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Nach den massiven Kürzungen im Sommer wird der Rotstift auch im Winterflugplan angesetzt. Besonders mehrere Strecken ab Frankfurt sind betroffen.
Bei Lufthansa reißen die schlechten Nachrichten für Reisende nicht ab: Erst hatte die Airline bereits rund 20.000 Flüge im Sommer gestrichen, dann wurde die Zubringertochter Cityline eingestellt und zuletzt sorgte die geplante Einstellung der Verbindung zwischen Frankfurt und Bremen für Aufsehen. Nun ist klar: Auch im kommenden Winterflugplan wird weiter gekürzt.
Wie ein Lufthansa-Sprecher gegenüber dem Fachportal aeroTELEGRAPH bestätigt, setzt der Konzern seinen Konsolidierungsprozess auch im Winter fort. Betroffen sind dabei nicht nur einzelne Strecken, sondern auch Frequenzen auf bestehenden Verbindungen. Der Winterflugplan gilt vom 25. Oktober 2026 bis zum 27. März 2027.
Offiziell begründet Lufthansa die Kürzungen mit wirtschaftlichen Erwägungen sowie dem Ziel, die Flugpläne verlässlicher und planbarer für die Passagiere zu machen. Gegenüber touristik aktuell erklärte ein Sprecher, der Konsolidierungsprozess werde in den kommenden Wochen schrittweise veröffentlicht.
Heißt übersetzt: Der Konzern prüft weiter, welche Verbindungen sich lohnen und wo weniger geflogen wird. Viele Reduzierungen aus dem Sommer sollen auch im Winter fortgeführt werden.
Nach Informationen von aeroTELEGRAPH sind vor allem mehrere innerdeutsche Verbindungen ab Frankfurt betroffen. Dort werden nicht unbedingt alle Strecken komplett gestrichen, aber die Zahl der wöchentlichen Flüge sinkt teils deutlich.
Konkret genannt werden diese Kürzungen:
Frankfurt – Hamburg = 14 wöchentliche Flüge weniger; künftig 72 Verbindungen pro Woche
Frankfurt – Berlin = 11 wöchentliche Flüge weniger; künftig 77 Verbindungen pro Woche
Frankfurt – Düsseldorf = 7 wöchentliche Flüge weniger; künftig 28 Verbindungen pro Woche
Frankfurt – Hannover = 7 wöchentliche Flüge weniger; künftig 28 Verbindungen pro Woche
Frankfurt – Dresden = künftig 21 Verbindungen pro Woche
Frankfurt – Leipzig/Halle = künftig 21 Verbindungen pro Woche
Betroffene Kundinnen und Kunden sollen laut Lufthansa per E-Mail informiert werden.
Nicht überall wird gekürzt: Für den Flughafen Münster/Osnabrück gibt es immerhin Entwarnung. Die Verbindung zum Lufthansa-Drehkreuz München soll auch im Winterflugplan uneingeschränkt bestehen bleiben. Geplant sind laut Flughafen bis zu vier tägliche Flüge. Außerdem soll der Flugplan verbessert werden, damit Reisende in München bessere Umsteigezeiten haben.
Parallel gibt es auch bei internationalen Verbindungen weiterhin Einschränkungen. Die wegen des Iran-Kriegs pausierten Lufthansa-Flüge nach Dubai sollen erst ab Mitte September wieder aufgenommen werden. Nach aktuellem Stand bleiben Verbindungen nach Dubai bis zum 13. September 2026 ausgesetzt.
Bei weiteren Nahost-Zielen dauert die Pause noch länger:
Abu Dhabi = Flugpause bis 24. Oktober 2026
Amman = Flugpause bis 24. Oktober 2026
Maskat = Flugpause bis 24. Oktober 2026
Anders sieht es bei Tel Aviv aus: Die Airlines der Lufthansa Group sollen die Flüge dorthin ab Anfang Juni wieder aufnehmen. Die Kernmarke Lufthansa selbst plant die Rückkehr nach Tel Aviv nach derzeitigem Stand frühestens ab dem 1. Juli.
Für Reisende dürfte vor allem auf innerdeutschen Zubringerstrecken weniger Auswahl bleiben. Wer über Frankfurt umsteigen möchte, sollte seine Buchung im Blick behalten und bei Änderungen schnell prüfen, ob die neue Verbindung noch passt. Bestenfalls verlängert sich nur die Aufenthaltsdauer am Umsteigeflughafen etwas.
Dass Lufthansa weiterhin kürzt, passt in ein größeres Bild: Der Konzern will sein Angebot stärker auf Wirtschaftlichkeit trimmen und den Flugplan stabiler machen. Für Passagiere kann das zwar weniger kurzfristige Ausfälle bedeuten; gleichzeitig schrumpft aber auf einigen Strecken das Angebot. Gerade bei beliebten Umsteigeverbindungen kann das im Zweifel auch weniger Flexibilität und vollere Maschinen bedeuten.