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Habt ihr Lust auf eine Zeitreise in die chinesische Geschichte? Dann ist ein Urlaub in Peking die Reise eurer Wahl. Denn in der chinesischen Metropole verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart auf eine ganz außergewöhnliche Art und Weise. Die Verbotene Stadt im Zentrum Pekings ist ein absolutes Prachtexemplar chinesischer Architektur. Zu Kaiserzeiten durfte sie von der einfachen Bevölkerung nicht betreten werden, was den Namen schnell erklärt.
Rund um die Verbotene Stadt gibt es zahlreiche Hutongs, das sind die typisch traditionellen Gassen der Wohnviertel. Heute ist Peking eine Millionen-Metropole, die neben jeder Menge Kultur einiges an Shopping- und Ausgehmöglichkeiten zu bieten hat sowie eine unfassbar große Auswahl an leckerem und/oder exotischem Essen.
China ist aufgrund seiner Lage und politischen Besonderheit ein großes Rätsel. Ein Urlaub in China oder eine Städtereise ist jedoch problemlos möglich. Für einen touristischen Aufenthalt von 30 Tagen ist kein Visum notwendig, es muss lediglich der Nachweis erbracht werden, dass innerhalb dieses Zeitraums das Land wieder verlassen wird. Aber diese 30 Tage dürften vollkommen ausreichend sein, um die schönsten Reiseziele kennenzulernen. Peking ist dabei als Hauptstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten ein besonderes Ziel, für das ihr euch ruhig Zeit von mindestens drei bis vier Tagen nehmen solltet.
Peking ist allein aufgrund der Größe ein Anziehungspunkt für viele Reisende. Die Stadtfläche ist 16.410 km² und vergleichbar in seiner Größe mit dem Bundesland Thüringen. 21,8 Millionen Menschen haben dabei ihren ständigen Hauptsitz in der Metropole, während im Kernbereich beziehungsweise dem Ballungsraum 18,9 Millionen Menschen zu Hause sind. Allerdings ist Peking mit seinen Einwohner lediglich die zweitgrößte Stadt des Landes. Shanghai besitzt im Ballungsraum 24,8 Millionen Einwohner. Kommt der urbane Gürtel hinzu, steigt die Zahl auf rund 28 Millionen.
Peking ist in der Zeitzone China Standard Time (CST / UTC+8) beheimat. In China gibt es keine Sommerzeit, womit die Zeitverschiebung im Vergleich Deutschland, Österreich und der Schweiz je nach Jahreszeit leicht verändert. Während der mitteleuropäischen Sommerzeit (Ende März bis Ende Oktober) ist Peking 6 Stunden voraus, somit ist es in Peking bereits 18 Uhr, wenn es Deutschland 12 Uhr am Mittag ist. In der mitteleuropäischen Winterzeit (Ende Oktober bis Ende März) beträgt die Zeitverschiebung 7 Stunden, womit es in Peking 19 Uhr ist, wenn es in Europa 12 Uhr ist.
Um nach Peking zu gelangen, gibt es ein entspanntes Abenteuer oder die schnelle Variante. Wer ausreichend Zeit besitzt, um die Welt zu entdecken, kann mit der Eisenbahn reisen. Peking ist eine Endstation der Transsibirischen Eisenbahn und ein tolles Reiseziel nach einer abenteuerreichen Eisenbahntour.
Von Deutschland aus bieten drei Flughäfen Direktverbindungen nach China an: Frankfurt am Main (FRA) als wichtigster internationaler Knotenpunkt sowie München (MUC) und Berlin-Brandenburg (BER). Zu den Airlines mit Direktflügen zählen unter anderem Lufthansa, Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Hainan Airlines. Als Flugzeit ausgehend von Deutschland nach Peking sollten Reisende etwa neun bis zehn Stunden einplanen. Auf dem Rückflug ist die Reise aufgrund der vorherrschenden Gegenwinde in der Regel länger und dauert etwa elf bis dreizehn Stunden.
In Peking gibt es zwei Flughäfen, die angesteuert werden können: Peking (Beijing) mit Beijing Capital International Airport (PEK) und dem Beijing Daxing International Airport (PKX). Die Fahrt in die Innenstadt dauert nur 20 Minuten, kann sich in der Rushhour aber auch mal bis zu anderthalb Stunden ziehen. Vor allem für euren Rückflug solltet ihr dies bedenken und genügend Zeit einplanen. Zur Auswahl stehen mehrere Buslinien, die alle einheitlich ungefähr 2 Euro kosten. Einige verkehren im 15-Minuten-Takt. Zuverlässiger geht es mit der Airport Express Bahn, die euch in knapp einer Stunde für 3,70 Euro in die Innenstadt bringt.
In Peking herrscht ein feuchtes Monsun-Klima, bei dem die Sommer heiß und die Winter kalt und trocken sind. Für eine Städtereise bieten sich Frühling und Herbst an, denn dann sind die Temperaturen in Beijing angenehm warm. Besonders empfehlenswert ist eine Reise im Herbst, da die Stadt dann golden ist. Um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu sehen und einen guten Überblick zu bekommen, solltet ihr mindestens vier oder fünf Tage für eure Peking-Reise einplanen.
Unser Piratentipp: Falls ihr – zum Beispiel aufgrund besonders günstiger Flüge – im Winter nach Peking fliegt, nehmt genug Schichten an Kleidung mit, denn während drinnen ordentlich geheizt wird, kann es draußen sehr kalt sein. Pullover und Mäntel aus Baumwolle sollten in eurem Reisegepäck daher nicht fehlen.
Peking hat ein riesiges und modernes Untergrundnetz, das in kurzer Zeit erbaut wurde und euch blitzschnell durch die Stadt bringt. Die zweisprachige Beschilderung sorgt dafür, dass auch Ausländer sich gut zurechtfinden. Eine Fahrt kostet zwischen 30 Cent und 1,20 Euro. Ein Nachteil der U-Bahn sind die unglaublichen Menschenmassen, die sich zu Stoßzeiten in den Bahnen herumdrücken.
Eine sehr günstige Methode zur Fortbewegung in Peking ist der Bus mit einem Fahrtpreis von 15 Cent pro Fahrt. Hier solltet ihr allerdings genau wissen, wo ihr ein- und aussteigen müsst, da die Ansagen nur auf Chinesisch erfolgen.
Aber auch eine Fahrt mit dem Taxi ist in Peking nicht teuer. Für eine Strecke von rund 30 Kilometern bezahlt ihr zum Beispiel ungefähr 10 Euro. Hilfreiche Apps zum Taxi-Bestellen sind Didi Dache und Kuaidi Dache.
Zwar hat Peking mit der Verbotenen Stadt und dem Platz des Himmlischen Friedens ein recht klar definiertes historisches Zentrum, doch gibt es nicht wirklich ein touristisches Zentrum. Gute Gegenden zum Wohnen beziehungsweise für die Hotelsuche sind die historische Innenstadt innerhalb der 2. Ringstraße, wenn ihr ein Gefühl für Pekings Geschichte entwickeln wollt, oder das zentrale Geschäftsviertel CBD an der östlichen 3. Ringstraße, das von moderner Architektur geprägt ist und sich gut zur Erkundung des Nachtlebens eignet. Empfehlenswert für junge Reisende ist auch das Studentenviertel im Nordwesten der Stadt.
In Peking erwartet euch eine beeindruckende Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten. Von luxuriösen Hotels über traditionelle Gästehäuser bis hin zu modernen Resorts und Ferienanlagen findet ihr Unterkünfte für nahezu jedes Budget und jeden Reisestil. Ob komfortables Stadthotel in zentraler Lage oder authentische Unterkunft mit Einblicken in das lokale Leben, ihr könnt ganz nach euren persönlichen Vorstellungen wählen.
Vor der Buchung solltet ihr allerdings prüfen, ob die gewünschte Unterkunft tatsächlich ausländische Gäste aufnehmen darf. Besonders in kleineren Orten sind zudem Englischkenntnisse beim Personal nicht immer selbstverständlich, weshalb eine Übersetzungs-App unterwegs sehr hilfreich sein kann. Auch bei Ausstattung, Service und Frühstück können euch kulturelle Unterschiede begegnen, auf die ihr euch am besten offen und neugierig einstellt.
Im Folgenden einige Tipps für Unternehmungen, auf die ihr bei eurer Städtereise nach Peking keinesfalls verzichten solltet. Je nach Interesse warten eine Vielzahl voin Museen und historischen Zeugnissen auf euch, alternativ taucht ihr in das pulisierende Nachtleben ein oder folgt eurer Leidenschaft für das Shopping.
Die Chinesische Mauer ist eines der beeindruckendsten Bauwerke der Welt und verläuft rund 70 Kilometer nördlich von Peking. Mit einem Hochgeschwindigkeitszug könnt ihr diese Sehenswürdigkeiten problemlos in kürzester Zeit als Ausflugsziele erreichen. Badaling ist der am besten erschlossene und berühmteste Teil der Mauer, der sogar barrierefrei ausgebaut ist und somit allen Besuchern einen Zugang ermöglicht. Wanderer und Abenteurer entscheiden sich eher für den Abschnitt Jinshanling, der ursprünglicher ist.
Nicht weniger beeindruckend als die Chinesische Mauer ist der Kaiserpalast in Peking. Das Areal nördlich des Tian’anmen-Platzes (Platz des Himmlischen Friedens) wird auch als Verbotene Stadt bezeichnet und umfasst mehr als 900 Gebäude. Mehr als 500 Jahre war der Kaiserpalast das Machtzentrum in China und das Gelände mit seinen 72 Hektar besitzt mehr als 10.000 Räume. Der Besuch ist möglich, allerdings gibt es keinen Ticketverkauf mehr vor Ort. Die Tickets für einen Tag werden eine Woche vorher freigeschaltet und ihr müsst schnell sein. Die Nachfrage ist riesig.
Dies sind die schönsten Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
Verbotene Stadt und Kaiserpalast
Platz des Himmlischen Friedens
Chinesische Mauer
Himmelstempel
Park Behay
Beijing Capital Museum
Sommerpalast
Ming-Gräber
Lama-Tempel
Hutongs um die Verbotene Stadt
Ganz oben auf eurer Liste sollte die Verbotene Stadt stehen, denn diese Stätte des UNESCO-Weltkulturerbes umfasst unglaubliche 720.000 Quadratmeter Fläche und ist der größte Palast der Welt.
Weitere beliebte Museen sind:
Chinesisches Kunstmuseum
Chinesisches Nationalmuseum
Hauptstadtmuseum
Gedenkhalle für den Vorsitzenden Mao
Prince Kung‘s Mansion
Militärmuseum
Kunstbezirk Dashanzi
Great Wall Museum
In Peking müsst ihr für den kulinarischen Genuss gar nicht tief in die Tasche greifen, und nicht zuletzt dank der vielen dort lebenden Ausländer nimmt das Essens- und Gaststättenangebot an Vielfalt und Qualität immer weiter zu. Besonders authentisch für Peking ist natürlich die Pekingente, darüber hinaus der Lammfleisch-Feuertopf sowie Teigtaschen und Nudelsuppe.
Gute Pekingente bekommt ihr zum Beispiel in der hochklassigen Restaurantkette DaDong, die eine Kombination aus traditionellen chinesischen sowie westlichen Gerichten bietet. Beliebt ist auch die Kette Haidilao, bei der ihr mit den unterschiedlichsten Soßen experimentieren dürft. Stimmungsvoll speisen könnt ihr im Red Capital Club, einer historischen Residenz, die eine Sammlung aus Gegenständen kommunistischer Zeiten beherbergt. Zum Brunchen geht mal zum Vineyard Cafe im historischen Quartier Hutong, hier treffen sich trendige junge Leute für europäische Snacks und Getränke in entspanntem Ambiente.
Streetfood-Fans kommen in Peking ebenfalls voll auf ihre Kosten. In den Hutongs genauso wie an den Endstationen der verschiedenen U-Bahn-Linien findet ihr jede Menge Straßenverkäufer mit leckeren exotischen Gerichten wie Skorpion-Spießen oder Stink-Tofu, der trotz seines Duftes aber sehr lecker schmecken kann. Dass man in China Hunde isst, ist hinlänglich bekannt – aber wusstet ihr, dass auch Eselfleisch extrem beliebt ist? Wen das nicht abschreckt, der sollte mal einen Esel-Burger oder eine Esel-Teigtasche probieren, denn diese sehen nicht nur lecker aus, sondern schmecken noch wirklich gut. Und wenn ihr ein bisschen Zeit für eure Peking-Reise mitbringt, besucht mal einen Kochkurs, der mit Sicherheit bleibende Eindrücke hinterlassen wird.
Das Pekinger Nachtleben mit seinen vielfältigen Unterhaltungsangeboten verändert sich ständig. In den westlich ausgerichteten Nachtclubs ist das Angebot breit gefächert und vor allem von Techno und House geprägt, auch viele internationale Star-DJs legen hier auf. Die Clubs sind meist bis in die frühen Morgenstunden geöffnet. Ein beliebtes Viertel zum Ausgehen ist Sanlitun im Nordosten Pekings.
In den Bars bekommt ihr Fassbier zu westlichen Preisen und die Atmosphäre ist recht ungezwungen. Weitere Bar-Viertel sind im Chaoyang District in der Nähe des Workers‘ Stadium sowie am Houhai-See mit seinen roten Lampions und schwimmenden Kerzen auf dem See, außerdem die Lotus Lane nördlich des Ba-Flusses. Das Wudaokou-Gebiet ist ein Studentenparadies mit der beliebten Undergrounddisco Propaganda. Die Bars sind in der Regel bis 24 Uhr geöffnet, wobei ihr gegen 22 Uhr mit dem größten Ansturm rechnen müsst.
Peking gilt übrigens als Schmelztiegel der Untergrundmusik, und in der ganzen Stadt gibt es zahlreiche unabhängige Konzerthallen, in denen ihr Rock- und Punk-Konzerte unterschiedlichster Qualität besuchen könnt. Die bekanntesten Venues sind das Mao Livehouse sowie das Yigong Yushan, die beide im Stadtzentrum liegen.
Weitere Möglichkeiten zur Unterhaltung in Peking sind Kino, Theater und Karaokebars sowie diverse Kungfu- und Akrobatik-Shows.
Natürlich gibt es auch in einer Millionen-Metropole wie Peking organisierte Touren und Stadtrundfahrten, die Touristen einen guten Überblick vermitteln über die wichtigsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten. Ob zu Fuß oder bei einer Rundfahrt mit den Doppeldeckerbussen – es lässt sich jeder interessante Winkel der Stadt erkunden. Touren gibt es zum Beispiel für die Verbotene Stadt und die Chinesische Mauer.
Falls ihr vermutet, dass man in Peking überall so ziemlich das Gleiche kaufen kann, werdet ihr überrascht sein. Denn neben internationaler Ware gibt es traditionelle und moderne Produkte en masse. Den Einkaufsspaß fördern das günstige Preisniveau sowie die Tatsache, dass man in Peking prima feilschen kann.
Beliebte Einkaufsgegenden sind die Wangfujing, eine riesige Einkaufsstraße mit Hunderten von Zelten, die Artikel der verschiedensten Branchen anbieten, die Antiquitätengasse Liulichang und Jianguomenwa mit mehreren Kaufhäusern und einem Textilmarkt. Auf der Silk Street an der Metrostation Yonganli gibt es billiger Kleider und Souvenirs, auch hier solltet ihr das Handeln nicht vergessen. Tolle Souvenirs gibt es außerdem im Künstlerviertel 798 oder auf dem Flohmarkt von Panjiayuan. Für günstige Elektronik-Artikel bietet sich der Stadtteil Zhongguancun an, hier liegen gleich mehrere Malls nebeneinander.
Da viele Chinesen nur die chinesischen Namen für Straßen oder Hotels kennen, solltet ihr unbedingt die chinesisch geschriebene Adresse eures Aufenthaltsortes parat haben. Lasst euch bei einer Taxifahrt keinesfalls auf eine Fahrt ohne Taxameter ein, denn dann kann es teuer werden.
Eine Fahrt mit einer Rikscha ist ohne Chinesisch-Kenntnisse wenig empfehlenswert, denn man landet letztendlich für viel Geld irgendwo, wo man gar nicht hinwollte.
Ein Trick, der unangenehm werden kann, ist, wenn ihr sogenannten Schleppern folgt, in der Regel jungen, netten Personen, die euch auf Englisch ansprechen und begleiten und anschließend in ein Teehaus oder eine Galerie führen, wo es richtig teuer wird.
Die Millionen-Metropole Peking bietet einen einzigartigen Mix aus Geschichte und Moderne. Die Sehenswürdigkeiten sowie Möglichkeiten zum Ausgehen, Shoppen, Essen und Trinken sind fast unbegrenzt. Peking ist für viele mit Abstand die interessanteste Stadt Chinas und einen mindestens vier- oder fünftägigen Besuch wert.
A: Die beste Reisezeit für Peking sind der Frühling von April bis Mai und der Herbst von September bis Oktober, wenn die Temperaturen angenehm und die Niederschläge meist gering sind. Im Sommer kann es heiß und schwül werden, während der Winter häufig kalt und trocken ist.
A: Peking hat rund 21,8 Millionen Einwohner und gehört damit zu den größten Städten der Welt. Dabei bezieht sich die Zahl auf das gesamte Verwaltungsgebiet der chinesischen Hauptstadt.
A: Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten solltet ihr drei bis fünf Tage einplanen. So bleibt ausreichend Zeit für die Verbotene Stadt, den Himmelstempel, den Sommerpalast und einen Ausflug zur Chinesischen Mauer.
A: Peking ist im Vergleich zu vielen europäischen Großstädten bei öffentlichen Verkehrsmitteln und lokalen Restaurants relativ günstig. Hotels, internationale Restaurants und private Ausflüge können jedoch deutlich teurer sein, sodass die Kosten stark von eurem Reisestil abhängen.