Vietnam_Halong_bay_Rundreise_Asien_Urlaub_ReisePin it

Rundreisen durch Vietnam: Urlaub für alle Sinne

Kühle Luft in den Berghöhen, tropische Temperaturen in den Städten und eine Meeresbrise an der endlos langen Küste – Vietnam ist so bunt wie das Obstangebot auf den hiesigen Märkten. Bei dieser Vielseitigkeit lohnt es sich, Zeit und Mühe in die Erkundung des ganzen Landes zu stecken und eine Rundreise durch Vietnam zu starten. Der südostasiatische Staat hat nicht umsonst in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Durch seine Grenzen zu China, Laos und Kambodscha bietet es sich sehr gut für Backpacker an, die auf Erkundungstour durch Asien sind. Allerdings lohnt es sich auch, eine Reise direkt aus Deutschland in das fernöstliche Land zu planen.

Warum eine Rundreise durch Vietnam?

Das lang gezogene Land führt durch unterschiedliche Regionen, die jede ihren eigenen Charme hat. Genau deshalb bietet es sich in Vietnam an, eine Rundreise durch das ganze Land zu planen und sich nicht nur auf eine Region zu beschränken. Die meisten haben nicht das Glück, dem Alltag auf unbestimmte Zeit zu entkommen. So seid ihr gut beraten, euch die wichtigsten Destinationen vorher herauszusuchen – oder einfach ein zweites oder drittes Mal wiederkommen, denn es lohnt sich, jede Ecke des asiatischen Landes zu entdecken.

Wie viel Zeit ist nötig für eine Rundreise durch Vietnam?

Bei eurer Zeitplanung kommt es darauf an, ob euch ein grober Eindruck der Kultur und der Landschaft reicht oder ob ihr ein umfassendes Bild des asiatischen Landes gewinnen möchtet. Organisierte Rundreisen dauern meist zwei bis drei Wochen. Bei ausreichend Recherche sind Anbieter zu finden, die mehr Zeit einrechnen. Erfahrene Backpacker sagen, dass sich eine Rundreise durch das Land am Südchinesischen Meer unter drei Wochen nicht lohnt. In vier Wochen ist es möglich, einmal durch das Land zu reisen, aber einen wirklich umfänglichen Eindruck gewinnt ihr mit fünf bis sechs Wochen. In dieser Zeitspanne schafft ihr es, abgelegenere Orte zu besuchen und das authentische Leben in Vietnam kennenzulernen.

Vietnam entdecken – jeder auf seine Art

Vietnam kann auf verschiedene Weisen erkundet werden. Wenn ihr euch gern direkt ins Abenteuer stürzt, ohne selber viele Planungen im Vorhinein durchzuführen, bieten sich organisierte Rundreisen von Veranstaltern an. Andererseits habt ihr die Möglichkeit, euren Urlaub ganz individuell zusammenzustellen und alles selber zu planen und zu buchen.

Organisierte Rundreisen durch Vietnam

Wer kein Problem damit hat, das Zepter abzugeben, der profitiert von organisierten Rundreisen durch das südostasiatische Land. Oft beinhalten diese Touren Übernachtungen in hochpreisigen Hotels. Je nach eigenen Präferenzen findet ihr außerdem Anbieter, die mit Mittelklassehotels, günstigen Bed and Breakfasts oder sogar mit Privatunterkünften zusammenarbeiten. Oft ist es optional, die Flüge gleich mit zu reservieren oder nicht. So lässt sich komfortabel mit einer Buchung die ganze Reise abdecken. Bucht ihr die Flüge selbst, bleibt eventuell der eine oder andere Euro mehr in eurer Reisekasse.

Auf eigene Faust durchs Land

Ihr habt Spaß am Organisieren? Dann ist eine individuell geplante Rundreise durch Vietnam etwas für euch. Auf diese Weise geht ihr sicher, dass ihr die Orte besucht, die auf eurer persönlichen To-do-Liste stehen, und lasst diejenigen Spots aus, die euch weniger reizen. Bei dieser Art von Reisen habt ihr freie Hand bei der Auswahl eurer Unterkünfte und könnt spontan umzudisponieren. Vielleicht begegnet ihr auf eurer Reise Leuten, mit denen ihr ein paar Tage gemeinsam reisen wollt. Bei individuellen Reisen sind Planänderungen dieser Art kein Problem.

Vor- und Nachteile geführter und individueller Rundreisen

Bei der Wahl der Reiseart spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Eure persönlichen Präferenzen sind natürlich wichtig und der Geldbeutel muss genauso berücksichtigt werden. Wir haben euch hier die wichtigsten Vor- und Nachteile der beiden Reisearten aufgeführt:

Organisierte Rundreisen

  • Zeitersparnis: Ihr müsst nur wenig Zeit in eure Reiseplanung stecken und alles Nötige wird mit einer Buchung erledigt.
  • Ansprechpartner:Bei Fragen ist immer ein Experte erreichbar, der euch mit Rat und Tat zur Seite steht.
  • Kostenfaktor: In den meisten Fällen ist mit mehr Ausgaben zu rechnen als bei einer individuellen Reise.
  • Beschränkung: Ihr seht nur die Orte, die viele vor euch bereits besucht haben, und verpasst eventuell die „Geheimtipps“.

Individualreisen

  • Prioritäten: Eure persönlichen Must-sees werden abgedeckt und ihr verbringt keine Zeit an Orten, die euch nicht so sehr reizen.
  • Kostenfaktor: Ihr habt die Möglichkeit, Preise zu vergleichen und euch eine Route zusammenzustellen, die zu euren finanziellen Vorstellungen passt.
  • Authentizität: Weniger touristische Orte finden den Weg auf eure Reiseroute, die bei organisierten Touren oft unberücksichtigt bleiben.
  • Notfälle: Im Falle eines Falles habt ihr keinen Ansprechpartner vor Ort – entsprechend ist es ratsam, immer einen Plan B parat zu haben.
  • Zeitintensität: Wenn man kein Freund von Organisation ist, kann der vorherige Zeitaufwand für Planungen zum Minuspunkt werden.

Empfehlenswerte Route für eine Rundreise durch Vietnam

Um so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich abzudecken, ist es ratsam, sich vorher zu überlegen, welche Spots auf der Reiseroute stehen sollten. Da Vietnam sich in die Länge streckt, wird es üblicherweise von Norden nach Süden oder von Süden nach Norden bereist. Auf diese Weise sind Abstecher nach Osten und Westen immer möglich und die Reise individuell ausdehnbar. Wir haben euch hier eine empfehlenswerte Route mit den schönsten Reisezielen zusammengestellt.

Vietnam Rundreise: Hanoi – Halong-Bucht – Phong Nha – Hoi An – Saigon – Mekongdelta – Phu Quoc

Bei dieser Reise startet ihr in der Hauptstadt und bereist das Land von Nord- über Zentral- nach Südvietnam. Die Strecke ist genauso gut andersherum bereisbar. Dann startet ihr in der größten Stadt des Landes, Saigon, und reist von Süden nach Norden. Die meisten internationalen Flüge landen in Hanoi oder Saigon, ihr habt also freie Hand bei der Reihenfolge eurer Route.

  • Hanoi: Der Ausgangspunkt dieser Route ist die Hauptstadt Hanoi. Neben den typischen Sehenswürdigkeiten wie dem Ho-Chi-Minh-Mausoleum, dem Literaturtempel oder dem wunderschönen Hoan-Kiem-See ist Hanoi besonders von der Gastfreundlichkeit der Vietnamesen geprägt. Hier werdet ihr meist warmherzig begrüßt und gewinnt einen ersten Eindruck der köstlichen Küche und des bunten Nachtlebens.
  • Halong-Bucht: Das UNESCO-Weltkulturerbe steht auf der To-do-Liste so ziemlich jedes Vietnam-Reisenden. Man kann Touren buchen, die den Transfer von einer Unterkunft in Hanoi und wieder zurück umfassen. Empfehlenswert ist eine mehrtägige Bootstour durch diese malerische Landschaft.
    Unser Piratentipp: Wenn ihr in der Halong-Bucht seid, solltet ihr auf jeden Fall einen Ausflug auf die Insel Cat Ba unternehmen. Hier gibt es einen beeindruckenden Nationalpark und mysteriöse Höhlen zu erkunden.
  • Phong Nha: Der in Zentralvietnam gelegene Nationalpark Phong Nha-Ke Bang zeichnet sich durch seine Vielzahl an Höhlen aus. Der Tourismus ist hier bereits angekommen, allerdings viel später als an den Hotspots. So gewinnt ihr hier noch einen Eindruck des ländlicheren Lebens in Vietnam. Das Gebiet ist außerdem geprägt von weitläufigen Reisfeldern – ein echtes Must-see!
  • Hoi An: Dieses kleine Städtchen an der Küste ist ein weiterer Punkt auf der Liste der meisten Touristen – und das aus gutem Grund. Hier gibt es eine Vielzahl an kleinen und großen Märkten, auf denen ihr alles von Fisch und Fleisch über Gewürze und Obst zu Kaffee, Tee, Blumen und frisch zubereiteten Gerichten findet. Diese Farbenpracht ist einmalig! Die Stadt ist außerdem bekannt dafür, dass man sich hier günstig Kleidung maßschneidern lassen kann, ohne dass dabei die Qualität leidet. Plant genügend Zeit und Geld ein, um hier ausgiebig zu shoppen.
  • Saigon: Weiter geht es nach Südvietnam. Saigon, heute offiziell Ho-Chi-Minh-Stadt, ist eine typisch südostasiatische Stadt mit den bekannten Massen an Motorrollern und wildem Gewusel. Hier geht ihr am besten den Genüssen des hiesigen Streetfood-Angebotes nach oder gönnt euch eine kleine Wellnesseinheit. Die umliegenden Floating Markets sind neben der Altstadt auf jeden Fall einen Ausflug wert.
    Unser Piratentipp: Konzentriert euch bei knapper Zeitplanung lieber auf die anderen Stationen der Rundreise. Die größte Stadt Vietnams liegt auf eurem Weg in die südlichen Regionen des Landes, ist aber eher als Durchreiseziel oder Abflugort zu betrachten.
  • Mekongdelta: Touren in dieses berühmte Gebiet lassen sich beispielsweise von Saigon aus buchen. Ihr habt die Wahl, ob ihr im Anschluss zurück in die Großstadt fahrt oder danach direkt weiter zum letzten Ziel dieser Route. Die meisten Ausflüge beinhalten zwei oder drei Übernachtungen, wobei Reisende berichten, dass die kürzere Tour absolut reicht und anschließend keine wirklich neuen Landschaften mehr zu sehen sind. Gleichwohl ist dieses typische Touristenziel einen Besuch wert – besonders, wenn ihr die lokalen Homestays nutzt und so einen Einblick in vietnamesische Familienbetriebe gewinnt.
  • Phu Quoc: Als letzten Punkt dieser Route haben wir uns die Insel Phu Quoc ausgesucht. Vom Mekongdelta ist die Urlaubsinsel per Fähre zu erreichen oder ab Saigon günstig per Inlandsflug. Wunderschöne Badestrände mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser erwarten euch – allerdings dürften die abgelegenen Orte wegen ihrer wachsenden Bekanntheit ihren Geheimtipp-Charakter allmählich verlieren.

Geheimtipps auf diese Tour durch Vietnam

Wer Zeit für verstecktere Orte und ungewöhnliche Aktivitäten einplanen kann, für den hält die Strecke noch einige andere Schätze neben den Must-sees bereit. Mitten im Mekongdelta befindet sich die kleine Insel Cu Lao Gieng, die eine große Klosteranlage beherbergt. Abgesehen von den Nonnen begegnet ihr auf dieser Insel sehr wenigen Menschen und entrinnt bei einer ausgiebigen Radtour den Touristen, die man sonst im Mekongdelta trifft. Eine weitere sehr ursprüngliche Gegend befindet sich weit im Norden des Landes – die Stadt Sapa wird zwar immer mehr erschlossen, aber die malerische Gebirgslandschaft mit den vielen Reisterrassen ist absolut einen Besuch Wert. Unternehmt unvergessliche Trekkingtouren und trefft dabei auf kleine Gruppen von Bevölkerungsminderheiten, die sich dort niedergelassen haben und für ihre Herzlichkeit gegenüber Touristen bekannt sind. Diese sogenannten Hilltribes führen oft kleine charmante Unterkünfte, in denen ihr mit den Locals zusammen das Essen zubereitet und so die Bevölkerung etwas besser kennenlernt.

Welche Verkehrsmittel bieten sich für Rundreisen in Vietnam an?

Das Verkehrsnetz in Vietnam ist heute sehr gut ausgebaut. Ihr bereist mit Bus, Zug oder Flugzeug die verschiedenen Stationen eurer Reise. Die Wagemutigeren mieten sich einen Motorroller oder ein Auto für die Dauer ihres Aufenthalts und erkunden das Land.

  • Flugzeug: Für eine längere Strecke in kurzer Zeit bieten sich die günstigen Inlandsflüge an. Bei einem Flug innerhalb Vietnams müsst ihr mit ungefähr 30 Euro + Gepäckkosten pro Strecke rechnen. Auf diese Weise spart ihr eine Menge Zeit, verpasst allerdings einiges von der Landschaft auf dem Weg.
  • Zug: Zu den Erlebnissen, von denen Urlauber oft noch lange erzählen, zählen Nachtzugfahrten in Vietnam. Die Züge sind oft alt und nicht sonderlich komfortabel, aber ihr kommt schnell und günstig von A nach B und könnt auf der Fahrt noch die vorbeigleitende Landschaft bewundern.
  • Bus: Ein weiteres Abenteuer sind Busfahrten quer durchs Land. Wie bei Zugfahrten gibt es die Möglichkeit, über Nacht zu reisen. Ihr seht viel vom Land und bekommt einen Eindruck vom wuseligen Verkehr und den Straßenverhältnissen. Nicht unbedingt jedermanns Sache, aber eine gute Geschichte habt ihr danach auf jeden Fall zu erzählen.
  • Motorroller: Viele Backpacker mieten sich Mopeds oder kaufen sich eines am Anfang ihrer Reise und verkaufen es am Ende wieder. Bei dieser Variante müsst ihr euch darüber klar sein, dass der Verkehr in Vietnam deutlich weniger geregelt abläuft, als ihr es von Deutschland gewohnt seid. Die Risiken, denen ihr euch aussetzt, sind nicht zu unterschätzen. Dennoch berichten die meisten Risikofreudigen von einmaligen Aus- und Einblicken, die sie abseits der Busstrecken entdecken konnten.
  • Mietwagen: Ähnliches wie für das Mieten eines Motorrollers gilt genauso für einen Mietwagen in Vietnam. Ihr habt so das höchste Maß an Flexibilität, setzt euch allerdings dem gewöhnungsbedürftigen Verkehr aus. Dennoch ist diese Variante, besonders bei einer individuell durchgeführten Reise und mit mehr Gepäck als einem Rucksack, für viele eine Überlegung wert.

Unser Piratentipp: Seit 2015 erkennt Vietnam den internationalen Führerschein an, den ihr bei eurer Fahrerlaubnisbehörde in Deutschland beantragt. Wichtig zu wissen ist, dass ihr mit einem Führerschein der Klasse B nur Motorroller und Motorräder bis 50 Kubikzentimeter fahren dürft.

Campen in Vietnam – geht das?

Wohnwagen sind in Vietnam wenig bis gar nicht verbreitet. Die Tourismusindustrie stellt sich aber immer mehr auf die wachsende Nachfrage nach günstigen Übernachtungsmöglichkeiten für Individualreisende ein, und somit gibt es mittlerweile einige Campingplätze, auf denen ihr mit eurem Zelt willkommen seid. Nach Stellplätzen für Wohnwagen sucht ihr hier bislang aber vergeblich.