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Gänsehaut statt Zoobesuch: Hier erfahrt ihr, wo Walbegegnungen wirklich magisch sind: vom Aussichtspunkt an Land bis zum Ort, an dem du ihnen mit sehr viel Respekt sogar im Wasser begegnen kannst.
ℹ️ Kurz und knapp: Woran erkennst du „gutes“ Whale Watching?
Wenn du es machen möchtest, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, achte auf diese "Green Flags":
Mindestabstand: Die Boote halten mindestens 100 bis 200 Meter Abstand und „bedrängen“ die Tiere nicht.
Motor aus: Der Kapitän schaltet den Motor ab oder in den Leerlauf, sobald Wale in der Nähe sind.
Zeitlimit: Das Boot bleibt nicht ewig bei einer Gruppe (meist max. 20–30 Minuten).
Bildungsauftrag: Es ist ein Guide an Bord, der Biologie und Schutzmaßnahmen erklärt, statt nur „Action“ zu versprechen.
Zertifizierungen: Achte auf Siegel wie WCA (World Cetacean Alliance) oder regionale Öko-Zertifikate.
Meinst bekommt man schon bei den Reviews auf TripAdvisor und Google einen Eindruck zu diesen Punkten.
Wenn ihr mich nach einem echten Klassiker fragt, dann ist Baja ganz weit vorn: Im Winter seht ihr vor Cabo San Lucas Buckelwale sogar vom Strand aus. Bei einer Bootstour seht ihr sie aus der Nähe. In den Lagunen weiter nördlich gibt es Grauwale, die teilweise bis direkt ans Boot kommen. Dazu habt ihr im Golf von Kalifornien sogar Chancen auf Blauwale und Orcas. Besonders stark ist die Saison grob von Dezember bis April, Grauwale sind in den Lagunen vor allem zwischen Januar und März top.
Teneriffa ist so ein Spot, den ich sofort Leuten empfehle, die nicht ewig planen wollen, da es so einfach zu erreichen ist: Vor der Südwestküste könnt ihr das ganze Jahr über Grindwale (Pilot Whales) und Große Tümmler sehen. Für größere durchziehende Walarten sind Winter und Frühling meist am spannendsten.
Kaikōura ist quasi ein Must-See, wenn ihr auf der Südinsel seid. Weil ihr hier ganzjährig Pottwale sehen könnt, und zwar an einem Ort, an dem Berge direkt aufs Meer treffen. Je nach Saison kommen noch Buckelwale, Südkaper, Grindwale oder sogar Blauwale dazu.
Hermanus ist perfekt für alle, die Wale gern auch mal ganz entspannt von Land aus sehen wollen, ohne gleich aufs Boot zu müssen. Die Stars hier sind Südkaper, am besten zwischen August und Oktober, auch wenn die Saison generell etwa von Juni bis November läuft.
Weiter im Norden ist Húsavík ein verdammt guter Tipp: Hier sind vor allem Buckelwale häufig, dazu Minkwale, und mit Glück taucht sogar ein Blauwal auf. Die beste Zeit liegt grob zwischen Mai und September, generell geht die Saison aber von März bis November.
Die Azoren sind so ein Ort, an dem man nie ganz weiß, was als Nächstes auftaucht, genau das macht sie so gut. Pottwale sind hier das ganze Jahr möglich und zwischen April und Juni ziehen zusätzlich Finn-, Blau- und Seiwale durch.
Für Blauwale würde ich Monterey definitiv auf die Liste setzen: Von Juli bis Oktober sind die Chancen besonders gut, und ganz generell ist die Bucht fast das ganze Jahr spannend. Dazu kommen Buckelwale, Grauwale und zeitweise sogar Orcas – also ein Spot mit richtig viel Abwechslung.
Wenn ihr unbedingt Orcas sehen wollt, ist der Norden von Vancouver Island ein richtig starker Kandidat. Rund um Telegraph Cove und die Johnstone Strait hast du in der Saison außerdem gute Chancen auf Buckelwale – und die ganze Kulisse dort ist sowieso völlig absurd schön.
Patagonien liefert dieses raue, dramatische Naturgefühl, das man so schnell nicht vergisst: In Península Valdés kommen Südkaper zum Kalben und Aufziehen ihrer Jungen in die geschützten Buchten. Die Saison läuft grob von Juni bis Dezember und gerade früh im Winter könnt ihr sie teils sogar nah an der Küste sehen.
Tonga ist für viele genau der Traum-Spot schlechthin, weil das Schwimmen mit Buckelwalen dort offiziell geregelt ist und die Saison in der Regel von Juli bis Oktober läuft – am besten oft im August und September. Möglich ist es auf mehreren Inseln, aber das Vava'u-Atoll ist am beliebtesten. So beliebt, dass Unterkünfte und Touren manchmal schon bis zu ein Jahr im Voraus ausgebucht sind.
Moorea ist ebenfalls einer der ikonischsten Orte für diese Erfahrung mit Buckelwalen und auch dort ist das Ganze streng reguliert.
Timor-Leste ist noch deutlich weniger Mainstream und genau deshalb für viele spannend: Zwischen etwa Oktober und Dezember ziehen hier zahlreiche Walarten durch die Ombai-Wetar-Straße, und es gibt dort tatsächlich auch Angebote fürs Schwimmen mit Blauwalen. Anders als mit Buckelwalen sind die Erlebnisse hier aber etwas kürzer und hektischer, weil man meist nur vor dem Wal ins Wasser springt und ihn dann unter sich vorbeiziehen sieht.
Wenn ihr an kalten, wilde Begegnungen denkt, dann ist Skjervøy einer der Namen, die immer wieder fallen: Von etwa November bis Januar könnt ihr hier Orcas im Wasser erleben – definitiv nichts für Leute, die Badewannentemperaturen brauchen, aber immerhin seid ihr durch dicke Dry-Suits geschickt und das Adrenalin wärmt euch zusätzlich.
Dominica ist eher die „once in a lifetime, wenn das Budget egal ist“-Variante, denn hier geht es um Begegnungen mit Pottwalen und günstig ist das Ganze wirklich nicht. Schon die staatliche 10-Tages-Genehmigung kostet laut aktuellen Angaben rund 4.000 US-Dollar, dazu kommen Reise- und Tourkosten noch obendrauf.
Nördlich der Dom Rep liegt mit der Silver Bank einer der berühmtesten Spots weltweit, um Buckelwalen im Wasser zu begegnen – meist im Rahmen mehrtägiger Liveaboards zwischen Januar und April. Das ist spektakulär, aber eher Expedition als eine klassische "Tour".
Mauritius wird noch oft genannt, aber hier lohnt ein genauer Blick: Seit 2020 ist das Schwimmen mit großen Walen dort offiziell verboten, deshalb würden wir es nicht als Empfehlung aufnehmen.
Ja, es wird angeboten – aber genau hier würde ich klar abraten: Das Schwimmen mit Walen gilt in Sri Lanka als illegal, viele Anbieter halten sich trotzdem nicht an Regeln, sodass teilweise ein Dutzend Boote einen Wal umkreisen. Vermutlich ist das der Grund, dass dort mittlerweile schon lange kein Blauwal mehr gesichtet wurde, wobei immer noch Finnwale regelmäßig vorbei kommen.
Die Bucht ist dafür bekannt, dass Grauwale manchmal bis an die Boote kommen und mit den Menschen interagieren. Leider führt das zu einer Erwartungshaltung bei den Touristen, denen manche Guides gern nachkommen wollen und fahren deshalb extrem nahe an die Wale heran. Daher wird momentan auch schon in der Regierung beraten, die Regelungen zu verschärfen.