris und könnt auch im Reservat übernachten.

Hier stehen euch neben modernen Zimmern in der Lodge auch luxuriöse Cottages zur Verfügung. Die Preise für eine Übernachtung starten bei etwa 250€ (für zwei Personen), dabei sind jedoch bereits zwei Game Drives, um die Big Five zu sehen sowie Lunch, Abendessen & Frühstück inkludiert.

Unser Urlaubspiratentipp: Ihr wollt die Welt Südafrikas von oben sehen? Unvergessliche Safari-Erlebnisse beschert eine Fahrt im Heißluftballon. Möglich ist das zum Beispiel im Pilanesberg Nationalpark in der Provinz North West.