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Rundreisen durch Kanada – Berge, Meer und Wildnis

Kanada ist ein Land der Superlative: Endlos weite Natur, glasklare Seen, Berge, die bis in die Wolken ragen, Megacitys, die sich trotz ihrer Größe nachbarschaftlich zeigen – all das könnt ihr während einer Rundreise durch Kanada erleben. Schließlich wäre es zu schade, nicht so viel wie möglich von diesem faszinierenden Land mitzubekommen. Was ihr für eure Planung wissen solltet, die schönsten Orte und die geheimsten Piratentipps erfahrt ihr hier.

Rundreise durch Kanada – Osten oder Westen?

Kanada erstreckt sich an seiner längsten Stelle über 5.514 Kilometer von Osten nach Westen und über 4.634 Kilometer von Norden nach Süden. Von den Niagarafällen im Osten bis zu den Rocky Mountains im Westen gibt es so viel zu entdecken, dass einige Wochen dafür kaum ausreichen. Ihr solltet euch deshalb entscheiden, ob ihr eure Reise im Westen startet – dann ist euer Ankunftsflughafen in der Regel Vancouver – oder im Osten, wo ihr zum Beispiel in Toronto landet.

Kanada ist in drei Territorien und zehn Provinzen untergliedert. In einigen Provinzen, wie zum Beispiel Quebec, ist Französisch nicht nur Amts- sondern auch Alltagssprache und dementsprechend unterscheiden sich diese Provinzen vom Rest Nordamerikas. Interessant ist vor allem der Mix aus englischer und französischer Kultur

Diese Großstädte solltet ihr auf eurer Kanada Rundreise unbedingt kennenlernen

Auf einer Rundreise durch Kanada dürfen einige der größten Städte nicht auf dem Programm fehlen. Hier zeigen sich die Offenheit der Kanadier und die kulturelle Vielfalt des Landes besonders gut. Egal ob bei einer Rundreise durch den Westen, durch den Osten oder durch das Herz Kanadas, sind die Großstädte die ersten Anlaufpunkte für Urlauber.

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Montreal - Olympiastadt am Sankt-Lorenz-Strom

Auch heute noch ist Montreal das Reiseziel für Sportbegeisterte auf einer Rundreise durch Kanada. Die Hinterlassenschaften der Olympischen Sommerspiele von 1976 sowie der Weltausstellung von 1967 prägen das Stadtbild, allen voran die futuristische Architektur des Olympiaparks, den viele Kanada Urlauber besuchen. Besonders attraktiv ist jedoch auch das Nebeneinander von englischer und französischer Architektur, das überall in der Stadt zu erkennen ist.

Wie in vielen europäischen Metropolen gibt es in Montreal eine Unterstadt, die sogar das weltweit längste Tunnelnetzwerk aufweist. Der Botanische Garten gehört zu den schönsten in Nordamerika. Den besten Ausblick auf den Sankt-Lorenz-Strom hast Du, wenn du den nahegelegenen Mont Royal besteigst. Für eine Kanada Rundreise durch die Provinz Quebec ist Montreal der ideale Ausgangspunkt.

Vancouver - Die Perle am Pazifik

Eine Kanada Rundreise durch Kanadas Westen solltet ihr unbedingt in Vancouver starten. Die Stadt im äußersten Nordwesten ist direkt am Pazifik gelegen und aufgrund ihrer einzigartigen Lage für ihre Lebensqualität bekannt. Morgens Skifahren und nachmittags am Strand liegen ist nicht in vielen Städten möglich, doch in Vancouver geht dies problemlos. Vor den Toren der Stadt liegt darüber hinaus ein einzigartiges Segelrevier, das Wassersportler aus aller Welt anzieht.

Die meisten Kanada Urlauber kommen jedoch vor allem um eine der berühmten Whale Watching Touren zu erleben. Die besten Chancen Orcas und andere Meeresriesen mit eigenen Augen zu sehen habt ihr jedoch vor Vancouver Island, das mit dem Mietwagen innerhalb kürzester Zeit zu erreichen ist. Wem das umfangreiche Sport- und Kulturprogramm in Vancouver nicht reicht, kann von hier aus zur Kanada Rundreise aufbrechen, British Columbia entdecken und in die Rocky Mountains fahren.

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Toronto - Die Großstadt im Osten

Toronto ist die größte Stadt des Landes und gehört zu jeder Rundreise durch Kanadas Osten zum Standardprogramm. Im Stadtbild haben sich einige der bedeutendsten Architekten der Moderne und der Gegenwart verewigt. Von Norman Foster über Frank Gehry und Daniel Libeskind bis hin zu Ludwig Mies van der Rohe kommen Architekturfans voll auf ihre Kosten.

Der CN Tower, der die Skyline von Toronto dominiert, ist mit 553 Metern das höchste freistehende Gebäude Amerikas und der höchste Fernsehturm der Welt. Von der Aussichtsplattform habt ihr einen unvergesslichen Ausblick über die Stadt und bis zum nahegelegenen Ontariosee. Auf der untersten Ebene besteht die Möglichkeit in rund 400 Metern über einen Glasboden zu laufen. Wem das zu nervenaufreibend ist, der kann im Eaton Center ausgiebig in einem von mehr als 300 Geschäften shoppen gehen. Von Toronto aus ist es zudem nicht weit bis zu den Niagarafällen.

Calgary - Die Cowboy-Stadt

Das Calgary Stampede gehört zu den Highlights eines jeden Kanada Urlaubs. Das größte Rodeo der Welt findet jedes Jahr statt und zieht jedes Mal mehr als eine Million Besucher an. Über zehn Tage verteilt gibt es Wettkämpfe in Disziplinen wie Kälberfangen, Bullen- oder Wildpferdereiten, bei denen Cowboys aus Kanada und den USA antreten. Am Spektakulärsten ist jedoch das Chuckwagon-Rennen, bei dem sich traditionelle Planwagen ein halsbrecherisches Rennen liefern.

Rund um das Calgary Stampede gibt es einen großen Jahrmarkt, der eine Mischung aus Rummel und Landwirtschaftsausstellung ist. Calgary liegt östlich der Rocky Mountains in der Provinz Alberta und darf auf keiner Kanada Rundreise fehlen, auf der Du das traditionelle Kanada mit seinen weiten Prärien entdecken willst.

Organisierte Reisen oder Kanada auf eigene Faust entdecken

Ob ihr Kanada auf eigene Faust entdeckt oder euch bei einer geführten Tour die Highlights anschaut, ist vor allem eine Frage der Reisevorlieben. Mit dem Mietwagen seid ihr flexibel und könnt spontan länger an einem Ort bleiben. Übernachtungsmöglichkeiten sind in Kanada in der Regel problemlos ohne vorherige Reservierung zu finden. Ihr solltet allerdings die weiten Strecken nicht unterschätzen. Was auf der Landkarte nach einem Katzensprung aussieht, kann in der Realität eine Strecke von vielen Hundert Kilometern sein. Highlights im Westen, Ostküste und Niagarafälle oder Rocky Mountains und Vancouver sind typische Strecken, die auf einer geführten Rundreise angeboten werden. Letztendlich haben beide Reiseformen ihre Reize und ihr werdet viele Facetten des riesigen Landes kennenlernen.

Wie viel Zeit benötigt man für eine Rundreise durch Kanada?

Für eure Reiseplanung – und für die Frage, ob ihr individuell reist oder euch einer geführten Tour anschließt – spielt nicht zuletzt die verfügbare Zeit eine Rolle. Zwei Wochen etwa sind für eine Rundreise durch Kanada knapp bemessen, wenn ihr so viel wie möglich sehen möchtet. Eine geführte Reise ist bei wenig Zeit daher meist die bessere Wahl. Wenn ihr zwar wenig Zeit habt, aber trotzdem frei und ungebunden reisen möchtet, solltet ihr euch auf eine Region beschränken, etwa die Ostküste, die Northwest Territories, die Rocky Mountains oder die Westküste. Für eine Rundtour mit dem Mietwagen solltet ihr mindestens drei Wochen Zeit einplanen.

Mit vier und mehr Wochen Zeit könnt ihr große Entfernungen auch mit dem Flugzeug zurücklegen und so die unterschiedlichsten Landschaften entdecken: von den Bergen der Rocky Mountains über die Einsamkeit der Northwest Territories bis zur grünen Küste im Osten mit Kanadas größter Stadt Toronto. Für einen ausgiebigen Besuch in einem oder mehreren der mehr als 45 Nationalparks bleibt dann noch viel Zeit – und in diesen solltet ihr mindestens eine mehrtägige Wanderung einplanen, um die Natur in ihrer Gänze zu erfahren.

Checkliste: So viel Zeit benötigt ihr in Kanada

  • Highlights einer Region: zwei Wochen
  • Rundreise in einer Region mit Badeurlaub: drei Wochen
  • verschiedene Regionen inklusive Inlandsflügen: vier Wochen
  • Nationalparks und Städte: vier Wochen

Rundreise durch Kanada: Highlights im Westen

Ihr startet eure Rundreise in Vancouver ganz im Westen Kanadas und solltet dort gleich einige Tage Aufenthalt einplanen. Die Metropole am Pazifik gilt als lebenswerteste Stadt der Welt – und ihr erkennt schnell, warum das so ist. Wo sonst liegen Skigebiete und Strände so dicht beieinander. Zwischen Bergen und Meer liegt eine faszinierende Welt mit einer lebendigen Kunst- und Kulturszene und starken Kontrasten: Endlose Wolkenkratzer und überfüllte Highways findet ihr ebenso wie gemütlich Stadtviertel mit kreativen Shops und Galerien, individuellen Cafés und gemütlichen Bars. Vor allem gewinnt ihr in Vancouver einen ersten Eindruck von der vielfältigen Natur Kanadas: beim Skifahren auf dem Grouse Mountain direkt vor den Toren der Stadt oder bei einer Wandertour in einem der Provincial Parks, die nur wenige Kilometer von der City entfernt liegen.

Euer Trip führt euch nun weiter nach Norden, etwa in den Ts'yl-os Provincial Park. Der von Touristen wenig besuchte Park bietet euch die nahezu unberührte Natur der Coast Mountains, fernab der üblichen Routen. Wer Ruhe und die Weite der Natur genießen möchte, ist hier richtig. Fahrt ihr ins Landesinnere, lohnt sich ein Abstecher in den Manning Park.

Unser Piratentipp: Mietet euch im Manning Park ein Kanu und gleitet über den glasklaren Lightning Lake – Wild-West-Feeling inklusive!

In gegensätzlicher Richtung zu den Siedlern und Pionieren bewegt ihr euch so langsam hinauf zu den Rocky Mountains. Nach Zwischenübernachtungen in Kamloops und Revelstoke steht mit dem Glacier Nationalpark das erste landschaftliche Highlight an. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis in das kleine, aber weltbekannte Städtchen Banff. Wandern, Kanufahren, Panorama-Sightseeing... hier kommen alle Naturbegeisterte auf ihre Kosten.

Rocky Mountains & Banff Nationalpark

Die Rocky Mountains sind ein Muss bei einer Rundreise durch West-Kanada! Das wohl ursprünglichste Naturgebiet der Erde zeigt sich mit zerklüfteten Bergketten, spiegelglatten Seen, fantastischen Aussichten von den zahllosen Wanderwegen und einer faszinierenden Tierwelt: Elche, Wölfe und Kojoten leben hier – allerdings auch Schwarz- und Grizzlybären. Der spektakulärste Abschnitt eurer Rundreise führt euch jetzt durch die Nationalparks Banff und Jasper zwischen den gleichnamigen Städtchen. Der Banff Nationalpark in der Provinz Alberta ist der älteste und einer der schönsten Parks in ganz Kanada. Seid ihr knapp in der Zeit, könnt ihr auch von Jasper aus zurück nach Vancouver fahren. 

Schöner und abwechslungsreicher ist der Umweg über die alte Goldgräberstrecke nach Prince George. Auf dem Rückweg von dort nach Vancouver solltet ihr noch einen Zwischenstop in Whistler einlegen. Bekannt ist das Örtchen seit den Olympischen Winterspielen 2010.

Unser Piratentipp: Wenn ihr den Banff Nationalpark auf eigene Faust erkunden möchtet, tragt immer einen Schutz gegen Bären bei euch: Pfeifen, Rasseln oder Tröten schlagen die in der Regel ohnehin scheuen Tiere in die Flucht. Übernachtet ihr im Freien, lasst niemals Essen in der Nähe eures Zeltes herumliegen. Der unwiderstehliche Duft zieht Bären geradezu magisch an. Besonders sicher ist es, eure Verpflegung über Nacht in einen Baum zu hängen. Viele Campingplätze bieten luftdichte Boxen für die Aufbewahrung an. 

Wells Gray Provincial Park

Falls ihr noch Zeit habt, kann eure Rundreise euch nun weiter Richtung Clearwater führen, wo euch im Wells Gray Provincial Park einer der höchsten Wasserfälle Kanadas, Wanderwege mit herrlichen Aussichten und einfache Wege für wenig erfahrene Wanderer erwarten. Auf dem Rückweg nach Vancouver solltet ihr dem Garibaldi Provincial Park einen Besuch abstatten. Zerklüftete Berggipfel, endlose grüne Täler, der 2.678 Meter hohe Mount Garibaldi und vor allem der geradezu märchenhafte kristallklare Bergsee bilden eine faszinierende Landschaft.

Rundreise durch Kanada: die Highlights im Osten

Eure Rundtour durch Kanadas Osten startet in Toronto. Die größte Stadt Kanadas beeindruckt mit endlosen Hochhäusern und vor allem dem CN-Tower: Der Turm überragt alle Gebäude in Downtown Toronto und bietet euch einen spektakulären Blick über die Stadt und den Lake Ontario. Aber Toronto kann auch alternativ: zum Beispiel im Viertel Kensington Market mit seinen Graffitis, den vielen kleinen Boutiquen, Galerien, Secondhand-Shops und hübschen Cafés. Von Toronto aus könnt ihr einen Abstecher zu den Niagarafällen machen. Die Fälle liegen direkt an der Grenze zu den USA, auf der kanadischen Seite befinden sich mit den Horseshoefalls die größeren der insgesamt drei Fälle. Richtung Norden erreicht ihr nach rund 150 Kilometern den Algonquin Provincial Park. Der 7.725 Quadratkilometer große Park bietet euch eine herrliche Waldlandschaft, glasklare Seen und fantastische Aussichten von einem der zahlreichen Trails, die durch den Park führen. Der Algonquin Park gilt als schönster Nationalpark im Osten Kanadas, und wer nicht wandern möchte, kann sich ein Kanu mieten und den Park auf dem Wasserweg entdecken.

Städtetrips in Kanadas Osten

Rund um die Ostküste Kanadas befinden sich einige der größten Städte. Entscheidet ihr euch für diese Route, könnt ihr die Hauptstadt Ottawa mit ihrem europäischen Flair bewundern und euch in den französischen Teil in die Provinz Quebec aufmachen: Montreal und Quebec katapultieren euch geradewegs nach Europa zurück – und sind dennoch unverkennbar kanadisch. Von den Städten aus geht es ins Landesinnere, zum Saguenay-Fjord oder in die Einsamkeit von Neufundland und Labrador im Norden. Die älteste Stadt Kanadas, St. Johns, zeigt sich ebenfalls im europäischen Flair. Dass ihr euch dennoch auf dem amerikanischen Kontinent befindet, lässt die Natur mehr als erahnen: Eisberge und Wale faszinieren in Neufundland, Elche und Wölfe, Eisbären und Polarhasen in Labrador. Die Provinz zählt zu den letzten echten Wildnisgebieten der Erde und ist für Naturliebhaber das absolute Paradies. Hoch im Norden an der Hudson Bay in der Provinz Quebec erwartet euch Ähnliches: In Churchill etwa beobachtet ihr im Winter Eisbären, im Sommer fahrt ihr mit dem Kanu auf einem See vor paradiesischer Kulisse.

Rundreise durch Kanada mit Badeurlaub

Der Osten Kanadas ist ebenfalls ideal, wenn ihr städtische Highlights mit Strandurlaub verbinden möchtet. Die Sandstrände auf Prince Edward Island sind vor allem in den Sommermonaten ideal für eine Auszeit in der Abgeschiedenheit der Natur – und das Wasser ist für den Nordatlantik überraschend warm. Im Westen könnt ihr nach einer aufregenden Rundreise durch Kanada die Strände rund um Vancouver und vor allem auf Vancouver Island unsicher machen. Im Sommer treffen sich hier nicht nur die Kanadier, sondern die ganze Welt, es gibt jedoch auch einsame Buchten und menschenleere Strände für eine erholsame Auszeit.

Kanadas Nationalparks: Erlebt den Indian Summer

Jeden späten Herbst, wenn sich die tiefen Wälder Nordamerikas in bunten Farben verfärben, spricht man vom Indian Summer, einem einzigartigen Naturschauspiel, das Urlauber aus der ganzen Welt anzieht. Begleitet wird die intensive Blattverfärbung des Indian Summer von trockenen, warmen Tagen und einem strahlend blauen Himmel. Nicht nur an der Ostküste der USA, sondern auch in Kanada ist der Indian Summer an vielen Orten zu beobachten. Insbesondere Kanadas Nationalparks eignen sich, um mit eigenen Augen zu sehen, was so viele Menschen immer wieder aufs Neue begeistert. Hier beginnen sich die Blätter bereits Ende August zu verfärben, also etwas eher als in den USA.

Kanadas Nationalparks sind insgesamt sehr abwechslungsreich und bieten zahlreiche Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten in der freien und unberührten Natur. Egal ob Trekking-, Mountainbike- oder Kanutouren, hier kommt jeder auf seinen Geschmack, nicht nur zum Indian Summer.

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1. Banff Nationalpark

Der Banff Nationalpark ist unter Kanadas Nationalparks der älteste und gilt mit einer Fläche von fast 6.700 km² als drittgrößter Nationalpark der Welt. Aufgrund seiner einzigartigen Landschaften sowie einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt wurde er zudem ins UNESCO-Welterbe aufgenommen. Er liegt in der Provinz Alberta inmitten der majestätischen Rocky Mountains. Hohe Berge wechseln sich mit tiefen Schluchten und dichten Wäldern ab. Auch hier ist ab Ende August der Indian Summer zu bewundern.

Aufgrund der zahlreichen Gletscher bietet der Banff Nationalpark die Möglichkeit, um Gletschertouren zu buchen. Sehenswert sind auch die heißen Quellen und einsamen Bergseen im Park. Eine ideale Gelegenheit deinen Urlaub inmitten unberührter Natur zu verbringen sind die idyllisch gelegene Rundlestone Lodge sowie das Hidden Ridge Resort, die beide im Banff Nationalpark liegen. Der Ort Banff liegt im Zentrum des Nationalparks und hat zahlreiche Museen und Geschäfte zu bieten, unter anderem ein ganzjährig geöffneter Weihnachtsladen. Darüber hinaus gibt es hier ein recht reges Nachtleben mit Bars und Restaurants.

2. Jasper Nationalpark

Der Jasper Nationalpark ist unglaubliche 10.800 km² groß und erstreckt sich von Edmonton bis in die Provinz Alberta. Er ist ein Höhepunkt auf jeder Rundreise durch den Westen Kanadas und bietet glasklare Seen, imposante Berge und Gletscher, die fast bis direkt an die Straße reichen. Über den Yellowhead Highway erreicht man bequem den Hauptort Jasper. Hier besteht die Möglichkeit sich im Yellowhead Museum über die Geschichte des Jasper Nationalparks zu informieren. Im Park leben Elche, Luchse, Schwarzbären, Wapitis und Wölfe. In abgelegenen Regionen kann man auch auf das seltene Waldkaribu treffen.

In Jasper beginnt der Icefield Parkway, der bis nach Lake Louis führt. Er zählt zu einer der schönsten und beeindruckendsten Panoramastraßen der Welt. Der am besten zugängliche Gletscher des Jasper Nationalparks ist der Athabasca Glacier. Sehenswert ist auch der Maligne Lake, der mit 22 Kilometer Länge und einer Tiefe von rund 97 Metern der größte Gletschersee im Nationalpark ist.

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3. Glacier Nationalpark

Wie der Name es bereits vermuten lässt, ist der Glacier Nationalpark Kanadas Nationalpark mit den meisten Gletschern. Im Süden von British Columbia, ebenfalls in den Rocky Mountains gelegen, wird er durch steile Berge geprägt. An den Hängen der Selkirk und der Purcell Mountains gibt es einige der spektakulärsten Gletscher. Neben diesen, ist die Nakimu Höhle eine der größten Touristenattraktionen. Sie gehört zu einem der größten Höhlensysteme Kanadas. Rund 6 Kilometer sind bislang erforscht. Im Glacier Nationalpark besteht nicht nur die Möglichkeit Elche, Schneeziegen, Schwarzbären und mehr als 200 Vogelarten zu sehen, sondern mit etwas Glück zeigen sich auch Berglöwen und Grizzlys. Auf einigen der Seen besteht die Möglichkeit Bootrundfahrten mit Motorbooten zu unternehmen. Entlang der rund 100 Kilometer Wanderwege gibt es circa 60 Zeltplätze für die Besucher des Nationalparks.

4. Fundy Nationalpark

Der Fundy Nationalpark liegt an der Ostküste zwischen den Provinzen Nova Scotia und New Brunswick. Sein Bild wird durch Sandsteinfelsen, Wasserfälle und Küstenwälder geprägt. Bekannt ist er vor allem wegen seinem weltgrößten Tidehub, also dem Verhältnis zwischen Ebbe und Flut. Viele Touristen besuchen den Park vor allem wegen seiner schönen Sandstrände. Im Landesinneren gibt es jedoch rund 120 Kilometer anspruchsvolle Wanderrouten, auf denen man Elchen, Rehen und Wildkatzen begegnen kann. Beliebt sind mehrtägige Wandertouren, die von Parkrangern begleitet werden. Neben Lachsangeln, stehen auch Nachtwanderungen auf dem Programm.

5. Algonquin Provincial Park

Der Algonquin Provincial Park zählt zwar nicht zu Kanadas großen Nationalparks, jedoch ist der rund 8.000 km² große Naturpark ideal, um im Herbst den Indian Summer zu sehen. Er liegt in Ontario, unweit von Toronto entfernt. Die Landschaft besteht aus dichten Laub- und Nadelwäldern sowie Sümpfen. Darüber hinaus gibt es mehr als 2.456 Seen, sodass der Algonquin Provincial Park ein echtes Paradies für Kanufahrer ist.

Es gibt rund 1.600 Kilometer Kanurouten und zahlreiche Camping- und Lagerplätze. Der Park ist ein beliebtes Erholungsgebiet für die Einheimischen, sodass es auch unzählige Wanderwege gibt. Neben Elchen, Schwarzbären und Wölfen gibt es aufgrund der zahlreichen Seen und Flüsse vor allem viele Biber. Ihre Population wird auf circa 30.000 Tiere geschätzt.

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Rundreise durch Neuengland

Habt ihr Lust auf eine unvergessliche Rundreise durch Neuengland mitten im Indian Summer? Wir haben euch mal eine Beispielroute zusammengestellt, um euer Fernweh noch weiter anzuregen und euch die nötige Inspiration für euren Trip zu geben ;)

Route: Montreal - Quebec - Arcadia Nationalpark - Boston - Niagarafälle - Toronto - Ottawa

Unser Rundreisevorschlag beginnt in der modernen Metropole Montreal. Von dort aus geht es durch wunderschöne Landschaften ins französisch geprägte Quebec City. Auf einer traumhaften Landstraße mit fast garantierter Elchsichtung reist ihr weiter in die USA. Dort wartet mit dem Arcadia Nationalpark eines der ganz große Highlights in Neuengland. Vorbei an vielen Leuchttürmen und Fischerdörfchen geht es immer der Atlantikküste entlang nach Boston.

Dort habt ihr ausreichend Gelegenheit euch in die Zeit der amerikanischen Unabhängigkeit zurück zu versetzen bevor ihr weiter zu den Niagarafällen fahrt. Verpasst auf keinen Fall die Bootsfahrt unter die Fälle auf der "Maid of the Mist". Inzwischen seid ihr schon wieder in Kanada und widmet euch der größten Stadt des Landes, Toronto. An den 1000 Inseln am St. Lorenz-Strom könnt ihr noch einen Zwischenstopp einlegen und dann zur letzten Station, der kanadischen Hauptstadt Ottawa aufbrechen.

Flüge finden für eure Neuengland Rundreise

Indian Summer bedeutet im Osten der USA und Kanadas Hochsaison. Entsprechend rar sind richtig preiswerte Flüge ab Deutschland in diesem Zeitraum. Ab Brüssel dagegen geht es günstig mit Air Transat oder für mit Lufthansa und Air Canada nach Montreal und zurück. 

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Überblick: Kanadas Highlights

Kanada ist voll landschaftlicher, kultureller und städtebaulicher Schönheit – hier kommen ein paar der absolut unverzichtbaren Must-sees:

  • Niagarafälle
  • Rocky Mountains / Banff Nationalpark
  • Hudson Bay und Churchill
  • Vancouver mit Vancouver Island
  • Toronto
  • Neufundland

Transportmittel für die Rundreise durch Kanada

Eine Rundreise durch Kanada mit dem Auto oder mit dem Bus ist die Variante, bei der ihr am flexibelsten seid. Eine Tour der anderen Art könnt ihr mit dem Zug erleben: Die kanadische Eisenbahngesellschaft VIA fährt mit dem „Canadian“ einmal quer durch das Land – Panoramasicht inklusive. Vier Tage dauert die mehr als 4.000 Kilometer lange Fahrt, bei der ihr verschiedene Zeitzonen und Landschaften durchquert. Der Zug stoppt auf der Strecke mehrfach, allerdings meist nicht länger als zwei bis drei Stunden. Kanada als Hop-On-Hop-Off – wer das Land in kurzer Zeit in Häppchen entdecken möchte, kann diese spannende Reise mit dem Zug buchen.

Mit dem Mietwagen oder Wohnmobil durch Kanada

Aufgrund der großen Entfernungen muss man auf einer Kanada Rundreise viel fahren. Im Umfeld der größeren Städte gibt es natürlich unzählige Hotels und Motels, sodass ein Mietwagen hier die erste Wahl ist. Je nach Provinz kann die Dichte jedoch durchaus geringer sein, sodass ein Wohnmobil die bessere Wahl ist. Insbesondere um die Nationalparks zu besuchen ist Camping gut geeignet. Jeder Nationalpark verfügt über eigene, modern ausgestattete Campingplätze mit großen Parzellen. 

Wohnmobile für die Kanada Rundreise mieten

Wohnmobilvermietungen finden sich in Kanada in nahezu allen größeren Städten. Die meisten Campingreisen in Kanada starten in Vancouver, Calgary oder Toronto. Im Internet finden sich in der Regel die günstigsten Angebote für Wohnmobile, wobei es einiges zu beachten gilt. Nach der Einreise ist es in der Regel notwendig zunächst eine Nacht im Hotel zu verbringen, da die Übergabe, im Gegensatz zu Mietwagen, meistens nicht direkt am Flughafen erfolgt. Neben den allgemeinen Formalitäten muss auch Zeit für eine gründliche Einweisung durch die Wohnmobilvermietung sowie einen Einkauf eingeplant werden. Um ein Wohnmobil zu mieten genügt ein herkömmlicher PKW-Führerschein, je nach Region ist jedoch ein internationaler Führerschein sinnvoll. Das Mindestalter für ein Wohnmobil beträgt 21 Jahre. Generell achten Wohnmobilvermietungen auf eine Belegung von mindestens zwei Personen, damit immer eine Person zum Rangieren dabei ist. Optimal ist eine Belegung mit vier Personen, sodass ein Campingurlaub in Kanada gut für Freunde geeignet ist. Obwohl die meisten Wohnmobile recht groß sind, ist es sinnvoll Wohnmobile zu mieten, die eine Kategorie größer sind, um ausreichend Platz zu haben.

All-Inclusive Angebote für Wohnmobile

Bei Wohnmobiltouren sind die Flüge nicht im Preis inbegriffen. Zu den teils sehr günstigen Mietpreisen kommen in der Regel auch noch Kilometerpakete hinzu, die man bereits im Vorfeld der Reise buchen sollte. Die Kilometeranzahl sollte man hier recht großzügig einplanen, da jeder kleine Umweg in Kanada schnell zusätzliche Kilometer bringt. Um besonders flexibel zu sein, bieten sich beim All-inclusive-Pakete ohne vorgeschriebene Kilometerzahl an. So kann man Tagesetappen spontan planen. Pro Woche sind maximal 1.400 bis 1.800 Kilometer ein guter Richtwert, um sich nicht zuviel vorzunehmen. Gibt man das Wohnmobil woanders ab, als man es übernommen hat kommt eine Einwegmiete hinzu. Häufig muss auch eine Campingausstattung (Convenience-Kit) separat gebucht werden. Diese umfasst neben Küchenzubehör, Bettzeug und Handtüchern auch Campingstühle, Putzzeug oder Kleiderbügel. Was das Gepäck angeht, sind Reisetaschen besser zu verstauen als Hartschalenkoffer. Wohnmobile zu mieten ist somit eine gute Möglichkeit viel von Kanada zu sehen, erfordert jedoch eine gute Vorbereitung.

Wohnmobile in den USA und Kanada

Wohnmobil ist in Nordamerika nicht gleich Wohnmobil. R.V.’s (Recreational Vehicles) gibt es in unterschiedlichen Kategorien. Die komfortabelste Variante ist das sogenannte Motorhome, bei dem Führerhaus und Wohnraum eine Einheit bilden. Sie bieten nicht nur den größten Komfort, sondern auch den meisten Platz, zumal es häufig ein ausfahrbares Seitenteil und ein Vorzelt gibt. Im Gegensatz zu Deutschland ist es in Kanada erlaubt als Beifahrer während der Reise im Wohnraum zu sitzen. Van-Campingbusse sind in der Regel eine Nummer kleiner, da es sich um umgebaute Lieferwagen handelt, die über ein erhöhtes Dach verfügen. Bei Rundreisen mit vielen Stationen sind sie besonders flexibel. Pick-up-Camper sind kleine Pick-ups mit aufgesetzter Wohneinheit, die man teilweise schnell abnehmen kann, beispielsweise, um vor Ort den Pick-up als herkömmlichen PKW zu nutzen. Für Tagestouren in größere Städte sind sie somit bestens geeignet. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie, im Gegensatz zu einem herkömmlichen Wohnmobil, häufig über einen Allradantrieb verfügen, was in abgelegenen Regionen sehr praktisch sein kann.

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Wo finde ich eine Unterkunft für die Kanada Tour?

Die touristische Infrastruktur im Westen Kanadas ist den vielen Nationalparks entsprechend gut ausgebaut. Dennoch ist das Preisniveau deutlich höher als im übrigen Land. Inzwischen findet ihr aber selbst bei Trivago oder booking.com auch einfache, aber dennoch sehr gut bewertete Hotels und Hostels, die oft mehr Qualität bieten als die großen Billigmotelketten, die man überall in Nordamerika findet. Hier ist zum Beispiel auch eine Unterbringung im Doppelzimmer möglich, teilweise allerdings mit Gemeinschaftsbad auf dem Flur. 

Natürlich könnt ihr auch luxuriöser übernachten, aber an den meisten Tagen werdet ihr das Hotelzimmer ohnehin nur zum Schlafen brauchen. Falls ihr diese Option dennoch in Erwägung ziehen solltet, empfehlen wir euch einen Blick auf hotwire.com. Dort könnt ihr sogenannte Secret Hotels buchen und bekommt auch die teuren Hotelketten oft zu Hostel-Preisen.

Deutlich günstiger geht es natürlich, wenn ihr im Zelt übernachtet. Campingplätze gibt es überall entlang der Strecke. An den Wochenenden oder rund um Feiertage solltet ihr aber auf jeden Fall reservieren.


Hier findet ihr weitere Informationen für eure Rundreise durch Kanada