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Rundreise durch Afrika: Sahara und Serengeti

Afrika ist ein Kontinent voller Gegensätze. Wüste und Savanne wechseln sich ab mit Regenwäldern und Bergen. Dazwischen finden sich Tierparadiese, historische Städte und Traumstrände. Rundreisen in Afrika sind entsprechend abwechslungsreich und versprechen euch einen unvergesslichen Urlaub in Afrika.

Rundreise durch Afrika - geführt oder auf eigene Faust?

Die meisten Afrikareisenden entscheiden sich für eine geführte Rundreise, weil diese in der Regel als sicherer und einfacher empfunden werden. Individuelle Touren durch den Kontinent verlangen von euch Abenteuerlust und ein Mindestmaß an Anpassungsfähigkeit. Die Infrastruktur ist nicht überall gut ausgebaut, die zu bereisenden Gegenden sind in vielen Fällen abgeschieden, und Sicherheitsbedenken können Individualreisen zusätzlich riskant erscheinen lassen. Letzteres trifft nicht auf alle Länder und Regionen Afrikas zu, aber ihr solltet euch bei einer Rundreise, die ihr auf eigene Faust mit Mietwagen unternehmt, gut über eure Wunschzielorte informieren. Stellt sicher, dass euer Mietauto geländefähig ist und ihr für Notfälle bestmöglich gerüstet seid. Zudem solltet ihr den Internetauftritt des Auswärtigen Amtes konsultieren und euch die spezifischen Sicherheitshinweise zu den jeweiligen Ländern anschauen – welche Dokumente benötigt ihr, welche Grenzübertritte sind eventuell kompliziert, welche Gegenden solltet ihr ohne ortskundige Begleitung besser meiden?

Bei einer organisierten Gruppenreise werdet ihr von einem fachkundigen und auf Wunsch deutschsprachigen Reiseführer begleitet. Dazu kommt die Sicherheit, in einer Gruppe unter Leitung von Experten unterwegs zu sein. Das Transportmittel auf der Tour sind entweder ein Bus, ein Jeep oder ein umgebauter und geländegängiger Armeewagen. Diese geführten Rundreisen sind in Afrika vergleichsweise günstig zu bekommen, vor allem, wenn ihr euch nicht daran stört, zu campen und jeden Abend Zelte aufzubauen. Luxusliebhaber wählen stattdessen die Variante mit Unterbringung im 5-Sterne-Hotel. Dazwischen gibt es verschiedene Abstufungen für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Budgets.

Optionen für Unterkünfte bei einer Rundreise in Afrika

Die Art der Unterkunft ist abhängig von der gebuchten Tour, wenn ihr mit einer Reisegruppe unterwegs seid. Individualreisenden stehen alle Preis- und Komfortklassen offen und ihr habt die Freiheit, zwischendurch die Art der Unterkunft zu wechseln, wenn ihr euch hin und wieder etwas mehr Luxus gönnen oder auf der anderen Seite Geld sparen wollt. Obwohl die Infrastruktur in Afrika in vielen Bereichen wenig ausgebaut ist, gibt es in den Touristenorten luxuriöse Unterkünfte mit allem Komfort. Dazu gehören teure Lodges in oder an Nationalparks oder 5-Sterne-Hotels in den Städten.

Wenn ihr euch auf einer organisierten Tour befindet, ähneln sich die Unterkünfte in Bezug auf den Standard in der Regel sehr. Abhängig von der Preisklasse der Rundreise kann es sich dabei um sehr einfache Unterkünfte handeln: Selbst aufzubauende Zelte im Freien oder Herbergen mit Mehrbettzimmern sind keine Seltenheit. Eine Zwischenstufe sind Doppelzimmer in schlichten, aber komfortablen Mittelklassehotels.

Die Dauer einer Rundreise in Afrika

Mindestens zwei Wochen solltet ihr für eine Rundreise in Afrika einplanen. Ist die Reise kürzer, beschränkt sie sich in der Regel auf einzelne Regionen oder Nationalparks. Wenn ihr viel Zeit mitbringt, könnt ihr Rundreisen von bis zu knapp zwei Monaten Länge wählen. Diese umfassen eine Vielzahl an Ländern, um euch einen tiefgehenden Eindruck des Kontinents zu vermitteln.

Selbst bei dieser Reisedauer werdet ihr jedoch nicht das gesamte Afrika zu sehen bekommen. Eine Entscheidung für bestimmte Regionen ist bei einer Reise in Afrika unausweichlich. Rundreisen in Nordafrika beschränken sich in der Regel auf ein Land – beispielsweise Ägypten oder Marokko – und nehmen ein bis zwei Wochen in Anspruch. Im südlichen und östlichen Afrika könnt ihr länger unterwegs sein und eine Vielzahl von Ländern besuchen. Süd- und Ostafrika werden auch oft kombiniert. Rundreisen in Westafrika sind weniger verbreitet, umfassen dann aber in der Regel ebenfalls mehr als ein Land.

Die verschiedenen Regionen Afrikas

Der orientalische Norden, der ursprüngliche Westen oder der artenreiche Süden: Afrika ist ein vielfältiger Kontinent und hat seinen Besuchern in jeder Region viel zu bieten. Die jeweiligen Highlights dieser unterschiedlichen Regionen Afrikas werden euch hier vorgestellt.

Nordafrika: Wüste und Meer

Der Norden Afrikas ist geprägt durch die Sahara auf der einen Seite und das Mittelmeer und den Atlantischen Ozean auf der anderen. Die Kombination aus Badeurlaub und Ausflügen in die Wüste wird abgerundet durch die archäologischen Stätten der geschichtsreichen Regionen. Ägypten und Marokko sind die beliebtesten Urlaubsländer in dieser Region. Entscheidet ihr euch für Ägypten, besteht die Reise beispielsweise aus einem Besuch der Mittelmeerküste und Alexandria im Norden. Eine Kreuzfahrt auf dem Nil bringt euch von den Stränden Ägyptens über Kairo weiter in den Süden für einen Besuch der Pyramiden von Gizeh und dem Tal der Könige.

Eine Rundreise durch Marokko führt euch in die Königsstädte Marrakesch und Fes, nach Casablanca sowie zu den Sanddünen des Erg Chebbi und durch das Hohe Atlasgebirge.

Eine solche zweiwöchige Rundreise durch Marokko kann zum Beispiel so aussehen:

Casablanca – Rabat – Meknès – Fes – Erfoud – Erg Chebbi – Todra-Schlucht – Quarzazate – Hoher Atlas – Marrakesch

Ostafrika: Traumstrände und Regenwald

Das östliche Afrika bietet gleich mehrere Destinationen zum Badeurlaub, allen voran Sansibar und Mauritius. Diese Inseln mit angenehmem Klima das ganze Jahr über, mit Sandstränden zum Sonnenbaden und Korallenriffen zum Tauchen und Schnorcheln, sind ideal für eine paar Tage Erholung während oder nach eurer Rundreise in Afrika. Wenn es euch schließlich aufs Festland zurückzieht, lasst euch einen Abstecher nach Uganda nicht entgehen. Das Land gehört zu den wenigen Regionen in der Welt, in deren Regenwäldern noch wilde Gorillas und Schimpansen leben. Eine Safari zu unseren nächsten Verwandten ist ein besonderes Erlebnis. Andere afrikanische Tiere bekommt ihr in Ostafrika ebenso zu sehen, unter anderem im großen Serengeti-Nationalpark in Tansania und Kenia. Wanderer und Kletterer besteigen in Tansania den Kilimandscharo, den höchsten Berg Afrikas.

Eine Beispielroute für eine Rundreise durch Südafrika ist die folgende:

Tansania – Sansibar – Kilimandscharo (Tansania) – Serengeti-Nationalpark (Tansania/Kenia) – Nairobi (Kenia) – Uganda – Nairobi (Kenia)

Unentdecktes Westafrika

Nur wenige Touristen verschlägt es ins westliche Afrika. Umso mehr Unerwartetes gibt es hier zu entdecken. Reist nach Kamerun oder in den Tschad, um die südliche Sahara kennenzulernen, wandelt auf den Spuren von Tarzan durch den Regenwald von Gabun oder befahrt den mächtigen Fluss Kongo. Kulturell hat dieses touristisch wenig erschlossene Gebiet ebenfalls einiges zu bieten. In Togo ist der Voodookult heute immer noch lebendig und bei einer Tour durch dieses Land lernt ihr dessen wahren Hintergründe kennen. In Ghana stehen die Überreste des einst mächtigen Ashanti-Königreiches, das nach der Eroberung durch die Europäer fast ausgerottet wurde, aber in Grundzügen und den kulturellen Zeugnissen immer noch zu finden ist.

Die folgenden Beispielrouten für West- und Zentralafrika nehmen zwei bis drei Wochen in Anspruch:

Rundreise 1: Tschad – Ennedi (Kamerun) – Gabun – Kongo – Angola – Namibia

Rundreise 2: Accra (Ghana) – Lomé (Togo) – Ouidah (Benin) – Abomey (Benin) – Kpalimé (Togo) – Krobo (Ghana) – Kumasi (Ghana) – Elmina (Ghana) – Accra (Ghana)

Südliches Afrika: Safaris und Nationalparks

Das typische Bild einer Afrikareise ist das von Tierbeobachtungen auf einer Safari. Wenn dies mit eurem Idealbild einer Afrikareise übereinstimmt und ihr es kaum erwarten könnt, Elefanten, Löwen und Nilpferden von Angesicht zu Angesicht gegenüberzustehen, dann ist das südliche Afrika euer Ziel. Ob im Kruger-Nationalpark in Südafrika, im Etosha-Nationalpark in Namibia oder im Chobe-Nationalpark in Botswana – oder mit einer passenden Rundreise in allen Dreien – die Tierwelt Afrikas zeigt sich hier in all ihrer beeindruckenden Vielfalt.

Unser Piratentipp: Verschiedene Nationalparks sind für unterschiedliche Tierpopulationen bekannt. Zum Beispiel gibt es im Etosha-Nationalpark sehr viele Löwen, während im Chobe-Nationalpark die größte Elefantenpopulation Afrikas zu Hause ist. Wenn eine bestimmte afrikanische Tierart ganz oben auf eurer Wunschliste steht, lohnt es sich, den entsprechenden Nationalpark auf eure Reiseroute zu setzen, um die Chancen auf eine Sichtung zu erhöhen.

Zu den vielen Tieren kommt die landschaftliche Schönheit dieser Region, an der ihr euch nicht sattsehen werdet. Einige wichtige Attraktionen des südlichen Afrikas, die nicht zwingend mit Safaris zu tun haben, sind die Folgenden:

  • Wüste Namib und Fish River Canyon: Trotzt der Hitze der namibischen Wüste und besucht diese einzigartigen Landschaften.
  • Okavango-Delta in Botswana: Safaris und Tierbeobachtungen gibt es hier zwar, aber die Landschaft rund um den Okavango ist ebenfalls sehenswert.
  • Victoriafälle auf der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe: Regenzeit herrscht im europäischen Frühjahr und Herbst, dann führen die Wasserfälle am meisten Wasser und sehen beeindruckend aus. Aber auch zur Trockenzeit lohnt sich ein Besuch. Jetzt könnt ihr beispielsweise in dem berüchtigten Devil‘s Pool baden und Fotos von euch über dem rauschenden Abgrund schießen.
  • Garden Route in Südafrika: Die Küstenstraße an der Südküste von Port Elizabeth nach Mossel Bay ist gesäumt von Nationalparks, Stränden und Aussichtspunkten.
  • Kapstadt: Ob auf ein abendliches Bier an der Waterfront oder einen Ausflug auf den Tafelberg – Kapstadt wird euch begeistern.

Eine Beispielroute für eine Rundreise durch das südliche Afrika ist die Folgende:

Kapstadt (Südafrika) – Fish River Canyon (Namibia) – Wüste Namib (Namibia) – Swakopmund (Namibia) – Etosha-Nationalpark (Namibia) – Windhoek (Namibia) – Okavango-Delta (Botswana) – Chobe-Nationalpark (Botswana) – Victoriafälle (Sambia/Simbabwe) – Lusaka (Sambia)

Diese Strecke durch den Süden Afrikas lässt sich gut mit der Route durch Ostafrika kombinieren. Für beide Rundreisen zusammengenommen könnt ihr mit sieben bis acht Wochen Reisezeit rechnen.

Eine Rundreise durch Afrika ist immer ein Erlebnis der besonderen Art. Die beeindruckende Tierwelt, die vielfältige Natur, die Kultur der Menschen, die sich stark von der unseren unterscheidet – zu entdecken habt ihr auf diesem Kontinent reichlich.


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