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Schlechte Nachrichten für den Luftfahrtstandort Deutschland und Fluggäste aus Berlin und dem Umland.
Ryanair setzt Regierungen, Flughäfen und Regionen schon länger mit deutlichen Kürzungen unter Druck, wenn Gebühren, Steuern oder Auflagen aus Sicht der Airline zu hoch werden. In Spanien strich der Konzern zuletzt Flüge an mehreren Regionalflughäfen, in Belgien kündigte er für Brüssel massive Kürzungen im Winterflugplan an und auch in Deutschland hatte Ryanair sein Angebot bereits in den vergangenen Monaten zurückgefahren. Nun trifft es Berlin besonders hart: Die Airline schließt ihren Standort am BER komplett.
Ab dem 24. Oktober 2026 will Ryanair die sieben verbleibenden am BER stationierten Flugzeuge abziehen und an günstigere Flughäfen in der EU verlagern, unter anderem nach Schweden, in die Slowakei, nach Albanien oder Italien. Gleichzeitig soll das Flugangebot von und nach Berlin im Winterflugplan um 50 Prozent sinken. Die verbleibenden 50 Prozent der Verbindungen werden dann von Basen in anderen Ländern aus bedient.
Nach Angaben von Ryanair ist die Entscheidung eine direkte Reaktion auf die aus Sicht der Airline zu hohen Standortkosten in Berlin. Besonders kritisiert das Unternehmen die angekündigten weiteren Gebührenerhöhungen am BER in den Jahren 2027 bis 2029. Ryanair-Chef Eddie Wilson bezeichnete den Flughafen auf einer Pressekonferenz als „hoffnungslos überteuert“ und sprach von einem „gescheiterten Milliardenprojekt“.
Für den Standort hat das auch Folgen beim Personal: Rund 200 Pilotinnen und Piloten sowie Crew-Mitglieder verlieren laut Ryanair ihre Jobs in Berlin, sollen aber andere Stellen innerhalb des Unternehmens in Europa angeboten bekommen.
Für Reisende bedeutet der Schritt vor allem eines: weniger Direktflüge und weniger Wettbewerb am BER. Gerade auf Strecken, auf denen Ryanair bislang für günstige Preise gesorgt hat, dürfte die Auswahl im Winter damit kleiner werden. Für den Flughafen selbst ist die Nachricht zusätzlich bitter, weil der BER ohnehin schon unter wegbrechenden Verbindungen leidet (etwa auf einzelnen Nahost-Strecken) und das erhoffte Wachstum damit noch weiter in die Ferne rückt.
Unterm Strich zeigt der Fall einmal mehr, wie konsequent Ryanair ihr eigenes Druckmittel nutzt: Wenn Gebühren und Steuern nicht passen, werden Flugzeuge und Kapazitäten dorthin verschoben, wo das Geschäft aus Sicht der Airline lukrativer ist.
Unter Anderem:
Alicante
Castellon
Fuerteventura
Gran Canaria
Ibiza
Lanzarote
Madrid
Mallorca
Valencia
Marseille
Birmingham
Edinburgh
Bologna
Catania
Palermo
Venedig
Marrakesch
Faro
Lissabon
Porto