Urlaubspiraten
Profile

Wir respektieren deine Privatsphäre

Wir nutzen Cookies, um deine Nutzererfahrung zu verbessern, dir persönlich auf dich zugeschnittene Inhalte liefern zu können und die Nutzung unserer App zu analysieren. Wenn du auf "alle akzeptieren" klickst, stimmst du dem zu und bist damit einverstanden, dass wir diese informationen mit Dritten austauschen und dass deine Daten in den USA verarbeitet werden könnten. Für weitere Informationen, lies bitte unsere .

Du kannst deine Einstellungen jederzeit anpassen. Wenn du ablehnst, werden wir nur die notwendigen Cookies verwenden und du kannt leider keine persönlich auf dich zugeschnittenen Inhalte bekommen. Um abzulehnen, .

mosquito

Dengue-Fieber: Das solltet ihr wissen

Das Dengue-Fieber breitet sich aktuell rasant aus. Welche Gründe das hat und was ihr auf Reisen tun könnt, erfahrt ihr hier.

Veröffentlicht von
Steffi·15.10.2023
Teilen

Besonders betroffen sind Latein- sowie Südamerika, Asien (hier vor allem Südostasien) sowie der westliche Pazifische Raum. Doch auch in Europa breitet sich Dengue-Fieber weiter aus - in den vergangenen Wochen hatte es mehrere Fälle am Gardasee gegeben, auch in Spanien oder Frankreich trat das Dengue-Fieber in diesem Jahr bereits auf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Aedes-Mücke und somit das Virus mittlerweile in mehr als 100 Ländern endemisch ist.

Infektionen steigen an

Übertragen wird der Tropenvirus in der Regel durch die tagaktive Mücke der Aedes-Gattung (Ägyptische Tigermücke, Denguemücke, Asiatische Tigermücke). Diese Art kann übrigens nicht nur das Dengue-Fieber übertragen, sondern auch das Zika-Virus oder das Chikungunya-Virus und ist bereits in Deutschland zum Teil heimisch.

Jährlich infizieren sich etwa 284 bis 528 Millionen Menschen mit dem Erreger des Dengue Fiebers. In diesem Jahr jedoch steigen die Infektionen in verschiedenen Ländern rasant an. So vermeldete Kambodscha Ende Juli bereits 11.824 bekannte Fälle. 2022 gab es im gleichen Zeitraum 4,985 registrierte Infektionen. Auch die Sterberate stieg von 0,11% auf 0,27%. Peru meldete im Juni den größten Ausbruch der Geschichte, in Guatemala wurde sogar der Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Für die Ausbreitung der Aedes-Mücke gibt es mehrere Ursachen. Zum einen begünstigt das Klima-Erwärmung das vermehrte Auftreten und es wird befürchtet, dass sich die Mücke vermehrt in Europa ausbreiten könnte. Die in diesem Jahr zum teil rasant ansteigenden Infektionszahlen, vor allem in Latein- und Südamerika, kann auf das regenreiche Wetter in den vergangenen Monaten zurückgeführt werden.

Ihr plant eine Reise in ein Dengue-Fieber-Gebiet? Auf der DengueMap könnt ihr mehr über die Ausbrüche erfahren.

So erkennt ihr Denguefieber

Wer mit dem Dengue-Fieber infiziert wird, bei dem treten nach einer Inkubations von 3 bis 14 Tagen Fieberausbrüche auf. Je nach Verlauf der Krankheit kann das Fieber in Wellen oder Schüben auftreten. Auch fleckiger Hautauschlag, Übelkeit und Erbrechen, geschwollene Drüsen sowie Augen- und Muskelschmerzen können Symptome sein.

Um Dengue-Fieber zu diagnostizieren, muss in den erstten vier bis fünf Tagen, an denen man Symptome sprt, ein PCR-Test durchgeführt werden.

Die Tropenkrankheit kann insbesondere bei einer erneuten (zweiten) Infektionen schwere Verläufe haben. Diese gehen mit folgenden Warnzeichen nach 3 bis 7 Krankheitstagen daher:

  • Temperaturabfall unter 38°C

  • starke Bauchschmerzen

  • anhaltendes Erbrechen

  • schnelles Atmen

  • Zahnfleisch- oder Nasenbluten

  • Müdigkeit

  • Erbrechen von Blut

  • Durst

Impfstoff gegen Denguefieber seit Februar 2023 zugelassen

Wer in ein Gebiet reist, in dem die Aedes-Mücke aktiv ist, sollte sich vorab umfassend zum Schutz Gedanken machen. Mückenmittel mit den Inhaltsstoffen DEED, Picaridin oder IR3535 können ebenso wirksam sein wie lange und stichfeste sowie imprägnierte (Wirkstoff Permethrin) Kleidung. Zudem kann es ratsam sein, unter einem imprägnierten Moskitonetz zu schlafen und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch Wasseransammlungen, zum Beispiel in Blumentöpfen, sollten vermieden, um die Larvenbildung einzuschränken.

Wer sich mit dem Dengue-Fieber infiziert hat, kann auf Acetaminophen (Paracetamol) zurückgreifen. Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen und Aspirin sollten nicht eingenommen werden, da sie das Blutungsrisiko erhöhen können.

Zudem ist es möglich, sich gegen Dengue-Fieber impfen zu lassen. Im Februar 2023 wurde Qdenga der Firma Takeda in Deutschland zugelassen. Dabei handelt es sich um einen Lebendimpfstoff, der in zwei Impfdosen im Abstand von etwa drei Monaten verabreicht wird.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) prüft eine Impfempfehlung für Reisende in Dengue-Gebiete.

Quellen: RKI, tropeninstitut.de, WHO, Plan