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Bei Städtereisen nach Reykjavik Island kennenlernen

Mit rund 120.000 Einwohnern nimmt sich Reykjavik als Hauptstadt eher bescheiden aus, doch in Sachen Kultur und Unterhaltung kann sie locker mit weit größeren Hauptstädten mithalten. Die nördlichste Hauptstadt der Welt bietet euch zahlreiche Museen, erstklassige Kulturstätten wie das Konzerthaus Harpa am Hafen und ein mitreißendes Nachtleben, sodass ihr bei Städtereisen nach Reykjavik ein abwechslungsreiches Programm zusammenstellen könnt.

Günstige Angebote für eure Städtereise nach Reykjavik

Anreise nach Reykjavik

Von Deutschland aus erreicht ihr Reykjavik problemlos mit dem Flugzeug direkt. Mehrere Fluggesellschaften wie Icelandair, Lufthansa/Eurowings, Germania und der isländische Billigflieger WOW air fliegen den internationalen Flughafen von Keflavik ab Deutschland an. Dieser befindet sich etwa 40 Kilometer von Reykjavik entfernt. Der Airport Express und der Flybus bringen euch ins Zentrum.

Unser Piratentipp: Die berühmte Blaue Lagune befindet sich ganz in der Nähe des Flughafens. Fliegt ihr erst abends nach Hause, könnt ihr vor dem Abflug ganz entspannt einige Stunden dort verbringen und müsst keinen zusätzlichen Tagesausflug von Reykjavik aus einplanen.

Wie viel Zeit solltet ihr für eine Städtereise nach Reykjavik einplanen?

Wie lange ihr in Reykjavik bleiben solltet, hängt von euren Sightseeing-Ambitionen ab. Das Stadtzentrum ist überschaubar, sodass ihr innerhalb eines einzigen Tages alles gesehen habt. Möchtet ihr euch jedoch in Ruhe alle Museen der Stadt anschauen und Ausflüge unternehmen, solltet ihr etwa vier bis fünf Tage für Städtereisen nach Reykjavik einplanen. So könnte euer Programm aussehen:

  1. Tag: Sightseeing im Stadtzentrum
  2. Tag: Weitere Museumsbesuche
  3. Tag: Tagesausflug Golden Circle
  4. Tag: Halbtagausflug zum Árbæjarsafn Freilichtmuseum oder Whale-Watching-Tour
  5. Tag: Entspannter Abschluss in der Blauen Lagune

Ein Muss für Pferdeliebhaber ist ein geführter Ausritt durch die wunderschöne Landschaft auf dem Rücken eines Islandponys. Mehrere Reitställe im Großraum Reykjavik bieten verschiedene Tagesausflüge zu Pferd inklusive Abholung im Hotel an.

Die beste Reisezeit für Städtereisen nach Reykjavik

Der Sommer natürlich, würdet ihr nun sagen. Nicht so vorschnell! Natürlich ist es im Sommer wettertechnisch gesehen am angenehmsten für einen Urlaub in Island. Die Temperaturen erreichen dann beeindruckende 13 bis 15 Grad. Dazu kommt die Mitternachtssonne: Auf Höhe von Reykjavik wird es etwa drei Monate lang von Anfang Mai bis Ende Juli nicht wirklich dunkel. So habt ihr maximal Zeit für Ausflüge und Stadtbummel. Aber: Die Sommermonate Juni bis August sind auch die kurze touristische Hauptsaison, in der Reykjavik aus allen Nähten platzt. Die Hotels verlangen Höchstpreise und die klassischen Hotspots sind stark überlaufen. Städtereisen nach Reykjavik im Frühling und Herbst sind günstiger und entspannter – und wesentlich kälter ist es dann auch nicht.

Im Winter macht sich das Tageslicht zwar rar, doch dafür könnt ihr tief verschneite Landschaften genießen und mit etwas Glück Nordlichter am Himmel beobachten. Im Winter finden in Reykjavik außerdem einige tolle Festivals statt, die sich lohnen:

  • Iceland Airwaves (November) – das größte Musikfestival Islands, auf dem ihr junge isländische Bands erleben könnt und vielleicht die nächste Björk entdeckt.
  • Die Vorweihnachtszeit in Island (Dezember) – Open-Air-Eisbahnen, stimmungsvolle Beleuchtung und eine Begegnung mit den 13 Weihnachtskerlen (Jólasveinar) machen die Vorweihnachtszeit in Reykjavik zu einem Erlebnis.
  • Winter Lights Festival (Anfang Februar) – beim „Fest der Winterlichter“ wird die ganze Stadt wunderbar beleuchtet. Dazu finden viele Veranstaltungen statt.
  • Food & Fun Festival (Ende Februar) – kulinarische Entdeckungsreisen für alle Foodies. Wenn Islands bekannteste Köche einladen, könnt ihr jeden Abend neue isländische Spitzenküche zu fairen Preisen genießen.
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Die Highlights von Reykjavik

Klein, aber oho: So lässt sich Reykjavik beschreiben. Fast 40 Prozent der isländischen Bevölkerung lebt im Großraum Reykjavik, sodass sich hier entsprechend viele Angebote konzentrieren.

Shopping in Reykjavik

Die wichtigste Einkaufsmeile von Reykjavik heißt Laugavegur: Hier findet ihr vor allem Modegeschäfte und Souvenirläden. Ist das Wetter zu ungemütlich für einen Bummel im Freien, könnt ihr in eines der beiden großen Einkaufszentren, Kringlan und Smáralind, fahren. Das Kringlan bietet sogar einen kostenlosen Shuttle-Bus an, der Besucher von der Touristeninformation am Rathaus zum Einkaufszentrum an Stadtrand fährt.

Smáralind erreicht ihr mit den Buslinien 2, 21, 24 und 28. Auch wenn die isländische Krone seit der Finanzkrise 2008 stark abgewertet wurde, ist Island noch immer ein teures Pflaster. Es lohnt sich nicht, international verbreitete Marken ausgerechnet während einer Städtereise nach Reykjavik zu kaufen. Nutzt lieber die Chance, um isländische Brands wie 66°NORTH zu ergattern oder einen echten Isländerpulli.

Unser Piratentipp: Ab einem Einkaufswert von 4.000 ISK (33 Euro!) könnt ihr euch bei der Abreise am Flughafen die Mehrwertsteuer erstatten lassen. Lasst euch beim Shopping an der Kasse entsprechende Formulare geben.

Essen & trinken in Reykjavik

Isländer sind regelrecht verrückt nach Kaffee und so findet ihr überall im Zentrum gemütliche Cafés, die zudem leichte Snacks servieren. Möchte ihr traditionelle isländische Snacks probieren, seid ihr bei Kaffi Loki (direkt gegenüber der Hallgrímskirkja) richtig: Hier bekommt ihr isländische Fleischsuppe, Kuchen mit Skyr und den berühmt-berüchtigen Hákarl: fermentierten Hai.

Entgegen der weitverbreiteten Annahme gibt es in Island nicht nur Fisch: Auf der Insel leben mehr Schafe als Menschen, sodass in den meisten isländischen Restaurants auch köstlich zartes Lamm serviert wird. Schließlich führt kein Weg an Bæjarins Bestu vorbei, eine unscheinbare Hotdog-Bude am alten Hafen. Sie steht in jedem Reiseführer und die Schlangen sind entsprechend lang.

Das Nightlife in Reykjavik

Das Nachtleben der isländischen Hauptstadt ist legendär – so sehr, dass viele junge (und junggebliebene) Menschen speziell zum Feiern nach Reykjavik kommen. Ein großer Pluspunkt ist die Lässigkeit: DerEintritt ist fast immer kostenlos und Dresscodes sind unbekannt. Statt Großraumdiscos gibt es unzählige gemütliche Bars und Pubs, die sich spätabends in Clubs verwandeln. Die meisten findet ihr entlang des Laugavegur und seiner Seitenstraßen.

Was gerade „in“ ist, wechselt ständig. Ein Dauerbrenner ist die Kaffibarinn, die als Kulisse im Film „101 Reykjavik“ zu sehen war. Im Rósenberg könnt ihr häufig Livebands erleben. Alkohol gibt es in Island übrigens erst ab 20 Jahre.

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Ausflüge ab Reykjavik

Städtereisen nach Reykjavik wären ohne „Golden Circle“-Tagesausflüge nicht vollständig. Ihr könnt für einen Tag einen Mietwagen nehmen oder euch einer organisierten Tour anschließen. Als Golden Circle werden die drei größten Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung der Stadt bezeichnet:

  • Im Gebiet des Þingvellir-Nationalpark stoßen die europäische und die amerikanische Kontinentalplatte zusammen: Ihr seid gewissermaßen auf zwei Kontinenten unterwegs. Der Ort am fischreichen Þingvallavatn, dem größten Binnensee Islands, diente dem isländischen Parlament von 930 bis 1798 als jährliche Versammlungsstätte, ehe in Reykjavik das erste feste Parlamentsgebäude entstand.
  • Haukadalur ist ein Geothermalgebiet voller heißer Quellen. Hier befindet der originale Geysir, der diesem Phänomen weltweit seinen Namen gab. Er ist zwar nicht mehr aktiv, doch dafür bricht der benachbarte Strokkur-Geysir regelmäßig alle zehn Minuten aus und schießt 60 Meter hohe Fontänen heißen Wassers in die Luft.
  • Der Gullfoss ist einer der schönsten Wasserfälle Islands: Hier ergießt sich der Fluss Hvitá in zwei Kaskaden und in bis zu 229 Metern Breite in die Tiefe.

Manche Golden-Circle-Touren umfassen noch weitere Abstecher, zum Beispiel zum Vulkankrater Kerið oder zur Blauen Lagune. Für diese solltet ihr euch jedoch gesondert Zeit nehmen.

Vom alten Hafen in Reykjavik könnt ihr verschiedene Bootstouren buchen, beispielsweise eine ganz entspannte Runde durch die Bucht von Reykjavik oder weiter aufs Meer hinaus zum Whale Watching. Bei schönem Wetter ein unvergessliches Erlebnis!

Die Museen von Reykjavik

Als Hauptstadt bietet Reykjavik eine große Auswahl an Museen, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Diese hier solltet ihr in Erwägung ziehen:

  • Das isländische Nationalmuseum erzählt die Geschichte Islands von der Vorzeit über die Besiedlung durch die ersten Wikinger bis zum 20. Jahrhundert.
  • Die multimediale Landnámssýningin (Siedlungsausstellung) wurde am Ort des ersten Wikinger-Langhauses aus dem Jahr 871 errichtet und vermittelt einen interessanten Einblick in das Leben der ersten Siedler.
  • Das Seefahrtsmuseum am alten Hafen ist der Geschichte der isländischen Seefahrt gewidmet. Im Preis enthalten ist der Besuch der Oðinn, eines alten Schiffs der isländischen Küstenwache.
  • Das Saga-Museum (Sögusafnið) lohnt sich für alle, die sich für die alten nordischen Sagen interessieren. Vorsicht: Für Kinder mag es arg blutrünstig sein.
  • Das Freilichtmuseum Árbær liegt etwas außerhalb des Zentrums: Hier könnt ihr auf einem Rundgang zwischen historischen Häusern das traditionelle Leben auf Island nachempfinden.

Mögt ihr lieber kuriose und schräge Museen? Dann seht euch das Phallusmuseum am Busbahnhof an oder steigt am Ende der Laugavegur in eine ehemalige öffentliche Toilettenanlage hinab: Hier befindet sich passenderweise das erste isländische Punk-Museum.

Unser Piratentipp: Bei Städtereisen nach Reykjavik lohnt sich fast immer der Kauf der City Card: Sie gewährt euch freien Eintritt in die Museen und Schwimmbäder der Stadt, freie Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr und weitere Vorteile.

Weitere Tipps für Städtereisen nach Reykjavik

Große Sehenswürdigkeiten findet ihr in Reykjavik eher nicht. Steigt auf den Turm der Hallgrímskirkja hinauf, um die tolle Aussicht zu genießen und nehmt die Fähre auf die romantische kleine Insel Videy in der Bucht von Reykjavik. Spielt das Wetter mit, fahrt nach Nautholsvik (am Südende des kleinen Stadtflughafens): Hier erwartet euch der einzige Badestrand der Stadt, wo ihr paddeln, Beachvolleyball spielen und im (eiskalten) Atlantik schwimmen könnt.

Ihr seht: Städtereisen nach Reykjavik bieten euch vielfältige Erlebnisse, gastfreundliche Isländer, leckeres Essen & Trinken – und die eine oder andere Überraschung!


Und hier findet ihr weitere Inspiration für euren Islandtrip: