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Rundreise Japan: von Tempeln, Tradition und Technik

Woran denkt ihr, wenn ihr euch Urlaub in Japan vorstellt? An atemberaubende, vom Mount Fuji beherrschte Panoramen? An pulsierende, hochmoderne Großstädte wie Tokio? An Samurai und Manga, an Tempel und Hightech? Alles das ist Japan – und eine Rundreise ist für uns Europäer zudem ein hervorragender Einstieg, um sich Asien als Urlaubsdestination zu nähern.

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Organisierte Rundreise buchen oder auf eigene Faust Japan entdecken?

Natürlich gibt es eine Reihe von Anbietern, die begleitete Rundreisen durch Japan im Programm haben. Gruppenreisen mit deutschsprachiger Reiseleitung und Ausflugsfahrten mit Reisebussen decken in der Regel alle touristischen Highlights ab und bieten Gemeinschaftserlebnisse. Gerade in Japan ist es aber überhaupt kein Problem, das Land nach eigenen Vorstellungen und Zeitplänen zu erkunden. Wer sich im Vorfeld über Land und Leute informiert und eine ungefähre Vorstellung davon hat, was er in Japan erleben will, kann sich auf individuellen Reiserouten begeben und auch einmal flexibel Pläne abändern.

Keine Angst vor der Sprachbarriere! Auch ohne Japanischkenntnisse kommt ihr in Japan durch den Alltag. Viele Japaner sprechen Englisch, offizielle Informationen wie Straßenschilder, Informationstafeln am Bahnhof und Flughafen und dergleichen sind meist zweisprachig.

Unser Piratentipp: In Japan wird es als sehr höflich empfunden, wenn ihr ein paar Vokabeln Japanisch beherrscht. „Konnichiwa“ heißt „Guten Tag“, „gomennasai“ „Entschuldigung“ und „kuukou wa doko desu ka?“ „Wo ist der Flughafen?“

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Wie viel Zeit benötigt man für eine Rundreise in Japan?

Allein aufgrund der langen Anreise nach Japan (ihr sitzt ungefähr elf Stunden im Flieger) solltet ihr mindestens zehn Tage für euren Aufenthalt einplanen. Selbst damit hättet ihr ein straffes Sightseeing-Programm vor euch. Besser sind Reisen von zwei oder drei Wochen Dauer; ausreichend Zeit, sich zu akklimatisieren und dann systematisch das Land zu erkunden. In welcher Reihenfolge ihr dabei vorgeht und welche Schwerpunkte ihr setzt, könnt ihr frei entscheiden. Es gibt aber selbstverständlich verschiedene sinnvolle Reiserouten, an denen ihr euch orientieren könnt. Ausgangspunkt für alle Touren ist der Flughafen Tokio, dem Anflugziel für Direktflüge aus Deutschland.

  • Rundreise 1: Tokio (Exkursionen: Nikko, Mt. Fuji, Kamakura, Yokohama) – Nagoya – Kanazawa (Abstecher nach Takayama) – Kyoto (Nara) – Himeji – Hiroshima
    Für diese Reise solltet ihr vierzehn Tage einplanen.
  • Rundreise 2: Tokio (Nikko, Mt. Fuji, Kamakura, Yokohama) – Nagoya – Kanazawa (Ausflug nach Takayama) – Kyoto (Nara) – Osaka (Koyasan) – Himeji – Hiroshima – Myajima – Nagasaki
    Hierfür solltet ihr drei Wochen im Land verbringen.
  • Variante für Kurztouristen: Tokio (Nikko, Mt. Fuji, Kamakura, Yokohama)
    Bei dieser Variante schlagt ihr euer Basislager in Tokio auf und plant von dort aus Tagesausflüge zu den Zielen in der Nähe.

Welches sind die Highlights, die man gesehen haben sollte?

Sightseeing & Historie, Moderne & Tradition? In Japan ist alles möglich – die folgenden Tipps helfen euch bei der Planung.

Nachtleben von tokio in Japan - belebte Staße mit Leuchtreklame
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Tokio

Wenn ihr von Deutschland kommend nach Japan fliegt, landet ihr gewöhnlich auf dem Flughafen Tokio-Narita, dem Drehkreuz für internationale Flüge. Die schnellste Verbindung vom Flughafen in die Hauptstadt bietet, Mietwagen ausgenommen, der Skyliner der privaten Eisenbahngesellschaft Keisei Dentetsu. Die Fahrzeit beträgt etwa 50 Minuten. Allein, um Tokio-City ausgiebig zu erkunden, werdet ihr mehrere Tage benötigen, plant also euren Aufenthalt entsprechend und lasst euch neben Shopping und kulinarischen Erlebnissen folgende Sehenswürdigkeiten nicht entgehen:

Highlights in Tokio-City

  • Ueno-Park, eine Parkanlage mit zwei Schreinen und jeder Menge Kirschbäumen: bei Reisen zur Blütezeit ein Must-see!
  • Sensō-ji und Akasuko-Schrein, zwei benachbarte, absolut sehenswerte historische Tempel, allerdings mit viel Touristentrubel
  • Tokyo Skytree: Der Fernsehturm ist mit 634 Metern das derzeit zweithöchste Gebäude der Welt und bietet bei klarem Wetter eine fantastische Aussicht über die Stadt.
  • Tokyo Tower: Noch ein Turm und Wahrzeichen der Stadt. Es handelt sich baulich um eine exakte, nur ein klein wenig größere Version des Pariser Eiffelturms.
  • Tokio Bay: Romantische Abendstimmung genießt ihr in der Tokioter Bucht. Bei Sonnenuntergang schillert die Rainbow Bridge, die hinüber zur Insel Odaiba führt, in mystischem Farbspiel.
  • Kabukichō ist die Amüsiermeile für die Nachschwärmer unter euch, ein sehenswertes, etwas verruchtes Vergnügungsviertel mit Kasinos, Restaurants und Clubs.
  • Harajuku: Ein hippes Quartier und Zentrum der Jugendkultur. Vor allem Cosplayer sind hier unterwegs: ein Riesenspaß für Manga-Freaks.

Exkursions-Highlights rund um Tokio

Von Tokio aus solltet ihr euch Ausflüge in das vom Mount Fuji beherrschte Umland nicht entgehen lassen. Euch erwartet in der beschaulichen Stadt Kamakura der berühmte Große Buddha (13 Meter hoch) nebst zahlreicher Tempelanlagen, in Nikko bewundert ihr wunderschöne Schreine. In der turbulenten Hafenstadt Yokohama solltet ihr einen Besuch des Kreuzfahrtterminals Osanbashi-Pier mit seiner beeindruckenden Architektur auf jeden Fall einplanen.

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Von Tokio nach Kyoto

Nun begebt ihr euch auf der Ost-West-Route durch Japan:

  • Nagoya: Auf der ersten Zwischenstation bietet sich in der Großstadt Nagoya der Besuch des Atsuta-Schreins an: Dort sind zahlreiche archäologische und historische Exponate zu sehen.
  • Kanazawa: Hier lohnt sich ein Abstecher in das historische Samurai-Viertel, in dem Villen der japanischen Krieger erhalten geblieben sind, und in den Kenrokuen, einen Park, der zu den „perfekten Gärten Japans“ zählt.
  • Takayama: Die historische Altstadt mit Architektur aus der Edo-Zeit ist unbedingt einen Besuch wert.

Kyoto

Die „Kaiserstadt“ ist ein kulturelles Highlight: Tempel und Historisches, wohin man schaut. Um die Stadt zumindest ansatzweise zu erkunden,benötigt ihr mehrere Tage: Plant also einen Aufenthalt mit Übernachtung ein.

Highlights in Kyoto

  • Gion-Viertel: Dieser Stadtteil gilt als Mittelpunkt der japanischen Geisha-Tradition
  • Kennin-ji: Dieser Tempel aus dem 12. Jahrhundert ist der älteste Zen-Tempel Japans. Der Kodai-ji-Tempel ist etwas jünger, aber nicht weniger sehenswert: ein touristischer Geheimtipp.
  • Kiyomizu-dera: Der berühmteste Tempel von Kyoto ist ein Must-see für Touristen.
  • Der Kaiserpalast kann mittlerweile auch ohne vorherige Anmeldung besucht werden.
  • Burg Nijo: Hier residierten einst die Shogune. Das beeindruckende historische Bauwerk ist von herrlichen Gärten umgeben.
  • Arashiyama: Naturfreunde staunen hier über einen riesigen Bambus-Hain.

Exkursions-Highlights rund um Kyoto

Von Kyoto aus lohnt sich ein Ausflug in die nahe gelegene Stadt Nara: Dort entdeckt ihr den Todai-ji-Tempel, das weltweit größte aus Holz erbaute Gebäude. Hier befindet sich auch eine 15 Meter hohe Buddha-Statue aus Bronze. Tierfreunde können im Hirsch-Park mit den zutraulichen Waldtieren, die dort frei umherlaufen, Freundschaft schließen.

Japan Osaka Burg in einem Park mit See
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Osaka und Umgebung

Osaka, eure nächste Etappe, ist die drittgrößte Stadt Japans. Es heißt, dass es im Vergleich zu Tokio dort ein wenig formloser zugehe. Eine der Top-Sehenswürdigkeiten ist die Burg. Deren Hauptgebäude hat acht Etagen und ist von schönen Parkanlagen umgeben. Wem die Vergnügungsviertel Shinsekai und Minami zu aufregend sind, der findet bei einem Ausflug zum Berg Koyasan mit seinem Tempelkomplex und der Naturschönheit seiner Wälder Ausgleich und spürt die mystische Atmosphäre Japans.

Über die Stadt Himeji, deren Burganlage zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, geht es weiter in Richtung Westen.

Miyajima__Hiroshima__Japan schwebende Schreine
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Hiroshima und Umgebung

Hiroshima ist die nächste Station. Über das traurige Schicksal dieser Stadt muss nicht viel gesagt werden. Neben den nachdenklich stimmenden Stationen wie den Mahnmalen im Friedenspark und dem A-Bomb-Dome (ein Gebäude, das den Atombombenabwurf 1945 überstand) zeigt sich Hiroshima heute als lebhafte Großstadt mit urbanem Flair. Ein Wahrzeichen ist die (originalgetreu) wiederaufgebaute Burg Hiroshima Castle. Von Hiroshima aus lohnt sich die Überfahrt zur Insel Myajima mit dem spektakulären Itsukushima-Schrein.

Wer ganz in den Westen will, kann die Rundreise in Japan in Nagasaki abschließen. Sehenswert in der einst ebenfalls durch die Atombombe zerstörten Stadt sind der Suwa-Schrein (der damals unbeschädigt blieb) sowie der Friedenspark mit seiner Skulpturensammlung.

Rundreise Japan Miura Peninsula Strand
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Weitere Tipps für die Rundreise

Strandurlaub in Japan

Badeurlaub mit einer Japan-Rundreise zu kombinieren, ist nicht ganz einfach: Die charakteristischen Badeorte des Landes befinden sich nicht auf der Hauptinsel Honshu, wo die Etappen der Rundreise angesiedelt sind. In Reichweite unserer präsentierten Routen befindet sich der Sandstrand von Shirahama Beach, fast drei Fahrtstunden südwestlich von Tokio. Für einen Badeurlaub in Japan eignen sich als Destination besser die Inselgruppe Okinawa, Kyushu oder gleich ein Aufenthalt an der Küste.

Verschafft euch einen Einblick in die Sumo Kultur

Ein großer Teil japanischer Kultur ist Sumo. Sumo ist eine aus Japan stammende Form des Ringkampfs. Sieger des Kampfes ist derjenige, der den Gegneraus einem sandbedecktem Kreis drängen kann.

Transportmittel für die Rundreise in Japan

Für Individualtouristen ist eine Rundreise mit dem Mietwagen nicht nur aus Gründen des Gepäcktransports eine Option. Bedenkt aber: In Japan herrscht Linksverkehr, die Straßenführung und Beschilderung sind für Ausländer verwirrend und auch Parkplätze sind rar. Damit die Rund- nicht zur Abenteuerreise wird, lohnt es sich gerade in Japan, Zug und öffentliche Verkehrsmittel für das stressfreie Reisen zu nutzen. Wer sich trotzdem in den japanischen Straßenverkehr und Zelturlaub wagen will, der kann ein Campingmobil mieten: Rund 2.800 offizielle, teils sehr luxuriös ausgestattete Campingplätze sind über das ganze Land verteilt, allerdings oft nur im Sommer geöffnet.

Die sicherste, schnellste und komfortabelste Art, durch Japan zu reisen, ist die Fahrt mit dem Zug oder innerstädtisch in der U-Bahn. Japanische Züge und der Nahverkehr sind extrem pünktlich und zuverlässig. Das Verkehrsnetz ist hervorragend ausgebaut. Bei einer Fahrt im berühmten Shinkansen, einem Zug, der bis zu 300 Stundenkilometer erreicht, könnt ihr zugleich ein japanisches Technikwunder hautnah zu erleben.

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Unser Piratentipp: Als Rundreisende solltet ihr den Japan Rail Pass wählen, ein Zeitticket für eine, zwei oder drei Wochen auf allen innerjapanischen Bahnstrecken. Für das Nahverkehrsnetz gibt es entsprechende Zeitkarten, die preiswerter sind als Einzeltickets.

Tradition, Kultur und Gastfreundschaft: Japan ist ein fantastisches Reiseland

Eine Rundreise durch Japan bietet euch ein ausgewogenes Angebot an urbanem Ambiente bei Städtetrips, wunderbare Natur- und typisch japanische Gartenkunst, jede Menge Tradition und einen Einblick in die asiatische Lebensart. Lernt Japan auf einer Rundreise kennen.