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Ein deutscher Sitzhersteller testet ein Konzept, bei dem Economy-Passagiere Tischchen, Getränkehalter oder Smartphone-Halter nur noch bei Bedarf nutzen würden. Für Billigflieger könnte das gleich aus zwei Gründen interessant werden.
Ein Klapptisch gehört im Flugzeug irgendwie dazu. In der Economy steckt er meistens an der Rückseite des Vordersitzes, in höheren Klassen wird er oft aus der Armlehne oder einem Fach herausgeklappt. Selbst bei Billigairlines ist der kleine Tisch bislang Standard.
Das könnte sich irgendwann ändern. Der deutsche Sitzhersteller Recaro arbeitet an einem Konzept, bei dem Economy-Sitze ohne fest eingebauten Tisch auskommen, berichtet das Fachportal Aerotelegraph. Stattdessen soll es an der Rückseite des Sitzes nur noch einen schmalen Schlitz geben, in den verschiedene Extras eingeschoben werden können.
Gedacht sind zum Beispiel ein kleines Tischchen, ein Flaschenhalter oder eine Halterung für Smartphone und Tablet. Recaro zeigt die sogenannte Plugin-Table-Solution aktuell auf der Kabinenmesse AIX in Hamburg.
Der Vorteil aus Airline-Sicht: Die Lösung wäre deutlich leichter als ein klassischer, fest verbauter Tisch. Weniger Gewicht bedeutet weniger Treibstoffverbrauch; und damit auch niedrigere Kosten und weniger Emissionen.
Spannend ist vor allem, wie diese Einschiebe-Elemente im Alltag genutzt werden könnten. Laut Recaro wurde intern bereits über die Möglichkeit gesprochen, solche Teile vorab buchbar zu machen. Für Low-Cost-Airlines wäre das natürlich besonders interessant: Wer auf dem Flug einen Getränkehalter oder ein Mini-Tischchen möchte, könnte dafür einen kleinen Aufpreis zahlen.
Ganz abwegig ist das nicht. Schließlich haben Billigflieger in den vergangenen Jahren schon viele Leistungen aus dem Ticketpreis herausgelöst, vom Aufgabegepäck bis zur Sitzplatzwahl.
Eine spezielle Zertifizierung sollen die Einschiebe-Teile laut Recaro nicht benötigen. Allerdings dürften sie nur während des Reiseflugs genutzt werden, also nicht bei Start und Landung. Gereinigt werden könnten die Elemente außerhalb der Maschine.
Theoretisch wäre sogar denkbar, dass Passagiere eigene Tische aus dem 3D-Drucker mitbringen. Ob Airlines das wirklich erlauben würden, ist allerdings noch eine andere Frage.
Noch ist das Ganze ein Konzept. Recaro zeigt inzwischen die dritte Version, einen Kunden gibt es dafür aber bisher nicht. Laut Aerotelegraph sind Airlines noch zurückhaltend, wenn es darum geht, den klassischen Tisch komplett wegzulassen.
Trotzdem zeigt die Idee, wohin die Reise bei manchen Airlines gehen könnte: weniger Gewicht, mehr Zusatzoptionen und vielleicht irgendwann auch ein Flugzeugsitz, bei dem selbst der kleine Tisch nicht mehr selbstverständlich ist.