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Rundreise durchs Backpacker-Paradies Kolumbien - Von Bogotá an die Karibikküste

Das Land ist ein einziges Backpacker-Paradies. Es gibt unglaublich viel zu sehen und zu machen, die Menschen sind unfassbar freundlich und die Natur ist so vielfältig und schön, dass man sich eigentlich nur fragen kann, wieso dieses einzigartige Land einen doch eher unterschätzten Ruf besitzt.

Kolumbien ist dreimal so groß wie Deutschland und besitzt so viele sehenswerte Orte, dass man sich problemlos auch 3 Monate in dem Land aufhalten könnte und jeden Tag etwas Neues erlebt. Wir haben euch eine Route zusammengestellt, die wir selbst getestet haben und in der man in drei Wochen einen sehr guten Eindruck von Land und Leuten bekommt, ohne dass man jeden Tag von einem Ziel zum nächsten hetzen muss.

Flüge nach Kolumbien

Die bequemste Variante sind sicherlich die Direktflüge mit Lufthansa von Frankfurt/Main aus. Die Flugzeit beträgt etwa 10 Stunden, ihr fliegt im Normalfall im A350 und bekommt guten Service. Günstiger sind die Flüge meistens, wenn ihr euren Startpunkt nach Amsterdam verlegt und von dort aus mit einem Zwischenstopp in Frankfurt nach Bogotá fliegt. Wir haben für unsere Flüge keine 500 Euro bezahlt. Von Amsterdam bekommt ihr zudem auch Direktflüge mit KLM nach Bogotá und Cartagena.

 

Sicherheit in Kolumbien

Wir haben uns zu jeder Zeit sicher gefühlt. Nachts sollte man gewisse Ecken meiden, gerade in Bogotá und Medellín. Welche Ecken das sind, könnt ihr am besten bei eurer Unterkunft erfragen. Die Städte und Hauptverkehrsstraßen sind extrem gut bewacht, gefühlt steht alle 500 Meter mindestens ein Polizist. Ansonsten gilt auch für Kolumbien: Mit ein bisschen Vorsicht und Vernunft bringt man sich gar nicht erst in gefährliche Situationen und kann somit unangenehme Situationen direkt vermeiden. Das gilt für Bogotá und Medellín genauso wie für Paris, London oder Berlin.

 


Beispielroute Kolumbien: Bogotá - Salento - Medellín - Cartagena - Islas del Rosario - Palomino - Tayrona Nationalpark - Bogotá


1. Bogotá (3 Nächte)

Nach eurer Ankunft am Flughafen von Bogotá kommt ihr direkt in das Verkehrschaos der kolumbianischen Hauptstadt. Bogotá besitzt keine Metro, dafür ein extrem vernetztes Bussystem, in dem man eigentlich nie länger als 10 Minuten auf den nächsten Bus warten muss. Wir empfehlen euch eine Unterkunft im historischen Viertel La Candelaria, in dem die meisten Touristen unterkommen. Die Gegend ist sicher und bietet den perfekten Ausgangspunkt, um verschiedene Ausflüge in und um Bogotá zu machen. Wir haben in einem wunderbaren Airbnb übernachtet, mit Blick über die Stadt. Vermieter Daniel war extrem freundlich und locker drauf. Die Nacht kostet nur 31 Euro und bietet Platz für bis zu 5 Personen. In Candelaria findet ihr zudem zahlreiche gute Hostels, in denen die Übernachtung im Dorm bereits ab etwa 6 Euro möglich ist.

Piraten-Tipps für Bogotá:
  • Auf den Hausberg Monserrate: Der beste Aussichtspunkt in Bogotá liegt direkt neben der Stadt. Oben befindet sich eine kleine Kirche, die über die Stadt wacht. Es gibt drei Varianten, um auf den Berg zu kommen: Per Seilbahn (bester Ausblick), per Zahnradbahn oder zu Fuß. Der Fußweg auf den Berg ist nur zu bestimmten Zeiten freigegeben, nämlich dann, wenn er von der Polizei bewacht wird. Ausserhalb dieser Zeiten ist von einem Fußweg absolut abzuraten, da es in der Vergangenheit regelmäßig zu Überfällen auf Touristen kam. Oben ist es aber definitiv sicher und ihr werdet mit einem gigantischen Ausblick über Bogotá belohnt. Seilbahn und Zahnradbahn gehen tagsüber problemlos.
  • Spazieren gehen im historischen Viertel: Neben dem Parlament und der Statue vom Staatsgründer Simón Bolívar sind die Kolonialhäuser um die Carreras 1-4 eine echter Hingucker. Die ältesten Häuser Bogotás bilden mit einer kleinen Kirche in der Mitte den Ursprung der Stadt und strahlen euch in bunten Farben und jeder Menge kunstvoller Bemalungen an.
  • Ausflug nach Zipaquirá: Die Kleinstadt liegt rund 40 Kilometer außerhalb von Bogotá und besitzt eine wahre Einzigartigkeit: Tief in einer Salzmine wandert ihr durch eine Kathedrale unter der Erde. Jeder einzelne Gebetsabschnitt ist in einem anderen Design in die Mine gebaut worden. Am Ende erreicht ihr schließlich ein mächtiges Kreuz, dass wunderschön angestrahlt wird - einfach nur imposant.
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2. Salento (3 Nächte)

Von Bogotá aus geht auf die Kaffee-Hochebenen im Osten des Landes. Der kleine Ort Salento zwischen den Großstädten Armenia und Pereira hat sich immer mehr zum beliebtesten Ausgangspunkt inmitten der traumhaften Landschaft entwickelt und bildet das Herz der Kaffee-Achse Kolumbiens. Von hier aus habt ihr unzählige Möglichkeiten die saftig-grüne Berglandschaft mit seinen Kaffeeplantagen und wunderschönen Tälern zu besuchen. Von Bogotá aus fahren täglich mehrere Busse über die Pass-Straße La Linea nach Armenia und Pereira. Die siebenstündige Fahrt ist ein einziges Abenteuer. Nachdem ihr zunächst die Vororte von Bogotá passiert, geht es eine enge Straße hinauf, an deren Hängen es mehrere hundert Meter nach unten geht. Die Aussicht dabei ist der Knaller, allerdings ist die Fahrt für niemanden etwas, der Höhenangst hat oder dem bei rasanten Bussfahrten schnell schlecht wird, denn die Busfahrer verwechseln die enge Bergstraße oftmals mit einer Rennstrecke und das ein oder andere waghalsige Überholmanöver muss man über sich ergehen lassen. Belohnt wird man jedoch mit einer traumhaften Aussicht und einer echten Abenteuer-Tour. Empfehlenswert sind die Busse von "Bolivariana" mit Klimaanlage und WLAN. Allgemein gilt, je größer der Bus, desto angenehmer die Fahrt. Alternativ fliegen täglich mehrere Flieger von Bogotá nach Armenia und Pereira. Von hieraus fahrt ihr mit einem Kleinbus etwa 45 Minuten bis nach Salento.

In Salento empfehlen wir euch das Hostel La Floresta mit sehr guten und sauberen Dorms, einer netten Crew, Hängematten im grünen Garten und einem exzellenten Mountain-Bike-Verleih. Zudem genießt ihr bereits zum Frühstück vom Balkon aus den herrlichen Blick über die Berge.

Piraten-Tipps für Salento:
  • Kaffeefarmen: Eure Tour startet direkt am Hostel oder am zentralen Marktplatz von Salento. Ihr könnt die Tour mit dem Pferd, dem Mountain-Bike oder zu Fuß machen. Bei einer Mountain-Bike-Tour solltet ihr die Fahrräder vernünftig überprüfen, vor allem die Bremsen, denn es geht teilweise sehr steil bergab. Die Route führt euch aus Salento heraus vorbei an vielen Kaffeefarmen. Wir empfehlen euch eine Tour bei der Plantage von "Don Elias", bei der euch in einer Stunde sehr eindrucksvoll erklärt wird, wie der Kaffee geerntet und produziert wird. Anschließend geht es durch eine atemberaubende Naturlandschaft vorbei an Flüssen und herrlichen Aussichtspunkten bis hin zu einem Wasserfall mit Lagune.
  • Valle de Cocora: Etwa 15 Kilometer von Salento entfernt erwartet euch ein Tal mit einer weiteren Natursensation. Das Tal ist gesäumt von zahlreichen Wachspalmen und Kolibris, die um einen herumfliegen. Inmitten der Berge ist die 4-stündige Wanderung eine einzigartige Erfahrung. Gummistiefel nicht vergessen, denn es geht oft über sehr matschige Wege.
  • Abhängen in Salento: Während eures Aufenthalts lohnt es sich definitiv auch einfach mal abzuschalten und die Gemütlichkeit Salentos zu genießen. Der Ort ist klein und komplett zu Fuß zu erkunden. An der Nordost-Grenze des Ortes erhebt sich ein weiterer Aussichtspunkt mit schönen kleinen Restaurants und Bars, die zum verweilen einladen. Wer immer noch Action braucht, kann für knapp 5 Euro mit einer "Zipline" über ein kleines Tal fahren und die Aussicht genießen.
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3. Medellín (3 Nächte)

Weiter geht es in eine der aufregendsten Städte Südamerikas. Auch hier lohnt sich die Anfahrt mit dem Bus. Zwar ist es auch hier teilweise recht kurvig, aber die Fahrt quer durch dschungelhafte Landschaft ist auch hier einzigartig. Alleine die Einfahrt nach Medellín ist wunderschön. Die Stadt liegt umgeben von grünen Bergen in einem Tal und das Stadtbild mit den unzähligen Wolkenkratzern ist sowohl bei Sonnenschein, als auch bei Tiefnebel etwas ganz Besonderes. Medellín ist sehr langgezogen und von Nord nach Süd erstreckt sich eine moderne Metro, von deren Stationen einzelne Seilbahnen quer über der Stadt fahren - alles zusammen eine hochmoderne und gut funktionierende Infrastruktur

In Medellín empfehlen wir euch das "Patios Boutique Hostel", das zwischen der zentralen Metro und in fußläufiger Nähe zum Parque Lleras, im historischen Zentrum Poblado liegt. Von der Dachterrasse mit Rooftop-Bar des stylischen Hostels genießt ihr einen tollen Blick über die City, besonders zum Sonnenuntergang eine coole Location.

Piraten-Tipps für Medellín:
  • Paragliding: Medellín gehört zu den absoluten Paragliding-Hotspots weltweit. Für rund 50 Euro bekommt ihr hier einen 20-minütigen Rundflug über die Stadt und die Berge mit unfassbarer Aussicht. Ihr startet den Tandem-Flug auf einem Plateau über der Stadt und landet dank der Aufwinde auch wieder dort. Wir empfehlen euch die Buchung bei RubenFly, der euch eine unkomplizierte Reservierung inklusive Abholservice von der Unterkunft anbieten. 
  • Favela-Tour: Medellín hat sich in den letzten Jahren zu einer recht sicheren Metropole entwickelt. Vor allem tagsüber kann man sich sehr frei bewegen, einige Favelas an den Hängen der Stadt sollte man dennoch meiden, bzw. nur mit geführten Touren besuchen. Besonders cool ist die "Comuna 13 Tour", quer durch eine Favela, in der sich zahlreiche Straßenkünstler mit monströsen Graffitis verewigt haben.
  • Guatapé: Etwa eine Stunde von Medellín entfernt liegt ein hoher Felsen mit integrierter Treppe nach oben. Von hieraus überschaut ihr eine wunderschöne Seenlandschaft inmitten der vorgelagerten Berge.
  • Parque Arví: Mit der Seilbahn fahrt ihr zunächst quer über die Stadt und anschließend direkt über die Baumgipfel des Nationalparks. In Arví angekommen habt ihr die Auswahl zwischen vielen verschiedenen Wanderrouten durch grüne Wälder und vorbei an glasklaren Waldseen.
  • Party im Parque Lleras: Mitten im historischen Zentrum findet ihr das Party-Viertel von Medellín. Clubs, Bars und Restaurants reihen sich hier aneinander und in der Mitte liegt ein sehr hübscher Park. Für Party solltet ihr allerdings über das Wochenende kommen. Ab Mittwoch steigen die ersten Partys, während montags und dienstags eher "Tote Hose" angesagt ist.
  • Wer es braucht: Die "Der, dessen Name nicht genannt wird-Tour": Medellín hat in den vergangenen Jahrzehnten vor allem durch den Drogen, bzw. den Kokainhandel traurige Berühmtheit erlangt, speziell durch den mächtigen Drogenbaron Pablo Escobar, der das ganze Land mit seinen Machenschaften terrorisierte. Der Handel blüht heute fast ungebremst weiter, jedoch weitestgehend im Untergrund und im öffentlichen Leben bekommt man so gut wie nichts davon mit. Durch TV-Serien wie "Narcos" ist das Thema "Escobar" derzeit allerdings wieder recht aktuell und es gibt nicht wenige, die eine entsprechende Tour durch Medellín machen möchten. Hierzu sei gesagt: Die Kolumbianer und vor allem die Einwohner Medellíns sind froh, dass im Land weitestgehend Frieden herrscht und die teilweise glorifizierenden Fernsehserien kommen hier verständlicher Weise gar nicht gut an. Oft wird zwar gesagt, dass Escobar viele gute Dinge tat, wie zum Beispiel den sozialen Wohnungsbau voran trieb. Dies allerdings immer mit dem Ziel seine eigene Macht und seinen Einfluss zu stärken. Falls ihr also eine Tour machen möchtet, solltet ihr darauf achten, dass ihr eine offizielle Tour bucht, in der ihr eine nüchterne Betrachtungsweise mit eher geschichtlich-aufklärendem Charakter bekommt. Denn es gibt auch Touren, in denen der ehemalige Drogenboss als Held dargestellt wird, und es gilt als relativ sicher, dass diese Anbieter dem Milieu auch heute noch recht Nahe stehen, was die Sache insgesamt nicht ganz ungefährlich macht. In jedem Fall ist es fragwürdig, dass sich Menschen mit derartigen Touren über einen Massenmörder bereichern, der so viel Leid über ein unfassbar freundliches und friedliches Volk gebracht hat. Zumal Medellín tausendmal mehr zu bieten hat.
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4. Cartagena (2 Nächte)

Nun wird es Zeit für den ersten Inland-Flug. Zwar könnt ihr die 630 Kilometer auch mit dem Bus zurücklegen, dafür würdet ihr etwa 15 Stunden brauchen. Bei drei Wochen Aufenthalt lohnt sich da eher ein Flug. Mit Avianca fliegt ihr die Strecke von Medellín nach Cartagena in etwa einer Stunde für knapp 50 Euro, sofern ihr ein paar Tage vorher bucht.

Cartagena ist die touristischste Stadt Kolumbiens und gilt als absolut sicher. Die schicke Großstadt liegt direkt an der Karibikküste und die koloniale Altstadt mit den bunten Häusern ist sehr sehenswert. Im Hafen legen täglich mehrere Kreuzfahrtschiffe an, deswegen ist es ratsam sich vor allem in den Abendstunden auf Erkundung zu begeben, da es sehr überfüllt sein kann. Zudem erwartet euch direkt nach der Landung ein kleiner Temperatur-Schock. Während es in Medellín angenehme 15°C bis 20°C waren, kann es in Cartagena über 30°C werden, mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit - Karibik eben. Daher empfehlen wir euch ein Hostel mit Pool, wie zum Beispiel das "Hostal Rebuplica", direkt in der Altstadt.

Piraten-Tipps für Cartagena
  • Treiben lassen durch die Altstadt: Es ist oft so heiss, dass man Cartagena nur im Schongang genießen sollte. Spaziert einfach durch die engen Gassen der Altstadt und besucht das ein oder andere Café. Für Souvenirs seid ihr hier zudem an der richtigen Adresse.
  • Strand: An der Westseite der Altstadt gibt es einen Stadtstrand, jedoch kommt hier noch nicht das "echte" Karibik-Feeling auf. Das findet ihr eher bei einem Besuch vom Playa Blanca, den ihr mit dem Bus oder Boot am besten erreicht.

5. Islas del Rosario (3 Nächte)

Endlich geht es in die echte Karibik. Nur 45 Minuten mit der Fähre liegen die wunderschönen Islas del Rosario. Hier lässt sich so richtig abhängen und die Seele am Strand baumeln lassen. Das Gute daran: Jede Resort-Anlage verfügt über einen eigenen kleinen Strandabschnitt, der von den Fähren direkt angefahren wird. Ihr sagt vor der Abfahrt am Pier in Cartagena einfach wo ihr hin möchtet und das Boot fährt euch zum entsprechenden Anleger. Abfahrt ist jeden morgen um 9:15 Uhr.

Wir empfehlen euch das Galeria Isla Eco-Hostel, das zu einem Verband aus mehreren Hostels gehört. Das Hostel auf Isla Grande besitzt einen eigenen Pool mit Rutsche, ein Restaurant und einen wunderschönen kleinen Strandabschnitt umgeben von Mangroven.

WICHTIG: Auf der Insel gibt es keine Geldautomaten, also genug Bargeld mitnehmen. Kreditkarten-Zahlung ist allerdings im Hostel möglich.

Piraten-Tipps für Isla Grande:
  • Mit dem Fahrrad über die Insel: Wer nicht den ganzen Tag am Strand abhängen möchte, kann sich Mountain-Bikes mieten und über die Insel fahren. Wir haben nach zwei Stunden jeden möglichen Weg abgefahren und dabei wilde Dschungel-Wege passiert, einen traumhaften öffentlichen Strand besucht und dem einzigen kleinen Insel Dorf mit seinen netten Bewohnern einen Besuch abgestattet.
  • Schnorchel-Tour: Zugegeben, das kleine Riff zudem ihr fahrt, ist nicht das spektakulärste, was die Welt zu bieten hat, dafür ist der Ausflug, der einen Besuch zu einem versunkenen Flugzeug beinhaltet, mit 10 Euro unfassbar günstig.
  • Nachts in die glitzernde Lagune: Ein wunderschönes Naturschauspiel werdet ihr zu sehen bekommen, wenn ihr am Abend nach einer etwa 15-minütigen Bootstour in einer großen Lagune ankommt. Hier gibt es fluoreszierendes Plankton, dass unter Wasser leuchtet und so eure Bewegungen unter Wasser sichtbar macht.
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6. Palomino (3 Nächte)

Nach drei Tagen Insel geht es zur nächsten Strand-Location. Palomino ist ein kleiner Ort östlich von Santa Marta. Ihr solltet ein frühes Boot von der Insel nach Cartagena nehmen. Von dort aus geht es per Direktbus nach Palomino. Solltet ihr später als 14 Uhr von der Insel kommen, ist eine Zwischenübernachtung in Santa Marta unausweichlich, da der Bus etwa 7 Stunden benötigt und der Weg vom Pier in Cartagena zum Busbahnhof ebenfalls mindestens eine halbe Stunde.

Palomino liegt malerisch zwischen einem traumhaften langen weißen Sandstrand und dem Dschungel, der sich weit in das Land hineinstreckt. Hier findet ihr nur einfache Lehmwege und keine richtigen Straßen, was den Aufenthalt dort sehr angenehm macht. Dafür gibt es einige sehr gute und chillige Hostels unter anderem das "Bella Flor", das wohl beste Hostel auf unserer ganzen Reise. Hier wird in Hängematten unter Strohdach gechillt, die Zimmer sind pico bello und die Besitzer sind an Gastfreundlichkeit kaum zu übertreffen.

Piraten-Tipps für Palomino:
  • Tubing auf dem Río Palomino: Für gerade einmal 5 Euro bringt euch ein Motorradfahrer einen holprigen Weg in die Berge von Palomino. Wir durften sogar selbst fahren. Dazu bekommt ihr einen Gummireifen, den ihr anschließend noch rund 40 Minuten tiefer in den Dschungel tragen müsst. Klingt verrückt, ist es auch. Irgendwann kommt ihr an eine Stelle, an der das Ufer zum Río Palomino sehr flach ist. Hier setzt ihr euch dann in den Gummireifen und fahrt ca. 90 Minuten den Fluss hinunter, alles in einer atemberaubenden Dschungel-Kulisse, die sich gemächlich durch die Berge zieht.
  • Strand: Der weiße Sandstrand bietet sich perfekt für einen Tag relaxen am Atlantik an. Achtung bei der Strömung!
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7. Tayrona Nationalpark (2 Nächte)

Auf zum nächsten Naturparadies. Nur etwa eine Bus-Stunde von Palomino befindet sich der Eingang zum Tayrona Nationalpark. Hier erwartet euch so richtig wilder Dschungel und traumhaft entlegene Strände. Am Park-Eingang könnt ihr eure Unterkunft buchen. Ihr solltet nicht zu spät ankommen, da die guten Unterkünfte recht zeitig weg sind. Die Unterkünfte im Park sind extrem einfach, so könnt ihr entweder in Hängematten (Moskito-Netze selbst mitbringen) oder in kleinen Zelten schlafen, die etwas komfortabler sind. Waschräume gibt es im Park, ebenso wie ein kleines Restaurant. 

Zu manchen Zeiten kann es sehr touristisch im Park zugehen. Das gilt vor allem für den Strand von Cabo San Juan del Guia. Wir empfehlen euch daher den Strand von Arrecife, hier ist deutlich weniger los und umso mehr Platz, um sich die grandiose Umgebung anzusehen.

Es macht Sinn nicht sein kompletten Rucksack mit in den Park zu nehmen, sondern nur das, was ihr für die zwei Nächte braucht. Die Hostels in Palomino und Santa Marta bieten alle eine Möglichkeit an, den Rest eurer Klamotten für die Zeit im Park zu lagern. Noch wichtiger ist aber, dass ihr ausreichend Wasser mitnehmt. Und das bedeutet wirklich VIEL Wasser. Falls ihr doch eine Menge Gepäck habt, könnt ihr euch einen Esel mieten, der euch das Gepäck bis zu eurem Zielort trägt. Denn der Weg ist nur zu Fuss zurückzulegen. Dafür geht ihr durch traumhafte Landschaften und entdeckt zahlreiche verrückte Pflanzen und wilde Tierarten. Tayrona bietet euch zum Abschluss noch einmal ein echtes Abenteuer, das ihr euer Leben lang nicht vergessen werdet.

8. Rückflug nach Bogotá

Vom Tayrona Nationalpark geht es per Bus zum Flughafen von Santa Marta. Hier bekommt ihr täglich mehrere Verbindungen nach Bogotá mit Avianca oder Latam. Die Flugzeit beträgt etwa eine Stunde. Die Flüge mit Latam sind auch kurzfristig sehr günstig buchbar (etwa 50 Euro), bei Avianca solltet ihr mindestens eine Woche vorher buchen. Sollte euer Rückflug von Bogotá nach Hause am Morgen gehen, lohnt sich eine weitere Zwischenübernachtung in Bogotá, da es sonst etwas stressig werden könnte.

Diese Reise ist natürlich nur ein Vorschlag und soll euch Inspiration für eure Kolumbien-Reise geben. Wir waren endlos begeistert von diesem wunderschönen Land mit seinen extrem netten Menschen und können es bedingungslos empfehlen. Für Gourmets ist es zwar etwas schwierig, denn das Essen ist einfach und besteht fast immer aus einer Fleischbeilage - auch zum Frühstück! Wer ein wenig sucht, findet aber auch vegetarische Mahlzeiten. Zudem sind die Kolumbianer so gastfreundlich, dass sie vor allem in den Restaurants nahezu jeden Wunsch erfüllen möchten.

Mit etwas mehr Zeit sind natürlich auch weitere Ziele äußerst interessant, wie zum Beispiel die südlich Route über Popayán und Cali, genauso wie das kleine Gebirgsstädtchen Minca in der Nähe von Santa Marta. Unsere Empfehlung ist aber eher auch mal etwas länger an einem Ort zu bleiben, um diesen besser kennenzulernen, statt jeden Tag zu reisen. Denn oftmals sieht man mehr, wenn man weniger reist.

Vielleicht noch interessant:

In der Karibikregion liegt auch die Ciudad perdida (verlorene Stadt), eine antike Ruinenstadt, die man nur per mehrtägiger Wanderung erreicht und die daher touristisch nicht so überlaufen ist. Taganga ist ein perfekter Ort zum Tauchen (lernen). Santa Marta Airport ist einer der chilligsten Flughäfen der Welt: nach dem Einchecken kann man nochmal kurz an den Strand gehen und dort an einer der Garküchen frischen Fisch essen.

@MrHomn


Aktuelle Angebote für eure Rundreise nach Kolumbien: