Urlaubspiraten
Profile

Wir respektieren deine Privatsphäre

Wir nutzen Cookies, um deine Nutzererfahrung zu verbessern, dir persönlich auf dich zugeschnittene Inhalte liefern zu können und die Nutzung unserer App zu analysieren. Wenn du auf "alle akzeptieren" klickst, stimmst du dem zu und bist damit einverstanden, dass wir diese informationen mit Dritten austauschen und dass deine Daten in den USA verarbeitet werden könnten. Für weitere Informationen, lies bitte unsere .

Du kannst deine Einstellungen jederzeit anpassen. Wenn du ablehnst, werden wir nur die notwendigen Cookies verwenden und du kannt leider keine persönlich auf dich zugeschnittenen Inhalte bekommen. Um abzulehnen, .

Impressions and Other Assets/shutterstock_1111533389_bwjftb
Dieses Angebot ist schon ein paar Tage alt. Die hier angezeigten Preise und Verfügbarkeiten können von den jetzigen abweichen.
Sonstiges

Workation auf den Kanaren 🇪🇸

Erfahrungsbericht: Wie funktioniert Leben & Arbeiten auf den Kanaren? Infos zu Unterkünften, Kosten & noch viel mehr

Veröffentlicht von
EckMarc·24.4.2022
Hinzufügen
Teilen

Als chronisch Fernweh-Geplagte machen die Urlaubspiraten liebend gerne Workation! Was das bedeutet? Workation setzt sich zusammen aus "Work" (Arbeit) und "Vacation" (Urlaub), es ist also eine Kombination aus Arbeit und Urlaub.

Da wir seit einiger Zeit 100% im Home Office arbeiten können, ist es nicht verwunderlich, dass wir bereits einige Länder und Orte testen konnten bezüglich ihrer Workation-Tauglichkeit. Denn es gibt doch dabei einiges mehr zu beachten als im normalen Urlaub...

In dieser Magazin-Reihe zum Thema Workation wollen wir euch mit Tipps & Tricks versorgen, falls ihr euer Home Office auch mal für eine Weile ins Paradies verlegen wollt!

Nachdem wir euch schon Mexiko und Home Office auf einem Kreuzfahrtschiff vorgestellt haben, geht es heute um die Kanarischen Inseln, vor allem um Fuerteventura und Lanzarote.

Ob und warum die Inselgruppe für digitale Nomaden und Workation geeignet ist, wie es mit den Kosten, der Internetverbindung und den Unterkünften aussieht und welches ein paar der besten Orte sind, um Workation zu machen, erfahrt ihr alles in diesem Artikel!

Zum Ende haben wir eine persönliche Bewertung anhand verschiedener Kriterien (Internet, Kosten, Wetter, Zeitverschiebung etc.) abgegeben. Es handelt sich hier um eine rein subjektive Einschätzung von uns auf Basis bestimmter Kriterien, die wir für wichtig halten.

Zielort

  • Kanarische Inseln

Details

Lebenshaltungskosten

Hier kommt es stark darauf an, wo ihr euren Aufenthalt plant und welche Ansprüche ihr habt. Ich selbst war auf Fuerteventura und Lanzarote unterwegs und habe vorwiegend in Ferienunterkünften bzw. Airbnbs gewohnt. Für eine Unterkunft mit zwei oder sogar mehr Schlafzimmern könnt ihr euch auf Kosten zwischen 300-700€ pro Woche einstellen, wobei es nach oben natürlich fast keine Grenzen gibt. Teilt ihr euch die Kosten allerdings mit mehreren Personen, könnt ihr recht günstig davonkommen. Unterkünfte mit eigenem (evtl. sogar beheiztem) Pool, mit Meerblick oder direkt am Strand kosten mehr als Ferienwohnungen ein paar Minuten vom Strand entfernt. Noch preiswertere Unterkünfte findet ihr in der Regel im Landesinneren und abseits der Touristenhochburgen. Für einen Aufenthalt von einer Woche oder gar einem Monat gibt es außerdem meistens nochmal einen Rabatt.

Generell kommt es bei der Unterkunftssuche natürlich auch darauf an, was ihr euch von eurem Aufenthalt versprecht. Zudem ist eine schnelle und stabile Internetverbindung für Workation extrem wichtig. Wir hatten außerdem einen Hund mit dabei, was die Unterkunftssuche noch spannender gestaltete. Letztendlich war es aber kein Problem, denn die meisten Buchungsplattformen haben entsprechende Filter zu Haustieren bei der Suche integriert. Bei Airbnb kann man einen Hund sogar zusammen mit den Personen angeben. Bei Unklarheiten kann es sich außerdem lohnen, die Gastgeber:innen direkt anzuschreiben.

Wenn ihr alleine unterwegs seid, könnt ihr euch auch noch günstiger in einem Hostel einmieten und so schnell in Kontakt mit anderen jungen Leuten kommen.

Lebensmittel sind meiner Meinung nach etwas günstiger als in Deutschland, vor allem in den riesigen HiperDino Supermärkten. Auch Restaurants und Bars sind preiswerter als hierzulande. Natürlich kann das in den Touristenorten nochmal etwas anders aussehen, wir haben aber versucht, eher traditionelle Restaurants und Tavernen zu besuchen. Dort schmeckt es nicht nur meist besser, die Preise sind auch niedriger. Zu zweit kann man so schon mal jede Menge Tapas plus Wein für um die 30€ bekommen und ist danach definitiv satt. Mittags wird in vielen Tavernen auch ein Menú del día, also ein Mittagsmenü, angeboten, was sich durchaus lohnt. Denn für um die 10€ bekommt ihr dann ein Drei-Gänge-Menü mit einem (alkoholischen) Getränk sowie einem Kaffee.

Zeitverschiebung

Die Kanaren befinden sich in der westeuropäischen Zeitzone (GMT), das heißt es gibt eine Stunde Zeitverschiebung nach hinten. Wenn es in Deutschland 8 Uhr morgens ist, ist es auf den Kanarischen Inseln also erst 7 Uhr.

Internet

Es lohnt sich, den Faktor Internet schon bei eurer Unterkunftssuche zu berücksichtigen. Entsprechende Filter zeigen euch schnell, ob Internet bzw. WLAN verfügbar ist. Viele Vermieter:innen haben auch bereits den Trend zu Workation bemerkt und entsprechende Hinweise zur Zuverlässigkeit oder Geschwindigkeit der Internetverbindung direkt mit im Inserat aufgeführt. Bei Unsicherheiten könnt ihr sie einfach direkt kontaktieren, über Airbnb wurde mir daraufhin sogar ein Screenshot eines Speedtests geschickt. In allen Unterkünften war das Internet stabil und schnell genug für Videocalls sowie auch Netflix am Abend. Auch das Arbeiten von Cafés aus war zumindest bei mir kein Problem.

Wetter/Reisezeit

Die beste Reisezeit für uns ist natürlich während der Wintermonate. Die Temperaturen sind meist warm und angenehm, es gibt viel Sonne und wenig Regen. Natürlich gibt es zwischen den Inseln noch Unterschiede, manche Gegenden sind zum Beispiel windiger als andere. Auf Fuerteventura beispielsweise ist vor allem der Norden sehr beliebt bei Surfern, dementsprechend weht hier auch meist ein leichtes Lüftchen.

Eine Besonderheit gibt es allerdings: Die Calima (oder Kalima) kann die Kanarischen Inseln jederzeit heimsuchen und (im wahrsten Sinne des Wortes) ordentlich Staub aufwirbeln. Dabei handelt es sich um ein Wetterphänomen, das mit Ostwind Saharastaub über die Kanaren weht. Der Sandsturm kann mitunter so extrem werden, dass man eigentlich nur noch in der Unterkunft bleiben kann, denn die Luftqualität kann mitunter miserabel werden. Während unserer Zeit vor Ort hatten wir leider auch das Pech, dass eine Calima über die Inseln wehte. So wurde unsere Fähre zwischen Fuerteventura und Lanzarote gestrichen und im Prinzip konnten wir rund eine Woche kaum was unternehmen. Dafür umso mehr arbeiten.

Vorher/nachher (innerhalb von 7 Tagen):

Transport

Wenn man auf den Kanaren unterwegs ist, möchte man natürlich auch was sehen und zum Beispiel entlegene Strände oder traditionelle Dörfer aufsuchen. Am einfachsten ist dies natürlich mit einem Mietwagen. Allerdings sind die Preise mitunter ziemlich happig, da müsst ihr Glück haben und ordentlich recherchieren. Weit im Voraus zu planen kann sich hier ebenfalls auszahlen. Alternativ gibt es auch gut ausgebaute Busverbindungen auf den Inseln, die allerdings teilweise recht unregelmäßig verkehren. Auf Fuerteventura beispielsweise werden die Buslinien von Tiadhe betrieben, Informationen zu den Busverbindungen auf Lanzarote findet ihr hier. Weiterhin sind Taxis eine Option für kürzere Strecken, wie zum Beispiel vom Flughafen zur Unterkunft.

Falls ihr mehrere Inseln besuchen wollt, könnt ihr zum Beispiel die vielen Fährverbindungen nutzen. Da mehrere Reedereien Verbindungen zwischen den Kanarischen Inseln betreiben, lohnt sich für den ersten Überblick eine Website wie Direct Ferries. Im Anschluss haben wir jedoch direkt bei den jeweiligen Fährbetreibern gebucht, in unserem Fall für eine Überfahrt von Corralejo im Norden Fuerteventuras nach Playa Blanca im Süden Lanzarotes.

Natürlich gibt es auch die Option, mit dem Flieger von einer zur anderen Insel zu gelangen. Die beiden Fluggesellschaften Binter Canarias und Canary Fly betreiben mehrere Flugverbindungen täglich zwischen den Inseln.

Sprache

Die Landessprache der Kanarischen Inseln ist, na klar, Spanisch. Allerdings sind die Inseln natürlich ein wahrer Touristenmagnet, sodass man sehr gut mit Englisch zurechtkommt. Außerdem wird auch an allen Ecken Deutsch gesprochen, selbst von den Einheimischen. Dennoch macht ihr euch natürlich beliebt, wenn ihr zumindest ein paar Basics der spanischen Sprache beherrscht.

Ein paar der besten Orte für Workation auf den Kanarischen Inseln (Fuerteventura und Lanzarote)

Fuerteventura

El Cotillo: Der kleine Ort im Nordwesten Fuerteventuras hat mich wirklich begeistert. Traditionelle weiße Häuschen, schöne Strände, jede Menge gute Restaurants... hier hat wirklich alles gepasst. Zudem sind viele junge Leute unterwegs, was vor allem auch mit den ansässigen Surfschulen zu tun hat. Erst aufs Surfbrett und dann noch etwas arbeiten, was will man mehr?

Corralejo: Die Stadt befindet sich im Nordosten Fuerteventuras und ist sehr beliebt bei jungen Menschen aus allen möglichen Ländern. Einige von uns haben auch schon eine Weile von dort gearbeitet und konnten nur Gutes berichten. Es gibt viele Möglichkeiten zum Ausgehen, zudem befindet sich hier auch der bekannte Naturpark Corralejo mit den kilometerlangen Dünen. Von hier verkehren übrigens auch Fähren nach Lanzarote, ideal also für Inselhopping.

Morro Jable: Das alte Fischerdorf Morro Jable hat viel Charme, allerdings empfehlen wir euch eher die Altstadt, als den Abschnitt mit den riesigen Bettenburgen. Dort findet ihr dann richtig ursprüngliche Tavernen mit günstigen Tapas (zum Beispiel Bar Parada) und noch vielem mehr. Außerdem ist die Lage an der Südküste Fuerteventuras ideal, um zum Beispiel den Traumstrand Playa de Cofete zu besuchen.

Lanzarote

Playa Honda: Dieser kleine Ferienort auf Lanzarote drängt sich zwar nicht auf den ersten Blick als top Destination auf, dennoch passt hier einiges. Der Strandabschnitt hat Charme, es gibt eine Handvoll guter Restaurants und Bars, außerdem könnt ihr zu Fuß am Wasser entlang in die Hauptstadt Arrecife schlendern. Auch die Lage in der Mitte der Insel hat Vorteile, so könnt ihr schnell andere Ecken erkunden. Ganz in der Nähe sind zum Beispiel die vielen Weingüter Lanzarotes, vor allem El Grifo ist sehr bekannt (und ziemlich gut).

Caleta de Famara: Dieses kleine Dörfchen an der Nordwestküste Lanzarotes ist perfekt, um mal richtig Ruhe zu tanken. Dennoch gibt es ein paar hippe Restaurants und der fünf Kilometer lange Hausstrand Playa de Famara lädt auch zu allerlei Aktivitäten ein.

Die Liste basiert lediglich auf Erfahrungen, Empfehlungen und eigener Research-Arbeit. Natürlich gibt es sicher noch andere Orte, von denen man toll als Digitaler Nomade aus arbeiten kann und die wir hier leider nicht mehr aufführen konnten. Wir freuen uns aber, eure Tipps in den Kommentaren zu lesen. 🔖

Zusätzliche Informationen

Zusammenfassende Bewertung

👉●●●●● Einreise & Visum

👉●●●●● Aktivitäten & Erlebnisse

👉●●●●○ niedrige Lebenshaltungskosten

👉●●●●○ Internet

👉●●●●○ Wetter

👉●●●●○ Internationale Community

👉●●●●● Sicherheit

*Die Bewertung wurde auf Basis unserer subjektiven Wahrnehmung und Erfahrung gegeben.