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Carsharing: Mobilität im 21. Jahrhundert

Ich besucht einen Kumpel über's Wochenende und wollt nun möglichst günstig von Berlin nach München fahren? Das ist heute dank zahlreicher Apps und Anbieter kaum noch ein Problem. Schnell wird das Handy gezückt und eine Mitfahrgelegenheit organisiert. So spart ihr nicht nur Geld bei den Fahrkosten, sondern tut etwas Gutes für die Umwelt und lernt im besten Fall auch noch nette Leute kennen. Carsharing heißt das Zauberwort. § 2 Nr. 1 des Carsharinggesetztes in Deutschland definiert Carsharing als "organisierte gemeinschaftliche Nutzung eines oder mehrerer Automobile auf der Grundlage einer Rahmenvereinbarung." Doch was sind die Vor- und Nachteile, verschiedenen Modelle und Anbieter der aktuellen Carsharing-Angebote? Auf dieser Seite erfahrt ihr mehr über die Carsharing-Community.

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Wie funktioniert Carsharing?

Es gibt unterschiedliche Modelle und Organisationsformen von Carsharing. So kann es bei einem Anbieter sein, dass die verfügbaren Fahrzeuge innerhalb eines größeren Stadtgebietes frei im öffentlichen Straßenraum geparkt werden dürfen, und bei einem anderen gibt es feste Mietstationen, an denen ihr die Fahrzeuge parken und abholen müsst. 

Der genaue Ablauf entspricht in der Regel einer der folgenden drei Varianten:

  • Das Fahrzeug muss nach Ablauf der gebuchten Zeit wieder an seinen ursprünglichen Standort zurückgebracht werden.
  • Der Nutzer muss vorher entscheiden, an welchem Standort des Carsharing-Anbieters das Fahrzeug abgeliefert werden soll.
  • Das als Free Floating Car bezeichnete Fahrzeug kann innerhalb eines fest definierten Nutzungsgebiets auf jedem freien Parkplatz abgestellt werden.

Wenn ihr Carsharing nutzen wollt, müsst ihr meist eine langfristige, mitunter kostenpflichtige Mitgliedschaft eingehen. Um Reparaturen und Wartungsarbeiten an den Fahrzeugen braucht ihr euch nicht zu kümmern. Die Verantwortung dafür liegt bei den Anbietern und Organisationen. Trotzdem seid ihr natürlich selbst für eine rechtzeitige Rückgabe des Fahrzeugs im sauberen Zustand verantwortlich. Bei verspäteter Rückgabe warten mitunter hohe Bußgelder auf euch, also habt immer die Zeit im Blick. 

Wo ihr euer Fahrzeug abholen könnt, hängt von der Organisation des Services ab. Ihr könnt direkt zu Mietstationen gehen oder zum Beispiel über zugehörige Apps per GPS das nächstgelegene, verfügbare Fahrzeug orten. 

Was sind die Vor- und Nachteile beim Carsharing?

Wie überall, gibt es auch beim Carsharing Vor- und Nachteile, wobei doch vieles für diese Art der Fortbewegung spricht. 

Vorteile

  • Nur zahlen, was man verbraucht: In der Regel sind die Kosten geringer als der Betrieb eines eigenen gleichartigen Fahrzeugs (feste Kosten, z.B. Anschaffungskosten und Stellplatzmiete, entfallen)
  • Effiziente Fahrzeugnutzung: Die Fahrzeuge stehen weniger, was auch zu einer Verbesserung der Parksituation in Ballungsgebieten führt.
  • Integrierter Pannendienst: Der Service ist bei vielen Anbietern inbegriffen (keine eigene Mitgliedschaft notwendig).
  • Flexible Fahrzeugauswahl: Meist stehen unterschiedliche Fahrzeugtypen - je nach Bedarf - zur Auswahl (z. B. Klein- oder Sportwagen, Kombi, Kleinbus oder Transporter).
  • Umweltentlastung: Mehrere Studien belegen eine bessere Umweltbilanz als bei der Nutzung von Privatfahrzeugen (Carsharing-Fahrzeuge sind meist deutlich neuer und mit modernster Technik ausgestattet, der durchschnittliche CO2-Ausstoss pro Kilometer liegt um 16 Prozent unterhalb dessen von Privatfahrzeugen).
  • Bei längeren Fahrten: Ihr könnt euch beim Fahren abwechseln (falls beide als Fahrer angemeldet wurden).

Nachteile

  • Bei längeren Fahrten (z.B. in den Urlaub) sind die Kosten in der Regel höher als bei anderen Verkehrsmitteln
  • Datenschutzprobleme: Mit den Daten lassen sich Bewegungsprofile der Fahrzeugnutzer erstellen.
  • Flexibilität notwendig: Mitunter ist bei großer Nachfrage nicht das gewünschte Fahrzeug zum benötigten Zeitpunkt verfügbar oder die nächste Mietstation ist zu weit entfernt.

Die Carsharing-Anbieter auf dem Markt

  • car2go: Carsharing-Angebot des Automobilherstellers Daimler und des Mietwagenunternehmens Europcar, das derzeit in Hamburg, Düsseldorf, Köln, Berlin, München, Stuutgart und Frankfurt am Main verfügbar ist
  • DriveNow: Angebot der BMW Group und der Daimler AG, das in München, Berlin, Hamburg, Köln und Düsseldorf verfügbar ist
  • Stadtmobil: verfügbar in Berlin, Rhein-Ruhr, Hannover und Umgebung, Rhein-Main, Rhein-Neckar, Stuttgart und Umgebung, Karlsruhe und Umgebung sowie Pforzheim
  • cambio CarSharing: verfügbar in Aachen, Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen (auch Standort der Buchungszentrale), Bremerhaven, Eschweiler, Flensburg, Herzogenrath, Hamburg, Jülich, Köln, Lüneburg, Oldenburg, Saarbrücken, Uelzen, Winsen, Wuppertal
  • Flinkster: Carsharing-Angebot der Deutsche-Bahn-Tochter DB Rent GmbH, das an 800 Standorten in Deutschland verfügbar ist
  • Greenwheels: verfügbar in Berlin, Braunschweig, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Nürnberg, Pinneberg, Potsdam, Regensburg, Rostock und mehreren Städten im Ruhrgebiet
  • teilAuto: verfügbar in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen, mit Leipzig und Dresden als größte Standorte
  • book-n-drive: größter Carsharing-Anbieter im Rhein-Main-Gebiet mit Angeboten in Frankfurt am Main, Wiesbaden, Mainz, Darmstadt, Oberursel (Taunus), Offenbach am Main und Rüsselsheim