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10 praktische Tipps zum Flugchaos in Europa

So klappt's hoffentlich mit dem entspannten Start in den Urlaub

Veröffentlicht von
Tobi·15.7.2022
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Ahoi Piraten, auch in den letzten Tagen gab's wieder einige Hiobsbotschaften von den Flughäfen Europas:

  • Lufthansa streicht weitere 2000 Flüge im Juli und August. Betroffen sind deutsche und europäische Ziele ab Frankfurt und München. Typische "Ferienziele" sollen nicht darunter sein.

  • Aber auch andere Fluggesellschaften müssen kürzen, denn der Flughafen Frankfurt will den Höchstwert der Starts und Landungen auf 88 pro Stunde absenken, nachdem diesen zuletzt schon von 106 auf 96 gesunken war.

  • Lufthansa setzt vorläufig die schnelleren Sicherheitskontrollen in Fast Lanes für Statuskunden aus.

  • Der Flughafen Amsterdam legt eine maximale Anzahl an Passagieren fest, die im Sommer täglich abgefertigt werden können (67.500 bis 72.500). Mehr Tickets dürfen verkauft werden.

  • Der Flughafen London-Heathrow begrenzt die Zahl der abfliegenden Passagiere in der Sommerurlaubszeit auf 100.000 pro Tag.

  • Ein Airbus A330 von Delta flog Anfang der Woche ohne Passagiere von London nach Detroit, nur um das ganze dort liegen gebliebene Gepäck abzutransportieren.

Damit euer wohlverdienter Urlaub nicht gleich komplett chaotisch beginnt, wollen wir euch zumindest ein paar kleine Tipps mitgeben, wie ihr möglichst unbeschadet durch die ganze Sache kommt.

10 Tipps, um fürs Flugchaos vorzusorgen

  1. Großflughäfen meiden: Überwiegend kommen die Schreckensmeldungen von den Großflughäfen, wie Frankfurt oder London, an vielen kleineren Airports ist die Lage entspannter. Außerdem können z.B. Verbindungen über Amsterdam derzeit kostenlos auf ein Routing über Paris umgebucht werden (da KLM und AirFrance mittlerweile zusammengehören).

  2. Stoßzeiten meiden: Die meisten Reisenden starten an den Wochenenden in den Urlaub. Die höchste Dichte an Abflügen gibt es generell morgens und mittags. Wer diese Tage und Zeiten meiden kann, wartet oft weniger.

  3. Flugstatus kontrollieren: In eurer Buchungsbestätigung findet ihr die sogenannte PNR, ein sechsstelliger Code aus Buchstaben und Ziffern (zum Beispiel KY24WD). Mit diesem könnt ihr wenige Tage vor Abflug auf der Website der Fluggesellschaft kontrollieren, ob es Änderungen am Flug gab. Viele Fluggesellschaften haben auch Apps, die euch im Falle von Änderungen oder Verspätungen sofort benachrichtigen.

  4. Ausreichend früh am Flughafen sein: Zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, ist in den Sommerferien kein ausreichendes Zeitpolster. Richtet euch am besten nach der aktuellen Empfehlung eures Flughafens / eurer Fluggesellschaft. In den meisten Fällen dürften das mindestens 3 Stunden sein.

  5. Möglichst ohne Aufgabegepäck reisen: An manchen Flughäfen geht leider gerade viel Aufgabegepäck verloren (London ist berüchtigt). Für die meisten Reisearten kommt man auch mit einem Handgepäcktrolley aus.

  6. Self-Check-In / Vorabend-Check-In nutzen: Wenn ihr doch Gepäck aufgeben müsst, müsst ihr euch an manchen Flughäfen (z.B. Berlin) nicht am Schalter anstellen, sondern könnt den Tag für euren Koffer vor Ort selbst drucken lasse und ihn dann aufs Band stellen. Alternativ bieten manche Fluggesellschaften (EasyJet, Condor u.v.m.) auch Check-Ins am Vorabend an. Bei Eurowings Discover bekommt ihr als Belohnung sogar Plätze mit mehr Beinfreiheit (nach Verfügbarkeit).

  7. Wichtige Dinge ins Handgepäck: Falls euer Koffer verloren gehen sollte, könnt ihr vor Ort Ersatzkleidung und Kosmetik kaufen und euch das Geld später von der Fluggesellschaft erstatten lassen. Unkomplizierter wird es, wenn ihr ein paar wichtige Dinge, wie Zahnbürste und Badehose gleich ins Handgepäck legt.

  8. AirTags in den Koffer: In letzter Zeit nutzen immer Leute die kleinen AirTags von Apple, um ihre Koffer orten zu können. Das Suchergebnis hängt davon ab, ob sich andere iPhones in Bluetooth-Reichweite befinden und ist nicht sonderlich genau, aber zumindest seht ihr schon mal an welchem Flughafen und in welchem Terminal sich euer Koffer befindet. Dies sollten dank des angebrachten Codes aber auch die Lost&Found-Schalter ermitteln können.

  9. Auf die Sicherheitskontrolle vorbereiten: In der Security-Schlage bereits alles aus den Hosentaschen ins Handgepäck tun und den Flüssigkeitenbeutel ganz oben griffbereit halten. Auch den Laptop am besten schon vorher aus der Tasche holen.

  10. Für Wartezeiten vorsorgen: Ob lange Schlangen oder ein verpasster Anschlussflug. Seid für Wartezeiten gewappnet und habt ein Buch, Hörbuch oder einen Netflix-Zugang dabei. Damit euch nicht der Strom ausgeht, ist auch eine Powerbank nicht verkehrt. Gegen den Hunger am besten auch den ein oder anderen kleinen Snack einpacken.

Warum gibt es gerade solch ein Chaos in Europas Luftverkehr?

Zwei coronabedingte Effekte treffen hier zusammen: Zum einen wollen jetzt viele Europäer nach zwei Jahren voller Einschränkungen endlich wieder reisen, weshalb es eine sehr hohe Nachfrage nach Flügen gibt. Zum anderen wurde während der Hochphase der Pandemie viel Personal in der Bodenabfertigung und von der Kabinenbesatzung entlassen. Diese fehlen nun überall. Beim Bodenpersonal sollen es um die 20 % weniger als vor der Pandemie sein.

Kann man nicht schnell noch Leute einstellen?

Das entlassene Personal hat sich in der Zwischenzeit natürlich überwiegend andere Jobs gesucht. Außerdem sind für viele dieser Tätigkeiten Sicherheitsüberprüfungen notwendig, die zum Teil mehrere Monate dauern können. Zumal das Abklingen der Reisebeschränkungen in der Omikron-Welle erst im Frühjahr absehbar war.

Was steht mir zu, wenn mein Flug storniert wurde?

Die EU-Fluggastrechteverordnung gilt, wenn euer Flug in der EU startet. Andernfalls (also beim Rückflug aus einem Nicht-EU-Land) gilt sie, wenn die Airline ihren Hauptsitz in einem EU-Land hat. Dann gilt:

  • ihr könnt euch den Flugpreis voll erstatten lassen oder

  • euch umbuchen lassen

Full-Service-Airlines, wie die Lufthansa, können euch dabei oft auf andere Fluggesellschaften ihres Netzwerks umbuchen. Billigflieger bieten euch unserer Erfahrung nach eher eine Umbuchung auf ein anderes Datum an.

Wenn ihr dabei im Ausland strandet, muss die Fluggesellschaft euch mit Mahlzeiten und Hotelübernachtungen (mittlere Kategorie) sowie einem Transfer dorthin versorgen.

Zusätzliche Entschädigungszahlungen stehen euch nur dann zu, wenn euch die Fluggesellschaft weniger als 14 Tage über die Streichung informiert und der alternative Flug deutlich früher oder später als der ursprüngliche verkehrt.

Welche Tipps gibt es noch?

Seid zu euren Flügen in diesem Sommer lieber noch 1-2 Stunden früher am Flughafen als sonst, damit ihr einen extra Puffer für Schlangen beim Check-in und der Sicherheitskontrolle habt.

Nutzt am besten den Online-Check-in oder wenn ihr mit Aufgabegepäck reist, den Vorabend-Check-in, falls verfügbar.

Wenn ihr eine Pauschalreise bucht, kann euer Flug zwar ebenso gestrichen werden, aber bestenfalls habt ihr dann etwas weniger Stress, da der Veranstalter eine Fürsorgepflicht hat und sich für euch um neue Flüge und eventuell notwendige Übernachtungen kümmern muss.