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Surfurlaub: Die besten Reisetipps und Hotspots

Was sind die besten Surfspots für Anfänger & Fortgeschrittene?

Macht euch bereit für die nächsten Brandungen und schnappt euch eure Surfboard. Wir haben hier für euch die besten Surfspots zusammengestellt und zeigen euch die idealen Reiseziele für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Die perfekten Wellen wartet auf euch, denn was wäre ein Surfer ohne seine perfekte Welle? Wir schicken euch mit unseren Reisetipps auf Surfweltreise!

In Europa könnt ihr euch von der Algarve bis hin zur französischen Atlantikküste in die Wellen stürzen und die schönsten Surfspots beim Surfurlaub in Portugal, Surfurlaub in Spanien und beim Surfurlaub in  Frankreich entdecken. Danach geht es weiter in den Surfurlaub nach Marokko. Ja, auch in Marokko gibt es dutzende Surfspots, die euch den Urlaub versüßen. Von Taghazout bis nach Essaouira haben wir einige tolle Strände, die zum Surfen einladen, für euch herausgepickt. Welche Länder dürfen bei einem Surftrip auf keinen Fall fehlen? Natürlich Surfurlaub in Hawaii, Surfurlaub in Costa Rica, Surfurlaub in Indonesien und auch Surfurlaub in Kalifornien. Hier erwarten euch goldene Strände und die besten Surfspots der Welt. Aloha!

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Allgemeine Informationen rund ums Surfen

Surfen für Anfänger

Als Anfänger sollest ihr unbedingt einen Surfkurs machen oder einen Urlaub im Surfcamp planen. Sich das Surfen selber beizubringen, ist nicht ratsam und ihr solltet auch lieber etwas mehr Geld für die Surfschule ausgeben, denn eine gute Schule ist das A und O für ein erfolgreiches Surferlebnis. Keine Sorge, bei all unseren Surfspots habt ihr die Möglichkeit aus duzenden Surfkursen oder Surfcamps auszuwählen.

Die fortgeschrittenen Surfer unter euch, können natürlich ihre Surfreise selbst in die Hand nehmen und euch am besten mit den Einheimischen vor Ort kurzschließen, da diese ihre Surfspots natürlich im Schlaf kennen.

Was du für deinen Surfurlaub mitnehmen solltest:

Besonders wichtig ist der wasserfeste Sonnenschutz, da man im Meer kaum bemerkt, wenn einem die Sonne etwas zu lange auf den Kopf scheint. Auch das obligatorische Moskitospray sollte beim Surfurlaub nicht fehlen, denn gerade in den tropischeren Ländern können die lästigen Blutsauger euch Nachts überfallen. Wichtig ist auch, dass die deine Reiseapotheke für mögliche Verletzungen aufrüstet - Antiseptikum, wasserfeste Pflaster, Wundsalbe und Desinfektionsmittel sollten nicht fehlen. Kleiner Tipp am Rande: wenn ihr euch beim Surfen eine kleine Schnittwunde zuzieht und gerade kein Desinfektionsspray zur Hand habt, dann hilft auch frischer Limettensaft. Dieser brennt zwar ziemlich, reinigt die Wunde jedoch von Sand und Dreck, bis ihr sie ordentlich versorgen könnt.

Neben bequemen Shorts und T-Shirts solltet ihr natürlich auch an den Surfbikini bzw. die Boardshorts denken.

Gerade der Surfbikini ist bei vielen weiblichen Surfern ein großes Thema. Will man doch nicht plötzlich oben oder gar unten ohne in den Wellen stehen, auch wenn sich vielleicht der ein oder andere männliche Surfer daran erfreut. Die gängigen Surfermarken wie Roxy, Quicksilver oder auch Rip Curl bieten Surfbikinis an, die speziell für die harten Bedingungen im Wasser gemacht sind und an Ort und Stelle bleiben. Zudem gibt es auch einige unbekanntere Marken wie Dkoko aus Costa Rica. Hier bleibt defintiv alles da, wo es sein soll und wenn ihr trotzdem nochmal auf Nummer sicher gehen wollt, dann könnt ihr euch ein sogenanntes Rash Shirt zulegen. Der leichte Stoff dieser T-Shirts beschwert nicht durch aufgesogenes Wasser und schützt euch zusätzlich vor Sonnenbrand oder möglichen Ausschlag vom Wachs auf dem Surfboard.

Surft ihr in kälteren Gewässern, dann solltet ihr an einen Wetsuit, oder auch Neoprenanzug, denken, der euch vor den kalten Temperaturen im Wasser schützt und das Surfen angenehmer gestaltet.

Über eine eigene Surfausrüstung musst du dir als Anfänger übrigens keine Gedanken machen. Da du sicherlich mit einer Surfschule startest, werden dir die gebrauchten Utensilien eigentlich immer gestellt bzw. du kannst sie ausleihen.

Wellenreiten: Das ABC der Surfersprache

Wer surfen will, der kommt auf Dauer nicht um Ausdrücke wie "Reefbreak", "Wipe-Out" oder "Offshore" herum und wer sich noch nicht durch das Lexikon der wichtigsten Ausdrücke im Surfen gewühlt hat, der bekommt jetzt die Aufklärung. Denn wenn ihr euch im Wellenreiten versuchen wollt, dann solltet ihr euch nicht nur körperlich, sondern auch sprachlich ordentlich auf euren nächsten Surfurlaub vorbereiten. Am Ende wollt ihr ja nicht die Einzigen sein, die am Strand mit großen Fragezeichen in den Augen stehen, oder? 

  • Beachbreak = Die Wellen brechen auf einer Sandbank im Meer
  • Channel = Im Channel fließt das Wasser zurück ins Meer, hier brechen keine Wellen und er wird von Surfern genutzt, um vom Strand ins Line-Up zu paddeln
  • Drop-In = Man nimmt einem anderen Surfer quasi die Vorfahrt, ein absolutes No-Go unter Surfern
  • Hang Loose = Eine Begrüßung unter Surfern, bedeutet soviel wie "bleib locker"
  • Line-Up = Bereich, indem Surfer auf Wellen warten
  • Onshore = Der Wind kommt vom Meer, die Wellen sind unterschiedlich hoch, unregelmäßiger, aber auch einfacher zu reiten
  • Offshore = Der Wind kommt von der Küste, die Wellen brechen sauberer, sind allerdings auch schwieriger zu reiten, da sie steiler sind
  • Pointbreak = Die Wellen brechen entlang einer Landzuge, an einem bestimmten Punkt
  • Peak = Der genaue Punkt, an dem eine Welle bricht
  • Reefbreak = Wellen brechen auf einem Riff
  • Swell = die Energie / Kraft einer Welle
  • Set = 3 - 7 Wellen, die im gleichen Abstand kommen, danach gibt es eine Pause, gefolgt von dem nächsten Set
  • Tube = Wenn sich ein Hohlraum zwischen der Wand der Welle und dem brechenden Teil bildet. Der ultimative Spot für Surfer, auch als Barrel bekannt
  • Wipe-Out = Sturz vom Surfboard auf einer Welle

Mit diesen Ausdrücken seid ihr erst einmal vorbereitet. Natürlich gibt es noch bedeutend mehr Surfausdrücke, aber für das erste Mal auf dem Brett reichen diese Begriffe absolut aus. Jetzt wollen wir euch auch nicht weiter auf die Folter spannen. Macht euch bereit, hier kommen die besten Surfspots rund um den Globus!

 

Portugal

Sommer, Sonne und Surfen - das ist alles, was ein gelungener Surfurlaub an Zutaten benötigt. Ihr wollt die besten Surfspots in Portugal finden? Dann solltet ihr in unseren Artikel reinlesen, denn wir schicken euch zu den schönsten Surfspots an der Algarve, nach Peniche oder auch Nazaré. Hier geht es so richtig zur Sache. Egal, ob ihr auf dem Surfbrett im Wasser unterwegs seid, oder als begeisterte Zuschauer am Strand ein Plätzchen findet, Langeweile kommt in Portugal ganz sicherlich nicht auf.

Costa Rica

Surfurlaub in Costa Rica bedeutet, der goldenen Mitte Zentralamerikas einen Besuch abzustatten. Saftig grüne Regenwälder treffen auf teilweise menschenleere Strände und unglaublich tolle Surfspots, die ihr teilweise ganz für euch alleine habt. Das Leben in Costa Rica ist entspannt und genau diese Stimmung macht euren Surfurlaub zu etwas ganz Besonderem. Pura Vida!

Spanien

¡Viva España! Spanien ist ein Paradies für die Wellenreiter unter euch. Von den Kanaren bis hin nach Kantabrien gibt es jede Menge tolle Surfspots, an denen ihr euch ins Meer stürzen könnt. Egal, ob Surfanfänger oder Fortgeschrittenen, für alle ist die richtige Welle mit dabei und wenn es euch mal nicht auf's Surfboard zieht, dann gibt es jede Menge traumhafte Städte, Tapas und tolle Abende, mit denen ihr den perfekten Urlaub in Spanien erleben könnt.

Hawaii

Aloha und Hang Loose! Im Surferparadies an der North Shore von Hawaiis Hauptinsel Oahu gibt es die besten Surfspots rund um den Globus. Das wissen nicht nur die Hawaiianer selbst und so reisen jedes Jahr duzende Surfer aus aller Welt auf den Inseln an, um glasklares und grell türkises Wasser an goldenen Stränden zu genießen und die besten Wellen der Welt zu reiten.

Frankreich

Je t'aime France! 500 Kilometer Küste mit einigen der besten Surfspots, die Europa euch zu bieten haben erwarten euch in Frankreich. Ihr wollt euch zum ersten Mal auf ein Surfboard schwingen? Kein Problem, in Frankreich findet ihr die passenden Wellen für euch und jede Menge Surfcamps, die euch das Wellenreiten beibringen. Ihr seid bereits richtige Könner auf dem Surfbrett? Dann auf zum Roadtrip entlang an der schönen Küste!

Kalifornien

Kalifornien bedeutet endless summer, weitläufige Strände, super lockere Stimmung und natürlich surfen, surfen, surfen. An vielen Surfspots im Bundestaat Kalifornien könnt ihr das ganze Jahr über Wellen abgreifen. Auch die lockeren Surfvibes aus den 70er Jahren sind hier teilweise noch zu spüren. Roadtrip oder Surfcamp, hier findet ihr die besten Wellen im Westen.

Indonesien

Natur pur, Kultur und natürlich jede Menge tolle Surfspots - Indonesien und dessen berühmtes Inselparadies Bali ist so viel mehr als eine reine "Honeymoon Destination". Für euren nächsten Urlaub in Indonesien solltet ihr definitiv Surfen als einen ganz besonders großen Punkt auf der Urlaubsliste vermerken, denn die duzenden einmaligen Surfspots, die euch hier vor tropischer Kulisse erwarten, sind ja fast schon Pflicht.

von Daniela Krieger

Marokko

Urlaub in Marokko bedeutet, einen Traum aus 1001 Nacht kennenzulernen. Hier begegnet ihr orientalischen Märkten, auf denen es nach Gewürzen und Tee duftet, die Architektur verzaubert und die Kultur ist ebenso einmalig, wie interessant. Was ist das Beste an Marokko? Hier könnt ihr nicht nur auf Kamelen durch die Wüste reiten, sondern euch an der Atlantikküste des Landes ebenfalls auf einem Surfbrett in die Wellen wagen. Klingt gut? Ist es auch!

Australien

Urlaub in Australien, ja, das ist schon etwas ganz Besonderes. Aber was ist noch besser? Genau! Ein Surfurlaub in Australien. Das Wellenreiten ist über die Jahre hinweg quasi zum Nationalsport der Australier geworden. Jeder ist hier süchtig nach Surfen. Vor der Arbeit, nach der Arbeit, in der Freizeit - Surfen geht eigentlich immer und warum auch nicht? Es ist sportlich, es macht unglaublich viel Spaß und mit Sonne und Salz auf der Haut ist das Leben gleich entspannter.

Experteninterview mit Julian von Surfnomade zum Thema "Surfen -  die besten Surfspots und das perfekte Wetter"

Blogger Julian liebt das Meer!!! Surfen ist seine große Leidenschaft und er ist ein Grübler, auf dem Board kommen ihm die besten Gedanken. 
Julian denkt viel über die Vereinbarkeit von Job und seiner Leidenschaft, dem Surfen, nach! Mit dem Blog möchte er beide Welten besser miteinander in Einklang bringen. 
Wir haben Julian mal etwas genauer für euch unter die Lupe genommen und ihm ein paar Fragen gestellt.

Das SURF-Interview: Wir haben 15 Fragen gestellt und 15 ausführliche Antworten erhalten!

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1. Aus welchen Gründen hast du dich entschieden einen Blog übers Surfen zu schreiben?

Seit der Vorbereitung meiner ersten Surftrips vor gut fünfzehn Jahren hat mir eine verlässliche Informationsquelle über Surfreisen immer gefehlt. Die Infos lagen sehr verstreut auf verschiedenen englischsprachigen Seiten oder Surfmagazinen und ich musste sie mir für jede neue Surfregion mühevoll zusammensuchen. Mit Surfnomade möchte ich dieses Wissen weitergeben und auch für deutschsprachige Surf-Traveller eine übersichtliche Plattform bieten.

2. Steckt hinter deinem Blog eine bestimmte Philosophie oder Aussage?

Surfnomade richtet sich an alle Freiheits-Junkies, deren Herz nach Meer schreit. Ich schreibe für Surfer, die ihre Nase lieber in den Seewind halten als immer nur im heimischen Büro zu hocken. Die meisten deutschen Surfer trifft nun mal das harte Los der “land-locked Surfer”, also Surfer, die nicht am Meer wohnen. Die Voraussetzungen für ein glückerfülltes Surferleben sind also nicht ideal. Doch gleichzeitig sind wir Deutschen bekanntlich die Reiseweltmeister und das Surfen ist meiner Meinung nach die schönste Art, um neue Länder zu entdecken und ausgetretene Touristenpfade zu verlassen. Die Message von Surfnomade lautet also: Nur weil du am falschen Ort geboren wurdest, ist das noch lange kein Grund, Trübsal zu blasen. Geh raus und lebe deinen Surfertraum!

3. Kannst du uns erklären was sich hinter dem Begriff „Surfnomade“ verbirgt?

Mit Surfnomade ist ein leidenschaftlicher Wellenreiter gemeint, der viel reist, weil sein Lebensmittelpunkt leider nicht am Surfspot liegt. Mit meinem Blog möchte ich zeigen, wie du als Surfnomade auf möglichst viele Surftage im Jahr kommst. Neben kreativen Lebenskonzepten, die auf mobiler Arbeit basieren, gehört dazu auch das nötige Wissen über die passenden Surfdestinationen und die richtige Reisezeit. Denn was bringen dir drei Wochen Surfurlaub, wenn du die Hälfte der Zeit auf ein spiegelglattes Meer schaust, oder dich über Wellen ärgerst, die nicht zu deinem Surflevel passen?

4. Was ist für dich das Besondere am Reisen mit Surfboard?

    Wer mit dem Surfboard auf Reisen geht, dem eröffnet sich eine Welt voller abenteuerlicher Naturerlebnisse fernab von ausgetretenen Touristenpfaden. Nicht der Lonely Planet entscheidet über dein nächstes Reiseziel, sondern der Blick auf die Zugbahnen von Sturmfronten, die an entlegenen Tropenstränden für perfekte Surfbedingungen sorgen. Mit dem Surfboard unterm Arm barfuß durch den Dschungel laufen, am Lagerfeuer sitzen, bei Sonnenaufgang über die atemberaubende Küstenlandschaft blicken: Surfen steht für all das! Für das pure Surferglück brauchst du einfach keine Luxus-Hotels mit beheiztem Pool und Rundumverpflegung.

    5. Welche Länder und Surfregionen kannst du empfehlen?

    So pauschal lässt sich die Frage leider nicht beantworten. Fest steht aber, dass es für jedes Land und jedes Surflevel auch die passende Reisezeit gibt. Manchmal brechen die Wellen in Sri Lanka perfekt über mehrere Wochen und manchmal lohnt sich die Reise eher nach Marokko. Die perfekte Surfregion gibt es also nicht. Viel wichtiger ist das richtige Timing! Während es jetzt im Hochsommer in Frankreich und Nordspanien ideale Anfängerwellen gibt, dreht der Süden Spaniens und Portugals in den Herbstmonaten groß auf und vor allem fortgeschrittene Surfer kommen auf ihre Kosten. Für die Wahl der passenden Surfregion, braucht es also ein wenig Erfahrung. Deshalb habe ich auf Surfnomade gerade einen Surf Trip Planner veröffentlicht. Reislustige Surfer finden damit für jeden Monat und jedes Surflevel die ideale Surfregion. Auch für mobil arbeitende Surfer, Yogafreaks und Kletterfreunde liefert das Tool die passenden Destinationen.

    6. Welches sind deine Lieblings-Surfspots? Hast du für uns ein paar Geheimtipps?

    Grundsätzlich surfe ich am liebsten, wenn ich meine Freunde um mich herum habe. Wenn es aber um die reine Wellenqualität geht, hatte ich die besten Surfsessions meines Lebens definitiv auf Fernando de Noronha - eine brasilianische Vulkaninsel im Südatlantik. Aber auch in Europa gibt es tolle Surfspots. Wichtig ist aber wie gesagt vor allem die passende Reisezeit: Carrapateira (Portugal) im September, El Palmar (Südspanien) im Oktober oder La Pared (Fuerteventura) im November sind ein paar heiße Kandidaten für gute Surfbedingungen.

    7. Welches ist in deinen Augen das perfekte Surfing-Wetter?

    Für mich als erfahrener Surfer bietet ein leichter ablandiger Wind bei kopfhohen Wellen die besten Bedingungen. Wenn das Meer dazu noch angenehm warm ist und ich ohne Wetsuit surfen kann, liegt es definitiv nicht am Surfing-Wetter, wenn mir ein Wellenritt misslingt.

    8. Müssen Surfer im europäischen Winter zwingend Fernreisen unternehmen, um surfen zu können?

    Nein, für die hartgesottenen Kaltwassersurfer, die sich in dicken Neoprenanzügen, Hauben und Surfschuhen in die Wellen stürzen, herrschen im Winter sogar die besten Bedingungen. Für alle anderen bieten die Kanaren auch während der kalten Jahreszeit hervorragende Wellen. Zum Glück sind bei den Urlaubspiraten ja gerade für die Kanaren immer mal wieder günstige Schnäppchenangebote dabei.

    9. In welchem Alter hast du mit dem Surfen angefangen?

    Alles fing an mit einem dreitägigen Schnupperkurs an der französischen Atlantikküste im Jahr 1996. Das war kurz nach meinem 18. Geburtstag. Vorher hatte ich mich aber schon in unzähligen Familienurlauben mit meinem Bodyboard in die Wellen gestürzt. So konnte ich schon früh ein gutes Gespür für Wellen und Strömungen entwickeln.

    10. Gibt es deiner Meinung nach ein perfektes Alter für Surfanfänger oder ist es nie zu spät damit anzufangen?

      Für eine Recherche war ich gerade in einem Surfcamp auf Lanzarote. Die Besitzerin des Camps hat erst im Alter von 31 mit dem Surfen angefangen. Sie war davon derartig angefixt, dass sie ein paar Jahre Später ein eigenes Surfcamp eröffnete. Auch in den klassischen Surfregionen Kaliforniens, Australiens oder Brasiliens sehe ich immer wieder ältere Herren mit stattlichen Bäuchen, die mit unnachahmlicher Leichtigkeit über die Wellen gleiten. Entgegen der weitläufigen Meinung ist Surfen nämlich kein reiner Extremsport und lässt sich auch im hohen Alter noch auf risikoarme Weise ausüben.

      11. Welches sind die besten Surfspots für Surfanfänger?

      Fast alle Surfstrände der Welt sind auch für Anfänger geeignet, sofern gerade die passenden Bedingungen herrschen und die Wellen nicht über einem Riff oder steinigen Untergrund brechen. Hüfthohe Wellen an einem sanft ansteigenden Sandstrand sind perfekt. Auch eine leichte Brise vom Meer ist für Surfanfänger ideal. Die Wellen türmen sich dann nicht so schnell auf und es bleibt mehr Zeit für die Aufstehbewegung. Warmes Wasser ist natürlich auch für Anfänger Gold wert. Ohne Surfanzug ist die Bewegungsfreiheit einfach viel größer und das Paddeln fällt deutlich leichter. In Europa kommt da die französische Atlantikküste südlich von Bordeaux in Frage, wo es das Meer im August auf angenehme 22 Grad schafft. Ab September würde ich dann eher die Westküste Andalusiens zum Surfen lernen empfehlen.

      12. Wie finden Interessierte das passende Surfcamp und worauf kommt es bei der Auswahl an?

        In Europa gibt es gesetzliche Bestimmungen über die Ausbildung von Surflehrern und eine begrenzte Anzahl von Kursteilnehmer pro Surfkurs. Diese Regeln gelten aber längst nicht weltweit und es ist nicht immer einfach, sich vorab über die Qualität von Surfcamps zu informieren. Immerhin gibt es eine Liste an Surfschulen, die die Qualitäts- und Sicherheitsstandards des deutschen Wellenreitverbands (DWV) erfüllen und über deutschsprachige Surflehrer verfügen. Auch in meinem Surf Trip Planner empfehle ich für jeden Surfmonat einige Surfcamps, über die ich selber bereits eine Review geschrieben habe oder die mir von anderen Surf-Travellern empfohlen wurden.

        13. Welche Arten von Surfreisen gibt es überhaupt?

        Oh da gibt es inzwischen jede Menge! Die Palette reicht von Surf-Boot-Trips in der Südsee über familienfreundliche Surfcamps in Europa bis hin zum klassischen Roadtrip im VW-Bulli. Das gute am Surfen ist ja gerade, dass es bis ins hohe Alter praktiziert werden kann und es heutzutage für jede Lebensphase auch die passenden Angebote gibt. Während sich der Familienvater im Surf-Resorts mit direktem Zugang zum Surfspot wohlfühlt, kommen die jungen Surfer in den Zeltlagern der französischen Atlantikküste voll auf ihre Kosten.

        14. Was darf in deiner Boardbag nicht fehlen?

          Das hängt sehr davon ab, wohin die Reise gehen soll. Wenn ich in die Tropen reise, brauche ich ein spezielles Surfwachs für warmes Wasser und wenn das Ziel ein scharfkantiges Lava Riff auf den Kanaren ist, darf ein Paar Surfschuhe nicht fehlen. Der Clou beim Packen für einen Surftrip ist meiner Meinung nach aber vor allem, nicht zu viel mitzunehmen. Wer auf sein eigenes Surfboard nicht verzichten möchte, wird alleine damit schon genug zu schleppen haben. Da freust du dich über jedes Gramm eingespartes Gewicht. Bei Flugreisen empfehle ich daher nur mit Boardbag und Handgepäck einzuchecken. Bei vielen Airlines entfällt somit die Gebühr für ein weiteres Gepäckstück. Wichtige Dinge wie Sonnencreme (LSF 50), erste Hilfe Set oder Surfanzug, die nicht ins Handgepäck passen, können praktischerweise auch in der Boardbag verstaut werden.

          15. Verfolgst du als Surfnomade einen bestimmten „Lebenstraum“?

          Sobald ich auf meinem Brett liege und durch die Wellen tauche, bin ich einfach der glücklichste Mensch auf Erden. Mein Herz schlägt dann doppelt so schnell wie am Festland und ich vergesse alles, was um mich herum passiert. Mein Lebenstraum ist es, bis ins hohe Alter gesund zu bleiben und noch viele weitere Surfregionen auf diesem wunderbaren Planeten zu entdecken und darüber zu schreiben.

          (Erstveröffentlichung am 8. Juli 2015)