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Kulturrouten in Katalonien: Pablo Picasso 🎹

2023 ist das JubilĂ€umsjahr der KĂŒnstler in Katalonien! Um das gebĂŒhrend zu feiern, stellen wir euch tolle Kulturrouten vor, die ihr in Katalonien besuchen und dabei Kultur und Reisen verbinden könnt.

Die Provinzen von Tarragona spielen dabei eine besondere Rolle, denn hier liegen die kĂŒnstlerischen Wurzeln einiger herausragender KĂŒnstler. Sie werden auch als „Die Landschaft der Genies“ (El paisatge dels genis) bezeichnet.

Vier der herausragendsten KĂŒnstler des 20. Jahrhunderts liebten Tarragonas KĂŒsten, StrĂ€nde, Felder und einsame Gebirgslandschaften und ließen sich von diesen zu einigen ihrer bedeutendsten Kunstwerke inspirieren.

Heute bekommt ihr von uns alle Infos zu Pablo Picasso!

Titelbild: Picasso 1969 © Agència Catalana de Turisme

Veröffentlicht von
Gina·29.11.2022
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Pablo Picasso wurde in Spanien geboren und entwickelte sich im Laufe seines Lebens zu einem der bekanntesten Namen der modernen Kunst und allgemein zu einem der wichtigsten KĂŒnstler des 20. Jahrhunderts.

Er schuf mehr als 20.000 GemĂ€lde, Zeichnungen, Skulpturen, Keramiken und andere GegenstĂ€nde wie KostĂŒme und Theaterkulissen in verschiedensten Stilen. Nach seinem Tod im Jahre 1973 stieg sein Wert als KĂŒnstler nochmal immens.

Picasso war außerdem fĂŒr die MitbegrĂŒndung des Kubismus verantwortlich. Die avantgardistische Kunstbewegung des Kubismus beeinflusste viele Bereiche wie die Malerei, aber auch Architektur, Musik und Literatur. Den Stil des Kubismus zeichnet aus, dass in ihm Objekte in StĂŒcke zerlegt und in abstrakter Form neu arrangiert werden.

Die Route

Horta de Sant Joan

Pablo Picasso sagte eins, dass er alles, was er weiß, im Gebirgsdorf Horta de Sant Joan im Els Ports-Massiv gelernt habe. Hier lebte er als junger Mann zweimal fĂŒr lĂ€ngere Zeit. Das erste Mal kam er, um sich von einer Krankheit zu erholen, das zweite mal, um Inspiration zu suchen. Die fand er, denn die bizarren Felslandschaften des Gebirgsmassivs Els Ports inspirierten ihn u.a. zu La bassa d’Horta und La fĂ brica d’Horta de’Ebre.

Startet eure Route im Centre Picasso, welches originalgetreue Nachbildungen aller Werke des KĂŒnstlers enthĂ€lt, die von Horta und den umliegenden Landschaften inspiriert wurden. Unternehmt danach einen Spaziergang durch das malerische Dorf und besucht dabei Picassos Hauptaufenthaltsorte: das Hostal del Trompet und das CafĂ© de Vives.

Cartell Museu Picasso Horta de Sant Joan © Achim Meurer

Horta de Sant Joan Museu Picasso © Achim Meurer

Naturpark Els Ports

Danach geht es raus in die Natur und zwar in den Naturpark Els Ports! Das Bergmassiv wurde im Jahre 2001 zum Naturpark erklĂ€rt und zeichnet sich durch seine unterschiedlichen Klimata und ein Iberiensteinbock-Reservat als Höhepunkt aus. Der 800 Quadratkilometer große Park ist Lebensraum fĂŒr mehr als tausend botanische Spezies sowie eine reiche Fauna. Außerdem gibt es hier zahlreiche Höhlen und Schluchten zu erkunden.

Unternehmt hier eine Wanderung zur Picasso-Höhle, welche ursprĂŒnglich den Namen Cueva de Ullals de Morango trug. Dadurch, dass Picasso hier mit sechzehn Jahren einen Monat lang campte, wurde die kleine Berggrotte umbenannt.

Eine weitere gute Möglichkeit, die vielfĂ€ltigen Landschaften des Naturparks kennenzulernen, ist eine Erkundung der stillgelegte Eisenbahntrasse Via Verde. Das geht entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf dem PferderĂŒcken.

Vies Verdes, oder die GrĂŒnen Wege, sind stillgelegte Eisenbahntrassen, die durch spektakulĂ€re Landschaften fĂŒhren.

Barcelona

Ihr wart noch nie in der katalanischen Hauptstadt Barcelona? Dann wird es höchste Zeit!

Picasso hatte eine sehr starke Bindung zu Barcelona und kehrte hier im Laufe seines Lebens immer wieder zurĂŒck. Seine Beziehung zur Stadt begann 1895, als seine Familie in die Stadt zog.

Picasso lernte an der Llotja School of Fine Arts und wurde in der modernen Metropole Barcelona Teil avantgardistischer KĂŒnstler- und Kulturkreise. In dieser Zeit war er auch regelmĂ€ĂŸiger Besucher der Quatre Gats Taverne. WĂ€hrend er zwischen Paris und Barcelona pendelte, entwickelte sich seine Blaue Periode.

In Barcelona findet ihr das Museu Picasso, welches auf persönlichen Wunsch des KĂŒnstlers errichtet wurde, sowie, in der Gegend um das heutige Viertel Ciutat Vella, die HĂ€user und Ateliers Picassos, die Llotja-Schule, in der er studierte, die Bar Quatre Gats und die Ateliers seiner Freunde.

Im Museu Picasso findet ihr Werke, die Picasso wÀhrend seinem lÀngeren Barcelona-Aufenthalt im Jahre 1917 anfertigte: Der Harlekin von Barcelona, Der Passeig de Colom, Gored Horse und Blanquita Suårez.

WÀhrend weiteren Aufenthalten in den Jahren 1926, 1933 und 1934 nahm Picasso an AktiviÀten und Ausstellungen teil. Dies behielt er wÀhrend dem Rest seines Lebens bei. Bis heute lebt Picassos Geist in Barcelona weiter.

Museu Picasso © Lluís Carro

GĂłsol

Im FrĂŒhjahr 1906 besuchte Picasso GĂłsol. Der Aufenthalt war entscheidend fĂŒr seine kĂŒnstlerische Forschung. Heute findet man das Centre Picasso in dem kleinen Dörfchen in den PyrenĂ€en, direkt am zentralen Dorfplatz neben der Kirche. Auch, wenn hier keine Originale hĂ€ngen, lernt man trotzdem alles ĂŒber seinen Aufenthalt in den PyrenĂ€en und wie dieser die Arbeit des KĂŒnstlers beeinflusste.

Im Anschluss lohnt sich ein Besuch der Burgruine auf dem HĂŒgel ĂŒber dem Dorf. Diese hat Picasso sogar auf einem Bild des Blickes aus dem Fenster seiner Pension festgehalten.