Urlaubspiraten
Profile

Wir respektieren deine Privatsphäre

Wir nutzen Cookies, um deine Nutzererfahrung zu verbessern, dir persönlich auf dich zugeschnittene Inhalte liefern zu können und die Nutzung unserer App zu analysieren. Wenn du auf "alle akzeptieren" klickst, stimmst du dem zu und bist damit einverstanden, dass wir diese informationen mit Dritten austauschen und dass deine Daten in den USA verarbeitet werden könnten. Für weitere Informationen, lies bitte unsere .

Du kannst deine Einstellungen jederzeit anpassen. Wenn du ablehnst, werden wir nur die notwendigen Cookies verwenden und du kannt leider keine persönlich auf dich zugeschnittenen Inhalte bekommen. Um abzulehnen, .

bargain, deal, passport

Preistrend: So entwickeln sich die Preise beim Reisen

Beim Blick auf die Zapfsäule fragt sich so mancher, ob die aktuellen Entwicklungen eigentlich Auswirkungen auf das Preisniveau beim Reisen haben. Daher haben wir für euch einen kleinen Rundum-Check gemacht.

Veröffentlicht von
Tobi·19.9.2023
Teilen

Flüge

Steigende Ölpreise machen sich in der Regel nicht sofort bei den Flugtickets bemerkbar, weil sich die Fluggesellschaften über Sicherungsgeschäfte (sogenanntes Hedging) kurzfristig stabile Kerosinpreise sichern. Dass das Fliegen bei der derzeitigen Entwicklung aber mittelfristig teurer wird, darüber sind sich eigentlich alle Experten einig.

In dieser Woche hatte bereits die Lufthansa die Preise auf zahlreichen Langstrecken angepasst. In der Economy wurden die Tickets um etwa 30 Euro teurer, in der Business-Class um 100 Euro. Ebenso hatten Air France und KLM Anfang der Woche angekündigt, ab heute beispielsweise auf Flüge in die USA 40 Euro in der Economy und ebenfalls 100 Euro in der Business draufzuschlagen.

Langfristig prognostiziert der Chef des Flughafenbetreibers Fraport sogar Steigerungen von 150 Euro auf der Langstrecke beziehungsweise 50 Euro auf der Kurzstrecke. Für den innereuropäischen Markt ist diese Entwicklung jedoch noch nicht ausgemacht, da Billigflieger wie Ryanair und Wizzair dabei sind, ihre Kapazitäten zu erhöhen und sich gegenseitig Druck bei den Preisen machen.

Unser Tipp: Es muss keiner panikartig Flüge buchen, aber wenn ihr wisst, dass ihr in diesem Jahr noch einen Fernflug unternehmen wollt und ein akzeptables Angebot seht, solltet ihr lieber nicht mehr länger mit der Buchung warten.

Hier findet ihr die billigsten Flüge ab ganz Deutschland:

Pauschalreisen

Bisher sind uns noch keine signifikanten Preissteigerungen aufgrund der aktuellen Entwicklungen aufgefallen, was auch daran liegt, dass die großen Reiseveranstalter in der Regel bereits weit im Voraus ihre Kontingente an Hotelzimmern und Charterflug-Kapazitäten einkaufen.

Eine Ausnahme gibt es aber: Was viele Reisende nicht wissen (und für sie normalerweise auch keine Rolle spielt), ist, dass ein Teil der Pauschalreise-Angebote "dynamisch paketiert" wird. Das bedeutet, in dem Moment, in dem der Kunde oder die Kundin nach Angeboten sucht, verbindet die Software automatisch die momentan verfügbaren Zimmer mit Flugtickets zu den aktuellen Preisen. Hierbei würden sich Preissteigerungen bei Flügen oder Unterkünften also durchaus bemerkbar machen.

Auch wenn (dank der aktuell hohen Nachfrage nach Urlaubsreisen) in diesem Jahr keine großen Preisnachlässe erwartet werden, gibt es doch regional die Chance auf sinkende Preise, auch wenn der Grund dafür ein sehr trauriger ist. Da nämlich Reisende aus Russland und der Ukraine normalerweise einen großen Teil der Buchungen in Ägypten, Kuba, Thailand und der Türkei ausmachen, könnten die Hoteliers vor Ort gezwungen sein, ihre freien Kapazitäten billiger auf den Markt zu bringen.

Hier findet ihr die aktuell preiswertesten Pauschalreisen weltweit:

Mietwagen

Als vor allem zu Beginn der Pandemie in vielen Regionen der Tourismus einbrach, wurden kaum noch Mietwagen gebraucht. Da Autos, die nur rumstehen und an Wert verlieren, sich aber nicht rentieren, mussten alle Anbieter den Großteil ihrer Autos zu Schleuderpreisen verkaufen. Auf den Kanarischen Inseln beispielsweise sank die Anzahl der Mietwagen von über 80.000 auf gerade mal rund 20.000 – so wenige, wie seit 1985 nicht mehr! Viele der Wagen wurden aufs Festland verschifft.

In diesem Jahr normalisiert sich die Nachfrage jedoch wieder, während gleichzeitig wegen der globalen Chip-Krise deutlich weniger neue Autos geliefert werden können. Wegen dieses Unterschieds von Angebot und Nachfrage klettern die Leihwagenpreise an manchen Reisezielen extrem in die Höhe und das natürlich vor allem an beliebten Reisezeiträumen, wie Feiertagen und Ferien.

Dabei gibt es regional große Unterschiede, wie wir für euch kürzlich schon in einem Artikel verglichen haben. Während die Preise auf Mallorca sowie in den USA und Italien besonders hoch sind, haben wir an der Türkischen Rivieria sowie in Malta und auf Kreta noch echte Schnäppchen gefunden.

Unser Tipp: Generell ist nicht davon auszugehen, dass sich die Situation in den nächsten Monaten erholt, daher solltet ihr euren Mietwagen möglichst frühzeitig buchen. Die meiste Tarife sind ohnehin kostenlos stornierbar.

Hier findet ihr die momentan billigsten Mietwagen weltweit:

Preise vor Ort

Inflation

Die Preisentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat entwickelt sich innerhalb der EU sehr unterschiedlich. Während die Inflation in Litauen (14%), Estland (11,6%) und Tschechien (10%) deutlich über dem EU-Durchschnitt von 6,2 Prozent liegt, stiegen die Preise in Frankreich (4,2%), Malta (4,2%) und Portugal (4,4%) weniger stark an. Wobei diese Steigerungen überwiegend auf die Energiepreise zurückzuführen sind und sich so natürlich nicht 1:1 an der Supermarktkasse widerspiegeln.

Benzinpreise

A propos: Wenn ihr mit einem Fahrzeug unterwegs seid, sind natürlich auch die unterschiedlichen Spritkosten relevant. Fahrt ihr beispielsweise nach Kroatien statt nach Italien, tankt ihr vor Ort momentan 19% billiger. Nach einem Vergleich des "AvD", sind dies die aktuellen europäischen Spitzenwerte für einen Liter Superbenzin:

Am teuersten

  1. Niederlande (2,29€)

  2. Norwegen (2,18€)

  3. Deutschland (2,14€)

  4. Italien (2,14€)

  5. Finnland (2,13€)

Am billigsten

  1. Ungarn (1,28€)

  2. Malta (1,34€)

  3. Polen (1,41€)

  4. Zypern (1,41€)

  5. Bulgarien (1,47€)

Kaufkraft

Wegen der Kaufkraftparitäten könnt ihr euch von eurem Geld in manchen Ländern mehr und in anderen weniger Waren kaufen. Laut einer aktuellen OECD-Untersuchung bekommt ihr in diesen beliebten Reiseländern derzeit besonders viel für euer Geld:

  • Türkei

  • Mexiko

  • Griechenland

Länder, in denen ihr eher draufzahlen müsst, sind hingegen:

  • Israel

  • USA

Sind euch noch irgendwo besonders heftige Preissteigerungen oder vielleicht sogar -senkungen aufgefallen, dann lasst es uns gern in den Kommentaren wissen.