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Europe, Longyearbyen, Norway

Arktische Oase Spitzbergen 🇳🇮: ein visafreier Ort fĂŒr alle 🌏

Lernt mit uns Spitzenberg oder Svalbard, wie es im Norwegischen heißt, kennen. Bei dieser Inselgruppe am Polarkreis wird auf etwas ganz besonderes verzichtet, nĂ€mlich die VisabeschrĂ€nkungen! Somit erhĂ€lt das Konzept der Grenzen hier eine ganz neue Bedeutung und es kommt zu einer Mischung der Kulturen, in welcher Menschen aus ĂŒber 50 LĂ€ndern leben.

Veröffentlicht von
Lady Mermaid Blue·13.9.2023
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Bei eurer Ankunft mit dem Flugzeug werdet ihr von majestĂ€tischen, schneebedeckten Gipfeln begrĂŒĂŸt (besonders gut zu sehen, wenn ihr in den Sommermonaten ankommen, in denen die Sonne fast 24 Stunden am Tag scheint). In den Wintermonaten hingegen erwartet euch das himmlische Schauspiel des Polarlichts, welches die ewige Nacht erhellt!

Svalbard liegt 800 Kilometer nördlich des norwegischen Festlands und ist von den eisigen GewĂ€ssern des Nordpolarmeeres umgeben. Es ist das nördlichste ganzjĂ€hrig bewohnte Gebiet und verfĂŒgt ĂŒber die nördlichste UniversitĂ€t, Kirche und sogar eine Brauereifabrik. Prost!

Longyearbyen ist der grĂ¶ĂŸte Ort der Inselgruppe Spitzbergen. Fast ein Drittel der rund 2.400 Einwohner*innen sind aus verschiedenen LĂ€ndern eingewandert. Grund dafĂŒr? Jede*r kann hier ohne Visum leben, vorausgesetzt, man findet Arbeit und Wohnung.

Die Inselgruppe blickt auf eine reiche Geschichte zurĂŒck; es wird angenommen, dass sie um 1200 von den Wikingern entdeckt wurde. Die dokumentierte Erkundung begann 1596 durch hollĂ€ndische Abenteurer auf der Suche nach der Nordostpassage nach China. Im Laufe der Jahrhunderte haben die Inseln JĂ€ger und Entdecker aus verschiedenen europĂ€ischen LĂ€ndern angezogen.

Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Kohlebergbau zu einem wichtigen Wirtschaftszweig, der 1906 von dem amerikanischen Unternehmer John Munro Longyear ins Leben gerufen wurde. Heute sind der Tourismus sowie die Umwelt- und Naturschutzforschung die HauptstĂŒtzen der lokalen Wirtschaft.

Die Lage Svalbards blieb bis 1920 ungeklĂ€rt, als ein nach dem Ersten Weltkrieg geschlossener Vertrag die Zugehörigkeit des Gebiets zu Norwegen bestĂ€tigte. Der Vertrag, dem 46 LĂ€nder zugestimmt haben, schreibt auch vor, dass die Inseln entmilitarisiert bleiben mĂŒssen und dass Norwegen fĂŒr den Schutz der Umwelt verantwortlich ist. Interessanterweise betont der Vertrag die Gleichbehandlung von Norwegern und Nicht-Norwegern.

Das Leben in Longyearbyen ist mit keinem anderen Ort vergleichbar. Die Inselgruppe hat nur 40 Kilometer Straßen. Alle Siedlungen sind isoliert und im Sommer nur mit dem Boot und im Winter mit dem Schneemobil erreichbar. Die Anwesenheit von etwa 3.000 EisbĂ€ren - mehr als die menschliche Bevölkerung - macht das MitfĂŒhren eines Gewehrs außerhalb der Stadtgrenzen zu einer ĂŒblichen Vorsichtsmaßnahme.

Obwohl Spitzbergen allen offen steht, ist es kein idealer Ort fĂŒr große "Lebensereignisse" wie Geburten und TodesfĂ€lle. Es gibt dort keine Entbindungskliniken und die Verstorbenen mĂŒssen zur Beerdigung auf das norwegische Festland verfrachtet werden. Seit den 1950er Jahren ist die Gegend durch den Permafrost fĂŒr Bestattungen ungeeignet, da der gefrorene Boden vergrabene Leichen manchmal zurĂŒck an die OberflĂ€che drĂŒckt.

Der Permafrost bildet auch die Grundlage fĂŒr den globalen Saatguttresor, der nur 3 km von der Hauptstraße in Longyearbyen entfernt liegt. Der 2008 eingerichtete Tresor bewahrt mehr als 980 000 Saatgutsorten aus der ganzen Welt fĂŒr den Fall eines weltweiten Zusammenbruchs der Landwirtschaft auf.

Doch auch diese arktische Gegend ist mit den Herausforderungen des Klimawandels konfrontiert. Im Jahr 2017 wurde der Eingang zum Saatguttresor aufgrund des schmelzenden Permafrosts ĂŒberflutet. Longyearbyen selbst hat mit Schlammlawinen zu kĂ€mpfen, weil es nicht fĂŒr die BewĂ€ltigung von Regenwasser gebaut wurde. Überraschenderweise ist die Durchschnittstemperatur auf Svalbard seit 1971 um 4 °C gestiegen, was es zum Ort mit der schnellsten ErwĂ€rmung auf der Erde macht.

Wenn euch also die Vorstellung eines weniger gewöhnlichen Lebens fasziniert, bietet Spitzbergen eine einzigartige Kombination aus natĂŒrlicher Schönheit, kultureller Vielfalt und wissenschaftlicher Bedeutung - und das alles ohne Visumspflicht.